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Lieber eine Summe oder als Rente?


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Frau im Leben - epaper ⋅ Ausgabe 12/2022 vom 02.11.2022
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Bildquelle: Frau im Leben, Ausgabe 12/2022

Glückliche Tage am Strand. Voraussetzung dafür ist auch finanzielle Sicherheit.

LEBENSVERSICHERUNG

Hier gibt es die meisten Wahl-Möglichkeiten bei der Auszahlung, aber auch die größten Unterschiede bei der Rendite.

EINMAL-ZAHLUNG

Das ist bei klassischen Lebensversicherungen möglich. Besonders lukrativ ist dies für alle, die den Vertrag vor dem 1.1.2005 abgeschlossen haben. Denn dann bleibt die Einmal-Zahlung steuerfrei, sofern diese Voraussetzungen auch gegeben sind:

Die Laufzeit des Vertrags betrug mindestens 12 Jahre.

Mindestens fünf Jahre wurden Beiträge eingezahlt.

Die Auszahlung erfolgt in einer Summe, nicht in Teil-Summen.

Sofern der Vertrag ab dem 1.4. 1996 geschlossen wurde, muss der Todesfallschutz mindestens 60 % der Beitragssumme betragen.

Bei neueren Verträgen ab 2005 wird generell der Ertrag besteuert. Gewertet wird aber in vielen Fällen nur die Hälfte des Ertrags, sofern diese Bedingungen erfüllt sind:

Die Lebensversicherung hatte ebenfalls mindestens eine Laufzeit von ...

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... 12 Jahren.

Das Mindestalter bei Auszahlung beträgt 60 Jahre (bei Verträgen ab 2012: 62 Jahre).

Bei Verträgen ab 1.4.2009 muss der Todesfallschutz mindestens 50 % der Beitragssumme betragen.

Den Ertrag (bzw. die Auszahlsumme) ermittelt die Versicherung – nachzuprüfen ist dies kaum. Generell errechnet sich der Ertrag aus der Differenz aus ausgezahlter Summe und eingezahlten Beiträgen. Davon zieht die Versicherung noch 25 % als Kapitalertragssteuer ab – und zwar vom ganzen Ertrag. Die Ermäßigung (gewertet wird nur die Hälfte) erfolgt erst später über die Steuererklärung und das Finanzamt. Wie hoch die Steuer auf den Ertrag (bei Verträgen ab 2005!) tatsächlich ist, hängt dann noch vom Sparer-Pauschbetrag (801 Euro für Ledige, 1.602 Euro für Verheiratete) ab bzw. ob noch andere Kapital-Einkünfte vorhanden sind bzw. wie hoch der persönliche Steuersatz im Jahr der Auszahlung ist. Liegt dieser niedriger als die schon von der Versicherung abgezogenen 25 %, wird die Differenz erstattet bzw. mit der Steuer für andere Einkünfte verrechnet.

Wichtig: Für die meisten ist die Auszahlung einer Lebensversicherung in einer Summe frei von Sozialabgaben – das gilt für gesetzlich Pflichtversicherte und privat Krankenversicherte. Freiwillig gesetzlich Versicherte aber müssen grundsätzlich auf alle Einnahmen Beiträge zur Krankenund Pflegeversicherung leisten. Dabei wird kein Unterschied gemacht, aus welcher Quelle die Einkünfte stammen. Also werden auch auf eine ausgezahlte Lebensund Rentenversicherung die vollen Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung fällig, selbst wenn man den Vertrag privat abgeschlossen hat und die Einzahlungen aus bereits versteuertem und mit Sozialabgaben belegtem Einkommen geschah.

AUSZAHLUNG ALS RENTE

Wird eine Lebensversicherung umgewandelt und als monatliche Rente ausgezahlt, werden Steuern auf den Ertragsanteil fällig – nicht zu verwechseln mit den Steuern auf den Ertrag (s. o.). Der steuerpflichtige Ertragsanteil ist individuell und hängt vom Alter bei Rentenbeginn ab (Achtung: Gemeint ist nicht der Rentenbeginn der gesetzlichen Rente, sondern der Beginn der Rente aus der Lebensversicherung): Startet die Rente mit 63, liegt der Ertragsanteil bei 20 %, beim Start mit 67 sinkt der Ertragsanteil auf 17 %. Und nur auf diesen Anteil wird der persönliche Steuersatz fällig – der Rest bleibt steuerfrei.

