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LEISTUNGSTRÄGER


connect - epaper ⋅ Ausgabe 10/2018 vom 07.09.2018
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Bildquelle: connect, Ausgabe 10/2018

Samsung setzt bei seinem neuen Flaggschiff Note 9 auf den stark verbesserten Bedienstift S Pen und einen dicken Akku. Kann es damit einen Spitzenplatz in der Bestenliste holen?


Mit dem Galaxy Note 8 (Test in 11/2017) hat Samsung letztes Jahr ein starkes Phablet abgeliefert, nun steht mit dem Galaxy Note 9 der Nachfolger in den Startlöchern, der diese Vorstellung nochmals toppen soll. Dafür haben die koreanischen Ingenieure dem Newcomer einige Leckereien mit auf den Weg gegeben. Überraschend ist auch der Preis, denn der ist exakt so hoch wie beim Vorgänger, was heutzutage eher selten der Fall ist. Mit 999 ...

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... Euro liegt der Einstiegspreis aber auch nur 50 Euro über der Preisempfehlung für ein Galaxy S9+ (Test in 5/2018). Was der Käufer für sein hart erarbeitetes Geld beim Galaxy Note 9 bekommt, bringt der connect-Test ans Licht.

Optisch werden nur Kenner Veränderungen zum Galaxy Note 8 entdecken. Dies ist aber nicht weiter tragisch, denn Handlungsbedarf bestand hier auf keinen Fall. Die Kombination aus kratzerhemmendem und an den Seiten sanft abgerundetem Gorilla-Glas 5 auf Vorderund Rückseite sowie einem feinen Metallrahmen konnte bereits beim Vorgängermodell überzeugen. Die Haptik des Galaxy Note 9 ist edel und die Verarbeitung des Testgeräts über jeden Zweifel erhaben. Auch mit dem praktischen Schutz gegen Wasser und Staub nach IP68 kann das Phablet aufwarten.

Fingerprintsensor umgezogen
Erst auf der Rückseite erkennt der Samsung-Fan den nun unter der Dual-Kamera angeordneten Fingerprintsensor, der sich so im Alltag wesentlich besser erreichen lässt. Die Einrichtung klappte im Test ebenso flott wie der Entsperrvorgang. Apropos Rückseite: Für den deutschen Markt wird es das Galaxy Note 9 in klassischem Schwarz sowie in einem schönen Blau geben. Das Besondere bei Letzterem ist der S Pen in Gelb, während beim schwarzen Modell auch der S Pen Schwarz trägt.

Display und Sound vom Feinsten
Die Front des Galaxy Note 9 nimmt ein minimal größeres OLED-Display mit einer Diagonalen von satten 6,4 Zoll ein, beim Galaxy Note 8 waren es noch 6,3 Zoll. Die Auflösung ist mit 1440 x 2960 Pixeln sehr fein und die Darstellung der Anzeige, wie bei den Spitzen-Smartphones von Samsung üblich, allererste Sahne – da bleiben keine Wünsche offen. Dazu passt auch die mit 545 cd/m2 sehr hohe Strahlkraft für ein Display mit selbstleuchtender OLED-Technik, die sogar über dem Ergebnis des Vorgängermodells mit 535 cd/m2 liegt.

Beim neuen Flaggschiff ist aber nicht nur die Darstellung perfekt, sondern auch der Klang. Stereo-Lautsprecher, die ihren Namen verdienen, und Dolby Atmos-Surround-Sound lassen fast Kinofeeling aufkommen.

DIE KAMERA

Die Dual-Kamera des Note 9 verfügt über die variable Blende der Galaxy-S9- Modelle und eine praktische Szenenerkennung.


Beim Galaxy Note 9 kommt die 12-Megapixel-Dual-Kamera des Galaxy S9+ zum Einsatz. Dank automatischer oder im manuellen Pro-Modus auch vom Nutzer einstellbarer Blende mit f/1.5 und f/2.4 sollen sowohl in heller als auch in dunkler Umgebung ausgezeichnete Bilder gelingen. Dazu gesellt sich eine doppelte optische Bildstabilisierung, ein echter Zweifach-Zoom und Echtzeit-Bokeh. Auch die Superzeitlupenfunktion mit 960 Bildern pro Sekunde in HD-Auflösung beherrscht das Galaxy Note 9.

