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LG OLED77Z29LA


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HDTV Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 5/2022 vom 30.09.2022

Preis: 14 999 Euro • Bildgröße: 77 Zoll (auch erhältlich in 88 Zoll) • Maße: 171,7 × 104,4 × 3,2 cm • Gewicht: 43,4 kg • Bauweise: OLED • Auflösung: 7 680 × 4 320 Bildpunkte • Stromverbrauch: ca. 125 – 640 Watt

Mit den 4K-OLED-Modellen C2 und G2 deckt LG nahezu alle Größenklassen zwischen 42 und 97 Zoll ab und bietet eine sehr gute Preis-Leistung. Kann sich der 8K-OLED-TV Z2 mit vierfacher 4K-Pixelanzahl da noch entscheidend absetzen?

Während LG gerade bei den C2-Modellen auf eine neue Leichtbauweise setzt und ein 77C2 beispielsweise weniger als 25 Kilogramm auf die Waage bringt, fällt der 77Z2 mit mehr als 40 Kilogramm deutlich wuchtiger aus. Dafür vermittelt das Gehäuse des Z2 ein Premiumgefühl, das sich auch bei der beiliegenden Fernbedienung fortsetzt. Die Funktionalität inklusive Mauszeigersteuerung über Handbewegungen und ein Scrollrad sind zwar von der regulären Version der LG Magic Remote ...

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... bekannt, doch das Metallfinish der Z2-Fernbedienung erscheint deutlich hochwertiger. Einzig eine Tastenbeleuchtung haben wir vermisst. Sollte die Verbindung zwischen Fernbedienung und Fernseher einmal nicht wie gewünscht automatisch ablaufen, können Sie durch das Gedrückthalten der Haus- und der Zahnradtaste die Kopplung manuell aktivieren.

Geheime Einstellungen

Obwohl sich LG um eine möglichst eingängige Bedienung bemüht, sind einige Funktionen des Z2 gut versteckt. Halten Sie beispielsweise die Taste „0“ der Fernbedienung gedrückt, gelangen Sie in eine Schnellauswahl, um unterschiedliche Quellen und Apps noch bequemer aufzurufen. Apropos bequemer: Einige Tasten des Fernsehers sind doppelt belegt und geben nach einem langen oder mehrmaligen Tastendruck weitere Optionen preis. Halten Sie die Zahnradtaste gedrückt, springen Sie direkt in die detaillierten Einstellungen des Fernsehers und halten Sie die „Zurück“-Taste gedrückt, schließen Sie sämtliche Einblendungen. Durch ein mehrmaliges Drücken der Stummschalttaste gelangen Sie in ein geheimes Untermenü, in dem Sie beispielsweise die LG-Logo-Einblen- dung bei TV-Start deaktivieren können. Wollen Sie hingegen die Bildhelligkeit des OLED-Displays manuell einstellen und die automatische Lichtsensorsteuerung umgehen, finden Sie unter „System“, „Allgemein“, „OLED-Pflege“ und „Selbstpflege des Geräts“ die passende Energiespareinstellung. Tipp: Über die Zahnradtaste werden die wichtigsten Einstellungen übersichtlich am Bildschirmrand eingeblendet und Sie gelangen direkt in die Einstellungen zur „OLED-Pflege“. Bearbeiten Sie hingegen die eingeblendeten Symbole, haben Sie die Möglichkeit, eine Vorauswahl zu deaktivieren und eine neue Funktion hinzuzufügen. Eine Empfehlung ist die Bildschirm-Aus-Option, mit der Sie Hörspiele über die TV-Lautsprecher wiedergeben können, während das OLED-Display abgeschaltet wird. Videospieler profitieren vom praktischen Gaming-Menü, das sich über die Einstellungstaste öffnet, sobald Sie den Spielmodus des Fernsehers aktivieren (alternativ ebenfalls über Schnellauswahl zugänglich).

