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LEITARTIKEL: RITUALE FÜR EINE PRAXIS DES LEBENS


Visionen - epaper ⋅ Ausgabe 1/2021 vom 27.11.2020

Wie geschäftig und geradlinig es auch läuft, wir geraten immer wieder an Wendepunkte und Übergänge. Es geht nicht einfach weiter - das Leben, mein Leben, hält wie an und inne. Rituale beginnen in diesem besonderen Moment. Sie öffnen seine Tiefe, seine Schwer- und Anziehungskraft. Rituale lassen ankommen, eintauchen - und wieder auftauchen. Und dann - und dazwischen? VISIONEN probiert es aus.


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Bildquelle: Visionen, Ausgabe 1/2021

RITUELLES GESCHEHEN

Ritual - das geht: raus aus dem Ego. Das fällt mir als erstes ein dazu. Übergangsrituale verbinden mit größeren Kräften, unterstützen bei tiefgreifenden Fragen, wecken heilende Prozesse. ...

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...

Rituale überschreiten den alltäglichen Bewusstseinsraum. Ich erlebe Aufstellungen, aber oft auch psychotherapeutische Prozesse, als eine Form von „Ritual“ unserer Zeit. Sie helfen uns bei Übergängen und unterstützen Transformationsprozesse…“

…erzählt Guni Leila Baxa. Mit der erfahrenen Familien-Aufstellerin erlebe ich, wie ein Ritual geschieht, wie es Tiefen und Untiefen in meiner Wahrnehmung öffnet, wie viel Angst mir das macht, wie es mich berührt und erfüllt. So geht’s los bei Guni:

„Als Symbol zünde ich zu Beginn von Aufstellungsseminaren eine Kerze an. Dabei bitte ich um Unterstützung und Begleitung, um einen für alle Beteiligten heilsamen Prozess, um konstruktive Lösungen für Fragen und Symptome.

Rituale haben einen klaren Anfang: ich öffne mich dem größeren Ganzen, vertraue mich an. Ein klares Ende: ich bedanke mich, ich gebe die helfenden Kräfte wieder frei. Dazwischen entfaltet sich das rituelle Geschehen.

Wir führen Rituale körperlich handelnd aus. Rituale erfahre ich. Im Zentrum der Aufstellungsarbeit steht für mich die Herzintelligenz. Denkendes Verstehen reicht hier nicht hin. Ich brauche ein offenes, ein herzerfülltes Wahrnehmen, das mich leitet.

Wende - in jeder Aufstellung erlebe ich diesen fast magischen Moment des Nicht-Wissens. Ich halte dann so lang inne, ich muss innehalten - ich weiß einfach nicht weiter - ich spüre und vertraue mich an - bis ein lösender Impuls sich zeigt. Bis die Aufstellung sich darin wendet und klärt.”

Mein erstes Ritual war ein winziges Gebet. Ich war klein und hatte Angst, jeden Abend beim Einschlafen. Das Dunkel, die Stille - allein im Bett eine ganze Nacht lang dem ausgeliefert sein - das war einfach zuviel für mich.

Meine Mutter hat mir nicht vorgelesen zum Einschlafen. Irgendwann hat sie mir dieses Gebet vorgesprochen. Vielleicht weil sie meine Angst jeden Abend nicht mehr ertragen hat.

ich bin klein / mein Herz ist rein / soll niemand drin wohnen / als Gott allein

Ich konnte es sofort auswendig. Ich habe mich daran geklammert wie an den heiligen Rockzipfel. Ich habe das winzige Stück gebetet und gebetet, bis ich… eingeschlafen bin.

Mit meinem Älterwerden ist das kleine Gebet zurückgeblieben. Aber nicht mein Einschlafproblem. Ich liege abends immer noch im Bett - und kann nicht loslassen. Als ich Ute Maria Heilmann, meiner Ratgeberin bei diesem Stück über Rituale, davon erzähle, empfiehlt sie mir Chöd, die Dämonen-Fütterung. Die amerikanische Lama Tsültrim Allione hat es für verlorene Seelen wie mich aus dem Tibetischen übertragen.

