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LESERBRIEFE


Reisemobil International - epaper ⋅ Ausgabe 12/2021 vom 02.11.2021

Frust statt Freiheit

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➔ Editorial, Reisemobil International 11/2021

Ich möchte noch weiter gehen als Claus- Georg Petri. Es zeigt sich, dass die Wohnmobil-Hersteller aufgrund ihrer außergewöhnlich hohen Verkaufszahlen sich bis dato nicht genötigt sehen, etwas gegen den sich abzeichnenden Stellplatzmangel zu tun. Ihnen geht es ja momentan mehr als blendend. Wenn der Boom aber so ungebremst weiter geht, wird recht bald der Kipp-Punkt erreicht sein, wo die Wohnmobilisten entgegen der in der Werbung suggerierten Freiheit Reisemobil International 11/2021 3 nur noch Frust erleben, erzeugt durch übervolle Stellplätze. Erst, wenn sie zunehmend beginnen werden, sich vom Campen abzuwenden und dadurch die Verkaufszahlen immer mehr einbrechen, werden die Hersteller ihr Versäumnis spüren. Doch dann ist der Schaden nur noch mit sehr großen (finanziellen) Anstrengungen begrenzbar. Jetzt könnte man mit weniger noch mehr erreichen. Mir ähnelt das Ganze wie der Umgang mit dem Klimawandel.

Hubert Nieder, per E-Mail

Es gibt dieses Jahr sehr viele Stellplatzflüchter. Sobald die Kunden sehen, dass im Geschäft die Lichter angehen, sind sie weg. Eine Schande für die ganz Innung. Wir verlangen zwei Euro für Ver-/Entsorgung bei Durchreisenden, zehn Euro bei Übernachtung samt Strom und Versorgung. Vielleicht kann man hin und wieder die Camper ans Bezahlen erinnern, ein Stellplatz ist auch schnell wieder geschlossen, wenn man draufzahlen muss.

Barbara Willers, mobilease Freizeitfahrzeuge, Amt Wachsenburg

Unterflur bietet Vorteile

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➔ Montage von Klimaanlagen, Reisemobil International 7/2021

Meiner Meinung nach haben Sie bei der Beurteilung einen wichtigen Aspekt überhaupt nicht berücksichtigt: Bei einer Staukasten- oder Unterflurmontage wird die Luft unter dem Fahrzeug angesaugt. Im Falle eines unbeschatteten Stellplatzes kann im Sommer im Süden die Differenztemperatur zwischen Dach und unter dem Wohnmobil bis zu zehn Grad betragen. Diese Differenz schmälert den Wirkungsgrad der Dachklimaanlage beträchtlich.

Ich habe praktische Erfahrung mit beiden Einbauformen und sehe für den Unterflureinbau klare Vorteile. Auch die Geräuschkulisse des Kompressors ist bei einem Einbau im Doppelboden geringer als beim Dacheinbau. Die Luftströmungsgeräusche sind bei beiden Einbauarten eher identisch.

Gerhard Senßfelder, Büttelborn

FRAGE DES MONATS

Können Sie sich vorstellen, ein Reisemobil mit E-Motor zu fahren?

›› Vielleicht irgendwann einmal, im Moment sehe ich die technischen Möglichkeiten dafür als noch nicht gegeben.

Detlev Bruhns (via Facebook)

›› Ja, klar. Wir fahren in der Regel keine längeren Strecken täglich, insofern sollte das kein Problem sein. Es fehlt wohl nur bislang die durchgängige Lade-Infrastruktur für größere bzw. längere Fahrzeuge wie Wohnmobile. Diese passen häufig nicht auf die gängigen Ladeplätze. Dieses müsste also dementsprechend geschaffen bzw. erweitert werden, insbesondere auch für Schnellladestationen. Das gilt vermutlich auch fürs Ausland. Auf Stellplätzen stehen wir in der Regel über Nacht lange genug, um einen Akku bei z. B. elf kW Ladeleistung bis zum nächsten Morgen wieder aufzuladen. Es würde sich anbieten, auf neuen Womo-Stellplätzen bereits die technischen Voraussetzungen für Ladestationen zu schaffen. Für den Start würden sich meines Erachtens auch Womo- Versionen mit einem sogenannten Range Extender anbieten. Ich wäre jedenfalls dabei – soweit das auch bezahlbar bleibt … bernd3r (via Instagram)

›› Ein Wohnmobil mit Brennstoffzelle und dem dazu passenden Elektromotor könnte ich mir in Zukunft vorstellen, mit Batterien wird das allein wegen dem Gewicht bestimmt nichts ...

