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Lego auf dem iPhone, iPad und Mac


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Mac Life - epaper ⋅ Ausgabe 6/2022 vom 05.05.2022
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Egal, ob als Spielzeug im Kinderzimmer oder als Bausatz im Hobbykeller: Lego ist nach mehr als siebzig Jahren immer noch ein analoges Phänomen. Das Bauen von Sets oder eigenen Kreationen aus den bunten Plastikbausteinen lässt sich nur schwer auf eine digitale Welt übertragen. Doch der dänische Konzern und die kleinen und großen Lego-Fans haben ganz eigene Werkzeuge, Plattformen und Apps entwickelt, die eine Bereicherung für das analoge Lego-Universum darstellen.

Dienste und Plattformen für Lego-Fans

Leidenschaftliche Lego-Bastler:innen kennen das Problem: Es fehlt ein Stein! Nicht irgendeiner, sondern exakt dieser eine Stein in dieser konkreten Farbe für diese Lücke in einem Modell. Eltern kennen das Problem ebenfalls, wenn auch in etwas anderer Situation: Der Bausatz ist nicht mehr komplett, weil sich im Kinderzimmer in einem schwarzen Loch unter dem Bett mal wieder Steine verloren haben. Die ...

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... Lösung: Online- Plattformen wie „Bricklink“. Hier kannst du mit einer umfangreichen Datenbank so ziemlich jedes Lego-Bauteil suchen und finden. Der Clou: Auf dem Marktplatz kannst du die Steine von unabhängigen Verkäufer:innen erwerben. Diese setzen ihre Preise selbst fest und kommen aus aller Welt. Du kannst außerdem eine Wunschliste mit Teilen anlegen oder recherchieren, in welchen offiziellen Bausätzen dein gesuchtes Teil enthalten ist. Du kannst dein kostenfreies Nutzungskonto zu einem Verkaufskonto hochstufen. Dann fallen bei Verkäufen

Abkürzungen aus der Lego-Fangemeinde

Für Lego-Fans gibt es eine Menge Abkürzungen, die zunächst zu Verwirrungen führen können. Besonders beim Einstieg in die Welt der Klemmbausteine kann es zu Rätselraten führen. Deshalb erklären wir hier die wichtigsten Akronyme, Verkürzungen und Übersetzungen.

MOC: „My own Creation“, zu Deutsch: Meine eigene Kreation. Sets von Lego-Fans und damit keine offiziellen Bausätze.

TFOL: „Teen Fan of Lego“, zu Deutsch: Lego-Fans im Teenager-Alter.

EOL: „End of Life“, zu Deutsch: eingestellte Lego-

Sets, die es nicht mehr im Handel gibt.

Brick: Gemeint ist ein simpler Lego-Stein.

aber Gebühren für dich als Händler:in an.

Bricklink unterstützt die Lego- Community mit einigen praktischen Werkzeugen. Die kostenfreie „Studio“-Software gibt es für den Mac und ermöglicht dir das digitale Legobauen im 3D-Modell. Hier kannst du eigene Lego- Designs für Bausätze entwerfen und anschließend mit der Community teilen. Dazu exportierst du zu deinem Modell einfach eine Anleitung, die ähnlich aussieht wie in einem offiziellen Lego-Set. Wie das geht, erfährst du im Workshop. Diese Anleitungen kannst du anschließend mit anderen Lego-Fans teilen, sodass diese mit ihren eigenen Steinen deine Entwürfe nachbauen können.

Zusätzlich bietet Bricklink einige weitere Austauschmöglichkeiten für die Community, wie etwa ein Forum. Bricklink entstand einst als unabhängiges Fan- Projekt, ist mittlerweile aber vom Lego-Konzern übernommen und damit ein offizieller Teil der Lego- Welt geworden.