MEINE DÄMONEN FÜTTERN

Vorbereiten:

Setz dich auf einen Stuhl, schließ die Augen, atme neunmal - ganz - tief - ein und aus. Sei von ganzem Herzen motiviert für dein Wohl und das Wohl aller Wesen.

Den Dämon finden.

Welchen Dämon willst du kontaktieren? Spüre: Was raubt mir meine Energie? Was nagt an mir, ärgert mich besonders? Nimm den ersten Zustand, der dir einfällt. Spür, wo im Körper dieser Dämon lebt. Wie sieht er aus, wie riecht er?

Den Dämon aufleben lassen.

Setze ihn auf einen Stuhl dir gegenüber. Visualisiere: Wie sieht er aus? Wie verhält er sich? Welche Gefühle zeigt er? Frag ihn: Was willst Du? Was brauchst Du? Wie fühlst du dich, wenn ich Dir gebe, was du brauchst?

Der Dämon warden.

Setz dich auf den Stuhl des Dämons. Spür tief in dich und ihn hinein. Sobald du dein Dämon bist, antworte: Ich will von dir… Ich brauche von dir… Bekomme ich, was ich brauche, fühle ich…

Den Dämon füttern?

Setz dich wieder auf deinen Stuhl. Stell dir vor, dein Körper schmilzt wie Nektar, der genauso schmeckt und wirkt, wie sich dein Dämon fühlt, wenn er satt ist. Dann füttere ihn mit dir - bis er satt und zufrieden ist. Bis er sich wandelt und auflost….

Und dann… ruhe im Gewahrsein

Ich habe es sofort probiert. Habe meinen Dämon sofort erspürt: Angst. „Der größte Dämon überhaupt“, meint Ute Maria, als ich verunsichert nachfrage, und lacht: „nimm ihn…“

Ich liege dann am Abend allein im Bett und frage laut ins Dunkel: „Dämon Angst, was ist mit dir, was brauchst du, was fehlt dir? Wie siehst du aus? Wie kann ich dir helfen?“ Und glaubt es mir oder nicht - der Dämon taucht sofort auf. Nein, nicht in einer glühenden Wolke vorm Schlafzimmerschrank. In mir.

Tja - und er sieht aus wie der knurpselige Schauspieler aus dem Film, den ich gerade gesehen habe. Ein Ethnologe, ein waldiger, kauziger, sympathischer Typ. Kein bisschen ängstlich. Aber keine Frage, kein Zweifel: du bist mein Dämon Angst.

„Was fehlt dir?“, frage ich ihn gespannt. Und klar und spontan fühle ich es: meinem Dämon Angst fehlt Freiheit. Er will sich nicht immer verstecken müssen. Er will bei mir sein, ganz offen, ganz einfach.

Wow, bin ich erleichtert! Keine Monster und Unwesen kriechen aus dem Dunkel und fallen über mich her… kein Untergehen meiner taghellen Welt in finsterer Nacht… Es geht um Kontakt und Beziehung. Es gibt eine Welt in meiner Welt, die ich ansprechen und um Hilfe bitten kann - die mich hört und mir antwortet. Dafür gibt es Formen - Rituale?

Sanne Straub leitet Feuerläufe an und bildet aus in Ritual-Arbeit. Aha? Sanne erzählt mir dann von dem Feuerlauf, mit dem sie die junge Mona und ihre ganze Familie konfirmiert hat. Ich denke an meine Konfirmation vor ca. 46 Jahren. Ich erinnere mich nur noch an besonders viele Geschenke, an den Ärger mit dem Anzug dafür…

Ein Feuerlauf als Konfirmation? Am Ende folgt die ganze Familie ihrem Kind über die Glut…


FEUER INITIATION

Mir ist wie eingebrannt, wie ich vor der Glut stehe, ganz ruhig, und alles um mich herum verblasst… wie ich schließlich den ersten Schritt wage und durch das Feuer gehe - für mich. Bezeugt, begleitet und ernst genommen von meiner gesamten Familie, bin ich durch das Feuer-Ritual erwachsen geworden.

Mona war die erste junge Feuerläuferin, für die Sanne Straub diesen Schritt in die Erwachsenenwelt angeleitet hat. Junge Menschen fühlen sich beim Übergang ins Erwachsensein meist allein gelassen. Sie sehnen sich unbewusst nach Initiation - suchen danach in gefährlichen Mutproben.