Beispiele zeigen, dass die lebenslange Rente am Ende zu etwas geringeren Steuern führt. Aber dies hängt stark vom erreichten Kapital ab, den sonstigen Einkünften und dem Alter bei Rentenbeginn. Dies gilt bei Lebensversicherungen, die nach 2005 gestartet wurden. Das heißt auch: Bei Verträgen, die vor 2005 begannen, lohnt die Einmalzahlung in jedem Fall, weil sich die Steuer-Problematik nicht stellt. Wird aber eine vor 2005 gestartete Lebensversicherung verrentet, indem eine Sofort-Rente gestartet wird, fällt der Steuervorteil weg, da dann die gleichen Regeln gelten wie beim Verrenten von späteren Verträgen.

Bei einer Sofort-Rente wiederum, also einer neuen privaten Rentenversicherung, gelten eigene Regeln. Gestartet werden kann eine Sofort-Rente durch eine umgewandelte Kapital-Lebensversicherung (s. o.) oder durch eine sonstige größere Summe (Erbschaft, Abfindung, Erspartes). Der große Vorteil einer Sofortrente: Die Erträge sind planbar. Doch diese Planbarkeit erkauft man sich teuer. Aktuell bringt eine Einzahlung von 100.000 Euro etwa 260 Euro an garantierter Rente (zum Vergleich: Der ältere Vertrag [s. o.] ergab etwa 400 Euro lebenslange Rente). Zugleich geht man mit der Sofort-Rente eine Wette auf ein hoffentlich langes Leben ein. Das heißt: Finanziell lohnt sich eine Sofort-Rente, wenn man mindestens 20 Jahre die Rente erhält. Erst dann übersteigen die Rückzahlungen das ursprüngliche Kapital. Wichtig: Beim Vergleichen nur garantierte Renten betrachten, nicht die von Versicherern genannten Prognosen – nur die garantierten Zahlungen sind wirklich sicher. Gute Angebote haben derzeit:

„Wenn die Auszahlung stattfindet, solange man noch arbeitet, landet man schnell beim Spitzensteuersatz und zahlt 42 % auf die Erträge“

Sandra Klug, Verbraucherzentrale Hamburg

DIREKTVERSICHERUNG

Bei dieser Form der betrieblichen Altersvorsorge sind die Auszahl-Modalitäten sehr streng – und hohe Abzüge lauern außerdem überall, selbst wenn man viel selbst eingezahlt hat.

EINMAL-ZAHLUNG

Ob dies möglich ist, hängt von der Betriebsrente ab – Pensionskassen bzw. -fonds einiger Firmen sehen dies vor. Bei der häufigsten Form der betrieblichen Altersvorsorge, der Direktversicherung, besteht diese Möglichkeit.

Seit 2004 werden für die betriebliche Altersvorsorge (egal in welcher Form) von gesetzlich Versicherten (freiwillig oder Pflicht) Krankenkassen- und Pflegeversicherungsbeiträge verlangt. Nur Privatversicherte werden verschont. Wer sich 100.000 Euro auszahlen lässt, muss 14,6 % als allgemeinen Beitrag zahlen und im Schnitt 1,3 % Zusatzbeitrag sowie 3,05 % für die Pflegeversicherung abgeben, bleiben rechnerisch nur 81.050 Euro übrig.

Berechnet werden die Beiträge der Krankenkassen bei einer Einmalzahlung nach diesem Prinzip:

Einmal-Zahlung wird auf 120 Monate (10 Jahre) verteilt, das ergäbe bei 100.000 Euro monatlich etwa 833 Euro fiktive Rente.

