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LIVE: DICKER BROCKEN


Metal Hammer - epaper ⋅ Ausgabe 9/2019 vom 21.08.2019

Ein Jahr nach der Jubiläumsausgabe des ROCKHARZ stehen auf dem Flughafen Ballenstedt alle Zeichen auf Weiterfeiern: Bestes Festival-Wetter, stimmungsvolle Atmosphäre zwischen Teufelsmauer und Brocken-Blick sowie das friedliche Miteinander der Generationen machen die mittlerweile von METAL HAMMER präsentierte kleine Open Air-Größe in Sachsen-Anhalt trotz des Wachstums der letzten Jahre zu einem der angenehmsten deutschen Festivals – wäre da nur nicht die Anreiseproblematik…


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Bildquelle: Metal Hammer, Ausgabe 9/2019

Bereits am Dienstag staut es sich in und um Ballenstedt herum, und die Emotionen in den Sozialen Netzwerken kochen ...

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... verständlicherweise hoch. Einen Tag später haben sich die Anreisestaus aufgelöst, und das musikalische Programm kann mit sechs Bands (darunter J.B.O. und U.D.O.) beginnen. Team METAL HAMMER stößt am Donnerstag dazu und freut sich gemeinsam mit Lesern, Familien, dem Rolli-Crowdsurfer und der Rollator-Omi im Amon Amarth-Shirt auf das bunt durchmischte Programm auf zwei abwechselnd bespielten Bühnen, die ein vollständiges wie gemeinschaftliches Festival-Erlebnis ermöglichen.

DONNERSTAG, 4. JULI

Der frühe Vogel fängt den Harzer Käse – der späte versäumtBloodred Hourglass undStam1na leider aus Anreisegründen. Die brasilianischen Thrasherinnen (und Festival-Neulinge)Nervosa haben hingegen bereits eine vorzeigbare Meute versammelt und überzeugen mit einem angriffslustigen, von Grimassen und Sprechchören begleiteten Gig. Trotz strahlendem Sonnenschein verbreitenLacrimas Profundere danach auf die wohl schönste Art und Weise Melancholie. Mit ’Father Of Fate’, ’Like Screams In Empty Halls’ und ’The Kingdom Solicitude’ werden gleich drei neue Songs in das 35-minütige Set gepackt und bestens von den Besuchern aufgenommen. Extrapunkte sammelt der neue Frontmann Julian Larre, indem er vor der Bühne direkt mit der Menge performt. Es folgen weniger melancholisch, jedoch ähnlich melodisch:The Unguided . Neben eigenem Liedgut wird zudem der Sonic Syndicate-Song ’Enclave’ dargeboten – wenig überraschend, wenn man bedenkt, dass The Unguided aus ebendiesen hervorgegangen sind. So oder so – das Publikum ist bereits am Nachmittag voll dabei.Van Canto liefern hingegen ein Konzerterlebnis der, nun ja, besonderen Art: Die Truppe verzichtet bekanntlich – vom Schlagzeug abgesehen – auf Instrumente und bietet ihre Stücke a cappella dar. Zwischen Cover-Versionen intonieren die Künstler der Imitation auch eigene Nummern (‘To The Mountains’, ‘To Sing A Metal Song’). Aber Riffs, die keine echten Riffs sind? Das Konzept war schon vor TRUST IN RUST (2018) auserzählt, die Innovation ist Geschichte und auf Dauer doch eine Nummer zu anstrengend. Gar sonderbar trumpfen auch die nächsten Herren auf: Ausgestattet mit Kontrabass und Klarinette feiernCoppelius ihr zehntes Rockharz-Jubiläum und stellen ihren neuen Trommelmann Linus von Doppelschlag vor. Das Festtags-Outfit mit Frack und Zylinder sitzt dem Anlass gebührend; zudem beweist das kuriose Kabinett absolute Multitasking-Fähigkeiten: Diener Bastille kredenzt dem werten Auditorium eine Ladung Blubberwasser, während er sich über das Infield tragen lässt. Kleine Texthänger sind bei so vielen Nebenschauplätzen zu verzeihen. Gut unterhalten schippern wir den König*innen des Schabernacks entgegen! AuchFeuerschwanz sind nicht für Langeweile bekannt: Das ulkige Konzept der Erlanger? Nicht für jedermann greifbar. Wer dem Ganzen jedoch eine Chance gibt, wird nie enttäuscht. Ihre ansonsten leuchtenden LED-Flügel hat Fräulein Mieze gegen eine goldene Version getauscht, die mit den Sonnenstrahlen um die Wette schimmert. ‘Operation Drachensturm’, ‘Die Hörner hoch’, ‘Ketzerei’ – der Hit-Reigen der Franken ist groß. Bei ‘Schubsetanz’ teilen Hodi und der Hauptmann das Publikum in zwei Teams; doch von aggressiver Rangelei keine Spur. Umarmen statt anrempeln – süß!