Eine weitere offizielle Plattform für Lego-Fans ist das Pro-jekt „Lego Ideas“. Hier kannst du deine eigenen Ideen für Lego Sets einreichen. Wenn dein Vorschlag mindestens 10.000 Fans findet, dann schaut sich das Lego- Team deinen Entwurf genauer an. Wenn deine Idee dem Team gefällt und realisierbar ist, dann geht deine Kreation in die offizielle Produktion und schafft es in den Handel. Deine Belohnung: Du bekommst 1 Prozent des Nettoumsatzes, zehn Ausführungen deines Lego-Sets sowie Erwähnungen als Erfinder:in. Rund 40 solcher Ideen sind mittlerweile zu eigenen Sets geworden. Oftmals handelt es sich dabei um Lizenzprodukte wie ein Lego-Set der südkoreanischen Popband „BTS“ oder zum Videospiel „Sonic the Hedgehog“. Manche Sets sind aber komplette Eigenkreationen, wie ein Lego-Globus oder ein motorisierter Leuchtturm. Die Sets kannst du mittlerweile im Handel erwerben.

So geht’s: Eigene Lego-Sets designen

1 Mit d er Studio-App von Bricklink kannst du eigene Modelle gestalten. Dazu wählst du aus dem umfangreichen Katalog an Klemmbausteinen deine gewünschten Teile aus und fügst sie dem Modell hinzu.

2 Du kannst die Steine suchen oder aus der Datenbank auswählen und anschließend platzieren. Achte beim Bauen darauf, dass du stets neue Bauschritte definierst, damit deine Anleitung später stimmt.

3 Für d en abschließenden Export deiner Anleitung wechselst du in den „Instruction Maker Mode“. Hier kannst du die einzelnen Seiten anpassen. Das Ergebnis exportierst du als PDF oder als Bild-Datei.

Alternativ kannst du auf unabhängigen Online-Plattformen deine eigenen Kreationen in Form von Anleitungen verschenken oder verkaufen. Auf Belle-Ve Bricks kannst du solche Anleitungen kaufen und verkaufen. Hier findest du eine Vielzahl von Ideen für alternative Bauanleitungen zu offiziellen Lego-Sets. Das ist besonders praktisch, wenn du oder deine Kinder neuen Input für die eigene Lego-Sammlung suchen und du nicht gleich neue Lego-Sets kaufen willst. Die einzelnen Anbieter:innen bestimmen ihre Preise für die Anleitungen selbst. Die Preise sind meist deutlich günstiger als 10 Pfund, also weniger als 12 Euro. Leider ist die Internetseite von Belle-Ve Bricks vollgestopft mit nervigen Werbebannern, die bei der Navigation stören.

Eine bessere Alternative ist daher Rebrickable. Hier gibt es ebenfalls viele Fan-Kreationen und inoffizielle Lego-Anleitungen, oftmals sogar komplett kostenfrei. Auf der Internetseite kannst du deine bereits vorhandenen Lego- Sets eintragen, sodass die Plattform alle Steine in deinem Besitz kennt. Anschließend kann sie dir zu diesen Steinen alternative Anleitungen liefern, die du kostenfrei herunterladen oder kaufen kannst. So kannst du unter anderem einen Star Wars AT-AT als Bauanleitung für 25 Euro herunterladen und aus deinen eigenen Bauteilen zusammensetzen. Die offiziellen Lego-Sets kosten rund 160 Euro oder 800 Euro für den Star-Wars-Walker. Das schont den Geldbeutel und sorgt für Abwechslung in jedem Kinderzimmer. Vorausgesetzt, du besitzt bereits eine umfangreiche Lego-Sammlung.

Das iPhone mit Lego benutzen

Viele nützliche Werkzeuge kommen nicht aus der Lego-Firmenzentrale, sondern von Fans. So auch die simple, aber praktische App „Brickit“. Damit kannst du einen unsortierten Haufen Lego- Steine scannen und automatisch Bauanleitungen zu deiner Sammlung erhalten. Je mehr Steine du hast und je besser du sie gleichmäßig auf dem Boden verteilst, desto besser ist das Ergebnis. Du scannst die Steine anschließend mit der App und erhältst simple Bauanleitungen zu deinen Steinen. Die App erkennt automatisch deine Steine und weist darauf hin, wenn dir für den Vorschlag einzelne Teile fehlen. Besonders clever: Die App zeigt bei Bedarf an, wo genau die Steine in deinem Stapel zu finden sind, die du als Nächstes verbauen sollst. In einem Feed zeigt dir die Anwendung Fotos von den Bauergebnissen von anderen Nutzer:innen der App an.