Neu ist eine Szenenerkennung mit Bildanpassung, die die besten Kamera-Einstellungen aus einem Fundus von 20 Szenen anwendet und bei Bedarf Farbsättigung, Helligkeit und Kontrast anpasst. Auch wird der Nutzer bei einer missratenen so eventuell das Motiv nochmals ablichten. Das klappte im Test sehr gut, man bekommt bei Personenaufnahmen beispielsweise den Hinweis „Jemand hat möglicherweise geblinzelt!“ Komplettiert wird die Kameraausstattung mit 4K-Videoaufnahmen bis zu 60 fps und einer 8-Megapixel-Frontkamera, die ebenfalls Bokeh und ein gute Bildqualität abliefert.
Apropos Bildqualität: Die bewegte sich bei unserem Testmuster leider nicht ganz auf der Höhe des Technikspenders Galaxy S9+. Die Laboraufnahmen waren sowohl in heller als auch in düsterer Umgebung schwächer als beim Konzernbruder. Dennoch stimmt die Kameraleistung auch beim Galaxy Note 9. Die Vorteile der zweiten Blende kommen allerdings erst in richtig dunkler Umgebung nen Aufnahme informiert und kann (> 100 Lux) zum Tragen.

Die Dual-Kamera besitzt zwei 12-Megapixel-Sensoren für Weitwinkel- und Teleaufnahmen. Die Hauptkamera kommt zudem mit einer zweistufigen Blende.


Starker Akku
Trotz des größeren Displays sind die Außenabmessungen und das Gewicht beim neuen Modell nur minimal angewachsen. Das ist umso erstaunlicher, da der verbaute Akku beim Galaxy Note 9 mit 4000 mAh glatte 700 mAh mehr Power bereithält als im Galaxy Note 8. Nach der eher schwachen Laufleistung der Smartphones Galaxy S9 und S9+ (Test in connect 5/2018) war das aber auch notwendig. Nun hat Samsung jedenfalls ganze Arbeit geleistet: Knapp neun Stunden Ausdauer im Alltagsbetrieb haben wir gemessen - und sind mehr als zufrieden. Zumal sich auch das Note 9 im Schnelllademodus drahtlos wie per Kabel fix wieder auftanken lässt. Die restlichen Laborprüfungen fielen durch die Bank ebenfalls bestens aus.

Bis zu 1 TB Speicher
Wie es sich für ein Spitzen-Phablet gehört, bietet das Galaxy Note 9 auch in Sachen Connectivity das volle Brett. Samsung gibt seinem Flaggschiff Dual-SIM-Slots, LTE Cat 18, ac-WLAN, Bluetooth 5.0, NFC und einen USB-C-Anschluss mit auf den Weg. Für Sicherheit sorgen der Fingerprintsensor sowie der Iris-Scanner auf der Front. Bei „Intelligenter Scan“ kombiniert Samsung den Iris-Scanner mit der Gesichtserkennung und bietet so eine sichere und dennoch schnelle Möglichkeit, das Phablet zu entsperren.

Für eine flotte Performance sorgt der hauseigene Prozessor Exynos 9810, der mit seinen acht bis zu 2,7 GHz schnellen Kernen sowohl in den Benchmarks als auch im Alltag mächtig Gas gibt. Dazu kommen 6 GB Arbeits- und 256 GB Datenspeicher (109 GB frei). Für 250 Euro Aufpreis ist auch eine Version mit 8 GB Arbeits- und 512 GB Nutzerspeicher erhältlich. Beide Varianten nehmen zudem über ihren Hybrid-Slot eine bis zu 512 GB große Micro-SDKarte auf – das ergibt in der höchsten Ausbaustufe einen Gesamtspeicher von 1 Terabyte.