„Fickt euch, ihr Luschen“, tönt es alsbald über den Platz – Zeit fürOverkill , denen mit ‘Last Man Standing’ ein herrlicher Einstieg gelingt: Die Gangshouts sitzen, Verni wirkt am Bass unnahbar, Blitz wetzt von links nach rechts und zeigt einen Stinkefinger nach dem nächsten. „Germany is ‘Rotten To The Core’“, stellt der agile Lockenkopf fest, und beschwört mit ‘Ironbound’ den Zusammenhalt der Szene, die frenetisch mitjubelt und unentwegt Crowdsurfer auf die Reise schickt – ein launiger Gig in angenehmer Abendsonne. Auch beiLordi werden massenhaft Fans von hinten nach vorne gereicht; die Resonanz auf die kostümierten Finnen ist überhaupt bestens – ob zu Klassikern wie ‘Bloodred Sandman’, monströs in Szene gesetzten Stücken wie ‘Naked In My Cellar’ (mit kriechender Zombie-Lady) oder Über-Hits wie ‘The Riff’. Ob angesichts der guten Stimmung Ansagen wie „Titten!“ nötig sind, bleibt fragwürdig – Anspieler wie ‘We’re Not Gonna Take It’, die Dampfkanone zu ‘Who’s Your Daddy?’ und natürlich die allseits mitgeträllerte Grand Prix-Hymne treffen jedoch voll ins Schwarze. Das Kostümfest setzt sich fort:Hämatom bringen nach zweijähriger Rockharz-Abstinenz eine Extraportion Kreativität und Aha-Momente auf die Bretter. Ein textsicheres Publikum begrüßt die Band mit Sprechchören, bevor Bassist West zu ‘Ich hasse dich zu lieben’ headbangt, bis die Funken fliegen. Sänger Nord lässt sich zu ‘Mörder’ auf dem elektrischen Stuhl grillen, doch Süd schießt den Vogel ab, indem er mitsamt seines Schlagzeugs zum Crowdsurfer wird und fast zu viel Freude daran findet (Nord: „Komm zurück, du Arschloch“). Zum 15. Jubiläum geben die Franken offenkundig alles – und sacken mit ‘I Want It All’ den Applaus ein, der ihnen zusteht. Damit sind sie genauso alt wieWintersun , die zu diesem feierlichen Anlass ihr Band-betiteltes Debüt am Stück spielen. Nicht nur Klassiker wie ‘Winter Madness’ oder ‘Sleeping Stars’ sorgen für Begeisterung; auch, dass sich Jari Mäenpää nicht mehr hinter einer Gitarre versteckt, sondern auf Gesang und Fans konzentrieren kann, sorgt für einen mitreißenden Auftritt. Zwar muss man ziemlich zentral vor der Bühne stehen, um statt bassigem Gewummer das filigrane Spiel der vielschichtigen Songs zu erkennen, allerdings wird dort auch am lautesten mitgesungen – nicht zuletzt beim fantastischen ‘Death And The Healing’ und Jaris erklärtem Lieblingslied ‘Starchild’. Dann wird es düster – nicht nur, was das Harz-Panorama rund ums Gelände angeht:Cradle Of Filth deuten mit dem augenfälligen CRUELTY AND THE BEAST-Backdrop schon an, wohin die Reise geht, und liefern ein schmackhaftes Best Of-Programm. Dani Filth kaspert und kreischt wie vor zwanzig Jahren, während Gruselgassenhauer wie ‘Malice Through The Looking Glass’ und ‘Her Ghost In The Fog’ zusammen mit der angemessenen Lichtproduktion stimmungsvollen Friedhofszauber evoziert – begleitend pustet ein Plastikeinhorn Seifenblasen aus dem Pit in den Abendhimmel.

Zeit für den Headliner: Die allmächtigenAmon Amarth steigen mit dem Ruderklassiker ‘The Pursuit Of Vikings’ ein und jagen zu ‘Deceiver Of The Gods’ erste Feuersalven empor. Auf der Bühne mischen sich alte Elemente (Wallgrens Schlagzeug thront auf einem gigantischen Hörnerhelm) mit Neuem wie übergroßen Berserker-Runen, die zu ‘Guardians Of Asgard’ in Flammen aufgehen. Zu ‘The Way Of Vikings’ und ‘Shield Wall’ erheben zwei Krieger die Waffen, ältere Stücke wie ‘Asator’, ‘Cry Of The Black Birds’ und ‘Legend Of A Banished Man’ überraschen. „Sie sind alle fantastisch“, lobt Hegg die Meute, die sich wacker abarbeitet und headbangt sowie rudert, was das Zeug hält. Zum finalen ‘Twilight Of The Thunder God’ entrollt sich schließlich eine gigantische Seeschlange, bis Big J den Hammer niederschlägt und in Applaus und Feuerregen untergeht – man kann nur den Hörnerhelm ziehen vor so viel Übermacht und (Riff-)Klasse! BeiWitt gewittert es unter dem Rübezahl-Banner zu ‘Herr der Berge’ gleich weiter: Der Rauschebart lässt mit kauzigem Slapstick schmunzeln und geleitet die letzten Feierwütigen mit Rammstein-Sounds (‘Supergestört und superversaut’), Absackermaterial und einigen „Witzen“ in die Nacht – ein perfekt gesetzter Rausschmeißer.

