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Leise. leise …


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Heimwerker Praxis - epaper ⋅ Ausgabe 2/2022 vom 11.02.2022

Laminat

Am Markt hat sich bei Qualitätsböden eine Dicke von sieben bis acht Millimetern etabliert. Um diese Böden „leiser“ zu machen, bieten viele Hersteller aufkaschierte Trittschalldämmungen an. Diese Böden haben dann meist eine Dicke von ca. zehn Millimetern.Was ist eigentlich Laminat? Das Wort Laminat geht auf das lateinische „lamina“ zurück, das übersetzt Schicht heißt. Der Name beschreibt die Struktur eines Laminatbodens schon sehr gut. Laminat besteht aus einem Trägermaterial, auf das eine Dekorschicht aufgebracht wird, über die wiederum eine Schutzschicht gelegt wird. Diese obere Schutzschicht ist hoch verschleißfest. Daher eignen sich Laminatböden auch für Orte mit hohen Beanspruchungen wie zum Beispiel Geschäfte und Diskotheken. Im Gegensatz zu Holzböden fühlen sich Laminatböden oft kalt an. Ein wirklicher Nachteil gegenüber Holzböden ist die Tatsache, dass diese Böden bei Macken ...

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Bildquelle: Heimwerker Praxis, Ausgabe 2/2022

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Am Markt hat sich bei Qualitätsböden eine Dicke von sieben bis acht Millimetern etabliert. Um diese Böden „leiser“ zu machen, bieten viele Hersteller aufkaschierte Trittschalldämmungen an. Diese Böden haben dann meist eine Dicke von ca. zehn Millimetern.Was ist eigentlich Laminat? Das Wort Laminat geht auf das lateinische „lamina“ zurück, das übersetzt Schicht heißt. Der Name beschreibt die Struktur eines Laminatbodens schon sehr gut. Laminat besteht aus einem Trägermaterial, auf das eine Dekorschicht aufgebracht wird, über die wiederum eine Schutzschicht gelegt wird. Diese obere Schutzschicht ist hoch verschleißfest. Daher eignen sich Laminatböden auch für Orte mit hohen Beanspruchungen wie zum Beispiel Geschäfte und Diskotheken. Im Gegensatz zu Holzböden fühlen sich Laminatböden oft kalt an. Ein wirklicher Nachteil gegenüber Holzböden ist die Tatsache, dass diese Böden bei Macken oder tiefen Kratzern nicht nachgeschliffen werden können, weil das Dekor nur aus einer dünnen Schicht Papier oder einem Direktdruck besteht. Durch die hohe Belastbarkeit und Widerstandsfähigkeit, welche die Böden in den letzten Jahren erreicht haben, eignen sie sich hervorragend für Familien mit Kindern und Haustieren. Durch die heute üblichen Klickverbin- dungen lassen sich diese Böden schnell und einfach auch von Heimwerkern verlegen. Im Gegensatz zu Holzböden sind Laminate preislich meist sehr attraktiv.Schalldämmeigenschaften Oberfl ächeneigenschaftenBillig-Laminat erkennen Billig-Laminat lässt sich oft schon an einfacheren Mustern und Oberflächenstrukturen erkennen. Die Auswahl der Dekore ist meist begrenzt. Ob es gefällt, ist reine Geschmackssache. Wichtig für die Beurteilung des Aussehens ist es, eine Fläche aus mehreren Brettern zu betrachten. Nur dann kann man Randverfärbungen, aufdringliche Musterwiederholungen oder versetzte Linien erkennen. Nach dem korrekten Einklicken werden auch auffällige breite bzw. schräge Spalte sowie störende Höhenunterschiede an den Übergängen sichtbar. „Dünne Brettchen“ werden gern als besonders platzsparend und einfach zu verlegen angepriesen. Bei ihnen brauchen angeblich die Türen kaum gekürzt zu werden. Dafür ist die Tragfähigkeit dieser Böden deutlich geringer. Schon einfache Stühle können nach kurzer Nutzungsdauer deutliche Spuren hinterlassen, von schweren Schränken ganz zu schweigenSo testet Die Bodenbeläge mussten sich in verschiedenen Disziplinen bewähren. Beurteilt wurden Verlegung, Demontage und ob die Böden nach der Verlegung offene Fugen zeigten. Das tägliche Leben eines Bodenbelags wurde mit Sand zur Bestimmung der Abriebfestigkeit und einem Centstück als Punktbelastung mit ca. 80 kg Auflast simuliert. Kleine Missgeschicke und deren Wirkung haben wir mit Wasser und einem spitzen Messer (Fall durch ein Rohr aus Tischhöhe) überprüft. Auch „Bremsspuren“ durch dunkle Schuhsohlen mussten die Böden auf sich nehmen. Die akustischen Eigenschaften haben wir in Form von Laufgeräuschen (Ledersohlen) und Geräuschen von Kleinkinderspielzeug überprüft. Aus all diesen Punkten und deren Gewichtung, die Sie der Testtabelle entnehmen können, haben wir unser Urteil zusammengesetzt.Fazit Wir hatte für unseren Test mehrere Hersteller eingeladen mit ihren Produkten an unserem Test teilzunehmen. Diesmal sind nur drei unserem Ruf gefolgt, die anderen mussten aus verschiedensten Gründen absagen, sei es weil Produkte nicht zur Verfügung standen oder nicht im Fokus standen. Die drei Teilnehmer jedoch haben uns von ihren Eigenschaften überzeugen können. Die Böden waren so gut, dass wir davon abgesehen haben einen als Sieger zu kühren, den Preistipp konnte sich der Boden von Kaindl sichern, da er seine guten eigenschaften mit dem günstigsten Preis verbinden konnte, doch auch hier besteht der Abstand nur in der zweiten Nachkommastelle. Besonders haben uns bei den Böden die Schalldämmeigenschaften beeindruckt. kDipl.-Ing. Olaf ThelenMasterfloor PROganic 8.5 von KaindlUnser erster Kandidat in diesem test kommt aus dem Hause Kaindl, ist ganz frisch entwickelt und soll besonders leise sein. Da sich Kaindl meist in den oberen Rängen unserer Tests platzieren konnte waren wir gespannt.Ausstattung und Test Der Masterfloor PROganic 8.5 hat wie sein Name schon sagt, eine Dicke von 8,5 Millimetern. Die Paneele haben eine Größe von 1383 x 193 mm und in einem Paket befinden acht Stück, so kommen pro Paket rund 2,14 Quadratmeter Boden zusammen. Jedes Paket wiegt 15,1 Kilogramm und kann so gut transportiert werden. Die Verlegung geht wie bei Kaindlböden üblich einfach und schnell, bei der Kopffuge sollte beim Verlegen ein deutliches Klicken das Einrasten anzeigen, dann sitzt das Paneel perfekt. Nach der Verlegung zeigt der Boden eine perfekte Oberfläche, auch die Spaltmaße sind sehr gut so dass keine Wünsche offen bleiben. In unserer Malheurprüfung zeigt er sich gegenüber Wasser, Sand und Schuhstreifen unbeeindruckt, hier kann nur das spitze Steakmesser einen Erfolg in Form eines deutlichen Einstichs erzielen.Im Trägermaterial hat Kaindel Zellulose integriert um die Schalldämmeigenschaften des Bodens zu verbessernDie Böden der PROganic 8.5 Serie haben auch ein „warmes“ OberflächengefühlDie Königsdisziplin dieses Bodens sind jedoch seine Klangeigenschaften. Bei unserer Prüfung der Laufgeräusche waren wir regelrecht erstaunt über den „leisen“ Klang, beim Kinderspielzeug hört man ein deutliches Klackern. Als Grund hierfür wird von Kaindl angegeben, dass im Paneel Zellulose verarbeitet wird, die Gehschall nur wenig leitet, so werden die guten Dämmwerte erreicht.Fazit Der Masterfloor PROganic 8.5 von Kaindl überzeugt durch seine einfache Verlegung, seine perfekten Oberflächeneigenschaften, die gute Schalldämmeigenschaften und seinen doch recht günstigen Preis. Als ein Boden der Oberklasse erreicht er ein gut im Preis-Leistungs-Verhältnis und wird unser PREISTIPP, herzlichen Glückwunsch!

