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LG 55SM8500PLA: Günstige OLED-TV-Alternative?


Digital Tested - epaper ⋅ Ausgabe 1/2020 vom 28.02.2020

Angesichts von LGs exzellenten OLED-TVs wie den Modellen der B9-, C9- und E9-Serien vergisst man schnell, dass im dreistelligen Preisbereich die LCD-TV-Technik nach wie vor den Markt dominiert.


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Bildquelle: Digital Tested, Ausgabe 1/2020

Mit dem 55SM8500 testen wir ein preisgünstiges LCD-Einstiegsmodell, das dennoch nicht mit 100-Hz-Technik geizt. Der Versuch, den LCD-Fernseher möglichst schlank und aus einem Guss erscheinen zu lassen und den Bildrahmen auf ein Minimum zu beschränken, kann sich sehen lassen: Wirft man nur einen fl üchtigen Blick auf den 55SM8500, könnte man den LCD-TV durchaus mit deutlich teureren OLED-TVs verwechseln. Dass es ...

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... sich um ein preisgünstiges TV-Modell handelt, erkennt man erst an Details. So dominiert bei diesem Fernseher Kunststoff , während Metallblenden äußerst sparsam eingesetzt werden. Dieser Umstand fällt durch die Oberfl ächenstruktur bei wohnzimmerüblichen Sitzabständen nicht weiter auf, doch beim ersten Aufb au versprüht der 55SM8500 kein Premiumgefühl. Im Gegensatz zu LGs besten LCD- und OLED-TVs fehlen in dieser Preisklasse auch vollwertige HDMI-2.1-Anschlüsse, der Bildprozessor ist etwas leistungsschwächer, was sich bei der Bildnachbearbeitung bemerkbar macht und Sie müssen sich mit Single-Tunern zufrieden geben. Verglichen zu den Möglichkeiten, die LG in der 1500-Euro-Preisklasse bietet, mag das äußerst negativ klingen, doch innerhalb seiner Preisklasse ist der 55SM8500 mehr als konkurrenzfähig. Im Gegensatz zu den preislich vergleichbaren LCD-TVs wartet der 55SM8500 mit echter 120-Hz-Technik auf und weist die 60-Hz-LC-Displays gekonnt in die Schranken. Entweder können Sie Videoquellen über die Zwischenbildberechnung in verbesserter Bewegtbildschärfe bewundern oder Sie nutzen einen leistungsstarken PC, um in 1 440p- oder 1 080p-Qualität eine echte 120-Hz-Zuspielung umzusetzen.

Fernbedienung und Design

Mit der Magic Remote meistern Sie alle Smart-TV-Anforderungen: Neben der Mauszeigersteuerung erleichtert das praktische Scrollrad das Navigieren


Metallblenden, aber größtenteils Kunststoff (auch Standfüße) • Standfußfl äche: ca. 108 × 23 cm • Display drehbar: nein • Lichtsensor: ja