FREITAG, 5. JULI

Nach der deutschen Symphonic Metal-HoffnungElvellon (ein im Moment zu Recht aufstrebender Stern im Genre) scharrenMilking The Goatmachine mit den Hufen: Drei unter Ziegenmasken versteckte Gesichter lauern darauf, ihren Goatgrind unters Volk zu bringen. Mit unaufhaltsamer Geschwindigkeit brettern die Jungs voran und wecken so auch den letzten Besucher aus seinen von der Nacht übrig gebliebenen Träumen – Frühsport inklusive: Schnürsenkel zu, Hosenträger hoch, auf die Plätze, fertig, und rein in die Wall Of Death! Nicht ganz so ausgelassen gebenNailed To Obscurity wenige Minuten später ihr Debüt. Es ist mal wieder die Uhrzeit, die einer Band wie dieser nicht wirklich gerecht werden mag. Tageslicht und Sonne zu ‘Black Frost’? Doch der Auftritt der Melodic Death-Metaller überzeugt. Aus den vordersten Reihen steigen Seifenblasen empor und schweben zu schwermütig-düsteren Klängen über das Gelände. Sänger Raimund Ennenga fällt teils in geheimnisvolles Flüstern, um wenig später mit bitterem Geschrei sein volles Stimmvolumen zu präsentieren. Mit ‘Desolate Ruin’ endet der Auftritt viel zu schnell – mehr davon! Mit einem (nach Sabaton anmutenden) Intro stellen sich daraufhinWarkings vor: Das Quartett, bestehend aus nordischem Krieger, Spartaner, Römer und Kreuzritter, betritt die Arena und fordert die Massen zugleich auf, seine Krieger zu sein. Nach „Ha Hu Ha“-Kampfschreien soll bei ’Battlecry’ eine Wall Of Death im Stil von Braveheart folgen. Die auserkorene Harzer Armee folgt dem Ruf und zieht in die Schlacht. Bevor die ItalienerElvenking loslegen, gibt es eine Ansage zur veränderten Running Order: The Night Flight Orchestra hätten mal lieber den Nachtflug nehmen sollen, denn die Maschine am Tag hat Verspätung. Kurzerhand tauschen Omnium Gatherum ihre Bühnenzeit mit den Kollegen. Spontan und flexibel? Auf die Metal-Gemeinde ist Verlass! Der Soundtrack dazu könnte passender nicht sein: Elvenking widmen ihr Stück ‘Elvenlegions’ allen Metal-Fans. Herzerwärmend! ‘The Divided Heart’ appelliert an die Beweglichkeit, und mit ‘Under The Sign Of A Black Star’ geben die Männer einen Einblick in ihr kommendes Album. Für noch mehr Heiterkeit sorgenMr. Irish Bastard . Zunächst etwas skeptisch beäugt, lässt sich selbst der härteste Metaller bei Party-Nummern wie ’We Are The Drunks’ oder ’I Hope They Sell Beer In Hell’ mitreißen. Nach einer regelrechten Crowdsurfer-Welle folgt ein Circle Pit, der ordentlich Staub aufwirbelt (aka Wüstensturm) – danke dafür!

WAS KOSTET DAS ROCKHARZ?

Wochenend-Ticket: 109,80 €
Tages-Ticket: 63,83 €
Bier (Krombacher 0,3 l): 2,80 €
Bier (Krombacher 0,5 l): 4,50 €
Bier (Krombacher 1,0 l): 8,00 €
Bier (Krombacher 1,5 l): 12,00 €
Cocktails: 5,80 €
Apfelwein (Bembel): 4,30 €
Burritos: 8,00 €
Pommes: 3,50 €
Burger: 6-8 €
Fleischspieße: 3-5 €
Veggie-Burger: 6-8 €
Lachs-Döner: 8,00 €
Käse-Döner: 6,50 €
Baumstriezl: 6,00 €
Handbrot: 5,00 €
Krokodil-/Känguru-Burger: 8,50 €
Black Chili: 7,50 €
Rockharz-T-Shirt: 20,00 €
Rockharz-Hoodie: 40,00 €
Hubschrauberrundflüge: 50,00 € (pro Person)