Am Markt hat sich bei Qualitätsböden eine Dicke von sieben bis acht Millimetern etabliert. Um diese Böden „leiser“ zu machen, bieten viele Hersteller aufkaschierte Trittschalldämmungen an. Diese Böden haben dann meist eine Dicke von ca. zehn Millimetern.

Was ist eigentlich Laminat?

Das Wort Laminat geht auf das lateinische „lamina“ zurück, das übersetzt Schicht heißt. Der Name beschreibt die Struktur eines Laminatbodens schon sehr gut. Laminat besteht aus einem Trägermaterial, auf das eine Dekorschicht aufgebracht wird, über die wiederum eine Schutzschicht gelegt wird. Diese obere Schutzschicht ist hoch verschleißfest. Daher eignen sich Laminatböden auch für Orte mit hohen Beanspruchungen wie zum Beispiel Geschäfte und Diskotheken. Im Gegensatz zu Holzböden fühlen sich Laminatböden oft kalt an. Ein wirklicher Nachteil gegenüber Holzböden ist die Tatsache, dass diese Böden bei Macken oder tiefen Kratzern nicht nachgeschliffen werden können, weil das Dekor nur aus einer dünnen Schicht Papier oder einem Direktdruck besteht. Durch die hohe Belastbarkeit und Widerstandsfähigkeit, welche die Böden in den letzten Jahren erreicht haben, eignen sie sich hervorragend für Familien mit Kindern und Haustieren. Durch die heute üblichen Klickverbin- dungen lassen sich diese Böden schnell und einfach auch von Heimwerkern verlegen. Im Gegensatz zu Holzböden sind Laminate preislich meist sehr attraktiv.

