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Lieber KÖRPER , KANNST DU UNS DAS NOCH MAL VERZEIHEN?


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Grazia - epaper ⋅ Ausgabe 1/2022 vom 23.12.2021

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Bildquelle: Grazia, Ausgabe 1/2022

VÖLLEREI

Lebkuchen, Gänsebraten und literweise Glühwein gehören zur Weihnachtszeit wie Christbaum und Geschenke. Wäre da bloß nicht dieses furchtbar schlechte Gewissen und die fünf Kilo mehr, mit denen wir ins neue Jahr starten. Moment! Für alle Schleckermäuler gibt’s nämlich gute Neuigkeiten: Eine Studie im „New England Journal of Medicine“ ergab, dass es sich beim weihnachtlichen Hüftgold um einen Mythos handelt. Die Teilnehmer der Studie brachten durchschnittlich zwischen Weihnachten und Silvester nur 370 Gramm mehr auf die Waage. Soll nicht heißen, dass der Jahreswechsel nicht trotzdem ein idealer Zeitpunkt ist, um seinem Body ein gesundes Reset zu verpassen. Wie wäre es zum Beispiel damit, sich einen Ernährungsplan anzulegen, eine Detox-Kur zu starten oder eine neue Sportart zu beginnen?

SCHLAFMANGEL

Na, gestern ’ne kurze Nacht gehabt? Halb ...

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... so wild, zumindest, wenn man in der folgenden Nacht wieder richtig gut schläft, weiß Schlafforscher Jürgen Zulley vom Zentrum für Schlafmedizin der Universität Regensburg: „Schlaf wird nicht über die Dauer, sondern über die Qualität nachgeholt. Nach einer Party braucht man etwa zwei gute Nächte, um sich wieder im Status quo zu befinden. In der ersten Nacht schläft man fast nur in Tiefschlaf-in der zweiten fast nur in Traumphasen.“ Anders sieht das Ganze allerdings aus, wenn man dauerhaft schlecht schläft: „Wer unter chronischem Schlafmangel leidet, wird dick, dumm und krank. Es kann zu Frühdiabetes, zu Magen-Darm-und Herz-Kreislauf-Problemen sowie depressiver Stimmung führen. Der Fettstoffwechsel lahmt, das Gedächtnis wird schnarchig und das Immunsystem verpasst seinen Einsatz.“ Aber was genau ist eigentlich zu kurz? Das ist schwer zu sagen, da es von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich ist. Generell gilt aber der Grundsatz: Sechs Stunden sind Pflicht, acht die Kür.

ALKOHOL

Ein paar Gläschen Wein an Heiligabend, ein paar Cocktails an Silvester – das wird doch schon nicht so schlimm sein, oooder? Nun ja, wie so oft, macht auch bei Alkohol die Dosis das Gift. Der Körper baut mithilfe des Detox-Enzyms Alkoholdehydrogenase“ (schon im nüchternen Zustand nur schwer auszusprechen) etwa 0,1 Promille pro Stunde ab. „In der Regel ist man etwa 24 Stunden nach dem letzten Schluck wieder vollständig regeneriert“, weiß Dr. Michael Schmidt-Kulbe, Allgemeinmediziner aus Berlin. Ein recht gutes internes Reinigungssystem also, das unser Körper da hat. Um ihm die Arbeit zu erleichtern und Übelkeit sowie Kopfschmerzen so gering wie möglich zu halten, gibt’s zusätzlich einige Tricks: „Alkohol bitte nie auf nüchternen Magen zu sich nehmen, man sollte vorher besser Fettes und Salziges essen und zwischendurch Wasser trinken“, rät Schmidt-Kulbe. Ein großes Glas Wasser ist auch vor dem Einschlafen eine gute Idee, noch besser, wenn man dazu eine Kalzium-Magnesium-Tablette schluckt. Am nächsten Morgen kann scharfes Essen den Mineralhaushalt regulieren und den Stoffwechsel ankurbeln. Etwas Vitamin C dazu aus Obst hilft der Leber bei der Entgiftung und ein Espresso mit einem Schuss Zitrone mindert Kopfschmerzen. Aber Vorsicht! Wer sich regelmäßig einen hinter die Binde kippt, läuft nicht nur Gefahr abhängig zu werden, er überfordert seinen Körper auch mit dem Alkoholabbau. Dadurch wird der gesamte Stoffwechselprozess schwer eingeschränkt und Herz, Leber, Magen, Bauchspeicheldrüse sowie das Immunsystem in Mitleidenschaft gezogen. Nicht zuletzt schädigt Alkohol durch seine Toxizität auch der Haut. Pickel, eine vorzeitige Hautalterung, rote Äderchen, Hautinfektionen und Wundheilungsstörungen können die unschönen Folgen sein.

MIT MAKE-UP INS BETT

Jeder, der noch nie mit Make-up ins Bett gefallen ist, hebe jetzt bitte die Hand. Niemand? Ja, das dachten wir uns. Nach einer durchzechten Partynacht kann es schon mal vorkommen, dass das Abschminken übersprungen wird. Die gute Nachricht zuerst: Es ist kein Weltuntergang. Die Haut vergibt zum Glück allen Abschminkmuffeln, wenn die Reinigung am nächsten Morgen dafür doppelt so gründlich ausfällt und es nicht zur Gewohnheit wird. Was nämlich durchaus passieren kann, ist dass nachts die Wimpern abbrechen, da die Mascara starr wird und Make-up-Reste, vor allem bei empfindlicher Haut, kleine Entzündungen hervorrufen, gibt Dr. Maja Hofmann, Fachärztin für Dermatologie an der Berliner Charité, zu bedenken. „Außerdem können vor allem die Farbpartikel des Augen-Make-ups zu Entzündungen im Auge führen“.

RAUCHEN

Dass Rauchen ungesund ist, weiß ja jedes Kind. Nikotin verursacht Durchblutungsstörungen und Kohlenmonoxid führt zu Sauerstoffmangel in allen Organen. Wer täglich eine Schachtel qualmt, belastet seine Lungen mit etwa einer vollen Tasse Teer im Jahr. Pfui-bah! Die harte Wahrheit ist: Regelmäßiges Rauchen lässt unser Körper nicht ohne lang fristige Folgen über sich ergehen. Jede Kippe senkt statistisch gesehen das Leben um 22 Minuten (macht nach fünf Jahren etwa drei verlorene Lebensjahre). „Auch bei ehemaligen Rauchern bleibt ein erhöhtes Lungenkrebsrisiko bestehen. Ganze 98 Prozent aller Herzinfarktpatienten unter 40 sind Raucher“, erläutert Dr. Schmidt-Kulbe. Das biologische Alter von Kettenrauchern ist dazu um die fünf Jahre höher als das ihrer Altersgenossen, da sie sich ihre Telomere, also die Aufpasser der DNA, wegschmökern. Zum Auf hören ist es nie zu spät: Nach circa 20 Minuten ist der Blutdruck wieder normal, nach zwei Wochen fängt die Lunge an, sich zu erholen und nach 15 Jahren ist das Schlaganfall-, Herzinfakt und Krebsrisiko wieder vergleichbar mit dem eines Nichtrauchers. ■

„WER UNTER CHRONISCHEM SCHLAFMANGEL LEIDE T, WIRD DICK, DUMM UND KRANK“

JÜRGEN ZULLEY, SCHLAFFORSCHER