Grave


Epica


Dann übernehmen wie angekündigtOmnium Gatherum den Night Flight-Slot und zaubern melodieverliebten Fans mit ‘Frontiers’ und dem überragenden ‘Skyline’ ein Lächeln ins Gesicht. Markus Vanhala wirft sich gekonnt in die Posen, während Keyboarder Aapo Koivisto stetig die Meute animiert. Zu ‘Be The Sky’ fährt ein angenehmes Lüftchen durchs Haar, und laute „Hey!“s schallen über den Platz; vor ‘Cold’ beschwören die Finnen schließlich die Metal-Familie und heimsen wohlverdienten Applaus ein – eine wahre Sternstunde für Melo Death-Freunde! Mit einer Viertelstunde Verzögerung schaffen es dann auch die DiscokönigeThe Night Flight Orchestra mit ‘Sometimes The World Ain’t Enough’ auf die Bühne: Ihr Auftritt kommt (aufgrund des Reisestresses?) erst etwas hüftsteif daher. Als die Flugbegleiterinnen jedoch zu ‘1998’ zu tanzen beginnen, gerät auch die Meute ins Klatschen und Mit machen – gekrönt von einem ansehnlichen Polonaise-Pit zum Finale! Ohne Anlaufschwierigkeiten lassen dannKissin’ Dynamite ihren Worten Taten folgen: Flammenstöße, die selbst am helllichten Nachmittag Eindruck hinterlassen, begleiten ‘I’ve Got The Fire’. Ein Glück, dass die übergroßen Dynamitstangen auf den Verstärkern nicht hochgehen – im Gegensatz zu den Fans, die Sänger Hannes Braun durchgehend und lautstark begleiten – egal, ob er gerade in seinen königlichen Umhang gehüllt ist oder nicht. Nach dieser ehrlichen und energetischen Rock-Offensive zeigt das Rockharz, dass es auch hart kann:Caliban -Sänger Andreas Dörner geht sportlich in die Knie, während er das Publikum aus voller Lunge anschreit; so lässt der erste Circle Pit nicht lange auf sich warten und die Haihappen schwimmen in einem Whirlpool aus Staub, der sich mit dem Bühnen-‘nebeL’ vermengt. Der Versuch eines Crowdsurfer-Weltrekords bringt die Grabenschlampen ins Schwitzen und stachelt Dörner an, selbst aktiv zu werden.

Noch einmal gemeinsam gerudert, und wir geben weiter nach Schweden: Kaum zwei Stunden nach dem Night Flight-Auftritt ist schon wieder Zeit für Speed und seine TruppeSoilwork , welche die Metal-Meute auf klassischere Weise beglücken: Bereits zu ‘Full Moon Shoals’ und natürlich ‘Stabbing The Drama’ wird eifrig mitgeklatscht, während zum wuchtigen ‘Stålfågel’ Hände nach oben und Crowdsurfer auf die Reise gehen. Obgleich besonders Silberfuchs Sylvain Coudret engagiert posiert und alle Riffs sitzen, berührt der Auftritt (wie so oft) nicht so sehr, wie es den Schweden auf Platte gelingt – das ist und bleibt ein Mysterium. Für ihr rasantes Gitarrenspiel sindDragonforce bekannt, die auch heute viele Besucher staunend dreinblicken lassen. Dazu beweisen die Briten Entertainer-Fähigkeiten: Gitarre abschlabbern, triumphierendes Machtgehabe der Saitenfraktion – das Auge weiß gar nicht, wohin. Mit der Ansage, in Deutschland stets eine besonders schöne Zeit zu haben, verabschiedet sich das Quintett, bevor es zu ‘Through The Fire And The Flames’ die letzten Siegerposen abliefert. Zeit, die Härteschraube anzuziehenHypocrisy beweisen wie bereits auf Tour unanfechtbare Versohlungskompetenz und riffen mit dem monumentalen ‘End Of Disclosure’ in die Abendsonne. Für das Hauptpublikum mögen Tägtgren und seine Mannen einen Tick zu hart sein, für Todesjünger und Headbanger kommen ‘Eraser’ oder ‘Fire In The Sky’ („Es war heiß an den letzten Tagen?!“) jedoch einem echten Freudenfest gleich – pure Riff-Dominanz, ob grunzend tief oder krächzend hoch intoniert. Den furiosen Abschied markieren ‘The Final Chapter’ und natürlich ‘Roswell 47’. Harter Schnitt: ‘Große Träume’ erklingt, und sofort habenSaltatio Mortis das Rockharz auf ihrer Seite. Die Energie der Spielleute ergreift das Publikum und explodiert in ausgelassenem Feiern sowie nicht enden wollendem Crowdsurfing. Frontmann Alea der Bescheidene tut es der Menge gleich: Während ‘Ich werde Wind’ lässt er sich von den Zuhörern tragen; eine jahrelange Tradition mit Gänsehautgarantie. Ebenso traditionell: Der ‘Spielmannsschwur’, den das Publikum auch nach Konzertende weitersingt. „Vielen Dank für diese wunderschönen Momente!“ – die Worte könnten treffender nicht sein.

