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LICHT IM GARTEN


Landlust - epaper ⋅ Ausgabe 6/2018 vom 17.10.2018

Licht macht an kurzen Wintertagen und an langen Sommerabenden den Garten auch im Dunkeln erlebbar.


Artikelbild für den Artikel "LICHT IM GARTEN" aus der Ausgabe 6/2018 von Landlust. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Landlust, Ausgabe 6/2018

Kerzenschein taucht die Terrasse in stimmungsvolles Licht. Der Herrnhuter Stern leuchtet im Advent.


Mit Außenleuchten ist der Garten auch am Abend nutzbar.


Kerzenlicht auf der Terrasse, Fackeln und Feuerschalen erfreuen auch in der dunklen Jahreszeit als Fensterblick im Haus. Solche Lichtquellen mit offenem Feuer erzeugen eine heimelige Stimmung, doch sind sie nicht geeignet, den Garten bei Dunkelheit zu beleuchten. Bei einer dauerhaften Beleuchtung im Garten unterscheidet man zwischen funktionalem Licht für ...

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... Wege und Treppen und stimmungsvollem Licht für eine besondere Atmosphäre zu bestimmten Anlässen.

Ausleuchten oder Akzente setzen

Funktionales Licht dient der Sicherheit und Orientierung. Auf gut ausgeleuchteten Wegen und beleuchteten Stufen kann man gefahrlos zum entfernt im hinteren Gartenteil liegenden Kompostplatz oder zum Gemüsebeet gehen.

Die stimmungsvolle Beleuchtung hingegen soll Akzente setzen, jedoch nicht den Garten bei Nacht taghell erleuchten. Auch bei Licht gilt die Gestaltungsregel: Weniger ist mehr. Licht wirkt nur in Verbindung mit Schatten oder Dunkelheit.

Was beleuchten?

Für eine gestalterische Beleuchtung stellen sich folgende Fragen: Welches sind die Sichtachsen und wichtige Blickrichtungen im Garten und welche Elemente/ Pflanzen möchte ich beleuchten? Blickfänge wie ein großer Baum mit schöner Krone, eine Amphore am Ende einer Blickachse oder die raue Hauswand aus Bruchsteinen können zu besonderen Anlässen beleuchtet werden und den Garten bei Dunkelheit erlebbar machen.

Was sehe ich vom Fensterplatz drinnen im Winter oder von der Terrasse am Abend und möchte es beleuchten, damit man nicht ins Schwarze blickt.

Wie beleuchten?

Um Pflanzen möglichst natürlich zu beleuchten, benötigt man warmweißes Licht mit bis zu 3 000 Kelvin. Kelvin ist die Maßeinheit für die Farbtemperatur und gibt Auskunft darüber, ob das Leuchtmittel eher gelblich-warmes oder bläulichkühles Licht abgibt.

Die warme Lichtfarbe hat eine niedrige Kelvinzahl, eine kalte Lichtfarbe hingegen eine hohe Kelvinzahl. 2 700 bis 3 000 Kelvin entsprechen etwa dem natürlichen Licht eines Sonnenuntergangs. Ein gewisser Abstand der Lichtquelle zu den beleuchteten Pflanzen ist notwendig, damit es nicht zu hell wird. Dicht am Baumstamm kann man außergewöhnliche Borken ansprechend in Szene setzen. Mit mindestens 20 Zentimeter Abstand vom Stamm lässt sich die Krone beleuchten und zu besonderen Anlässen inszenieren. Kleine Spots dürfen nah an der Staude oder dem Gras platziert werden, sodass sie schräg von unten nach oben durch die Blütenstände oder Blätter leuchten. Manche Gartengestalter bieten dazu vor Ort eine Probebeleuchtung an. Bei der Beleuchtung einer rauen Fassade hingegen muss die Leuchte nah an die Wand heran, sonst sind die Strukturen nicht sichtbar. Eindrucksvoll ist auch hier die punktuelle Beleuchtung, nicht komplette Wände anstrahlen. Eben in den Boden eingelassene ungerichtete Bodenstrahler sollten äußerst zurückhaltend eingesetzt werden. Sie blenden und tragen zur Lichtverschmutzung bei.

Imposant wirken von unten angestrahlte Baumkronen zu besonderen Anlässen.


Leuchten im Außenbereich sollten aus hochwertigem Material solide verarbeitet sein, um lange daran Freude zu haben.


Wegbeleuchtung sollte nicht blenden und idealerweise von einem etwas erhöhten Punkt abgestrahlt werden.


