Bereits Kunde? Jetzt einloggen.
Lesezeit ca. 6 Min.

Lichtblicke AN MITTELMEER & ATLANTIK


REISE & PREISE - epaper ⋅ Ausgabe 4/2019 vom 08.10.2019

An Spaniens Küsten gibt es massenhaft abgegraste Ferienziele, wo man das Schild »Wegen Überfüllung geschlossen« dran hängen müsste. Wir entführen Sie an lohnende Urlaubsplätze, die nicht jeder kennt.


Artikelbild für den Artikel "Lichtblicke AN MITTELMEER & ATLANTIK" aus der Ausgabe 4/2019 von REISE & PREISE. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: REISE & PREISE, Ausgabe 4/2019

Ein Blütenmeer: botanischer Garten am Cap Roig


Der Stadtstrand von Peñiscola unterhalb der Altstadtmauern


Hinter dem schönen Platja de la Fosca liegt aufgelockerte Bebauung


Calella de Palafrugell ist ein beliebter Strandort nordöstlich der Platja de la Fosca


P lötzlich öffnen sich andere Welten an der »Wilden Küste«, der Costa Brava. Der Duft von Kiefern und Salz hat die Geruchswellen hinlänglich dönerisierter ...

Weiterlesen
epaper-Einzelheft 5,99€
NEWS 14 Tage gratis testen
Bereits gekauft?Anmelden & Lesen
Leseprobe: Abdruck mit freundlicher Genehmigung von REISE & PREISE. Alle Rechte vorbehalten.

Mehr aus dieser Ausgabe

Titelbild der Ausgabe 4/2019 von Zu Besuch beim Dalai Lama. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Zu Besuch beim Dalai Lama
Titelbild der Ausgabe 4/2019 von VON HANOI ZUM HIMMELS-PASS. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
VON HANOI ZUM HIMMELS-PASS
Titelbild der Ausgabe 4/2019 von Mamma mia, ist das schön!. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Mamma mia, ist das schön!
Titelbild der Ausgabe 4/2019 von SÜDAFRIKA für Genießer. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
SÜDAFRIKA für Genießer
Titelbild der Ausgabe 4/2019 von Dem Winter ein SCHNIPPCHEN schlagen. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Dem Winter ein SCHNIPPCHEN schlagen
Titelbild der Ausgabe 4/2019 von Der wilde Westen Indiens. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Der wilde Westen Indiens
Vorheriger Artikel
Der wilde Westen Indiens
aus dieser Ausgabe
Nächster Artikel Stranddorf inmitten malerischer Natur
aus dieser Ausgabe

P lötzlich öffnen sich andere Welten an der »Wilden Küste«, der Costa Brava. Der Duft von Kiefern und Salz hat die Geruchswellen hinlänglich dönerisierter und burgerisierter Urlauberzonen abgelöst. Die Bettenburgen, die in Lloret de Mar und andernorts einen üblen Nachgeschmack hinterlassen wie gepanschte Sangría, sind verschwunden. Jetzt gleißt die Sonne auf dem Meer vor dem Platja de la Fosca, einem Ortsteil von Palamós. Ein Felsklotz teilt den Strand in zwei Abschnitte. Die Bucht ist geschützt, der Einstieg sanft, das Wasser glasklar. Einfach fantastisch!

Es ist nicht leicht, an Spaniens Küsten reiz - volle Spots wie diese zu finden, die von absoluten Massenandrängen verschont bleiben und Potenzial für tolle Ausflüge haben – doch es gibt sie, sowohl am Mittelmeer als auch am Atlantik. Ausgewählt haben wir fünf Tipps für Stützpunkte, die man kaum auf internationalen Besuchsplänen findet. Wenn, dann machen eher Spanier dort Urlaub. Und für Frühjahr und Herbst, außerhalb der Hochsaisonmonate Juli und August, sind das ohnehin klasse Tipps.

Auf dem Fischmarkt von Santander


Die Western-Fimstadt »Oasys-Mini Hollywood« in Andalusien


PLATJA DE LA FOSCA | COSTA BRAVA Urlaubsoase an der Wilden Küste

Sanft geschwungen zieht sich der schöne Fosca-Strand (Platja de la Fosca) dahin, der Fels mittendrin heißt Roca Negra. Die begehrte Blaue Flagge steht für Wasserreinheit. Die Ortsbebauung hier an der Küste hält sich erfreulich in Grenzen. Es gibt keine Hochhäuser, die am Himmelblau über der südlichen Costa Brava kratzen, und mehr Grün als Beton. Treffpunkt zur Einkehr ist die kleine Promenade, wo das Restaurant »D & C« ein Omelette-Sandwich für € 4,40 auftischt, eine Portion Sardinen für € 13 und eine Fisch-Paella für € 15. Hinter dem Nordostteil des Strands führen Treppen hinauf zu schönen Aussichtsspots um die Ruinen des mittelalterlichen Kastells Sant Esteve de Mar. Hier erheben Sie sich über die Klippen und haben gleich den Sound im Ohr: Wellenplatschen und Möwengekreisch. Motorisiert sind Sie ab Platja de la Fosca rasch im Fischerhafen- und Strandstädtchen Palamós, wenige Kilometer südwestlich. Und nordöstlich bei Calella de Palafrugell, wo kleinere Strandbuchten wie die Platja del Golfet und die Platja del Port Pelegrí locken, liegt der Botanische Garten Cap Roig (€ 8).

