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Leserpost


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segelfliegen - epaper ⋅ Ausgabe 5/2019 vom 27.08.2019

Liebe Abonnenten, unsere Frage an Sie aus der letzten Ausgabe, ob Sie weiterhin das Magazin in der Folienverpackung geliefert bekommen möchten, ist sehr eindeutig ausgefallen: Fast alle Leser möchten das Magazin ohne Folienverpackung! Eine Auswahl an Zuschriften finden Sie in der Leserpost.
Wir machen gerne wieder den Versuch, unser Magazin ohne Verpackung zu versenden. Sollten zu viele Hefte beschädigt im Briefkasten liegen, müssten wir aber wieder auf die Folie zurückgreifen. Ihr segelfliegen team

Ausgabe 04/2019
Leserpost „Folienverpackung“
Der Meinung von Katharina Milke möchte ich mich gerne anschließen. Wir leben in einer Zeit, in der wir als Menschheit einem monströsen Problem wissend in die Augen schauen: Die Verschmutzung der Umwelt, speziell der Weltmeere durch Plastikmüll, die Verknappung der Ressourcen und der zunehmende CO2-Gehalt der Luft wird sich sehr wahrscheinlich bald zu einem die Menschheit bedrohenden Szenario auswachsen. Aus dem Grunde sollten gerade wir Segelflieger, die gelernt haben, „mit“ der Natur und ihren Kräften zu fliegen und die wissen, dass es „gegen“ die Natur niemals funktioniert, ein besonderes Augenmerk auf den Schutz unseres Planeten richten. Um Prof. Harald Lesch zu zitieren: Die Naturgesetze lassen nicht mit sich verhandeln.
Jede Kleinigkeit zählt bei dieser Herausforderung. Aus dem Grund ist es mir völlig unverständlich, warum Ihr Magazin seit einiger Zeit in Plastikfolie verpackt versandt wird. Das war früher nicht notwendig und ist es jetzt nicht. Und wenn das Heft einmal wirklich auf dem Postweg etwas in Mitleidenschaft gezogen würde – was eigentlich niemals der Fall war – so käme sicher niemand auf den Gedanken, Sie als Herausgeber dafür verantwortlich zu machen. Ich persönlich würde mich daher sehr darüber freuen, wenn Sie die Zeitschrift wieder klassisch mit Adressaufkleber vorn drauf verschicken würden. Und gerne auch auf umweltfreundlichem Papier mit ebensolchem Druckverfahren.
Oliver Hoppe, Zwiesel

Servus segelfliegen-Team, bitte stoppt das Versenden mit Plastik. Wir betreiben einen wunderschönen Sport und nutzen die Energie von Mutter Natur. Gleichzeitig wird das beste Magazin für Segelflug in Plastik verpackt?! Geht gar nicht!! Ich beziehe auch den „aerokurier“. Der kommt auch seit Jahren ohne Plastik. Zwar manchmal mit einem kleinen Knick. Aber am Ende vom Tag lesen wir das Magazin und stellen es nicht in die Vitrine!!

Bernd Schelter, Wunsiedel

Zeitschrift ohne Folie? Absolut JA! Besser noch: nur als recycelbare Elektronen, sprich als PDF downloaden!
Charly Giesen, Leinsweiler

In Bezug auf Ihre Anmerkung in der aktuellen Ausgabe (4/2019) spreche auch ich mich für einen plastikfreien Versand der Zeitschrift aus.
Gerrit Illenberger, Nattheim

Ich hätte diesegelfliegen Zeitschrift gerne ohne Verpackung.
Markus Full, Karlsfeld

Bei mir ist das Magazin bisher ohne Folie intakt angekommen und der Briefträger hat es auf den Briefkasten gestellt. Jetzt mit der Folie hat er es flugs in der Mitte „durchgebrochen“. Also den gegenteiligen Effekt erreicht, vielleicht weil er denkt „ist ja geschützt, kann ich knicken/falten, wie ich mag“.
Frederik Meysel, Braunschweig