Davon wird der 2020 eingeführte Freibetrag abgezogen, aktuell 164,50 Euro. Verbleiben fiktiv 668,83 Euro.

Auf diesen Betrag werden Beiträge erhoben und 10 Jahre lang monatlich abgebucht – bei 100.000 Euro 126,74 Euro.

Jedenfalls solange die Beiträge sich nicht ändern. Denn: Maßgeblich ist nicht der Beitrag im Jahr der Auszahlung, sondern im laufenden Monat. Heißt: Die Beiträge können während der zehn Jahre steigen.

Hinzu kommt die Steuer. Betriebliche Altersvorsorge bedeutet, dass man durch Gehaltsumwandlung in der Ansparphase Vorteile bei Steuern und Sozialabgaben hatte. Dafür werden die Auszahlungen voll versteuert.

Entscheidend ist also der persönliche Steuersatz. Deshalb sollte die Einmal-Zahlung möglichst im ersten vollen Rentenjahr erfolgen.

Steuerfrei sind nur alte Verträge, die vor 2005 abgeschlossen wurden. Sonst gilt: Die Einmal-Zahlung ist voll zu versteuern – entweder nachgelagert oder pauschal. Bei der Pauschale fallen 20 % Einkommensteuer an. Nur bei einer mehr als 12-jährigen Vertragslaufzeit (und Auszahlung nach dem 60. Geburtstag) wird nur die Hälfte des Ertrags versteuert. Bei der nachgelagerten Besteuerung gilt der individuelle Steuersatz – in der Regel spart man einiges, wenn die Fünftel-Regel genutzt, die Zahlung steuerlich auf fünf Jahre verteilt wird.

AUSZAHLUNG ALS RENTE

Eine Rente aus einer betrieblichen Altersvorsorge wird als „sonstige Einkünfte“ zum persönlichen Steuersatz voll besteuert.

Bei den Sozialbeiträgen gilt seit 2020 eine neue Regel – die monatliche Rente unterliegt voll der Sozialversicherungspflicht zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung. Doch es gibt einen Freibetrag von 164,50 Euro pro Monat. Das heißt: Sozialversicherungsbeiträge müssen nur auf den Teil der Betriebsrente gezahlt werden, der über 164,50 Euro liegt. Bei einer Betriebsrente von 350 Euro würden also nur auf 185,50 Euro Beiträge fällig – aktuell also etwa 35,05 Euro monatlich im Schnitt.

Wichtig: Hat jemand eine betrieblich abgeschlossene Direktversicherung privat übernommen und weiter eingezahlt, müssen nur auf den betrieblichen Anteil Sozialabgaben gezahlt werden, so das Bundesverfassungsgericht(1BvR1660/08).Aber man muss sich selbst kümmern, um die Aufsplittung belegen zu können.

RIESTER-VERTRÄGE

Bei der Auszahlung der staatlich geförderten Altersvorsorge-Verträge besonders auf die Steuer achten. Denn die kann die ohnehin schmale Rendite weiter reduzieren.

EINMAL-ZAHLUNG

Die Auszahlung des End-Kapitals in einer Summe ist nur sehr eingeschränkt erlaubt – die Riester-Rente soll gerade eine dauerhafte monatliche Einnahme liefern, um das sinkende Niveau der gesetzlichen Rente etwas auszugleichen.

Vorgeschrieben ist die Auszahlung in einer Summe, wenn die monatliche Rente so niedrig wäre, dass sie unter der „Kleinst-Betragsrente“ läge: aktuell 32,90 Euro im Westen (31,50 Euro im Osten). Doch Vorsicht: Diese „Abfindung“ kann dazu führen, dass die Steuer auf die Riester-Einmalzahlung höher ist als die Zulagen – die Einmal-Zahlung würde zu einem Gesamt-Minus führen.

