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Leserpost: Anregungen, Meinungen und Reaktionen


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Münzen & Sammeln - epaper ⋅ Ausgabe 9/2019 vom 21.08.2019

„Fälscherspaß?“

„…Gelegentlich werden solche Verfälschungen von Fälschern eventuell aus Fälscherspaß angebracht. Der Münzkundige soll sein Werk erkennen, der Verbraucher wird nicht über die Verfälschungen stolpern“ schreibt Herr P. Neugebauer in seinem oben genannten Artikel.
Nur dem letzten Halbsatz kann man zustimmen, der erste Teil „Der Münzkundige soll sein Werk erkennen“ ist absoluter Unfug!
Zu jeder Zeit und besonders im Mittelalter war das Fälschen von Münzen mit grausamen Strafen verbunden.
Ich kann mir keinen Münzfälscher des Mittelalters und der Neuzeit vorstellen, der aus „Fälscherspaß“ „heimliche Stecherzeichen“ auf seinen Machwerken an - bringt, nur um aus „Fälscherspaß“ schneller entdeckt und anschließend geköpft, gerädert oder gesotten zu werden! Ein weiterer Kommentar erübrigt sich.
Johannes Diller, München

Fehler des Stempelschneiders

Ein aufmerksamer Sammler meldete der Redaktion eine bisher unbekannte sächsische Schreckenberger-Variante. Es handelt sich um einen Schreckenbeger aus der Münzstätte Annaberg aus dem Zeitraum 1500 bis 1507.

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Bildquelle: Münzen & Sammeln, Ausgabe 9/2019

Auf den ersten Blick denkt man, es handelt sich um den Typ Keilitz 26, doch bei genauerem Hinsehen erkennt man, daß der aufgelegte Mittelschild eine Besonderheit aufweist. Der Rautenkranz im sächsischen Stammwappen ist spiegelverkehrt vorhanden, verläuft also nicht von links oben nach rechts unten, sondern von rechts oben nach links unten.
Bei dem zweiten gemeldeten Schreckenberger handelt es sich um ein Stück aus der dritten Prägeperiode, Zeitraum 1507 bis 1525, ebenfalls aus der Münzstätte Annaberg. Als Münzzeichen ist der sechsstrahlige Stern auf beiden Münzseiten vorhanden.
Exemplare mit fehlendem Teilungsstrich im Kurschild sind bislang nicht erfaßt worden. Auch mit Blick auf diese Variante sollten Sammler ihre Exemplare anschauen. Eventuell ist diese Besonderheit auch bei anderen Keilitz-Nummern vorhanden. Über entsprechende Meldungen würde sich die Redaktion freuen.

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Sachsen gemeinschaftlich. Friedrich, Johann und Georg (1507–1525). Schreckenberger o. J., Münzstätte Annaberg, mit dem Münzzeichen sechsstrahliger Stern auf beiden Münzseiten. Im Kurschild der Vorderseite fehlt die Teilungslinie. Keilitz – (zu 51).


Lire oder Lira?

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Ich besitze ein 1-Lira-Stück 1932 des Vatikan, auf dem als Währungsbezeichnung „Lire 1“ steht. Es müßte doch eigentlich „Lira 1“ heißen? Ist das eine Fehlprägung?
Wolfram D.

Redaktion. Es handelt sich nicht um eine Fehlprägung, sondern um eine Besonderheit der vatikanischen 1-Lira-Stücke von 1929 bis 1941, auf denen stets „Lire 1“ steht. Erst mit dem Motivwechsel ab 1942 wurde das geändert, indem als Wertangabe nunmehr „L 1“ vorhanden ist.

Münzbestimmung

Sehr geehrte Damen und Herren, auf einem Flohmarkt habe ich beiliegende Münze erworben und habe trotz vorhandener Literatur Probleme bei der Bestimmung. Können Sie mir in diesem Fall weiterhelfen?
Wolfgang P.

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Abbildung vergrößert


Redaktion. Es handelt sich um einen Schüsselpfennig des Bistums Speyer, geprägt unter dem Bischof Raban von Helmstatt (1300–1439). Er war ab 1430 auch Erzbischof von Trier.
Das Motiv im rechten Feld (heraldisch links) des gespaltenen Wappenschilds ist das Familienwappen des Bischofs. Es ist also ein redendes Wappen.

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