Das Netzwerk für Kinder

Für kleine Lego-Fans gibt es mit der „Lego Life“-App ein eigenes soziales Netzwerk im App Store. Die kostenfreie Anwendung punktet vorwiegend in Sachen Sicherheit. Die Namen für die Nutzer:innen können zum Beispiel nicht frei gewählt, sondern ausschließlich unter Vorlagen ausgesucht werden. Geteilte Fotos werden vom Lego-Team auf personenbezogene Daten geprüft und gefiltert. Mit der App können die Kinder eigene Bauwerke als Fotos teilen, Spielchen spielen und an Umfragen teilnehmen. Eine AR-Funktion für die selbst erstellten Minifiguren gibt es ebenfalls. Den vollen Funktionsumfang erhält dein Kind aber erst, wenn du dich als Erwachsene:r in der App verifizierst. Die Anwendung richtet sich an Kinder im Alter von neun bis elf.

Die App ist zunächst kostenfrei, für den vollen Funktionsumfang benötigst du aber ein In-App- Abo. Das schlägt mit rund 40 Euro pro Jahr oder 7 Euro pro Monat zu Buche. Damit erhältst du mehr Vorschläge für Bausätze. Außerdem erkennt die App dann weitere Arten von Steinen, was zu einer größeren Varianz an Kreationen führt.

Duplo-oder Technic-Steine kann die App leider nicht erkennen. Du darfst bei den Vorschlägen ebenso wenig große Bausätze erwarten, da die App eher simple Modelle vorschlägt. Dennoch ist das Ergebnis beeindruckend und dürfte so manchen langweiligen Nachmittag im Kinderzimmer überbrücken können.

Das iPhone lässt sich aber nicht nur als Inspirationshilfe für Modelle nutzen, sondern auch als Fernsteuerung für bestimmte Sets. Mit der kostenfreien „Powered Up“-Anwendung kannst du dein Smartphone als Fernsteuerung für Züge, Fahrzeuge oder Klaviere und Geisterhäuser nutzen. Die App zeigt dir auf der Startseite an, welche konkreten Sets unterstützt werden. Alternativ kannst du mit der „Boost“-App den entsprechenden Roboter-Bausatz fernsteuern. Eine Star-Wars- Variante der App gibt es für einen R2D2-Bausatz ebenfalls. Für die ganz kleinen Kinder gibt es in der Duplo-Reihe mit der „Connected Train“-Anwendung ebenfalls eine Fernsteuerungsapp für Zug-Sets. Die Apps und Sets funktionieren dabei ähnlich. Mit der iPhone- Anwendung kannst du die Bausätze fernsteuern. Für die Züge gibt es dabei insbesondere Steuerungen, aber auch Knöpfe für Zuggeräusche. Das Lego-Klavier spielt auf Knopfdruck Musikstücke ab und das Geisterhaus kann mit der App den Fahrstuhl fahren lassen. Ebenso gibt es einen „Erschaffen“-Modus, bei dem du einzelne Abläufe der Sets als Kette „programmieren“ kannst. Die beiden Boost-Apps setzen ebenfalls auf diesen „Programmiermodus“. Das ist besonders für Kinder eine schöne Gelegenheit, um erste Erfahrungen mit Programmierschleifen und simplem Code zu machen.

Eine weitere Möglichkeit, um das analoge Legobauen und das digitale Spielen zu verbinden, ist die Vidiyo-Reihe. Zu den entsprechenden Sets gibt es eine kostenfreie iPhone-App. Die Figuren und Bühnenbilder kannst du mit dem Smartphone scannen und anschließend in kurzweiligen Musikvideos zum Leben erwecken. Oder besser: Deine Kinder können das, denn die Vidiyo-Reihe richtet sich primär an Kinder ab sieben Jahren. Die App setzt auf Augmented Reality und bringt damit die Musikvideos auf den Teppichboden im Kinderzimmer oder auf den Schreibtisch.