Quick Check

Anschlüsse: 4×HDMI (8K 60 Hz HDR oder 4K 120 Hz HDR), 1x eARC (HDMI 2), 3×USB (CI+), 1 × Netzwerk (oder WLAN), kein analoger Videoeingang, 1 × digital optisch Audio, Kopfhörer nur über Bluetooth

Gaming-Funktionen: 8K in HDR mit bis zu 60 Hz oder 4K in HDR mit bis zu 120 Hz und Dolby Vision, VRR, Freesync, G-Sync, ALLM, 1 440p-Support, HGiG, Input Lag: ca. 13 ms (60 Hz), ca. 6ms (120 Hz)

Tuner-Funktionen: Twin-Tuner für DVB-S/-C/-T, Unicable-Support, 1×CI (alternativ USB-Ci+ Support), Festplattenaufnahme über USB (Aufnahme und Senderwechsel), Time-Shift

Streaming-Apps: Netflix, Amazon Video, Disney+, Apple TV, Airplay, Youtube (inklusive AV1-Decoding, aber zum Testzeitpunkt noch kein 8K-Support), Sky, DAZN, Rakuten TV u. v. m.

HDR- und Audio-Formate: HDR10, HLG, Dolby Vision (IQ Precision Detail), kein HDR10+, Dolby Digital, Dolby Atmos, kein DTS, kein DTS:X, Mehrkanal-PCM nur über eARC (Modus: durchlaufen), WiSA-Lautsprecherunterstützung

HIGHLIGHT GAMING-REFERENZ

Ergänzt wird diese Option von einer versteckten Signalanzeige, die Sie durch mehrfaches Drücken der grünen Taste aktivieren. Wollen Sie hingegen externe Quellen, Netzwerkgeräte oder USB-Festplatten einrichten und einsehen, dann sollten Sie im Homescreen Ausschau nach dem Home Dashboard halten. PC-Nutzer können hier innerhalb der HDMI-Anschlussoptionen einen PC-Eingangsmodus aktivieren, um eine bessere RGB-Wiedergabe zu erzielen.

Noch einfacher lässt sich das Home Dashboard aufrufen, indem Sie die Taste zur Eingangswahl gedrückt halten.

Alles integriert

Wie die C2- und G2-Modelle bietet auch der Z2 vier vollwertige HDMI-2.1-Eingänge und LGs aktuelles Alpha9-Gen5-Bildprocessing. Die meisten Streaming-Anbieter werden in Dolby-Vision- und Dolby-Atmos-Qualität unterstützt und Videospieler profitieren von einer 4K-120-Hz- und 8K-60-Hz-Unterstützung über alle vier HDMI-2.1-Eingänge. Aufgrund der 8K-Displayauflösung (vierfache 4K-Pixelanzahl) muss der Z2 nahezu sämtliche Eingangssignale interpolieren. Zum Testzeitpunkt wurden 8K- Videos im Youtube-Player nur in 4K-Auflösung verarbeitet und hochgerechnet, was sich durch ein späteres Softwareupdate ändern dürfte. LGs Upscaling präferiert eine Kantenglättung und der Schärferegeler verstärkt den Pixelkontrast.

Dadurch vermeidet der Z2 selbst mit 720p-TV-Inhalten einen störenden Pixeleffekt und das Gesamtbild erscheint stets ansehnlich. Die Super-Resolution-Nachbearbeitung, die feinste Details nachschärft, zeigte im Test leider kaum eine Wirkung. Wer hingegen die tatsächliche Eingangsqualität bewerten möchte, der sollte auf den Spielmodus wechseln, in dem die dominante Kantenglättung deaktiviert wird. Die integrierten Lautsprecher erfüllen zwar ihren Zweck und der Z2 klingt ähnlich voluminös wie hochwertige 4K-Fernseher, angesichts des Preispunkts ist es aber etwas ernüchternd, dass LG nicht mehr Lautsprecher-Innovationen im XXL-Gehäuse des Z2 verbaut. Sollten der Ton gerade mit Internetvideos zu leise erschallen, können Sie durch einen Wechsel der Tonoptionen Abhilfe schaffen. Die AI-Einstellung hebt leise Tonspuren beispielsweise deutlich an, doch wer bei hoher Lautstärke hört, wird mit den gängigen Tonvoreinstellungen eine natürlichere Tonwiedergabe erzielen. Dank eARC-Weiterleitung ist der Z2 ideal mit einer Soundbar kombinierbar, dabei sollten Sie lediglich beachten, dass sich DTS-Tonsignale nicht über den Fernseher weiterleiten lassen (PCM-Wandlung empfohlen). Der praktische WiSA-Standard für eine drahtlose Mehrkanal-Lautsprecher-Übertragung wird leider nur von wenigen Audioherstellern unterstützt.