HDMI-2.0-Standard

Während LGs beste Fernseher mit brandneuen HDMI-2.1-Schnittstellen protzen, ist im 55SM8500 klassische HDMI-2.0-Technik verbaut, doch immerhin spendiert LG dem Fernseher vier gleichwertige Eingänge, die sich auch für 4K-60-Hz-HDR-Signale einer PS4 Pro und Xbox One X eignen. 4K-120-Hz-Signale werden dagegen nicht über HDMI unterstützt (nur über USB via Mediaplayer) und eine variable Bildfrequenzanpassung nach HDMI-VRR-Standard lässt sich mit diesem Fernseher ebenfalls nicht umsetzen. Immerhin schaltet der 55SM8500 automatisch in den Spielmodus (ALLMFunktion), sobald ein Spiel von passender Quelle gestartet wird. TV-Fans können auf die umfangreichen Tuner-Funktionen und Streaming-Angebote zurückgreifen, sogar eine Bild-in-Bild-Wiedergabe ist an Bord, um eine TV- und externe HDMI-Quelle zeitgleich abzubilden. Schließen Sie USBFestplatten an, können Sie die Programmaufzeichnung und Time-Shift nutzen, mangels Twin-Tuner-Unterstützung können Sie während der Aufnahme aber nicht den Sender wechseln.
Dass die Tonqualität mit diesem Fernseher durchaus überzeugen kann, liegt weniger am neuen AI-Tonmodus, der die Wiedergabe künstlicher und blecherner erschallen lässt. Nutzen Sie stattdessen die Tonabstimmung über das Mikrofon der Fernbedienung und den Musikmodus, überzeugt die Wiedergabe umso mehr. Der 55SM8500 ist nicht nur zu Dolby-(Atmos)-Quellen, sondern auch zu DTS-Tonsignalen kompatibel. Wollen Sie den Ton zur Soundbar oder zum AV-Receiver weiterleiten, können Sie die ARC-Funktion am HDMI-Eingang Nummer 2 verwenden. Mangels eARC-Unterstützung werden Dolby-Atmos-True-HD-Signale (z. B. Bluray-Quelle) ins Dolby-Digital-Plus-Format gewandelt, um die Atmos-Weiterleitung zu ermöglichen. Durchaus reizvoll ist die Unterstützung des WiSA-Standards, um eine drahtlose Surround-Kette im Wohnzimmer aufzubauen. An Smart-TV-Funktionen mangelt es dem Fernseher ebenfalls nicht: Die wichtigsten Apps werden in HDR10- und Dolby-Vision-Qualität sowie 4K-Aufl ösung unterstützt und Apple-Nutzer können das Streaming via Airplay einrichten und die Apple-TV-App installieren. Selbst ohne Videoquellzuspielung kann sich der 55SM8500 in Szene setzen: Im Galeriemodus können Sie Kunstwerke wiedergeben und dies dank Edge-LED-Beleuchtung vergleichsweise energieeffi zient. Somit lässt sich der Fernseher auch als digitaler Bilderrahmen zweckentfremden.

LCD-Monitorniveau

Die Bildausleuchtung erfolgt bei diesem LCD-Fernseher über eine einzige LED-Leiste an der Bildunterkante. Zwar integriert LG eine Local-Dimming-Funktion, doch ist diese auf etwa sechs LED-Felder (Spalten) beschränkt und die dynamische Helligkeitsanpassung je nach Bildsignal arbeitet nach vergleichsweise primitiven Spielregeln. Insbesondere mit HDR-Quellen neigten die LED-Zonen zum unkontrollierten Flackern: Entweder waren dunkle Bereiche störend aufgehellt oder der TV provozierte Detailverluste. Besser macht es der 55SM8500, wenn Sie jede Möglichkeit der Signalkontrastanpassung nutzen, das LED-Dimming in der Intensität reduzieren oder gänzlich abschalten und die Raumlichthelligkeit erhöhen, denn auf diese Weise lassen sich die Schwarzdarstellungsschwächen gekonnt kaschieren. Zumindest beim Signalabgleich erübrigt sich jede Kritik: LG erlaubt es, Standard-HDRSignale über eine zielgerichtete Kontrastoptimierung ohne Detailverluste zu optimieren, was sogar im Spielmodus funktioniert. Optional schalten Sie auf den HDR-HGIG-Modus mit PS4 und Xbox One um und erledigen die Bildanpassung für helle und dunkle HDR-Bildbereiche über die Konsoleneinstellungen. Filmfans können Dolby-Vision-Signale abspielen und auch in diesem Fall bietet der Fernseher überdurchschnittlich viele Anpassungsmöglichkeiten, um das Bild auf den jeweiligen Raum oder Sehgeschmack abzustimmen. Farblich neigt der Fernseher in neutralen Voreinstellungen nicht zur Übertreibung, die gelbstichige Farbtemperaturvorgabe bedarf allerdings einer manuellen Korrektur. Störende Nachzieheff ekte sind dem verbauten IPS-LCD-Panel fremd, sodass Sie auch bei schnellen Bildbewegungen keine Artefakte zu befürchten haben. Eine zu starke Rauschminderung kann das Bild aber störend gefi ltert erscheinen lassen und die Zwischenbildberechnung Trumotion neigt zu Artefakten. Die Bildausleuchtung gelingt in Anbetracht der eingesetzten Mittel überzeugend, eine leichte Schattenbildung lässt sich aber nicht gänzlich vermeiden.

XXL-Ausstattung

Hält man sich vor Augen, dass Sie in dieser Preisklasse häufi g mit 60-Hz-Technik und einer mangelhaft en HDR-Bildabstimmung abgespeist werden, kann der 55SM8500 im direkten Vergleich viele Pluspunkte sammeln. Auch die Smart-TV-Unterstützung ist tadellos und viele Sonderfunktionen machen aus diesem Fernseher ein rundum gelungenes AV-Paket. Aufgrund der eingeschränkten Leistungsreserven können wir den 55SM8500 aber nur für klassische SDRQuellen empfehlen. In Summe erzielen Sie mit dem 55SM8500 eine Wiedergabequalität auf klassischem Monitorniveau, was für viele Anwender sicher gut genug sein dürfte.