Passend zu Architektur und Gartenstil ist diese Leuchte gleichzeitig Objekt und Lichtquelle.


Pollerleuchten am Weg dienen der Sicherheit. Sie sind in verschiedenen Ausführungen für jeden Geschmack erhältlich.


LICHT INSTALLIEREN

Für die Installation einer dauerhaften Gartenbeleuchtung sollten Erdkabel in 60 bis 80 cm Tiefe verlegt werden, damit sie bei späteren Grabarbeiten nicht beschädigt werden. Das ist auch bei bestehenden Gärten ohne allzu großen Aufwand möglich. Je nach Größe des Gartens bietet es sich an, mehrere Lichtkreise zu bilden. Von einer neu eingerichteten Strom-Unterverteilung mit Schutzschalter beispielsweise im Keller oder der Garage (vom Fachmann durchzuführen) werden Erdkabel in die verschiedenen Bereiche des Gartens gelegt. Die vom Wohnhaus unabhängige Stromversorgung für die Gartenbeleuchtung ist sinnvoll, damit bei einem Kurzschluss im Garten nicht auch die Stromversorgung im Haus unterbrochen ist. Jeder Lichtkreis erhält einen Transformator, der den Strom auf 12 V umwandelt. Vom Transformator werden die einzelnen Leuchten mit gefahrloser Niederspannung versorgt. Diese Kabel liegen auf der Erde und können mit Pflanzen und Bewuchs kaschiert werden. Jeder Lichtkreis kann separat an der Stromversorgung oder per Fernbedienung geschaltet werden. Bei Nichtgebrauch sollte die Beleuchtung ausgeschaltet werden.

Welche Leuchte?

Langlebig und stromsparend ist die LED-Technik. Für welche Leuchte man sich entscheidet, ist eine Geschmacksfrage. Den Garten in Szene setzen z. B. Strahler an Erdspießen. Sie sind dank der LED-Technik klein und filigran, lassen sich in der Bepflanzung verstecken und passen sowohl in moderne als auch in romantische Gärten. Das gerichtete Licht der dreh-und schwenkbaren Strahler produziert kaum Wärme und gilt als insektenfreundlich. Auffällige Leuchten sind selbst Designobjekte und können passend zum Stil des Gartens ausgesucht werden. Halbhohe Pollerleuchten (60 bis 80 cm hoch) eignen sich, um Wege auszuleuchten. Mehrere hintereinander betonen einen geradlinigen Weg. Der erforderliche Abstand zwischen den Wegleuchten wird größer, je höher der Punkt liegt, von dem das Licht auf die zu beleuchtende Fläche trifft. Wer hohe Kandelaber am Mast einsetzt, benötigt also weniger Leuchten.

Auf der Terrasse ist das Licht der meist üblichen Leuchte an der Hauswand oft nicht ausreichend. Stehleuchten mit Stromanschluss oder solarbetriebene Tischleuchten für den Außenbereich bieten sich dann als flexible Ergänzung an. Sie können beliebig umgestellt werden und sind auch von drinnen ein Blickpunkt auf der dunklen Terrasse.

Damit die Freude an der Außenbeleuchtung lange währt, sollte man hochwertige Leuchten mit entsprechender Schutzklasse für mechanischen Schutz und Wasserdichte wählen. Leuchten mit der Schutzklasse IP 67 halten starkem Regen und zeitweiliger Überflutung stand.

Solarleuchten

Solarleuchten können ohne Verkabelung aufgestellt werden und sind flexibel einsetzbar. Sie benötigen einen sonnigen Platz im Garten, um die integrierten Speichermodule zu laden. Die in einem Akku gespeicherte Energie wird bei Dunkelheit an das Leuchtmittel abgegeben. Witterung und Aufstellort haben Einfluss auf die Lichtausbeute und die Brenndauer. Im Winter sind die Tage in unseren Breiten zu kurz, um die Akkus ausreichend aufzuladen. Viele Solarleuchten für den Außenbereich sind aus Kunststoff und einfach verarbeitet. Sie sind weniger witterungsbeständig gegen Frost, Regen, Schnee und UV-Strahlung als solche aus Edelstahl.

Das Licht des gerichteten Bodenstrahlers betont Krone und Stamm des Kirschbaums bei besonderen Gelegenheiten. Punktuell beleuchtete Strukturen von Rinden kommen bei Nacht stärker zur Geltung als im hellen Tageslicht.


Text: Heike Schweitzer-Ruffer Fotos: Flora Press (4), Roger Pradier (2), Michael Daldrup (1), Marion Nickig (1), JFH (1), Heike Schweitzer-Ruffer (1)