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LESERBRIEFE


Sterne und Weltraum - epaper ⋅ Ausgabe 2/2019 vom 18.01.2019
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Bildquelle: Sterne und Weltraum, Ausgabe 2/2019

Während seines Urlaubs im Oktober 2018 in Island konnte Paul Trinkler mit einer Canon EOS D 7 sehr attraktive Polarlichter aufnehmen


Paul Trinkler

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Bildquelle: Sterne und Weltraum, Ausgabe 2/2019

Auch auf anderen Planeten mit einem ausgeprägten Magnetfeld gibt es Polarlichter, wie hier Saturn. Dieses Bild des Weltraumteleskops Hubble entstand im sichtbaren Licht und im Ultravioletten. Im UV treten am Nordpol des Ringplaneten die Polarlichter in Form eines Ovals deutlich hervor.


ESA/Hubble, NASA, A. Simon (GSFC) and the OPAL Team, J. DePasquale (STScI), L. Lamy (Observatoire de Paris) (https://www.spacetelescope.org/images/heic1815a/) / CC BY 4.0 (creativecommons.org/licenses/by/4.0/legalcode)

Polarlichter anderer Planeten?

Ich möchte Ihnen ein großes Kompliment machen zu »Sterne und Weltraum«. Ich bin sehr an Astronomie interessiert und finde es die beste und kompetenteste Zeitschrift über Astronomie im deutschsprachigen Raum.

Ich möchte eine Leserfrage stellen: Mich interessiert, ob auf allen Planeten (in Polnähe) des Sonnensystems Polarlichter beobachtet werden können, oder ob die Achse eine ähnliche Neigung gegen die Bahnebene haben muss wie diejenige der Erde. Wenn es so wäre, dann könnte man bevorzugterweise neben der Erde auch auf dem Mars, Saturn und Neptun Polarlichter sehen. Auf Ihre Antwort freue ich mich sehr. Und macht weiter so!

LUKAS ANDEREGG, SCHWEIZ

Wir bedanken uns bei Herrn Anderegg für die lobenden Worte, die wir an das ganze Team weitergeleitet haben. Zu seiner Frage: Für Polarlichter braucht es keine bestimmte Neigung, aber ein Magnetfeld und eine Atmosphäre. Bei allen Planeten, die diese beiden Bedingungen erfüllen, wurden auch tatsächlich schon Polarlichter beobachtet. Diese sind Erde, Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun. Sonderfälle stellen Venus und Mars dar, die keine Magnetfelder haben. Bei ihnen gibt es polarlichtähnliche, sehr diffuse Leuchterscheinungen in der oberen Atmosphäre, die nicht auf die Polregionen beschränkt sind. Sie werden ebenso wie die Polarlichter der anderen Planeten durch den Zusammenstoß von geladenen Teilchen des Sonnenwinds mit den Gasteilchen der jeweiligen Atmosphäre verursacht.

ULRICH BASTIAN

Leben auf dem Planeten von Barnards Pfeilstern?

Ich habe eine Anmerkung zum Artikel »Ein eisiger Planet bei Barnards Pfeilstern «, siehe SuW 1/2019, S. 13, genauer zur Frage der Möglichkeit, ob es auf diesem Planeten Leben geben könnte: Die Erde war während ihrer früheren Geschichte mehr oder weniger stark vereist (je nach Theorie; Stichwort »Schneeball Erde«), und dennoch gab es zu dieser Zeit Leben, wegen der Plattentektonik.

Okay, vor dem Vereisen herrschten lebensfreundliche Temperaturen und das Leben hatte sich schon etabliert, aber trotzdem: Bei Eismonden wie Europa oder Enceladus gibt es auch die Theorie, dass durch Gezeitenkräfte der Riesenplaneten tektonische Prozesse stattfinden, die Leben ermöglichen könnten. Also wäre es auch denkbar, dass in dem Planeten von Barnards Stern tektonische Prozesse ablaufen, die Leben möglich machen könnten. Ich denke, wir wissen einfach noch zu wenig über die Entstehung des Lebens.

RICHARD BIRKE, ERLANGEN

Areophysikalisch

Sie verwenden im aktuellen Artikel über die Raumsonde InSight in SuW 12/2018, S. 28, den Begriff »areophysikalisch«. Ich ersuche um Erklärung des Begriffs.

THOMAS EDTMEIER, VORCHDORF (ÖSTERREICH)

Der nicht sehr weit verbreitete Begriff »areophysikalisch« ist eine Abwandlung von »geophysikalisch« und nimmt Bezug auf den altgriechischen Namen des Mars: Ares. Statt den Begriff Geologie für die Wissenschaft von den irdischen Gesteinen zu verwenden, ist für den Mars der Begriff »Areologie « möglich, wird jedoch eher selten genutzt. Ähnliches gilt auch bei Erdbeben auf dem Mars, die dann »Marsbeben« heißen.

