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Licht am Horizont


ColorFoto - epaper ⋅ Ausgabe 9/2018 vom 08.08.2018

Himmelskörper sind sie alle, doch aus fotografischer Sicht liegen Welten zwischen dem Mond, der Sonne und weiter entfernten Sternen. Völlig unterschiedlich sind nicht nur die Wirkungen, die diese Gestirne im Bild entfalten, sondern auch die aufnahmetechnischen Herausforderungen, die sie mit sich bringen. Praktische Tipps dazu bieten wir Ihnen auf den folgenden Seiten.


Artikelbild für den Artikel "Licht am Horizont" aus der Ausgabe 9/2018 von ColorFoto. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Fotos: Siegfried Layda (oder anders angegeben)

Sony A7R | 17 mm | ISO 800 | f/4 | 25 s

Lichtzeichen
Hier wölbt sich der ...

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Lichtzeichen
Hier wölbt sich der prächtige südliche Sternenhimmel über die Landschaft am südlichsten Punkt Afrikas, dem Kap Agulhas. Zunächst sah es am Horizont nach Lichtverschmutzung aus, aber dann leuchtete der aufgehende Vollmond durch die Nebelbank und bereicherte die Szene. Zusätzlich wurde die unmittelbare Umgebung mit Taschenlampe und Warmtonfolie aufgehellt.

Karl Stechl, Autor


KOMMENTAR
Ohne Licht kein Foto. Die Sonne, als der Erde nächster Stern, liefert Licht im Überfluss, während viel weiter entfernte Sterne eher Funzeln sind. Man braucht lichtstarke Objektive und extrem lange Belichtungszeiten, um sie im Foto zum Leuchten zu bringen. Wobei es in diesem Beitrag nicht um Astrofotografie im wissenschaftlichen Sinn geht. Stattdessen zeigen wir Ihnen, wie man die Sonne nicht nur als Himmelslicht verwendet, sondern selbst zum Motiv macht. Und wie Mond und Sterne zum Eyecatcher bei Landschafts- und Architekturaufnahmen werden. Manchmal geht das nicht ohne Tricks wie Mehrfachbelichtung und Composing. Nicht Effekthascherei ist dabei das Ziel, sondern eine erweiterte Sicht auf die Realität mit fotografischen Mitteln. Nur der Himmel selbst setzt dabei die Grenze.

Gruppendynamik
Die Szene auf Mallorca erforderte rasches Handeln, denn die untergehende Sonne war dabei, hinter einer Wolkenbank zu verschwinden. Die unterschiedliche Aufmerksamkeit der einzelnen Gruppenmitglieder gegenüber dem Naturschauspiel macht zum großen Teil den Reiz dieser Aufnahme aus.


Sony A6000 | 45 mm/KB (16-50 mm) | ISO 100 | f/11 | 1/100 s

Sonnensterne

Um einen Sonnenstern zu erzeugen, ist starke Abblendung notwendig. Bild 1 wurde mit Vollformatkamera, 17-mm-Weitwinkel und Blende 11 fotografiert; die Strahlen wirken ziemlich verwaschen. Bei Bild 2 (Blende 22) ist der Stern dagegen klar definiert. Die acht Strahlen entsprechen den acht Blendenlamellen des Objektivs. Ist die Anzahl der Blendenlamellen ungerade, verdoppelt sich die Anzahl der Strahlen im Vergleich zu den tatsächlich vorhandenen Blendenlamellen wie in Bild 3 (Blende 22, 7 Blendenlamellen, 14 Strahlen).

1


2


3


Canon EOS-1Ds Mk II | 500 mm | ISO 100 | F/11 | 1/160 s

Totale Sonnenfinsternis
Wenn der Mond die Sonne komplett abdeckt, nennt man das eine totale Sonnenfinsternis – wie hier am 29. März 2006, aufgenommen im türkischen Antalya. Die ersten bzw. letzten Sonnenstrahlen, die durch die Täler der Mondgebirge fallen, erzeugen den „Diamantringeffekt“.


Sonnenball
Eine Haferrispe im Gegenlicht und die untergehende Sonne. Diese wird aufgrund der Offenblende und Fokussierung auf den Nahbereich zum Feuerball mit weichen Konturen. Ein Zwischenring (Kenko) machte das 35-mm-Objektiv nahaufnahmetauglich.


Sony A7R II | 400 mm (70-400 mm) | ISO 100 | f/5,6 | 1/200 s | ND 1,8 (6 Blenden)