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Lernen von Meistertrainer Chris Bartle: Lernen von Meistertrainer Chris Bartle „Denke wie ein Pferd”


Reiter Revue International - epaper ⋅ Ausgabe 1/2019 vom 19.12.2018

Vielseitigkeitsausbilder und Horseman Chris Bartle ist derzeit einer der gefragtesten Trainer der Welt. Uns hat er verraten, worin das Geheimnis seines Erfolgs liegt. Erstens: Zu denken, wie Pferde denken. Zweitens: Den Sitz zu nutzen, um dieses Wissen anzuwenden. Ein Blick auf sein Unterrichts-System.


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Bildquelle: Reiter Revue International, Ausgabe 1/2019


„Viele lesen ein Buch und lernen etwas über reiterliche Hilfengebung. Und danach verhalten sie sich so, als ob das Pferd das Buch gelesen hat und setzen zu viel voraus. So funktioniert es nicht!“
Chris Bartle


Der Schlüssel, um mit dem Pferd zu kommunizieren, ist der Sitz“, sagt Chris Bartle jedem seiner ...

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... Schüler. „Dein Sitz hat immer eine Aussage, deine Körpersprache vermittelt deinem Pferd stets etwas.“ Der Trainer, der erst die deutschen und nun die britischen Vielseitigkeitsreiter zu Gold coachte, formt selbst die Profis noch in ihrem Sitz. Er sagt, es sei wichtig, sich immer wieder selbst zu überprüfen, zum Beispiel zu fühlen: „Wie ist meine Hüfte positioniert?“ Die Körpersprache des Reiters sagt dem Pferd, in welche Richtung es weitergeht. Chris Bartle: „Mein Ziel ist es, dass die Reiter vorwiegend durch die Positionierung ihres Körpers, durch ihren Sitz, ihr Pferd reiten, ohne starke Schenkel- und Zügeleinwirkungen.“

Noch etwas ist für den britischen Erfolgstrainer extrem wichtig, dies steht allem anderen voran: „It is really all about trying to imagine what it is to be a horse.“ Meint: Nur wer sich in die Pferde hineinversetzt und versucht, wie sie die Welt zu sehen, und zu verstehen, wie sie die Hilfen wahrnehmen, kommt voran. „Viele lesen ein Buch und lernen etwas über reiterliche Hilfengebung. Und danach verhalten sie sich so, als ob das Pferd das Buch gelesen hat und setzen zu viel voraus. So funktioniert es nicht!“

Ein Beispiel dafür: „Wenn dem Pferd zum ersten Mal ein Stück Metall ins Maul gelegt wird, zeigt es meist die Reaktion ‚Au’! In den Büchern steht aber etwas ganz Anderes. Es wird meist so beschrieben, als ob das Pferd schon wüsste, was es mit dem Gebiss und unseren Zügelhilfen anfangen soll. Wir müssen den Pferden unsere Sprache der Berührungen aber erst mal erklären.“ Dabei hilft, sich immer wieder vorzustellen, wie das Pferd die Situation wahrnimmt. Im Falle des Gebisses bedeutet das: Dem Pferd muss erst mal beigebracht werden, was ein Zügelkontakt bedeutet. Aber das wird häufig vergessen, nicht nur bei Jungpferden. „Viele Reiter entscheiden sich für ein schärferes Gebiss, um das Pferd zu kontrollieren. Sie vergessen, dass es nicht weiß, was genau mehr Druck im Maul bedeuten soll.“ Seine Lösung für das Problem: „Die Pferdewelt braucht mehr Horsemanship.“

Chris Bartle nutzt diverse Wege, um zum Ziel zu kommen: „Das klassische Ausbildungssystem ist weiterhin relevant, aber ich sehe einige interessante Möglichkeiten dem Pferd zu erklären, was wir möchten, wenn wir über den Tellerrand blicken, zum Beispiel in Richtung Natural Horsemanship.“ Weshalb, erklärt er so: „Mit dessen Prinzip ‚Druck und Loslassen‘ lernen die Pferde, wie sie eine für sie selbst angenehme Situation herstellen können.“ Das wiederum kann dann in den Sattel transferiert werden.