Ebenso spannend sind Ausflüge ins fernere Hinterland. In La Bisbal d’Empordà können Sie sich in diversen Werkstätten mit Keramik eindecken, freitagvormittags steigt ein Freiluftmarkt. Peratallada und Pals stehen in der Reihe der schönsten mittelalterlichen Orte Kataloniens; lassen Sie sich durch malerische Gassen treiben, entdecken Sie Türme, Bögen, Bruchsteinmauern, efeuumrankte Hausfassaden. Und im Dorf Púbol lockt jenes Anwesen, das Surrealistengenie Salvador Dalí für seine Muse und Frau Gala umgestaltete – samt Kuriosa wie hochbeinigen Elefantenskulpturen im Garten (Castell Gala-Dalí, € 8,www.salvadordali.org).

Nett gebettet
Auf dem Campingplatz »King’s« (0034-972317511,www.campingkings.com) können Sie auch Cabins ab € 61 pro Nacht buchen. Gleich hinter dem Strand liegt das Gasthaus »La Fosca« (Passeig de la Fosca 24, 0034-972601071,www.hostallafosca.com; EZ/DZ ab € 55/75 ÜF). Wenige Gehminuten oberhalb der Küstenlinie findet man das »Hotel Ancora« (Carrer Josep Pla 43, 0034-972314858,www.hotelancora.net; EZ/DZ ab € 53/65 ÜF).

Anreise
Der nächstgelegene Flughafen Girona wird bis Ende 2019 vonRyanair ab Hahn, Weeze und Bremen angeflogen (ab € 65 return). Vom Airport fährt mehrmals täglich ein Bus nach Palamós (€ 8, 1:30 Std.), flexibler ist man mit dem Mietwagen (ab € 70/ Woche). Alternativer Airport ist Barcelona (je nach Airline und Reisezeit € 60–200).

Auf den Spuren der Iberer

UNSER AUTOR EMPFIEHLT


Ruinen des Kastells Sant Esteve de Mar beim Fischerort Palamós


Sind Sie gut zu Fuß? Dann Tagesrucksack mit Badezeug, Trinkwasser, Proviant vorbereiten – und los geht’s ab Platja de la Fosca (in stabilem Schuhwerk, nicht in Flipflops), zunächst an den Burgruinen Sant Esteve de Mar vorbei. Auf dem Fernwanderweg GR-92 sind Sie in knapp einer halben Stunde am Platja del Castell, einem herrlich langen, unverbauten Strand. Auf dem Weg dorthin passieren Sie eine bunte Fischerhüttensiedlung an einer Steinbucht, der Cala S’Alguer. Den schönsten Blick auf den Castell-Strand haben Sie von der Gegenseite, wo der Wanderweg zu den Resten einer alten iberischen Siedlung ansteigt. Das kostet Sie einige Schweißtropfen, lohnt aber unbedingt.

REISE-PREISE.DE
Ob Hotel, Flug, Mietwagen oder Pauschalreise. Wir weisen Ihnen den Weg zum günstigsten Anbieter

City & Beach im grünen Norden

SANTANDER | KANTABRIEN

Blick über die Halbinsel Magdalena mit dem königlichen Sommerschloss (links).


Badefreuden am breiten Sardinero-Strand in Santander (rechts)


Wie wär’s mit einer Kombination aus Stadt und Strand? Kantabriens Hauptstadt Santander (190.000 Einw.) ist dahingehend eine der schönsten in Spanien. Gelegen an einer riesigen Bucht, ist der knapp zwei Kilometer lange Strand Sardinero die Vorzeigeansicht. Der Atlantik lädt zur Erfrischung ein, aber der Tidenhub ist mehrere Meter hoch. Bei Flut sind nicht nur Strandteile weggespült, sondern ggf. auch Handtücher, die Ortsunkundige ufernah deponiert haben…

Über dem Südteil des Sardinero-Strands erhebt sich die Halbinsel Magdalena, wo sich Spaniens Königshaus vor über einem Jahrhundert eine Sommerresidenz erbauen ließ. Der Spaziergang führt hinauf zu schönen Aussichtspunkten; Kiefernwäldchen sorgen für Schatten.

Santander punktet nicht mit einer erhaltenen Altstadt (zerstört durch eine Feuersbrunst 1941), dafür mit der stimmungsvollen MarkthalleMercado de la Esperanza im Zentrum und dem avantgardistischen KulturzentrumCentro Botín an der Bucht (€ 8). Auch die Kathedrale gibt eine historisch- kulturelle Injektion. Ein Stück nördlich des Sardinero-Strands gewinnt wieder die Natur die Oberhand: am Cabo Mayor. Tief unten braust die See und peitscht die Felsen.