So viel Feuer und gute Laune schreien nach einer Gegenveranstaltung:Dimmu Borgir färben das Rockharz schwarz, was das Publikum in seinem Feiermodus natürlich nicht bremst. Klar spielt Playback bei den schwedischen Kapuzenmännchen mittlerweile eine große Rolle, das bringt der pompöse Orchester-Sound nun mal mit sich. Show und Atmosphäre tut das keinen Abbruch, und die Hits purzeln am laufenden Band: Hymnen wie ‘The Chosen Legacy’, ‘Gateways’ und ‘Progenies Of The Great Apocalypse’ kommen satanisch und finster rüber, während Fans headbangen und in den hinteren Reihen bunte Lichter blinken lassen. Vom Geheimtipp zur regelrechten Stimmungsinstitution haben sich die folgendenRusskaja entwickelt: Das Septett wird dermaßen frenetisch gefeiert, dass nicht die geringste Spur von Erschöpfung zu sehen ist. Der obligatorische ’Psycho Traktor’ als Maßnahme zur Kollektiv-Gefühls-Bewusstseinserweiterung (kurz KGB) rundet den ganzen Spaß schließlich ab, bevor die mehrstimmigen NiederländerHeidevolk die Meute ein letztes Mal an diesem Abend springen lassen und das ‘Saksenland’ beschwören – ab ins Bett!

INTERVIEW MIT ROCKHARZ-VERANSTALTER THORSTEN „BUDDY“ KOHLRAUSCH

Letztes Jahr begrüßte ein begehbares Flugzeug die Fans am Eingang zum Infield – wo ist es abgeblieben?
Die „Harz Force One“ steht nun auf dem Dach des Luftfahrtmuseums in Wernigerode. Dort ist sie wieder zur „Silbernen Gams“ geworden, der ursprünglichen und offiziellen Bezeichnung für diesen Flieger. Es erinnert leider nichts mehr an ihren kurzen Einsatz auf unserem Jubiläumsfest. Wer weiß, vielleicht kehrt sie ja eines Tages für eine Stippvisite zurück…

Ihr habt 2019 in neue Bühnen investiert. Warum war das nötig und welche Vorteile sowie neue Möglichkeiten bieten sie?
Die Bühne ist das zentrale Element unseres Festivals, daher möchten wir Ansicht und Bedingungen stetig verbessern. Optisch waren die gebrandeten Sidewings ein Hingucker. Es gab rund zehn Prozent mehr Spielfläche für die Bands. Was ich persönlich sehr gut finde, ist, dass die vordere Bühnenkante circa 50 Zentimeter niedriger ist. Das gab speziell für die ersten Reihen im Publikum einen besseren Sichtkomfort in die Bühnentiefe.

Trotz eurer Bemühungen landeten Besucher bei der Anreise wieder im Stau und ärgerten sich. Woran lag das, und wie seid ihr damit umgegangen?
Wir hatten jetzt drei Jahre, in denen die Anreise sehr gut und ohne große Wartezeiten verlaufen ist. Am Mittwoch hat das auch dieses Jahr sehr gut geklappt. Unser Camping-Gelände öffnet dienstags um 14 Uhr – wenn dann morgens um zehn bereits eine Schlange bis in den nächsten Ort steht, macht es das sehr schwer, im weiteren Verlauf wieder einen Fluss in die Anreise zu bringen. Wir haben dann bereits um 11:30 Uhr geöffnet und spontan rund hundert Leute deutlich früher als geplant mobilisiert. Trotzdem kam es zu sehr langen Wartezeiten, noch befeuert durch Umleitungen und einen Unfall auf der Strecke. Nun werden wir für das kommende Jahr weitere Maßnahmen ergreifen müssen, um den Dienstag wieder zu entspannen. Wir haben schon einige Ideen.