Viele Reiter, die Chris Bartle trainiert, haben einen auffällig ausbalancierten und guten Sitz. Wie lange braucht er, um einen Reiter so zu formen? „Dafür gibt es keine magische Formel – es braucht einfach Praxis, Praxis, Praxis“, erklärt er.

Ein Beispiel sind Wallach Gorge und seine Reiterin Lindsay Middleton. Sie besitzt ihn seit zehn Monaten und kommt regelmäßig zum Unterricht ins Yorkshire Riding Center zu Chris Bartle. Sie selbst sagt, sie habe „vor allem die Haltung über dem Sprung“ mit ihm verbessert. Dass man die Zügel länger lassen soll, habe sie zuvor noch nie von einem Trainer gehört.“ Auch beim „Galoppieren durch die Wendung“ habe Chris Bartle ihr sehr geholfen, zum Beispiel mit dem Ansprechen der Hüftaktivität. Ein Satz dazu fällt in Bartles Unterricht häufig: „Stop thinking, keep riding on!“, also: Nicht denken, reiten!

Wir durften Lindsay Middleton und Chris Bartle beim Training über die Schulter schauen:

Chris Bartle

Lange Zeit war Christopher Bartle, wie er richtig heißt, Co-Bundestrainer der deutschen Vielseitigkeitsreiter und sorgte gemeinsam mit Hans Melzer für einen wahren Goldrausch in dieser Disziplin. Seit 2017 trainiert der 66-jährige Brite die Mannschaft seines Heimatlandes und holte bereits Gold bei der Europameisterschaft und den Weltreiterspielen. Zu Hause in Harrogate trainiert er auch die Reiter an der Basis und bringt jeden dazu, sein Pferd besser zu verstehen.www.yrc.co.uk

Eine perfekte Balance über dem Sprung und eine leichte Verbindung machen es dem Pferd leichter.


Lehn‘ dich zurück!

Zu Beginn der Trainingsstunde lässt Chris Bartle seine Schülerin den Hügel neben dem Springplatz herauf- und hinunterreiten. Neben langen, geraden Strecken am Hügel soll Lindsay Middleton auch Volten in der Schräge einbauen, die sie mit ihrem Körper bewusst einleitet. Sie soll sich das Gefühl beim Hinunterreiten merken. Dabei soll sie die Haltung einnehmen, als würde sie einen Sack Futter nah am Körper tragen, sich also leicht nach hinten lehnen. Dem Pferd sollen ihre Muskulatur und ihr Sitz vermitteln, sich vorne anzuheben. Dieses Gefühl braucht sie später im Parcours.

Schließe dein Pferd!

Bei den ersten Sprüngen soll die Reiterin sich auf das Austreten des Bügels, zu dessen Seite sie weiterreiten möchte, konzentrieren. Außerdem fordert Chris Bartle sie auf, den Blick in die Richtung, in die es weitergehen soll, zu richten. Landet ihr Pferd, soll sie einen kleinen Kreis auf der Hand anlegen, auf der es gelandet ist: „Wenn du im Rechtsgalopp landest“, erklärt Chris Bartle, „dann ist das eine gute Gelegenheit, rechts einen kleinen Zirkel zu reiten.“ Lindsay Middleton macht es genauso und der Ausbilder kommentiert, während sie auf dem Zirkel reitet: „Noch eine Runde auf dem Zirkel, mehr Körperspannung. Bring ihn mehr auf die Hinterhand, denk’ an eine Pirouette!“ Der Gedanke an diese Lektion hilft ihr, den Wallach mehr zu schließen. Danach reitet sie wieder ein kleines Trainingshindernis an.

Lasse deine Hüften arbeiten!

Vier Dinge wiederholt Chris Bartle häufig in dieser Unterrichtseinheit:

Leite Wendungen mit dem Körper ein!
Hole dein Pferd über den Sitz zurück!
Lasse den Zügel länger, um deinen eigenen Körper besser nutzen zu können!
Fordere mehr Impulsion in der Wendung!