Bernd Schanze (via Facebook)

›› Ich würde beim nächsten Wohnmobil auf Elektroantrieb setzen. Problematisch sehe ich das Gewicht. Da müsste der Gesetzgeber für die Klasse B Anpassungen vornehmen. Gut, das Gewicht des Diesels entfällt. Bei 60 Liter sind das 49 kg. Ich glaube, der Akku ist da um einiges schwerer. Dann ist da die Reichweite. Gerade beim Wohnmobil ist hohe Reichweite wichtig, schließlich will man seinen Urlaub nicht an Ladesäulen verbringen.

Zunächst wird es meiner Meinung nach erst Kastenwagen mit E-Antrieb geben, mit höherer Reichweite bei kleineren Akkus dann auch im klassischen Mobil. In Verbindung mit Solarenergie auch sehr reizvoll.

Timothy Flyte (via Facebook)

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›› Das wird erst interessant, wenn man mit der Solarzelle auf dem Dach den Strom für den Motor erzeugen kann. Bis dahin bleibt der Diesel König.

Stephan Müller (via Facebook)

Vollpfosten unter wegs?

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➔ Beschränkungen für Wohnmobile in Portugal, Reisemobil

International 11/2021 Mir stellt sich nur die Frage: Warum reagiert Portugal so? Es sind doch sicherlich einige wenige Vollpfosten, die sich nicht ordentlich verhalten. Ich glaube nicht, dass dieses schöne und auch freundliche Land so handeln würde, wenn alle sich an die Vorschriften halten würden.

Dietmar Kröber, per E-Mail

Prima Service in Nottuln

➔ Erfahrungen mit einem Händler

Heuer waren wir mit unserem Chausson im Norden Deutschlands unterwegs, als uns der Fehlerteufel heftig erwischte: Unser Womo stand unter Wasser. Es lief im gesamten Wohnraum über den Fußboden. Nach längerer Trocknungsaktion fanden wir heraus, dass sich ein Abwasserschlauch gelöst hatte. Er ließ sich auch nicht mehr verbinden. Nach längeren Hilfetelefonaten wurden wir an einen Reisemobilhändler in Nottuln verwiesen.

Dort wurden wir sofort in die Werkstatt gebeten, und zwei kompetente und freundliche Mitarbeiter kümmerten sich um unser Problem. Der Abwasserschlauch wurde erneuert, ein Test durchgeführt und uns anschließend die Rechnung präsentiert: ganze sechs Euro. Und das für eine nicht einfache Instandsetzung, da sich der Schlauch unter diversen Möbeln versteckte.

Wir möchten uns hier bei der Firma Albers Mobile in Nottuln und ihren tollen Mitarbeitern noch einmal ganz herzlich bedanken. Hier wurde uns gezeigt, dass sich die berühmte Servicewüste noch nicht in ganz Deutschland ausgebreitet hat.

Karl-Heinz Förster, per E-Mail

Warum ist das nötig?

➔ Fahrwerk optimieren, Reisemobil International 11/2021 Es ist bestimmt hilfreich, die Erfahrungen der Fahrwerksoptimierer zu nützen und die angebotenen Hilfsmittel dann auch zu kaufen und einzubauen oder einbauen zu lassen. Bei allem Wohlwollen drängt sich mir aber die folgende Frage auf: Warum ist es nötig, bei Fahrzeugen, die zum Teil weit jenseits der 100.000-Euro-Grenze liegen, selbst Hand anzulegen, um diese Dinger dann endlich in einen Zustand zu versetzen, der es dem User ermöglicht, ohne Schweißperlen auf der Stirn kritische Fahrsituationen zu meistern?

Ernst-Otto Disque, per Mail

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