Die Lego-Sets sind relativ simpel gestaltet und punkten vorwiegend bei den kreativen Minifiguren. Dazu gibt es sogenannte „Beatbits“, simple Kacheln, die nach dem Scan in der iPhone-App verschiedene Aktionen wie Tanzschritte oder Filter für das Musikvideo aktivieren. Nach jedem Video gibt es Punkte als Belohnung, mit denen die Kinder dann neue Funktionen in der App freischalten können. In-App-Käufe gibt es glücklicherweise nicht. Überhaupt bemüht sich Lego um einen starken Jugendschutz in der App. Deine Kinder können kurze Clips aus den Musikvideos innerhalb der App in einem Netzwerk teilen. Diese Clips werden aber vor der Veröffentlichung begutachtet, sodass etwa Videos mit Menschen gar nicht erst geteilt werden können. Lego Vidiyo erinnert dabei an die populäre Video-App Tiktok, allerdings in einem spielerischen Lego-Augmented-Reality-Look für Kinder. Dank der Kooperation mit Universal Music gibt es bekannte Popsongs von Taylor Swift oder Elton John, zu denen die Lego- Figuren tanzen dürfen. Allerdings braucht es dafür bestimmte Lego- Sets zum Scannen und Freischalten der Lieder.

Digitale Bauanleitungen

Wer kennt es nicht? Die Bauanleitung zum Lieblingslego-Set ist verschwunden! Das Drama im Kinderzimmer ist groß. Mit der kostenfreien Anleitungsapp von Lego kannst du das Problem schnell lösen. Hier findest du sämtliche Bauanleitungen für Lego- Sets ab dem Jahr 2015. Die Anleitungen kannst du als PDF kostenfrei herunterladen, durchblättern und abspeichern. Ein eigenes Konto musst du dafür erfreulicherweise nicht anlegen. Duplo-Anleitungen gibt es hier ebenfalls. Die Anleitungen kannst du nach Themenwelten durchstöbern, mittels Produktnummern suchen oder als QR-Code von der analogen Anleitung einscannen. Ausgewählte Sets haben sogar einen 3D-Modus, mit dem du die Sets frei im Raum drehen und aus jedem Blickwinkel einsehen kannst.

So geht’s: Bauen mit Brickit

1 Im e rsten Schritt verteilst du deine Lego-Steine großzügig auf einer flachen Fläche. Achte darauf, dass sich keine Häufchen bilden und auf gute Beleuchtung. Öffne die Brickit- App und scanne deine Steine.

2 Die App findet zu deinen Steinen passende Bauanleitungen. Diese fallen allerdings recht simpel aus und liefern eher kleine Bauwerke. Falls dir Steine für das Modell fehlen, zeigt dir die App dies an.

3 Die B auanleitungen orientieren sich am klassischen Lego-Design und erklären Schritt für Schritt, wie du das Modell zusammensetzt. Tippe auf das Foto deiner Sammlung, um den gesuchten Stein zu finden.

Das Ergebnis ist sehr kurzweilig. Kinder können beim Bauen, Scannen und Gestalten der Musikvideos Spaß haben, allerdings rückt der analoge Lego-Aspekt zu weit in den Hintergrund. Mehr als Bauen und Scannen lohnt sich mit den Modellen kaum. Eigenen Spielspaß bieten sie nämlich nicht. Das hat auch Lego erkannt und die Reihe mittlerweile pausiert. Für das Jahr 2022 will Lego sich neue Gedanken machen und die AR-Idee rund um Musikvideos mit Lego-Figuren dann im Jahr 2023 neu starten.