Ich bin seit einigen Jahren Abonnent Ihres Magazins. Ihr Magazin ist für den Posttransport in Kunststofffolie eingeschweißt. Diese soll natürlich das entsprechende Exemplar vor Beschädigungen etc. auf dem Postweg schützen. Ich möchte Sie aber trotzdem bitten, mal darüber nachzudenken, ob diese Folienverpackung in der heutigen Zeit noch sinnvoll ist. Denken Sie dabei an den immer größer anfallenden Plastikmüll, der ja leider unter anderem auch die Meere extrem verschmutzt. Ich habe einige unterschiedliche Zeitschriften im Abo. Sehr selten waren diese durch den Posttransport beschädigt. Wenn Beschädigungen vorlagen, dann sind diese vermutlich erst beim Hineinstecken durch den Briefzusteller in meinem Briefkasten entstanden.
Christian von Fintel, Hamburg

Auch bei uns in der Familie wird viel über Umweltschutz gesprochen, und wir sind auch im Begriff, vieles zu ändern, bewusster mit Energie und Ressourcen umzugehen. Ich würde es begrüßen segelfliegen künftig ohne Folie zu bekommen.
Ingo Krahwinkel, Grünwald

Ich bin zwar auch gegen sinnlose Plastikverpackungen, aber in diesem Fall bin ich sehr froh über die Verpackung, weil unsere Briefkästen alles andere als wasserdicht sind. Leider lässt sich unser Vermieter bis dato nicht dazu überreden, dies zu ändern.

Meine persönliche Meinung zum Thema Müll: Ich gehe mit allen Stoffen, also Papier, Plastik und Alu, so weit möglich wiederverwertend um. Sollte dies nicht möglich sein, entsorge ich alles so, wie es vorgesehen ist. Ich fühle mich nicht verantwort- lich für unseren Plastikmüll im Meer, da ich nicht einmal das kleinste Bisschen achtlos wegwerfe. Wegen mir dürfen Sie also ihre wunderbare Zeitschrift weiter vor Nässe schützen.
Ingo Haller, Stuttgart

So dassegelfliegen magazin ohne Verpackung zur Auslieferung kommen wird, werde ich das Abo umgehend beenden. Ich bin nicht bereit ein Heft, welches doch nicht so ganz billig ist, 2 bis 3 Mal im Jahr ungelesen im Papiermüll zu entsorgen. Entsorgen deshalb, weil ich ungern verknitterte Titelseiten als auch Seiten, welche durch Auffächern im Postkasten als auch durch einhergehende Verschmutzung haben möchte (das steht einer Archivierung im Weg). Das erlebe ich bei der LVB-Mitgliederzeitung so 2 bis 3 Mal im Jahr. Lieber zahle ich ein paar Cent mehr für die Verpackung (Papierumschlag), als dass es ungelesen entsorgt wird.
Sicherlich bin auch ich für umweltfreundliches Verhalten. Nur die Mär der uns von welcher Seite auch immer vorgegebenen angeblichen Wiederverwertung des Plastikmülls ist die Verarsche hoch drei. Solange der Gesetzgeber nur eine 25 %-Verpflichtung zur Wiederverwertung an die Firmen gibt, wird sich da nichts ändern. Das absolut Paradoxe aber ist, das deutsche Müllverbrenner Plastikmüll aus England zukaufen, um Ihre Ofenlinien damit billiger auf Temperatur halten zu können. So Sie sich mit einem Betreiber mal unterhalten, erfahren Sie, dass die um jedes Plastikteil im Müll froh sind. Nur sagen trauen oder dürfen sie das nicht…
Dieter Fuchs, Piesenkofen

Katharinas Anregung möchte ich ausdrücklich unterstützen. Selbst wenn dann mal ein Heft mit Eselsohr im Briefkasten landen sollte. Beim Aerokurier funktioniert es ja auch. Plastikmüll lässt sich wirklich nicht besser vermeiden, als wenn man ihn erst gar nicht herstellt!
Wolfgang Kuhn, Siegen