Billig-Laminat erkennen

Billig-Laminat lässt sich oft schon an einfacheren Mustern und Oberflächenstrukturen erkennen. Die Auswahl der Dekore ist meist begrenzt. Ob es gefällt, ist reine Geschmackssache. Wichtig für die Beurteilung des Aussehens ist es, eine Fläche aus mehreren Brettern zu betrachten. Nur dann kann man Randverfärbungen, aufdringliche Musterwiederholungen oder versetzte Linien erkennen. Nach dem korrekten Einklicken werden auch auffällige breite bzw. schräge Spalte sowie störende Höhenunterschiede an den Übergängen sichtbar. „Dünne Brettchen“ werden gern als besonders platzsparend und einfach zu verlegen angepriesen. Bei ihnen brauchen angeblich die Türen kaum gekürzt zu werden. Dafür ist die Tragfähigkeit dieser Böden deutlich geringer. Schon einfache Stühle können nach kurzer Nutzungsdauer deutliche Spuren hinterlassen, von schweren Schränken ganz zu schweigen

So testet

Die Bodenbeläge mussten sich in verschiedenen Disziplinen bewähren. Beurteilt wurden Verlegung, Demontage und ob die Böden nach der Verlegung offene Fugen zeigten. Das tägliche Leben eines Bodenbelags wurde mit Sand zur Bestimmung der Abriebfestigkeit und einem Centstück als Punktbelastung mit ca. 80 kg Auflast simuliert. Kleine Missgeschicke und deren Wirkung haben wir mit Wasser und einem spitzen Messer (Fall durch ein Rohr aus Tischhöhe) überprüft. Auch „Bremsspuren“ durch dunkle Schuhsohlen mussten die Böden auf sich nehmen. Die akustischen Eigenschaften haben wir in Form von Laufgeräuschen (Ledersohlen) und Geräuschen von Kleinkinderspielzeug überprüft. Aus all diesen Punkten und deren Gewichtung, die Sie der Testtabelle entnehmen können, haben wir unser Urteil zusammengesetzt.

Fazit

Wir hatte für unseren Test mehrere Hersteller eingeladen mit ihren Produkten an unserem Test teilzunehmen. Diesmal sind nur drei unserem Ruf gefolgt, die anderen mussten aus verschiedensten Gründen absagen, sei es weil Produkte nicht zur Verfügung standen oder nicht im Fokus standen. Die drei Teilnehmer jedoch haben uns von ihren Eigenschaften überzeugen können. Die Böden waren so gut, dass wir davon abgesehen haben einen als Sieger zu kühren, den Preistipp konnte sich der Boden von Kaindl sichern, da er seine guten eigenschaften mit dem günstigsten Preis verbinden konnte, doch auch hier besteht der Abstand nur in der zweiten Nachkommastelle. Besonders haben uns bei den Böden die Schalldämmeigenschaften beeindruckt. k

Dipl.-Ing. Olaf Thelen

Masterfloor PROganic 8.5 von Kaindl

Unser erster Kandidat in diesem test kommt aus dem Hause Kaindl, ist ganz frisch entwickelt und soll besonders leise sein. Da sich Kaindl meist in den oberen Rängen unserer Tests platzieren konnte waren wir gespannt.

Ausstattung und Test

Der Masterfloor PROganic 8.5 hat wie sein Name schon sagt, eine Dicke von 8,5 Millimetern. Die Paneele haben eine Größe von 1383 x 193 mm und in einem Paket befinden acht Stück, so kommen pro Paket rund 2,14 Quadratmeter Boden zusammen. Jedes Paket wiegt 15,1 Kilogramm und kann so gut transportiert werden. Die Verlegung geht wie bei Kaindlböden üblich einfach und schnell, bei der Kopffuge sollte beim Verlegen ein deutliches Klicken das Einrasten anzeigen, dann sitzt das Paneel perfekt. Nach der Verlegung zeigt der Boden eine perfekte Oberfläche, auch die Spaltmaße sind sehr gut so dass keine Wünsche offen bleiben. In unserer Malheurprüfung zeigt er sich gegenüber Wasser, Sand und Schuhstreifen unbeeindruckt, hier kann nur das spitze Steakmesser einen Erfolg in Form eines deutlichen Einstichs erzielen.

Die Königsdisziplin dieses Bodens sind jedoch seine Klangeigenschaften. Bei unserer Prüfung der Laufgeräusche waren wir regelrecht erstaunt über den „leisen“ Klang, beim Kinderspielzeug hört man ein deutliches Klackern. Als Grund hierfür wird von Kaindl angegeben, dass im Paneel Zellulose verarbeitet wird, die Gehschall nur wenig leitet, so werden die guten Dämmwerte erreicht.

Fazit

Der Masterfloor PROganic 8.5 von Kaindl überzeugt durch seine einfache Verlegung, seine perfekten Oberflächeneigenschaften, die gute Schalldämmeigenschaften und seinen doch recht günstigen Preis. Als ein Boden der Oberklasse erreicht er ein gut im Preis-Leistungs-Verhältnis und wird unser PREISTIPP, herzlichen Glückwunsch!