Legos AR-Experimente mit Hidden Side

Der Lego-Konzern ist bemüht, die bunten Klemmbausteine mit Smartphones zu kombinieren. Neben der jüngsten „Vidiyo“-AR- Experimente gab es mit „Hidden Side“ zuvor bereits eine andere AR-Serie, die aber ebenfalls schnell wieder vom Markt verschwand. Die Hidden-Side-Sets waren zwar zum Bauen und Spielen interessanter als Vidiyo, kamen dennoch nicht gut auf dem Markt an. Nach dem Aufbau der verschiedenen Sets kannst du diese mit der kostenfreien App einscannen und mittels Augmented Reality digitale Geister jagen. Die Verbindung zwischen analogen Lego-Sets und digitalen AR-Spielen ist zwar interessant, musste sich dennoch großer Kritik stellen. Für viele Eltern geht diese Verbindung nicht auf, da sie ungern das Legospielen mit Medienzeit am Smartphone kombinieren möchten.

Spielerisch programmieren lernen

Mit Lego können deine Kinder nicht nur spielen, sondern auch lernen. Dazu gibt es die Education-Marke, die mit verschiedenen Reihen kleine und große Kinder hauptsächlich an technische Themen heranführen will. Deshalb richten sich diese Bausets an Kitas und Schulen, die beim Kauf nicht nur Lego-Steine, sondern auch Unterrichtsmaterialien erhalten. Du kannst aber einige dieser Sets als Privatperson bei teilnehmenden Händler:innen und bei Lego selbst kaufen, dann jedoch zu recht hohen Preisen.

Unter dem Education-Dach hat Lego in der Vergangenheit viel experimentiert, ist heute aber bei einer Reihe angekommen. Unter dem „Spike“-Namen findest du zwei verschiedene Sets für das Grundschulalter. Hier gibt es im Lego-Set nicht nur die bunten Bausteine, sondern auch Motoren, Lichtsensoren, Farbsensoren, Gyro-Sensor und einen Hub mit verschiedenen Steckverbindungen für die einzelnen Sensoren. Mit der kostenfreien App für das iPad oder den Mac entsteht aber der eigentliche Spaß am Set. Hier können die Kinder nach dem Zusammenbauen erste Programmiererfahrungen sammeln. Die Apps liefern Anleitungen und Aufgaben, um die Bauwerke mit eigenen Programmierschleifen in Aktion zu bringen. Das Programmieren geschieht dabei mit simplen Drag-and-drop-Routinen.

Daneben gibt es mit der Mindstorms-Reihe eine weitere Möglichkeit, um mit Lego programmieren zu lernen. Hier gibt es seit 2020 ein eigenes Roboter-Set, mit dem sich fünf verschiedene Gestalten bauen lassen. Für die Programmierung gibt es ebenfalls eine eigenständige App. Diese ist aber eine andere als für die Spike- Reihe, obwohl viele der Motoren und Sensoren zwischen den Baureihen kompatibel sind. Die Mindstorms-App gibt es sogar für das iPhone. Hier können Kinder ebenfalls spielerisch das Programmieren lernen, indem sie den Roboter-Gestalten Steuerungsroutinen beibringen.

Die Education-und Mindstorms-Reihen sind gute Möglichkeiten, um Kindern erste Programmiererfahrung spielerisch beizubringen. Leider fallen die Preise für die Education-Sets selbst für Lego-Verhältnisse sehr hoch aus, da diese hauptsächlich auf Bildungseinrichtungen und nicht auf Privatkäufer:innen abzielen. Warum der Mindstorms- Roboter und die Spike-Baukästen in unterschiedlichen Reihen mit unterschiedlichen Apps erscheinen, bleibt rätselhaft. Hier wäre es wünschenswert, dass Lego den eigenen wertvollen Lehr-Ambitionen einen größeren Schub und mehr Klarheit verschafft.