Erlaubt ist bei Riester-Renten, dass bis zu 30 % des Kapitals mit Renten-Beginn in einer Summe ausgezahlt werden – der Rest wird verrentet. Dieser Weg ist sinnvoll, weil man schneller den Punkt erreicht, zu dem man die selbst eingezahlten Beiträge wieder raushat – in den 30 % der Gesamtsumme stecken ja auch staatliche Zulagen, so erhält man insgesamt etwa 44 % der eingezahlten Beiträge gleich im ersten Jahr zurück. Damit dieser Vorteil nicht durch die höhere Steuer verloren geht, die 30%-Auszahlung so legen, dass sie erst im ersten vollen Rentenjahr stattfindet.

AUSZAHLUNG ALS RENTE

Grundsätzlich wird die Riester-Rente lebenslang gezahlt. Pflichtversicherte (anders als bei gesetzlicher Rente und Direktversicherung) müssen keine Beiträge für Kranken- und Pflegeversicherung abführen. Anders sieht es für freiwillig gesetzlich Versicherte aus – hier werden Beiträge fällig! Allerdings nur ein ermäßigter Satz: 14,0 statt 14,6 % gesetzlicher Beitragssatz plus Zusatzbeitrag.

Doch mit welcher Rente kann man rechnen? Bei einem Riester-Kapital von 25.000 Euro ergibt sich, je nach Anbieter, eine Zahlung von etwa 100 Euro. Etwas höher dürften die Beträge für ältere Riester-Verträge sein, da der Garantiezins höher war.

Nun kommt die Steuer – Riester-Renten sind steuerpflichtig:

Angenommen ein Rentner-Paar hat 30.000 Euro Einkünfte, das ergäbe 4.951 Euro Steuern.

Bekäme ein Ehepartner eine Riester-Rente von 100 Euro monatlich, läge das Gesamt-Einkommen bei 31.200 Euro – als Steuer wären 5.316 Euro fällig.

Es müssten 365 Euro mehr Steuern gezahlt werden – der Vorteil der Riester-Rente läge nur bei 69,58 (statt 100) Euro.

Heißt: In diesem Fall läge der Netto-Wert der Riester-Rente bei nur noch 70 % – etwa 30 % Verlust ergäbe sich durch die Steuer.

Das Beispiel zeigt, wie sinnvoll die Teil-Auszahlung ist. Im Beispiel (25.000 Euro Endkapital) dauert es mehr als 20 Jahre, bis das selbst investierte Geld wieder zurückgeflossen ist. Bei der Teil-Auszahlung mit Rentenbeginn würde man 7.500 Euro sofort erhalten und hätte fast die Hälfte der eigenen Beiträge (eingezahlt wurden etwa 17.000 von 25.000 Euro) wieder zurück. Fotos: Getty Images/Westend61 (4), Agentur Raum 11

SPARPLAN

Viele sparen jeden Monat Geld, z. B. in einem (ETF-)Sparplan. Auch dieser kann natürlich bei Beginn des Ruhestandes komplett aufgelöst oder als monatliche Rate ausgezahlt werden.

EINMAL-ZAHLUNG

Handelt es sich um einen Sparplan mit Wertpapieren (Fonds), gilt: Versteuert wird beim Verkauf, egal, ob man alles auf einmal verkauft oder stückchenweise jeden Monat. Auf Erträge und Kursgewinne ist pauschal die Abgeltungssteuer fällig: 25 %. Aber es gibt den Sparer-Pauschbetrag (801 Euro für Ledige, 1.602 Euro für Ehepaare) – liegen die Erträge pro Jahr darunter, sind sie steuerfrei. Das spricht gegen die Einmal-Zahlung. Wichtig: Die Depot-Bank führt das Geld direkt ans Finanzamt ab. Ausnahme: Man hat einen Freistellungsauftrag erteilt und die Erträge liegen innerhalb des Sparer-Pauschbetrags (s. o.).

Wird nun z. B. ein Depot mit 100.000 Euro aufgelöst, stellt sich zuerst die Frage: Wie hoch ist der Ertrag? Rechnerisch ist es die Differenz zwischen dem Kurs bei Verkauf bzw. Kauf. Nicht berechnet werden jedoch Wertpapiere, die vor 2008 erworben wurden – hier ist der Verkauf steuerfrei.