Beliebte Einkehradresse in der umgestaltetenMercado del Este ist »La Casa del Indiano« mit Restaurant und Gastrobar (Fleischspießchen ab € 4,90, Flasche Hauswein € 10).

Santander von der Seeseite erleben – das ist einfach und günstig machbar: Ab dem zentralen Paseo Marítimo schippern Personenboote für € 5 return auf die östliche Buchtseite nach Pedreña und Somo (www.losreginas.com).

Ein Mietwagenausflug bringt westlich von Santander in den NaturparkDunas de Liencres (Dünen, Strände), den Strandort Suances und ein Stück landeinwärts nach Santillana del Mar, wo sich die Jahrhunderte in einer wunderbaren Altstadt lebendig halten. Kulturinteressierte dehnen die Tour nach Comillas aus, wo Jugendstilarchitekt Antoni Gaudí sein Meisterwerk El Capricho schuf (€ 5;www.elcaprichodegaudi.com).

Ein Ausflugsziel für Familien liegt etwa 20 km südlich von Santander: der Natur- und WildparkCabárceno , durch den man im eigenen Fahrzeug kutschiert (ganzer Tag ab € 24/Pers., Nachmittagstarif ab € 17;www.parquedecabarceno.com).

Nett gebettet
Strandnah logieren Sie im günstigen Boutiquehotel »Las Brisas« (Calle La Braña 14, 0034-942270111,http://las-brisas-es.book.direct; EZ/DZ ab € 44/69 ÜF).
Ein Spitzenhaus ist das »Hotel Real« (Paseo Pérez Galdós 28, 0034-94227250,www.eurostarshotels.com; EZ/DZ ab € 101 ÜF); die Sardinero-Promenade ist fußläufig entfernt.

Anreise
Nonstop nach Santander geht’s mitRyanair ab Berlin (ab € 110), Iberia/Vueling fliegen über Madrid oder Barcelona (ab € 200). Vom Airport fahren alle halbe Stunde Busse in die Stadt (15 Min. € 2,90).

Traumhafter Blick auf die Küste der Orangenblüte

PEÑÍSCOLA | COSTA DEL AZAHAR

Peñíscolas Altstadt thront auf einem Felsen


Da reibt man sich die Augen! Wie eine Erscheinung steigt der Altstadtfels von Peñíscola aus dem Mittelmeer, das hier zur »Orangenblütenküste « gehört, der Costa del Azahar. Kalkweiße Häuserkuben staffeln sich bis zu den Oberbereichen auf, gekrönt von der zinnenbesetzten Burg aus dem Mittelalter (€ 5). Nicht ohne Grund wurde Peñíscola als Kulisse für die 6. Staffel von Game of Thrones ausgewählt. Etwas ernüchternd ist wiederum der Blick vom Kastell auf die Hotelblocks und Urbanisationen nördlich und südlich des Ortes. Im Gassengeflecht der Altstadt können Sie gut einkehren, so im »Restaurante El Peñón«, wo die Ofen-Dorade € 21 und der aufwändige Fisch- und MeeresfrüchtetopfZarzuela € 32 kostet. Einen Bummel verdient der Hafen. Der schöne Hauptstrand des 8.000-Einw.-Ortes beginnt nördlich des Altstadthügels. Dort geht es lebhaft zu, auch an der palmenbestandenen Promenade. Unentdecktere Strände liegen südwärts im Schatten der 573 m hohen Serra d’Irta, die zum Naturpark erklärt und von Wanderwegen durchsetzt ist. Die kleinen Strände Russo und Pebret sind in Aufs und Abs über ein Holpersträßchen erreichbar. Auf einem Zwischenvorsprung passieren Sie einen mittelalterlichen Wehrturm – Traumblicke aufs Meer! Ein ausgedehnter Tagestrip bringt Motorisierte zum vogelreichen Ebro-Delta (70 km) ebenfalls Naturpark (Bootstouren ab Deltebre ab € 9,http://creuersdeltaebre.com).

Nett gebettet
Sechs Zimmer hat das zum »Restaurante El Peñón« gehörige Gasthaus (Calle Santos Mártires, 0034-964480716,www.elpenyon.es; EZ/DZ ab € 30/50).
Die elegante »Hostería del Mar« liegt direkt an der Strandstraße (0034-964480600,www.hosteriadelmar.net; EZ/DZ ab € 72/104 ÜF; mind. 3 Nächte).

Anreise
Der Airport Valencia (155 km) wird nonstop angeflogen vonRyanair ,Lufthansa/Sun Express undEurowings . Die Preise liegen bei ab € 70–200. Weiter am besten per Mietwagen (ab € 50/Woche).

Fürs Smartphone: QR-App downloaden, Code abfotografieren und Info-PDF aufs Handy herunterladen.


Fotos: Shutterstock/OlegP/J2R/Landscape Nature Photo, robertharding/Jason Knott/imageBROKER/Lucas Vallecillos/Alamy Stock Photo

Fotos: Shutterstock/Manuel Alvarez, travelstock44/aerial-photos.com/Alamy Stock Photos