Impulsion in der Wendung meint, dass Wallach Gorge im Galopp aktiv weiter unterspringt. „Work your hips“, ruft der Trainer der Reiterin dafür zu, also „arbeite mit deiner Hüfte“. Später erklärt er diese Anweisung so: „Im Leichten Sitz besteht die Gefahr, zu passiv zu sitzen. Die Hüfte soll auch hier der Galopp-Bewegung entsprechen, sich in einer Art liegenden Acht bewegen, um die Hinterhand zu aktivieren.“ Dies gilt übrigens auch für die Sitz-Arten, bei denen das Gesäß Kontakt zur Sattelfläche hat. Jedoch ist die Gefahr, dass die Beckenbewegung unbewusst eingestellt wird, im leichten Sitz größer. Das aktive Becken hilft dem Reiter aber, „das Pferd in Balance zu bringen und eine Verbindung zu dessen Rücken zu erhalten“.

Die Zügelbrücke vermittelt Stabilität im Zügelmaß.


Der Schwerpunkt liegt zu weit vorne. Tipp: In Gedanken einen Berg hinabgaloppieren.


Finde die Linie!

Chris Bartle wiederholt häufig die Reihenfolge, in der sich die Reiterin dem Hindernis nähern soll: „Find the fence, find the line, eyes up the hill!“ Also: Erst die Linie und den Sprung finden, dann über das Hindernis hinweg nach oben schauen. Hier auf der Anlage von Chris Bartle soll Lindsay Middleton hoch zum Hügel schauen oder aber in die Baumkronen ringsum. Diese Fixpunkte helfen der Reiterin, die Anweisung besser umzusetzen. Wichtig ist, sich vorab Bezugspunkte zu suchen.

Suche den Kontakt!

Auf den Strecken zwischen den Sprüngen darf Lindsay Middleton in den leichten Sitz wechseln, doch während sie den Sprung anreitet, soll sie den „Contact Seat“ einnehmen: „Sei mit deinem Gesäß vor dem Sprung in Kontakt mit dem Sattel“, erklärt Chris Bartle. „Wenn dein Pferd guckig wird, kannst du so immer noch ‚sagen‘: Los doch!“ Dabei soll Middleton darauf achten, die Hände tief zu halten: „Berühre den Widerrist, stell dir vor, du möchtest mit deinen Händen gegen ihn drücken.“ Dieses Bild nutzt Chris Bartle, um keine negative Formulierung wie „nimm die Hände nicht so hoch“ zu verwenden. „Es gibt der Reiterin etwas Positives zu tun“, erklärt er.

Bau‘ dir eine Brücke!

Seine Schüler lässt Chris Bartle gern mit einer Zügelbrücke reiten. Die äußere Hand hält dabei zwei Zügel, die innere einen. Das Ende des inneren Zügels verläuft in die äußere Hand. Wichtig: Umfassen bei jedem Handwechsel!
Der Daumen sollte, anders als auf diesem Bild, dachförmig aufgelegt sein, also mit gebogenem Gelenk. Wird er flach aufgedrückt, stellt sich ein Muskel im Arm fest, das ist nicht günstig.

Die Zügelbrücke verhilft zu einem eindeutigeren Kontakt zum Pferdemaul und unterstützt, die Schulter des Pferdes zu kontrollieren.

Steigere die Körperspannung!

Häufig erinnert Chris Bartle daran, mit dem Oberkörper nicht zu weit nach vorn zu kommen – und zwar in ganz vielen Situationen: Vor dem Sprung, über dem Sprung, bei der Landung, zwischen den Sprüngen. „Stay back in your body, right, lovely, good!“ Die Körperspannung wird dadurch besser, Reiter und Pferd sind mehr in Balance. Er erinnert dazu gern an Situationen, in denen die Reiterin die Anweisung gut umsetzen konnte, und erzielt so, dass sie sich selbst wieder in eine gute Position bringt: „Work it like you are cantering down the hill!“, also „Mach das so, als ob du bergab galoppierst“. Und: „Du musst die Zügel länger lassen, um nicht zu sehr nach vorn zu fallen.“ Chris Bartle erklärt, warum das hilfreich ist: „He can use himself better“, also das Pferd kann sich besser ausbalancieren, „weil der Schwerpunkt dann besser verteilt ist. Du erlaubst dem Pferd, seine Schultern und seinen Hals besser zu nutzen.“

Nach der Einheit soll Lindsay Middleton im Trab die Zügel aus der Hand kauen lassen. Sie verwendet dafür eine andere Zügelführung: Der Zügel verläuft zwischen Zeigefinger und Daumen in die Hand und unterhalb des kleinen Fingers wieder heraus. Diese Zügelführung wird auch Fillis-Zügelführung genannt, Chris Bartle nennt es anders: „I call this mexican style, it lifts the bit in the soft part of the mouth.“ Dadurch wirkt das Gebiss eher in Richtung Maulwinkel. Zudem ist es für den Reiter meist leichter zu spüren, wie schnell er nachgeben muss.