Mona ist vierzehn, als ihre Mutter den Feuerlauf-Flyer von Sanne findet. Sie will etwas anderes als Konfirmation. Auch ihre Familie will diesen Übergang tief und bedeutend erleben. Und Mona will sie alle dabei haben - vom gleichaltrigen Cousin bis zur 80-jährigen Oma.

Es regnet in Strömen im Garten der Familie. Sanne bereitet jeden auf das Abenteuer vor: Monas Feuerlauf bezeugen und gerne auch für ein eigenes Anliegen übers Feuer gehen. Ihre Mutter erinnert sich:

…diese stärkende, wärmende Kraft. Der Feuerlauf hat mir eine Tür geöffnet, ins Mystische, Naturverbundene, in ein Verstehen des immer weiter drehenden Rad des Lebens. Bis heute finde ich Zuversicht, Freude und Kraft für jeden neuen Schritt ins Unbekannte, weil wir diese Spur aus Feuer und Gemeinschaft damals in mir angelegt haben…

Schwellen und Übergänge laden mich ein in mein Leben. Sie zeigen, wie ich loslassen, wie ich mich einlassen kann - beim Einschlafen, beim Innehalten für dieses Ereignis, für diesen Mensch. Rituale bieten Halt und Form bei den großen Übergängen: ich konnte überwältigt und berührt und ganz da sein, als mein Lehrer mich mit Tanja verheiratete - als er mich zum Zen Mönch ordinierte. Ich konnte mich tief angenommen und angekommen fühlen.

Sollte ich vielleicht doch mal übers Feuer…? Cool bleiben, empfiehlt meine Frau. Fang im Wald an, mit Ute Maria. Mit einem Schwellengang, einer Visionssuche. Ute Maria kennt sich da aus…

VISIONSSUCHE

Walk a Way heißt das für Jugendliche - wenn sie es wollen. Ute Maria Heilmann und ihr Kollege Stephan Pfannschmidt bereiten sie dafür vor: entdecken Lebensfragen und einen zentralen Absichtssatz. Die Jugendlichen gehen dann allein und fastend und für 24 Stunden in den Wald - eine Plane gegen Regen, Trinkwasser und Schlafsack dabei. Auf ihren Platz, den sie gesucht und gefunden haben, vorher. Ute Maria weiß, wo sie sind, hilft, wenn was ist.

Visionssuche heißt die erwachsene Form des Walk a Way - ein von nordamerikanischen Indianerstämmen tradierter Übergangsritus. Das Ritual ist klar gegliedert in Ablösung, Schwellenzeit und Wiederkehr. Die Suchenden lösen sich aus dem Vertrauten und gehen über eine Schwelle in die Natur, um dort zu erleben: „Wo stehe ich in meinem Leben? Bis an welche Schwelle bin ich gereift?“ Einsam und ausgesetzt erfahren sie sich selbst und öffnen sich für ‚ihre Vision‘.

Ute Maria erzählt: Im Sommer und ganz früh bei Dämmerung packen sie ihren Rucksack, und wir räuchern sie - als Übergang, zum Reinigen, und für das Festliche. Dann gehen sie alleine los und raus an ihre Plätze. Wir hüten das Basislager, sind immer erreichbar, und bereiten ihre Wiederkehr vor.

Es berührt unglaublich, wenn die Visionssucher*innen zurückkommen. Von leuchtenden Augen und Gesichtern voll tiefer Erfahrungen berichtet Ute Maria. Bei der Rückkehr der Jugendlichen sind die Eltern mit am Schwellenkreis. Die Verbundenheit zwischen Eltern und Kindern erfüllt und wärmt jedes anwesende Herz. Dann gibt es ein Fest-Frühstück und den Gesprächskreis, der die Erlebnisse im Wald hört und würdigt und spiegelt.

Als ich klein war und mein Herz rein, habe ich einen Gott angefleht. Heute frage ich in mein Dunkel: Wer ist da? Was brauchst du? Ich erhalte Zustände, Gestalten und Szenen, denen ich Namen gebe. Zu meinem Dämon der Angst haben sich weitere dämonische GefährtInnen gesellt.

