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Legenden: Klaus Kinski


Meine Stars von damals - epaper ⋅ Ausgabe 1/2020 vom 08.01.2020

Keiner konnte so ausrasten wie er! Doch zugleich gab es kaum jemanden, der düstere Rollen so feinfühlig ausfüllen konnte wie der große (Selbst-)Darsteller Klaus Kinski!


Artikelbild für den Artikel "Legenden: Klaus Kinski" aus der Ausgabe 1/2020 von Meine Stars von damals. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Meine Stars von damals, Ausgabe 1/2020

Auf dem Weg zum Ruhm: Kinski in den 1950er-Jahren


Das Jungtalent am Berliner Theater, 1948 mit Maria Schanda


Klaus Kinski war ein Mann der Extreme: als Schauspieler genial, als Mensch exzentrisch – und als Vater brutal


Klaus Nakszynski (M.), später Kinski, mit Mutter Susanne und Geschwistern


Der Abend hätte besser laufen ...

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... können! Klaus Kinski war wieder einmal in Rage geraten. Um ihn zu besänftigen, lud sein damaliger Mitbewohner Werner Herzog (77) einen Theaterkritiker zum Essen ein. Dieser umschmeichelte den jähzornigen Star: sein letzter Bühnenauftritt sei „hervorragend“ gewesen. Da sprang Kinski auf, schleuderte dem Mann heiße Kartoffeln ins Gesicht und brüllte: „Ich bin nicht hervorragend. Ich bin monumental!“

Seine Wutausbrüche wurden legendär

Diese Anekdote zeigt, wovon Kinski in Kunst und Leben immer besessen war: seiner Selbstdarstellung. Als Klaus Nakszynski wurde er 1926 bei Danzig geboren. Seine Liebe zum Schauspiel entdeckte er 1944 in britischer Kriegsgefangenschaft. In den 1950er-Jahren machte er sich als Bühnendarsteller einen Namen. Sein unheimlicher „Krokodil-Blick“ (Harald Juhnke) beeindruckte jedoch vor allem auf der Leinwand. Mit Feingefühl und Brillanz stellte er Mörder, Psychopathen und Grenzgänger dar.

Der Schauspieler glänzt in düsteren Filmen wie „Hanussen“ (1955)


Kinski stirbt 1991 in dieser kalifornischen Blockhütte


Dabei schöpfte Kinski wohl aus persönlichen Abgründen. Seine Tochter Pola (67) bezichtigt ihn heute des sexuellen Missbrauchs. Für ihre Halbschwester Nastassja (59) war er ein „ Tyrann“. Kinskis Wutausbrüche wurden bald so legendär wie seine Schauspielkunst.

Ruth Tocki ist Kinskis zweite Frau – mit ihr hat er Tochter Nastassja (Foto von circa 1965)


Eine Rolle mit Biss: als Graf Dracula in „ Nosferatu“ (1979)


Später war es vor allem die Zusammenarbeit mit Regisseur Werner Herzog, die seinen bleibenden Ruhm begründete. Zwischen den beiden Genies herrschten Spannungen, die fast in offene Gewalt umschlugen. Doch gemeinsam schufen sie zeitlose Klassiker wie „Aguirre“ (1972) oder „Fitzcarraldo“ (1982).

Pola Kinski wirft ihrem Vater schweren Missbrauch vor


1980 zog Kinski nach Kalifornien. In Deutschland war er da bereits eine Legende. Seinem Sohn Nikolai (43) schrieb der alternde Star: „Ich sterbe niemals.“ Doch 1991 raffte ihn im Alter von 65 Jahren ein Herzinfarkt dahin. Aber vielleicht hatte Klaus Kinski, Künstler und Exzentriker, mit seiner Aussage nicht ganz unrecht …

Kinskis Solo-Auftritte sind legendär: Er rezitiert Goethe – und Jesus!


Klaus Kinski, Werner Herzog (l.) und Claudia Cardinale (1982)

Haben Sie das gewusst…?

Als Kinski „Fitzcarraldo“ im südamerikanischen Dschungel drehte, provozierte er nicht nur Werner Herzog, sondern auch die Ureinwohner. Der Regisseur erinnert sich: „Am Schluss der Dreharbeiten boten mir die Indianer an, dass sie Kinski ermorden würden, für mich. Und ich sagte: ‚Nein, um Gottes Willen, ich brauch’ ihn ja noch zum Drehen!‘“ Die Sache ging gut aus.


Fotos: ddp images, Getty Images, INTERFOTO (2), picture alliance (7)