Lego Games für Apple Hardware

Die bunten Lego-Steine haben ihren Sprung in die Welt der Videospiele geschafft. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl an Lego-Spielen für Spielekonsolen, den PC und für mobile Plattformen wie das iPhone und das iPad. Lange Zeit galt das auch für den Mac. Bei Steam oder im Mac App Store gab es einige Ableger der populärsten Titel. Das ist mittlerweile leider anders. Steam führt die Lego-Spiele nur noch als Windows-Versionen. Im Mac App Store herrscht ebenfalls gähnende Leere. Spieleentwickler Feral Interactive, der auf die Mac-Portierung bekannter PC- Spiele spezialisiert ist, hat mittlerweile alle Einträge zu den bisherigen Lego-Portierungen von der Internetseite gestrichen. Ob sich diese Spiele nicht mehr zahlreich verkaufen, Lizenzverträge einfach abgelaufen sind oder Apples Umstieg auf die eigenen M1-Chips der Grund dafür ist, bleibt unklar. Fakt ist aber: Wer auf dem Mac Lego-Games zocken will, muss den einen oder anderen Umweg gehen. Manche neuen Titel gibt es im Apple-Arcade-Bündel, andere wiederum können als iPad-Version auf den neuen M1-Chips emuliert werden. Ideal ist das alles aber enttäuschenderweise nicht.

Auf dem iPhone und iPad sieht die Lage ein wenig besser aus. Die beliebten Lego-Games aus dem Hause Warner Bros. haben immer noch einige Ableger im App Store. Dort gibt es unter anderem Lego- Umsetzungen zu populären Blockbustern wie Batman, Jurassic World oder Star Wars. Die Action- Abenteuer im Lego-Look überzeugen stets mit eigenwilligem Humor, liebevollen Parodien der berühmten Filmwelten und spaßigem Spielverlauf. Dabei unterhalten die Spiele sowohl kleine Nachwuchs-Gamer:innen als auch Erwachsene.

Darüber hinaus gibt es mit „Lego Legacy: Heroes Unboxed“ ein rundenbasiertes Strategiespiel im Lego-Setting. Für die ganz Kleinen gibt es Spiele mit Duplo-Welten, so zum Beispiel „Duplo World“ oder „Duplo Marvel“. Bei diesen Titeln geht es weniger um große Abenteuer als um kleine Bauwelten mit Lernspielen.

Die Zukunft von Lego-Spielen auf Apples Plattformen scheint aber Apple Arcade zu sein. Hier erscheinen regelmäßig neue Titel, die es teilweise sogar exklusiv in diesem Bündel und auf Apples Plattformen gibt. „Lego Brawls“ ist ein Prügelspiel mit Lego-Figuren, das an den Nintendo-Klassiker „Super Smash Bros.“ erinnert.

Für Star Wars-Fans gibt es mit „Castaways“ ein neues Lego-Abenteuer in der weit, weit entfernten Galaxie. Das Action-Adventure von Gameloft wirft dich auf eine unbekannte Insel, auf der du mit deiner selbst entworfenen Lego- Figur Abenteuer erlebst und mit deinen Freund:innen im Online- Modus zusammen spielen kannst. Das Spiel ist sogar ein exklusiver Titel für Apples Arcade-Plattform. Mit „Star Wars Battles“ gibt es ein eigenes Tower-Defense-Spiel im Lego-Star-Wars-Setting. Für die ruhigen Momente vor dem iPhone oder iPad gibt es mit „Builder’s Journey“ ein eigenes Puzzle-Spiel mit Lego-Steinen. Apple Arcade ist ein kostenpflichtiger Abo-Service für rund 5 Euro im Monat. Die Lego-Spiele kannst du damit auf deinem iPhone, iPad, Mac und Apple TV spielen. In-App-Käufe oder Werbung gibt es bei diesen Spielen nicht.

So geht’s: Programmieren mit Mindstorms

1 Die M indstorms-Reihe ermöglicht dir und deinem Kind, Modelle aus dem Roboter-Set am Mac mit Bewegungsroutinen zu programmieren. Dazu baut ihr zunächst ein Modell aus dem Set auf.

2 Die M ac-App hilft dir beim Aufbau, indem du zunächst eine Einführung in die einzelnen Komponenten des Roboters bekommst. Dabei kannst du schrittweise durch die Anleitung navigieren und aufbauen.

3 Anschließend h ilft dir die App beim Programmieren der Komponenten. Du kannst zum Beispiel die Lichter und Bewegungen programmieren. Das Tutorial erklärt dir die einzelnen Schritte der Schleifen.