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Lernen von Legenden


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myself - epaper ⋅ Ausgabe 11/2021 vom 13.10.2021

Die „Queen of Rock “ hat sich aus einem Tief in die Höhen der Musikwelt gesungen

Die Siegerin

Um Frauen in Opferrollen zu sehen, muss man nur den Fernseher einschalten. Das ist im echten Leben nicht anders. Scham und Angst führen dazu, dass Beziehungsgewalt oft ein Geheimnis bleibt. Tina Turner hat mit diesem Prinzip gebrochen. Ihr erster Mann Ike kontrollierte ihr Geld, ihre Musik, hatte sogar das Copyright auf ihren Künstlernamen. Sie verließ ihn und lebte das Rockstar-Leben, das er ihr verwehren wollte: im Lederminidress und mit Löwenmähne. Stark und voller Kraft, simply the best!

BESTER SATZ „Je älter ich werde, desto mehr realisiere ich, dass es im Leben nicht darum geht, was einem widerfährt. Sondern darum, wie man damit umgeht.“

Artikelbild für den Artikel "Lernen von Legenden" aus der Ausgabe 11/2021 von myself. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.
Tina Turner, 81, war der erste weibliche Rockstar, der Stadien füllte. Seit 23 Jahren lebt sie mit ihrem zweiten Mann Erwin Bach in der Schweiz.

Etwas Misanthropie plus Schlagfertigkeit wie ein Boxer – bestes Entertainment!

Die Alleinunterhalterin

Fran Lebowitz, ...

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... 70, trägt überlange Mäntel und Levi’s 501, sie raucht Kette und hat schiefe Zähne. Sie ist Autorin und hat seit dreißig Jahren eine Schreibblockade. Sie hasst Mobiltelefone, Internetempfang und Computer, Studenten, Wellness und Urlaub. Unwahrscheinlich, so zu einem Weltstar zu werden. Und doch hat sie eine eigene Doku auf Netflix. „Pretend It’s a City“ zu schauen war das Sinnvollste, was man auf der Corona-Couch machen konnte. Fran Lebowitz ist die miesepetrige Gesellschaftsdame, die man selber gerne hätte (oder wäre …): witzig und unangepasst, originell und weltläufig. Aber vor allem sehr, sehr klug.

BESTER SATZ „Mein Lieblingstier ist das Steak.“

Die Stehauffrau Der Unfalltod der Mutter, der Verlust ihrer großen Liebe Stefano Casiraghi, das Drama um ihren Ehemann Ernst August: Andere wären daran zerbrochen. Caroline von Monaco, 64, hält die Fassade aufrecht, die Familie zusammen – und zeigt, dass Diskretion und Pf lichtbewusstsein zu den Evergreens der Krisenbewältigung gehören. Natürlich leidet es sich leichter, wenn man dabei eine Rüstung von Chanel trägt. Doch ihre Würde hat nichts mit Geld zu tun.

BESTER SATZ „Das Einzige, was wir ändern können, ist die Zukunft. Wir haben nur ein Leben, um das zu tun.“

Die Frau hat unzählige Hände geschüttelt und die Merkel-Raute etabliert

Die Gelassene Als Angela Merkel Bundeskanzlerin wurde, weigerte sich Gerhard Schröder, ihren Sieg anzuerkennen. Man nannte sie „Mädchen“ oder „Mutti“. Sie machte die Geringschätzung zu ihrer Waffe: Erst setzte sie die Gegner in der eigenen Partei schachmatt, später schockierte sie Konservative, indem sie die Grenzen für Gef lüchtete öffnete. Sie ließ Donald Trump auf laufen und gewann mit ihrer unaufgeregten Art weltweiten Respekt. „The leader of the free world doesn’t do drama“ schrieb ein US-Magazin über sie. Genau, aufregen können sich andere.

BESTER SATZ „Mit dem Kopf durch die Wand wird es nicht gehen. Da siegt am Ende immer die Wand.“

Die Aktivistin

Schön sein ist ja schön, aber was passiert, wenn noch Talent, Durchsetzungskraft, Empathie und Gerechtigkeitsempfinden dazukommen? Dann kommt man bei Iris Berben raus, die sich seit Jahrzehnten gegen Rassismus und Antisemitismus engagiert. Ob vor der Kamera oder im echten Leben, die 71-Jährige gibt immer alles: Sogar auf dem roten Teppich in Cannes trug sie ein Kleid mit politischer Botschaft. Und so hagelt es Preise für ihre künstlerischen Leistungen – und ihr soziales Engagement. Himmel, die Frau war sogar SPD-Mitglied, bevor Olaf Scholz steilging. Und schön – und schön ist sie so ganz nebenbei.

BESTER SATZ „Es kostet viel Energie, sich Erwartungen vom Leib zu halten, aber um glücklich zu werden, ist das der einzige Weg.“

Die Riesin Als Richterin am USamerikanischen Verfassungsgericht kämpfte Ruth Bader Ginsburg jahrzehntelang für die sexuelle Selbstbestimmung von Frauen, die (nicht nur!) in christlichkonservativen Bundesstaaten immer wieder infrage gestellt wird. Ihr Leben und ihr Tod sind eine Aufforderung an alle Frauen, sich für ihre Rechte einzusetzen: mit Mut, Sorgfalt und den Mitteln der Zivilgesellschaft. Weiße Magie eben. Ruth Bader Ginsburg war nur 1,55 Meter groß, aber für die amerikanischen Frauen war sie eine Riesin.

BESTER SATZ „Frauen, die sich nicht als ‚Feministin‘ bezeichnen, wissen einfach nicht, was dieses Wort bedeutet.“

Scharfsinn, eiserner Wille und Klugheit – da konnte man auch Ü-80 zur Ikone werden

100 Millionen verkaufte Alben und mindestens ebenso viele markige Sprüche – so wird man (Country-)Legende

Die Unerwartete

Wer glaubt, eine Frau habe nichts auf dem Kasten, nur weil sie Acrylnägel mit Strass trägt, der sollte sich vor Dolly Parton in Acht nehmen. Die 75-Jährige hat ihren Trash-Look zum Markenzeichen gemacht: Rosa, Glitzer, Rüschenfummel, riesige Brüste. Riesig! So kann man doch als Frau unmöglich ernst genommen werden. Kann man. Spätestens seit Dolly Parton erzählte, „I Will Always Love You“ und „Jolene“ an einem Tag komponiert zu haben, weiß man, dass die üblichen Kriterien, um Talent, Können und Charakter zu beurteilen, absolut nutzlos sind. „Ich hatte einen guten Schreibtag“, sagte sie. Ziemlich sicher trug sie dabei Strass.

BESTER SATZ „Es ist verdammt teuer, so billig auszusehen.“