Das erklärte Festival-Motto des Rockharz lautet aktuell „Made Of Metal, Beer & My Best Friends“. Wie viel mehr Freunde, sprich: Besucherwachstum verträgt das Rockharz, ohne seine friedliche, familiäre Atmosphäre zu gefährden?
Nun, dieses Motto existiert ja noch gar nicht so lange. Es filtert meiner Meinung nach aber ganz gut die drei zentralen Gründe heraus, warum unsere Gäste zu uns kommen. Ich habe das Gefühl, dass dafür nicht die Anzahl der Leute das Entscheidende ist, sondern die Gemeinschaftsatmosphäre und der Umgang miteinander. Selbstverständlich haben wir dennoch seit Jahren im Blick, dass sich das Rockharz nicht zu sehr verändert. Ich würde unser bisheriges Wachstum als gesund bezeichnen: Durchschnittlich sind wir in den letzten Jahren um circa 1.000 Gäste pro Jahr gewachsen. Dieses und vergangenes Jahr waren wir jeweils rund drei Monate vor dem Festival ausverkauft; wären wir auf grenzenloses Wachstum aus, hätten wir sicher ein paar Tausend Tickets mehr verkaufen können. Das haben wir aber nicht getan – bei allem Kostendruck, der sich speziell in den letzten drei Jahren entwickelt hat, keine selbstverständliche Entscheidung. Doch wir tun alles dafür, dass sich unser Haupt-Trademark nicht verändert: die Atmosphäre auf dem Platz.

Welche Bands haben dich beim Rockharz 2019 besonders begeistert?
Leider ist es immer so, dass ich mir nur wenige Shows, und dann auch nur zum Teil, ansehen kann. Von dem, was ich gesehen habe, war natürlich die Show von Amon Amarth die herausragendste. Aber auch Dimmu Borgir, die ich zum ersten Mal gesehen habe, haben mich voll eingefangen. Von Mono Inc. habe ich auch ein paar Songs erlebt und war total gerührt, als sie das Rockharz in solch hohen Tönen gelobt haben. Aber auch The Night Flight Orchestra und Hardline, von denen ich jeweils ein paar Stücke sehen konnte, fand ich super. Die Überraschung waren für mich Grave. Ultrafett! Sowieso möchte ich mich hiermit nochmals bei allen Künstlern für die grandiose Kooperation und die geilen Shows bedanken! Von unserer Crew ganz zu schweigen… Sie hat zum Teil Übermenschliches geleistet. Danke, Leute!
SEBASTIAN KESSLER

Dragonforce


Hämatom


Dimmu Borgir


Anvil


Overkill


The Night Flight Orchestra


Saltatio Mortis


SAMSTAG, 6. JULI

Nach dem ersten samstäglichen Aufbäumen mitFollow The Cipher undHell Boulevard ruft der Ozean:Visions Of Atlantis haben nicht nur ihr kommendes Album WANDERERS im Gepäck, sondern mit Michele Guaitoli seit Kurzem auch eine neue Stimme neben Frontfrau Clémentine Delauney. Auf ‘The Deep & The Dark’, ‘New Dawn’ und ‘Book Of Nature’ folgt ‘Heroes Of The Dawn’ – die erste Kostprobe des neuen Materials, wenig später unterstützt durch ‘A Journey To Remember’. Mit ‘Memento’ reisen die Musiker in ihre Vergangenheit und verzaubern final mit ‘Return To Lemuria’. Dann wird es missionarisch: Das Ziel vonFreedom Call ist es, ihre eigene „Metal-Religion“ zu gründen. Mit „Halleluja, Heavy Metal! Halleluja, Freedom Call!“ wollen sie die Menge bekehren, was auch erstaunlich gut gelingt. Sprechchöre werden laut, und ’Metal Is For Everyone’ scheint die Hymne des Augenblicks zu sein. Und es bleibt traditionell: Die NewcomerBurning Witches bringen ihre rein weibliche Besetzung als Alleinstellungsmerkmal mit, wissen aber, dass es ohne die richtigen Riffs nicht funkt. Knackige Songs zwischen Heavy und Thrash lassen Headbanger heißlaufen, und die neue Sängerin Laura Funk treibt die Fans erfolgreich an. Stimmlich zwischen Doro und Jill Janus verortet, sorgt sie mit eingestreuten Growls für ein willkommenes Quäntchen Brutalität. Okay, die Hit-Dichte ist noch ausbaubar, aber dafür hat die junge Band gewiss noch Gelegenheit. Derlei Aufbauarbeit habenGrand Magus längst hinter sich: Schon vor Konzertbeginn singen sich die Fans in den ersten Reihen warm, sodass ‘I, The Jury’, ‘Dawn Of Fire’ und ‘From The North’ zu Selbstläufern werden und die Schweden diesen Nachmittag als Siegeszug verbuchen dürfen. Sänger und Gitarrist JB, mittlerweile wieder ohne Vollbart, wirkt beglückt und versucht sich in deutschen Ansagen, lässt bei ‘Iron Will’ aber schließlich lieber das Riff sprechen. ‘Hammer Of The North’ hallt dank Fan-Gesängen noch lange nach. Noch traditioneller gehenAnvil zu Werke: Die Kanadier ziehen ihr Ding durch, wo immer sie aufspielen – ulkige Grimassen und grandiose Ansagen inklusive („Ich bin 63, fühle mich aber wie 36“, schwadroniert Sänger Lips). Zu Klassikern wie ‘666’ oder ‘Metal On Metal’, aber auch zum neueren ‘Bitch In The Box’ erntet das Trio ordentlich Zuspruch, wenn auch weniger geht als erwartet.