OLED-Panel-Vergleich

Während im 4K-OLED-Segment die Preise gleichmäßig ansteigen, nehmen die Kosten für 8K sprunghaft zu. Der Grund: Die vierfache 4K-Auflösung des Z2 bedeutet, dass sich mehr als 100 (!) Millionen OLED-Subpixel über die Bildfläche verteilen. Die Pixeldichte des 77Z2 ist sogar noch etwas höher als beim C2-Modell in 42 Zoll. Doch was leisten die einzelnen 8K-OLED-Pixel im Vergleich zu den günstigeren 4K-OLEDs? Unsere Spektrallichtmessung offenbarte beim Z2 eine Farblichterzeugung, die nicht mit den aktuellen evo- bzw. EX-OLED-Panels vergleichbar ist. Dennoch treibt LG die OLED-Pixel etwas leuchtstärker als bei den C2-Modellen an, während der G2-OLED das leuchtstärkste OLED-Topmodell von LG bleibt.

Dennoch kann der Z2 unter Praxisbedingungen etwas heller als der G2 erscheinen, denn die Flächenhelligkeit flacht weniger stark ab und größere Leuchtflächen können mehr Punch aufweisen. Die Bildausleuchtung des Z2 war im Test allerdings nicht perfekt, sondern es zeigten sich leichte vertikale Schatteneffekte und Farbtemperaturabweichungen. Das 8K-OLED-Panel lieferte im Test zudem eine schlechtere Energiebilanz als die 4K-OLED-Modelle, sodass Sie statt eines 77Z2 beispielsweise einen 77C2 und 42C2 oder einen 55G2 und 65G2 in Kombination betreiben könnten. Darüber hinaus zeigte das 8K-OLED-Panel leichte Defizite in Bereichen nahe Tiefschwarz, sodass wir hinsichtlich einer bestmöglichen

HDR-Bildwiedergabe keine eindeutigen Vorteile gegenüber den besten 4K-OLED-Modellen erkennen können. Zur Hochform läuft der Z2 mit 8K-Zuspielung auf, die beispielsweise über PC-Grafikkarten möglich ist. Hier erreicht der Z2 eine bessere Detailwiedergabe als viele LED-LCD- bzw. QLED-TVs, selbst wenn diese ebenfalls eine 8K-Auflösung aufweisen. LG verzichtet beim Z2 auf einen unnötigen Pixelrastereffekt und der XXL-OLED zeigt 8K-Signale klar und unverfälscht. Davon profitiert auch eine Fotowiedergabe über den integrierten Mediaplayer. Kurzum: Wenn Sie eine pixelgenaue 8K-Wiedergabe anstreben, werden Sie mit dem Z2 Qualitätsvorteile gegenüber anderen 4K- und 8K-Fernsehern erkennen, solange der Sitzabstand zur Bildfläche minimal ausfällt (weniger als 1,5 Meter Abstand für 8K-Bildbetrachtung empfohlen).

Referenz für 8K

Der Z2-OLED-TV vermittelt ein echtes Premiumgefühl und LG treibt das OLED-Panel hinsichtlich der Flächenhelligkeit noch ein wenig stärker an, als es beispielsweise bei den C2-Modellen der Fall ist. Insgesamt hält LG mit dem Z2 das insgesamt sehr hohe OLED-Qualitätsniveau und versucht die Lücke zu den aktuellen 4K-OLED-EX-Panels bestmöglich zu schließen, sodass sich der Z2 unter Praxisbedingungen ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit den G2-Modellen liefert. Mit 8K-Inhalten blüht der Z2 sichtbar auf und kann sogar 8K-LED-LCD-Mitbewerber durch eine pixelperfekte Wiedergabequalität distanzieren. Derartige Quellen sind abseits von Fotos aber noch rar gesät und Internetvideos leiden oftmals unter einer starken Komprimierung. Erst mit Hochleistungs-PCs zeigt sich, was wirklich im Z2 steckt. Wer mit einem neuen Fernseher das Tor zur TV-Zukunft aufstoßen möchte, der findet mit dem 8K-OLED-Modell Z2 von LG ein Technikstatement, an dem sich alle zukünftigen 8K-Fernseher messen lassen müssen.

CHRISTIAN TROZINSKI

Test: LG OLED77Z29LA