DER S-PEN IST DER STAR

In den Einstellungen lassen sich dem Bedienstift unter „S Pen-Fernbedienung“ Funktionen zuweisen.


Der Bedienstift ist jetzt per Bluetooth mit dem Smartphone verbunden und übernimmt Zusatzfunktionen.
Der S Pen darf bei einem Note-Modell der Koreaner auf keinen Fall fehlen. Das gute Stück findet wie gewohnt seinen Platz direkt im Gehäuse des Phablets. Ein sanfter Druck genügt, und schon schiebt sich der S Pen ein paar Millimeter aus seiner Behausung und lässt sich komfortabel entnehmen.

Für den Note-9-Launch hat Samsung den S Pen komplett überarbeitet und erstmals mit Bluetooth ausgestattet. Geladen wird er praktischerweise induktiv im Inneren des Galaxy Note 9 – Samsung verspricht eine Bluetooth-Nutzungsdauer von 30 Minuten bei einer Ladezeit von lediglich 40 Sekunden.

Der S Pen bietet neue Features
Zudem ist der Button des S Pen von Haus aus mit Funktionen belegt. So startet ein langer Druck die Kamera und ein kurzer Druck löst die Aufnahme aus, während ein doppelter Druck zur Selfie-Kamera wechselt. Welche Aktion über den langen Druck ausgeführt werden soll, kann man in den S-Pen-Einstellungen unter „S Pen-Fernbedienung“ aber auch selbst definieren. Dort sieht der Nutzer auch den aktuellen Ladestand des Bedienstifts. Je nach aktuell verwendeter Funktion führt der Stift zudem unterschiedliche Aktionen aus – so kann man etwa bei einer Präsentation bequem durch die einzelnen Charts zappen.

Selbstredend sind die bekannten S-Pen-Features wie etwa das Zeichenprogramm Penup, das Übersetzungs- oder auch das Notizen-Tool auf dem Sperrbildschirm des Phablets mit von der Partie. Hier zeigt sich dann auch ein nettes Detail: Während der schwarze S Pen mit hellgrauer Schrift arbeitet, schreibt oder zeichnet der gelbe S Pen auch tatsächlich in Gelb auf dem schwarzen Screen.

Der S Pen verfügt über 4096 Druckstufen und reagiert besonders fein auf Ein gaben.


Beim Medien - konsum kann der S Pen die Wiedergabe pausieren und wieder starten.


Samsung Dex inklusive
Die Bedienung des Android-8.1- Modells erfolgt über die hauseigene Benutzeroberfläche Experience 9.5. Neben den vielfältigen Anpassungsmöglichkeiten der Optik, des Schnellmenüs und der App-Darstellung gibt es zahlreiche Goodies zu entdecken. Besonders spannend ist der „Sichere Ordner“, der PINoder fingerprintgeschützt eine zweite Bedienebene öffnet und so Privates und Berufliches trennt.

Highlight für Produktive: Das Note 9 bietet die PC-ähn liche Benutzeroberfläche Sam sung Dex ohne die bisher obligatorische Dockingstation – ein USBC/ HDMI-Adapter zum Anschluss an einen Monitor genügt. Ohne die Dex-Dockingstation lassen sich allerdings nur fünf Funktionen parallel nutzen, da sonst die Temperatur des Phablets trotz verbauter Heatpipe zu sehr ansteigen würde.

In Summe hat Samsung mit dem Galaxy Note 9 ein starkes Paket geschnürt, das den Vorgänger in den meisten Disziplinen – speziell bei Ausdauer und Speicher – deutlich übertrumpft. Das Huawei P20 Pro kann es zwar nicht vom Thron stoßen, doch Platz 4 ist ihm sicher.

VERGLEICH SAMSUNG GALAXY

Wird der S Pen aus dem Gehäuse entnommen, erscheint die Funktionsübersicht des Bedienstifts.


Auch die praktischen Seiten-Panele für den schnellen Zugriff auf Funktionen fehlen nicht.


Dank Hybrid-Slot beherrscht das Phablet die Verwaltung von zwei SIM-Karten.