Das zu dieser Zeit bereits vorherrschende träge Gefühl des letzten Festival-Tags treibenHardline auf die Spitze: Zwar gehen die Italiener energetisch und mit frechen Posen vor, doch das Hard Rock-Quintett um Keyboarder Alessandro Del Vecchio kommt weniger gut an, als es musikalisch verdient hätte. Johnny Gioeli kokettiert mit deutschen Fragmenten, lässt aber schwache Ansagen vom Stapel („Wer ist schon seit 1992 dabei?“; „Wir sind keine Band mit Feuer auf der Bühne – nur etwas ‘Fever Dreams’…“) und wirbt für das neue Album, um dann das ältere ‘Life’s A Bitch’ anzukündigen. Schade! Auch zuGrave kriechen nur wenige Superfans aus ihren Löchern, dabei zocken die Todesveteranen ein derbes, doch auf den Punkt gelungenes Set: Ob zu ‘You’ll Never See’, ‘Into The Grave’ oder dem uralten ‘Annihilated Gods’ – die Haare fliegen, der Pit springt, und Bassist Tobias Cristiansson fackelt vor den Schwedenfahnen und Totenköpfchen auf der Bühne ein wahres Posentheater ab. Ein spannendes Experiment, das zwar wie bei Hypocrisy am Vortag nur bedingt aufgeht, für Connaisseure jedoch ein erklärtes Tages-Highlight darstellt. Woraufhin sich die Frage stellt: Wo waren die jetzt auftauchenden Onkelz-Shirt-, Bikerkutten- und Hantelbank-Typen eigentlich während des restlichen Festivals? ZuKärbholz vermischen sie sich mit dem Metal-Publikum und sorgen von Beginn an für einen propper gefüllten Platz.

Obwohl die Gitarre anfangs kaum zu hören ist, legt zu ‘Keiner befiehlt’ bereits der erste Moshpit los. Man muss die Macker-Mucke nicht mögen, aber zugeben: Die Deutsch-Rocker heben ordentlich die Stimmung!

Das tut auch die Vorfreude auf die RückkehrerLegion Of The Damned : Der Ruf von ‘Cult Of The Dead’ und ‘Sons Of The Jackal’ lockt die Headbanger ins Feld, während die Abendsonne noch mal durch die Wolken stößt. Aufziehende Windböen machen sich gut im fliegenden Haar von Sänger Maurice Swinkels, verwehen aber an mancher Stelle vor der Bühne den Sound, bis nur noch die Doublebass bleibt. Egal: Ohne langes Betteln verabreden sich die Fans eigenständig zur Wall Of Death und lassen den Pit nicht mehr zur Ruhe kommen. ZuMono Inc. ist das Tagestief längst überwunden: Zahlreiche Gestalten warten auf die Band um Sänger Martin Engler, die genau die richtige Schnittmenge zwischen Gothic und Rock abbildet, zum Tanzen animiert und seliges Wiegen im Takt erlaubt. In den folgenden 60 Minuten wechselt der Frontmann sein Outfit öfter als manch ein Besucher am gesamten Wochenende. Alle feiern zu ‘Arabia’, ‘Gothic Queen’, ‘Banks Of Eden’ und natürlich ‘Voices Of Doom’. Feine Setlist, wie der Zuspruch beweist. Der Preis für das Outfit des Festivals geht allerdings anEpica -Sängerin Simone Simons. Ihr purpurrotes Kleid glitzert im Scheinwerferlicht in zahlreichen Nuancen. Ebenso glänzt sie mit herausragender Stimmleistung. Nervender Regen setzt ein; oder weint der Himmel vor Freude über ‘Essence Of Silence’, ‘Storm The Sorrow’ und ‘Unleashed’? Es wäre nachvollziehbar. Feuerfontänen kommen genau richtig und wärmen die fröstelnden Glieder. Trotz Miesewetter – die einzige deutsche Festivalshow der Band dieses Jahr ist ein Highlight! Wie nicht anders erwartet, drängt sich danach gefühlt das gesamte Infield vor die Bühne, dennKorpiklaani spielen auf. Dank der finnischen Stimmungsgaranten und ihrer eingeschworenen Fan-Gemeinschaft ist das Partylevel von Beginn an hoch. Der gegen Ende wieder einsetzende Regen wird mit ’Vodka’, ’Beer Beer’ und ’Happy Little Boozer’ einfach weggesungen und -getanzt.