Ausgabe 04/2019
Editorial
Bei Wettbewerben geht es darum, den besten Athleten einer Sportart zu ermitteln und die herausragendste Leistung zu würdigen. In einigen Sportarten werden dabei Wettkämpfe in unterschiedlichen Disziplinen, in Untersportarten ausgetragen. Sprint, Mittel- und Langstrecke erfordern unterschiedliche Fähigkeiten und Talente. Dass nicht einfach ein „Laufweltmeister“ ermittelt wird, macht Sinn. Die Grenze des Sinns unterschiedlicher Disziplinen ist überschritten, wenn die gleichen Fähigkeiten, das gleiche Talent und in der letzten Steigerung sogar das gleiche Training notwendig sind, um Bestleistungen in den verschiedenen Disziplinen zu erzielen…
Diese Einführung verdeutlicht, wie absurd die Situation im Segelflug ist. Niemand wird ernsthaft behaupten, dass jeweils unterschiedliche Fähigkeiten und Talente notwendig sind, um in der Club-, Standard-, 15-m-FAI, 18-m-, Offenen, 13,5-m- und Doppelsitzerklasse zu bestehen. Dass in all diesen Klassen parallel Meisterschaften ausgetragen werden, ist für die Außendarstellung unseres Sports ein großes Problem. Die Frage „Wer ist der beste Segelflieger?“ ist schlicht nicht zu beantworten, weil es keinen Wettbewerb gibt, in dem dieser ermittelt wird! Der Ausweg aus diesem Schlamassel ist im Breitensport die Indexwertung, wie sie im OLC und auch in der DMST schon immer angewandt wird. Dass in der DMST trotzdem in allen möglich Unterklassen Sieger gekürt werden, ist unsinnig. Und sind wir ehrlich: Niemand interessiert sich für diese „Sieger“!
Vor diesem Hintergrund die Einführung einer neuen Klasse „einsitzig geflogener Doppelsitzer“ zu fordern, ist ein schlechter Witz! Einsitzig fliegenden Piloten „Egomanie“ vorzuwerfen ist unverschämt und die (leistungsmindernde!?) Verantwortung für einen Mitflieger herauszustellen seltsam. Zum Glück sind wohl die wenigsten Piloten lebensmüde Harakiriflieger, die mutwillig ihr Leben für den DMST-Sieg in der Doppelsitzerklasse riskieren und dabei einsitzig fliegen, da der Rest Anstand, den sie in sich tragen, sie davon abhält, auch das Leben ihres Copiloten aufs Spiel zu setzen.

Martin Knops, Aachen

Korrigenda:
In der Ausgabe 04-2019 im Artikel „Der letzte Tag“ möchten wir Folgendes gerne berichtigen: Den besten Schnitt mit 132,39 km/h und auch die größte Distanz mit 406 km hatte Stefan Zlot von der Segelfluggruppe Bern auf einer ASW 27b erflogen. Da in der 15-m-Klasse aber mit Index gewertet wurde, reicht es ihm mit einem Handicap von 114 gegenüber dem Handicap 108 der LS 8 neo des Tagessiegers am Ende nur für Tagesplatz 4.

Wir freuen uns auf Ihre Zuschrift unter:bg@segelfliegen-magazin.de Leserzuschriften werden mit Namen und Wohnort veröffentlicht. Gegebenenfalls holt der Verlag eine Stellungnahme der Betroffenen ein. Auswahl sowie Kürzugen liegen im Ermessen der Redaktion.