AUSZAHLUNG ALS RENTE

Hier wird ein fester Betrag monatlich entnommen – quasi ein Auszahl-Plan. Wie bei der einmaligen Auszahlung sind die Erträge steuerfrei innerhalb des Sparer-Pauschbetrages (mit Freistellungsauftrag). Bei einem Kapital von 100.000 Euro, das man über 30 Jahre strecken möchte, gelten 4 % jährliche Entnahme als ein passabler Wert. Legt man die Summe in ETF auf den globalen Aktienindex MSCI World an, hätte man in den letzten 50 Jahren immer ein Plus erwirtschaftet, sodass das Grundkapital unangetastet blieb – die monatliche Entnahme wäre allein durch die positive Wert-Entwicklung des Kapitals erreicht worden. Eine konstante Entnahme von 4 % aus 100.000 Euro entspricht 333 Euro pro Monat. Zum Vergleich: Wären die 100.000 Euro in eine Sofort-Rente eingezahlt worden, läge die monatliche garantierte Rente deutlich niedriger und das Kapital wäre beim Tod verschwunden. Beim Entnahmeplan stünde das ursprüngliche Kapital noch als Erbe zur Verfügung.

Einzurechnen sind natürlich noch die Kosten für den Sparplan selbst – in aller Regel werden Gebühren für jeden Verkauf fällig; entweder als Pauschale oder als prozentualer Anteil.

Aber: Freiwillig gesetzlich Krankenversicherte müssen auch auf Entnahmen aus Sparplänen Krankenkassen-Beiträge entrichten – aktuell etwa 19 %.

„Der individuelle Steuersatz zeigt die beste Auszahl-Art“

Bei Auszahlung einer Lebens- oder Direktversicherung bzw. einer Riester-Rente rät Sandra Klug von der Verbraucherzentrale Hamburg, vor allem auf die Steuer zu achten.

Lässt sich generell sagen, wann eine Einmal-Zahlung sinnvoller ist als eine Rente?

KLUG Das hängt von den persönlichen Lebensumständen ab. Sagt man: Für mich ist es wichtig, dass regelmäßig eine bestimmte Summe ins Haus kommt, weil man darauf angewiesen ist, die gesetzliche Rente kontinuierlich aufzustocken, dann ist die Renten-Variante besser. Kommt es darauf an, dass man auf eine größere Summe zugreifen kann, weil man z. B. einen Immobilienkredit ablösen will, um im Alter schuldenfrei wohnen zu können, dann ist die Einmal-Zahlung besser.

Viele haben in einer Lebensversicherung das meiste Kapital fürs Alter stecken …

KLUG ... das stimmt. Und in vielen Verträgen stecken unnötige Zusatzleistungen, die den Spar-Anteil verringern. Der Ertrag ist dadurch ohnehin nicht riesig. Wenn man eine kapitalbildende Lebensversicherung hat, sollte man das an Rendite retten, was zu retten ist. Die Auszahlung kann nämlich teuer werden, wenn man im Auszahl-Jahr noch arbeitet. Gerade Alleinstehende kommen schnell in den Bereich des Spitzensteuersatzes und zahlen am Ende 42 % Steuern auf die Erträge.

Welche Folgen hat es, wenn man die Einmal-Zahlung wählt und alles in einen privaten Auszahlplan steckt?

KLUG Steuern und Sozialabgaben werden durch die Auszahlung fällig. Wenn man den Anbieter wechselt, wäre die regelmäßige Auszahlung eine Neu-Anlage.

Wie sieht es bei der betrieblichen Altersvorsorge aus?

KLUG Es kommt immer auf die Verträge an, ob man überhaupt die Wahl hat. Bei der Direktversicherung ist es üblich, sich eine Rente auszahlen zu lassen. Pensionskassen bieten teils auch nur eine Renten-Option. Ich würde ohnehin die Rente empfehlen, denn in der betrieblichen Altersvorsorge ist es unfassbar teuer, wenn man sich alles auf einmal auszahlen lässt. Durch Steuern und Sozialabgaben ist vielleicht die Hälfte weg.