Die fünf Arten des Geländesitzes

NACH CHRIS BARTLE

1 Der Rennsitz

Diese extreme Form des Leichten Sitzes ist geeignet für schnelles Galoppieren zwischen den Hindernissen. Der Reiter soll möglichst nahe am Pferdehals sein. Dafür sind die Steigbügel extrem kurz. Der Reiter braucht viel eigene Körperspannung, um sich mit diesen kurzen Bügeln gut ausbalancieren zu können. Er wird auf der Geländestrecke genutzt, nicht jedoch im Springparcours, wenn viele kurze Wendungen aufeinander folgen.

2 Der Kontroll- und Vorbereitungssitz

Hier ruht das meiste Gewicht in den Steigbügeln. Der Reiter ist mit dem Gesäß näher am Sattel als beim Rennsitz, aber gibt über das Gesäß keinen Druck in den Sattel ab, um die Hinterbeine des Pferdes nicht am Unterspringen zu hindern.

Viel Druck im Steigbügel, kein Druck im Sattel – der Kontrollsitz.


3 Der Kontaktsitz

Der Reiter kann vom Kontroll- und Vorbereitungssitz in den Kontaktsitz wechseln, indem er die Zügel etwas länger lässt, um mit dem Oberkörper zurückzukommen. Der Oberkörper soll nahezu senkrecht sein. Dieser Sitz ist immer dann angebracht, wenn Unsicherheiten zu erahnen sind. Er gibt Stabilität und Sicherheit, falls etwas passieren könnte.

Der Oberkörper geht zurück, das Zügelmaß verlängert sich.


4 Der Landesitz

Der Reiter hat hier viel Gewicht in den Steigbügeln und seinen eigenen Schwerpunkt über den Füßen. Während der Landung wirken sich Steigbügelund Zügellänge besonders aus, daher muss geübt werden, dass das Pferd genug Zügel bekommt und die Steigbügel kurz genug sind, um einerseits Halt zu geben, andererseits die Fußspitze vor das Knie zu bekommen. Die Hände sollen unterhalb der Augen des Reiter liegen, sich also auf Höhe des Widerrists befinden. Das Bein des Reiters soll bei der Landung parallel zum vorderen Pferdebein verlaufen, also weit nach vorn gestreckt sein. Dann ist der Reiter mit dem Pferd im Gleichgewicht.

5 Der „Oh Shit“-Sitz

Chris Bartles mittlerweile berühmter Rat für brenzlige Situationen: der „Oh-Shit“-Sitz, der dem Landesitz ähnelt. Der Reiter soll sich so weit wie möglich nach hinten setzen. Das geht so:
Fußspitze in einer gedachten Linie vors Knie, sodass der Unterschenkel weit vorkommt
Gesäß im Sattel
Oberkörper hinter der Senkrechten
Hände nach vorn. Denkt man sich eine Linie senkrecht von den Augen des Reiters hinab, dann sollen die Hände auf dieser Linie liegen. Um das zu Erreichen sagt Chris Bartle gern im Unterricht: „Hände gegen den Widerrist drücken.“
Zügel aus der Hand gleiten lassen. Sie sollen lang sein, damit das Pferd in Notsituationen seinen Hals komplett als Balancierstange nutzen kann. Außerdem wird es dem Reiter erst mit diesem langem Zügel möglich, den Oberkörper weit genug nach hinten zu nehmen – das gibt dem Pferd viel Schulterfreiheit und damit beste Chancen, nicht hinzufallen.

Was der Reiter braucht, um all diese Sitzarten ausführen zu können:
Stärke in den Oberschenkeln
generell einen guten Muskeltonus
lernen, wie man die sogenannten „Core muscles“ anspricht, also die zentrale Muskulatur des Reiters, die sich in der Körpermitte befindet
viel Übung im schnellen Herausgleitenlassen und wieder Aufnehmen der Zügel, damit es intuitiv klappt

Wenn‘s brenzlig wird: Oberkörper zurück!


FOTOS: BENJAMIN CLARK