Avioportolano 2019

REZENSION LUDWIG HASLBECK

Der „Avioportolano“ ist vor allem vielen Motorfliegern und Motorseglerpiloten, die einen fliegerischen Aufenthalt in Italien verbrachten, bekannt und für eine gute Flugvorbereitung ein Muss. Neben den Informationen zu den Flugplätzen wie Verfügbarkeit von Treibstoff usw., die auch eine übliches Luftfahrthandbuch bietet, enthält er darüber hinaus weiter interessante Informationen zu Übernachtungsmöglichkeiten, Verkehrsanbindung oder touristisch interessanten Orten, Hangarplätzen usw. Noch viel wichtiger, er berücksichtigt eine italienische Besonderheit: Die Mehrzahl der Flugplätze in Italien, die für die Allgemeine Luftfahrt genutzt werden können und allesamt im Avioportolano zu finden sind, sind sogenannte „Aviosuperfici“, meist in privater Hand oder im Besitz eines Vereins. In einem dichten Netz überziehen sie ganz Italien. Es gibt über 500 von diesen Flugfeldern. Ihre Struktur ist sehr unterschiedlich: Von Landefeldern für Gleitschirme bis hin zu Flugplätzen für Motor- und Segelflug mit einer hervorragenden Infrastruktur ist alles vertreten. Einziges Problem: Sie sind auf den offiziellen Karten von Jeppesen oder in der italienischen Luftfahrtkarte nicht eingezeichnet, auch das italienische Luftfahrthandbuch kennt sie nicht.

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Bildquelle: segelfliegen, Ausgabe 5/2019

In diese Lücke zielt der „Avioportolano“. Der Verlag von Guido Medici, einem passionierten Gyrocopterpiloten, listet in seinem 441 Seiten umfassenden Führer, der in regelmäßigen Abständen überarbeitet wird und sowohl auf Italienisch als auch auf Englisch verfügbar ist, neben den „offiziellen“ Plätzen auch all diese Plätze auf und bietet neben einem Foto des Platzes und einer Anflugskizze ein „Rundum-Informationspaket“. Zum Buch gibt es eine Karte, die, bedeutend übersichtlicher als die offizielle Luftfahrtkarte, die wichtigsten Luftraumstrukturen und vor allem die Lage der „aviosuperfici“ sowie wichtige Zusatzinformationen auf einen Blick bietet.
Damit zum Nutzen des „Avioportolano“ für Segelflieger: Diese Karte ist, wie der Führer, für sie interessant: Zum einen sind eine ganze Reihe von Plätzen, auf denen auch Segelflug betrieben wird, zu finden, wie etwa Enemonzo in den Dolomiten oder auch San Mauro bei Udine, wo intensiver Segelflugbetrieb inklusive Schulung stattfindet und auch Schleppmöglichkeiten angeboten werden; interessant etwa für Piloten, die einen Wandersegelflug oder ein Fliegerlager mal abseits von den bekannten Plätzen wie Varese, Alzate Pavullo oder Rieti planen. Zum anderen lässt sich der Führer, vor allem aber die Karte, als Außenlandekatalog benutzen, der ein relativ dichtes Netz von sicheren Landemöglichkeiten bietet. Neu ist, dass alle verfügbaren Informationen nun auch mit einigen Navigationsprogrammen kompatibel sind, wie etwa Sky Demon oder Sky Map. Viele Daten sind frei zu haben. Natürlich gibt es auch eine App. Und wenn es Probleme gibt, helfen Guido Medici, der Herausgeber, und sein Team gerne weiter.

Konakt: www.avioportolano.it Hier finden sich alle Produkte des Verlags, ebenso die Kooperationspartner, die Daten von Avioportolano beziehen und kompatibel sind.

Ülis Segelflugbedarf GmbH übernimmt Deutschlandvertrieb für LX Navigation

Mit Wirkung zum 01.07.2019 übernimmt Ülis Segelflugbedarf GmbH aus Gedern den alleinigen Vertrieb für Deutschland für alle Produkte des in Segelflugkreisen bekannten und beliebten Instrumentenherstellers LX Navigation aus Slowenien. Die beiden Geschäftsführer Sylvia „Üli“ Böhnisch und Nik Salej haben im Juni die entsprechenden Verträge unter zeichnet.
Durch die Zusammenarbeit wird das Produktportfolio von Ülis Segelflugbedarf strategisch erweitert. Beide Seiten erwarten positive Effekte durch die gute Erreichbarkeit und den bekannt guten Service bei Ülis. Kurze Lieferzeiten ab Lager Gedern für gängige Produkte sind sichergestellt, der Webshop wird in den nächsten Wochen mit Rechnersystemen und Variometern etc. gefüllt.

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Bildquelle: segelfliegen, Ausgabe 5/2019

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