Bildeinstellungen

Voreinstellungen „Lebhaft “ und „Sport“ mit zu künstlicher Kontrast- und Schärfeabbildung. Kino, Spiel, Technicolor oder ISF liefern eine gute Ausgangsbasis für eine normgerechte Bildwiedergabe. Einsteiger wählen alternativ Standard. HDR-Eff ekt-Modus mit zusätzlicher Kontrastverstärkung


Über die Hintergrundbeleuchtung steuern Sie die Leuchtintensität. Die an der Bildunterkante installierten LEDs strahlen nach oben und lassen sich in etwa sechs Spalten dimmen. Der Eff ekt wird über die Local-Dimming-Einstellung beeinfl usst. Treten Flackereff ekte auf, sollten Sie darauf verzichten


Fehlerhaft von LG beschrieben: Der Helligkeitsregler steuert nicht die gesamte Bildhelligkeit, sondern die dunklen Bildbereiche. Höhere Werte als 50 sorgen für eine Aufh ellung, geringere Werte als 50 für eine Abdunklung. Die Einstellung AI-Helligkeit ist nur mit HDR-Quellen verfügbar


Der Schärferegler des Fernsehers verstärkt vornehmlich den Pixelkontrast, was eine klassische Kantennachschärfung erschwert (im PC-Modus abweichend). Abhilfe schaff en hier die zusätzlichen AI-Bild- und Super-Resolution-Regler


Neben dem HDR-Eff ektmodus können Sie manuell eine künstliche Kontrastverstärkung hinzuschalten, um die Kontrastschwächen zumindest subjektiv zu kaschieren. Übertreiben Sie es mit dieser Einstellung, kommt es zu Detailverlusten und einer künstlich harten Bildwiedergabe


Die Farbumfang-Einstellung „automatisch“ stellt sicher, dass SDR- und HDR-Quellen natürlich wiedergegeben werden. Wollen Sie SDR-Quellen satter wiedergeben, sollten Sie den Farbraummodus „breit“ ausprobieren: Satte Farbbereiche werden deutlicher verstärkt als zum Beispiel Hauttöne


Preisklassenuntypisch ist im 55SM8500 ein 120-Hz-Panel verbaut. Spielen Sie klassische Videosignale zu, benötigen Sie die Zwischenbildberechnung Trumotion für eine verbesserte Bewegtbildschärfe. PC-Spieler können alternativ auf eine echte 120-Hz-HDMI-Zuspielung zurückgreifen


4K-HDR-Quellen erfordern eine Anpassung des jeweiligen HDMI-Eingangs, was ebenso wie die Geräteerkennung meist automatisch vollzogen wird. Im Gegensatz zu den besten LG-TVs kommt im SM8500 nur HDMI-2.0-Technik zum Einsatz


Der Spielmodus ist Pfl icht, wenn Eingabebefehle reaktionsschnell umgesetzt werden sollen. Dank ALLM wechselt der TV automatisch in diesen Modus. Motion Pro sorgt für ein störendes LED-Flackern und die Bildhelligkeit wird reduziert, was aber die Bewegtbildschärfe befl ügelt


Im Spielmodus ist die Eingabeverzögerung äußerst gering, sodass sich auch Shooter präzise steuern lassen. Es spielt dabei keine Rolle, welche Auflösung die Spielkonsole bereitstellt. Im TV-Modus deutliche Verzögerung von rund 85 ms


PC- und Xbox-One-X-Spieler haben weitere Ausgabeoptionen: der 55SM8500 unterstützt eine 120-Hz-Signalannahme in HD- oder 1 440p-Aufl ösung. HDMI-VRR- oder G-Sync-Funktionen werden nicht unterstützt, hier müssen Sie auf teurere LG-Top-TV-Modelle ausweichen


Um Bildinhalte ohne störenden Beschnitt anzuzeigen, sollten Sie die Bildformateinstellungen überprüfen (Original, Just Scan: ein). Alternativ können Sie den Bildinhalt in Höhe und Breite verzerren oder über Voreinstellungen stauchen


Bilder: © Kirsty Pargeter - Fotolia.com, Auerbach Verlag, LG

Bilder: Auerbach Verlag