TILMANN ALTHAUS

Briefe an die Redaktion

Weitere Einsendungen finden Sie auf unserer Homepage unterwww.sterne-und-weltraum.de/leserbriefe , wo Sie auch Ihren Leserbrief direkt in ein Formular eintragen können. Zuschriften per E-Mail: leserbriefe@sterne-und-weltraum.de

InSight-Berichterstattung

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Bildquelle: Sterne und Weltraum, Ausgabe 2/2019

Seit ihrer Landung auf dem Mars am 26. November 2018 ist die Raumsonde InSight an ihrem Landeplatz in Elysium Planitia sehr aktiv und bereitet ihren Messbetrieb vor (siehe auch S. 10).


NASA / JPL-Caltech

Danke für Ihre Informationen (siehe SuW 12/2018, S. 28) und die wie immer bei SuW gut recherchierten Details – so erfährt man zumindest etwas von der sagenhaften InSight- Mission, die gerade auf dem Mars stattfindet. Leider findet sich auf der NASA- und Insight-Homepage wenig Erläuterndes: nur spärliche Tagesberichte ohne technische oder gar wissenschaftliche Details. Und auch die Fotos unter den Rubriken Images oder Raw Images sind eher ernüchternd. Man muss leider sagen, es wirkt insgesamt etwas »lieblos«.

Aus dem sensationellen Ereignis könnte man soviel (mehr) machen, auch mit Blick auf eine zu begeisternde Jugend, die doch laut MINTErkenntnissen so förderbedürftig ist. Ich zum Beispiel erinnere mich noch gut an die Landungen von Viking I und II im Jahr 1976. Sie entwickelten – noch ganz ohne Internet – eine beachtliche Reichweite bei den Lesern, öffneten den Blick auf das schier Unmachbare und begeisterten eine Generation für das Thema. Warum nutzen die Forschung, Bundesministerien und die beteiligten europäischen/deutschen Institute/Firmen das aktuelle Spektakel nicht für ihre Interessen? Aus meiner Sicht eine ungenutzte Chance, die jetzt im Schein der aktuellen Ereignisse genutzt werden könnte.

Apropos: Können Sie erklären, warum bei der Seitenkamera ICC die Linse komplett verstaubt ist, aber auf der Hauptplattform, zum Beispiel auch auf dem weißen Instrumentenarm, kein Krümel davon zu erkennen ist?

DR. JOACHIM SEGATZ, HAMBURG

SuW hat das Thema bereits in vielen Heften behandelt, und wir werden es weiter verfolgen. Überspektrum.de haben wir auch tagesaktuell reagiert. Die NASA hätte für ein breites Publikum mehr daraus machen können. Vorbildlich war in Deutschland die Pressearbeit am Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung (MPS), wo sich rund 300Besucher im Institutsgebäude in Göttingen einfanden, und wo eine Live-Schaltung gemacht wurde.

Zu den vergleichsweise mageren NASA-Webseiten gibt eine hervorragende europäische Alternative, da ja der größte Teil der Instrumentierung aus Europa stammt: Es ist die informative Homepage des Seismometer-Instruments vom Institut du Physique du Globe in Paris, siehe:
www.seis-insight.eu/en . Hier findet man in englischer Sprache ausführliche Details zum Seismometer und der anderen Instrumentierung von InSight. Auch sehr genaue Beschreibungen der Technik der Raumsonde sind dort vorhanden.

Zu Herrn Segatz’ Frage zu den Kameras: Die ersten Aufnahmen wurden durch einen durchsichtigen Schutzdeckel aufgenommen, der in den Tagen danach abgeworfen wurde. Die Kamera ist so stark eingestaubt, da sie an der Kante des Instrumentendecks von InSight sitzt und sozusagen nach vorne blickt. Sie war somit voll den Staubwolken ausgesetzt, die von den Landetriebwerken beim Aufsetzen aufgewirbelt wurden. Leider schaffte es ein Teil des Staubs auch, unter den Schutzdeckel einzudringen, so dass die Bilder nach dessen Abwurf noch immer fleckig sind. Die Kamera am Roboterarm der Sonde befindet sich auf dem Instrumentendeck in der Mitte, wo offensichtlich weniger Staub hingeraten ist. Auch diese Kamera hatte allerdings anfangs einen Schutzdeckel.

Es wäre zu hoffen, dass das Interesse und die Begeisterung auch der deutschen Öffentlichkeit von der deutschen Politik registriert wird und vielleicht positive Folgen zeigt.

TILMANN ALTHAUS UND ANDREAS MÜLLER

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