Es klingt komisch und so einfach: meine Angst, meine Erschöpfung, mein Verlorenfühlen ‚kommen zu mir‘. Indem ich ‚mit mir in mir’ Kontakt und Beziehung aufnehme, indem ich mich von Sanne übers Feuer, von Ute Maria in den Wald begleiten lasse, indem ich mit Guni meine Familie aufstelle. Dabei erfahre ich Anteile, Dämonen, Aspekte, Potenziale meiner selbst, die mich unterstützen und tragen wollen. Dämonen antworten, wenn ich sie frage, sie tauchen auf, wenn ich sie einlade. Sie wandeln sich von unheimlich zu vertraut, zu meinen Dämonen.

Charles Eisenstein ist Visionär einer schöneren Welt, die unser Herz kennt. In seinem Essay Every Act a Ceremony beschreibt er, wie jeder Moment, jedes Handeln vom Ritual-Wesen des Lebens angezogen und erfüllt werden kann.

JEDER AKT EIN RITUAL

Ein Ritual wird ausgeführt im Wissen und Fühlen: ich bin in der Präsenz des Heiligen, heilige Wesen schauen mir zu, Gott ist mein Zeuge. Leben wir in einer Welt, die einen Raum hat für das Heilige, heilige Wesen, oder Gott, dann sind Er oder Sie immer bei uns und sehen uns. Wird dann nicht aus jedem Akt ein Ritual?

Ja, wenn du immerzu in der gefühlten Präsenz des Heiligen bist. Bis auf verschwindend wenige Ausnahmen verhalten sich die religiösen Menschen, die ich kenne, nicht so. Aber diese Ausnahmen überschreiten jeden besonderen Glauben. Man erkennt sie durch eine Art Schwerkraft, die sie trägt. Was sie sagen und tun, ist gefasst in eine Art Momentum, ein Gewicht. Ihre Gravitas durchdringt ihr Lachen, ihre Wärme, ihren Ärger, ihre normalen Momente. Führt so jemand ein Ritual durch, verändert sich die Schwerkraft in dem Raum.

Ute María Heilmann, http://www.WegedesHerzens.de

Sanne Straub, sanne-rituale.de

Guni Leila Baxa, apsys.org/ueber-apsys/team/

Tsültrim Allione, Den Dämonen Nahrung geben, Goldmann 2009

Charles Eisenstein, charleseisenstein.org/essays/ ceremony/

Byung-Chul Han, Vom Verschwinden der Rituale, Ullstein 2019

Bei Ritualen geht es nicht um eine Flucht aus der materiellen Welt in ein spirituelles Hokuspokus. Es ist vielmehr, als ob Materie tief umarmt wird. In einer Praxis, die Materie respektiert, egal ob heilig in sich selbst oder aufgrund von Gottes Schöpfung. Auf dem Altar platziert man die Kerzen einfach so - ausgewogen und präzise, weder rigide noch nachlässig. Aufmerksam auf das Notwendige von Moment und Ort.

In einem Ritual widmet man sich vollständig der konkreten Aufgabe, jedem Akt wie er sein soll. Ein Ritual ist daher eine Praxis des Lebens, eine Praxis, jedes zu tun, wie es getan werden soll. So eine rituelle Praxis zieht mehr und mehr Leben in ihr Feld - sie betet: „Möge jedes, was ich tue, ein Ritual sein. Möge ich jedes ganz aufmerksam tun, ganz mitfühlend, ganz respektvoll.“

Als Kind habe ich gebetet, ein Gott möge mein Herz erfüllen. Heute spiele und probiere ich mit einer ganzen Dämonen-Familie an meinen Schwellen. Ich verbinde mich mit mir und meinen Schwierigkeiten - werde älter und kindlicher und lebendiger.

Ich liebe Bäume und will über’s Feuer laufen. Ich stolpere und taste im Dunkel. Meine Dämonen und ihre Rituale sind einfach da wie Atmen, wie mein Herz, das rein ist, wie Gott, den es bei uns nicht gibt, der uns trotzdem und endlos gütig erfüllt - mit Angst und Liebe, Freude und Trauer, mit Leben und Sterben