Kurz vor dem Finale ergreift Veranstalter Buddy das Wort und verabschiedet sich herzlich für dieses Jahr: „Sogar der Himmel weint.“ Doch ein Highlight steht noch an:Children Of Bodom haben ein schmackhaftes Best Of-Programm zusammengestellt. Der Start gelingt mit ‘Are You Dead Yet’ und ‘I Worship Chaos’, echte Begeisterung stellt sich im Publikum zu ‘Angels Don’t Kill’ ein. Die größten Schauwerte bietet Keyboarder Janne Wirman, der immer mal wieder einhändig spielt, während er Pullen leert. Alexi Laiho scheint bemüht, „Fuck!“-Rekorde zu brechen; süß, wie sich beide während eines gemeinsamen Soloparts in den Arm nehmen. So halten die Rockharzer trotz Nieselregen und Temperaturabfall tapfer Stellung, wenngleich die Resonanz und auch die Show bei den vorherigen Headlinern merklich größer ausfielen. Doch wenn jemand weiß, wie man Regen und Wind trotzt, dann die Iren: Kurz vor Festival-Ende schaffen esThe O’Reillys And The Paddyhats (wenngleich aus Grevelsberg, NRW), noch einmal, letzte Kräfte zu mobilisieren und dem Publikum den ’Irish Way’ des Feierns zu zeigen. Ob nun mit traditionellem Folk wie ’The Wild Rover’ oder dem aktuellen Albumtitelstück ’Green Blood’ – die Menge ist angefixt und trotzt Nässe und Kälte mit ausgelassenem Tanzen, Mitsingen und Feiern, bevor die SchwedenApocalypse Orchestra den Widrigkeiten zum Trotz das Licht mit einem stimmungsvollen Auftritt vor dem letzten feierwütigen Häufchen endgültig ausknipsen.

METAL HAMMER bedankt sich für ein wunderschönes Wochenende und freut sich schon jetzt auf die nächste Ausgabe mit Bands wie Running Wild, Accept, Subway To Sally, Eluveitie, Dark Tranquillity, Ensiferum, Destruction, Ost+Front und Ektomorf.
LISA GRATZKE, SEBASTIAN KESSLER, KATRIN RIEDL, HEIDI SKROBANSKI

TOPS & FLOPS DER REDAKTION

Unser Team vor Ort: Sebastian Kessler, Katrin Riedl, Heidi Skrobanski und Lisa Gratzke (v.l.)


LISA GRATZKE

Top: Elvellon, Visions Of Atlantis und Epica (mein Symphonic Metal-Herz tanzt), Lacrimas Profundere, Cradle Of Filth, Wintersun (‘Death And The Healing’ ist und bleibt einer der besten Songs überhaupt), Caliban, Saltatio Mortis. Die Kollegen von metal.de geben Zuflucht und sorgen stets für kühles Bier – Herzchen an euch. Die entspannte Atmosphäre, kurze Wege – ein rundum super schönes Festival!Flop: Van Canto; Amon Amarth zünden bei mir nach wie vor nicht (hat sie nicht gesagt!). Sonnenbrand und Kopfschmerzen des Todes am Donnerstag.

SEBASTIAN KESSLER

Top: Das mächtige Design der neuen Bühnen. Die Setlist von Wintersun. Die Gewalt von Amon Amarth. Feuer, Emotionen und Botschaften von Saltatio Mortis. Entspannte, familiäre Atmosphäre vor und hinter der Bühne.Flop: Oft arg basslastiger Sound, wenn man nicht zentral vor einer der Bühnen steht. Das (Nach-) Mittagsprogramm am Freitag und Samstag offenbart Unterhaltungslöcher. Mono Inc., wtf?!

KATRIN RIEDL

Top: Amon Amarth. Hypocrisy. Grave. Omnium Gatherum. Nailed To Obscurity. Overkill. Grand Magus. Lordi. Der Polonaise-Pit bei The Night Flight Orchestra. Perfektes Wetter, Harzer Wohlfühlatmosphäre, Lesergespräche. Top-Job der Grabenschlampen. Festival-Gimmick des Jahres: Der Seifenblasenrasenmäher!Flop: Wespenstich am Samstag. Nächtliche Kälte. Einige musikalische Unverständlichkeiten im Programm. Fotografenleid: Die Höhe der Bühne.

HEIDI SKROBANSKI

Top: Musikalisches Potpourri. Lacrimas Profundere – nicht nur wegen der Sonne zum Dahinschmelzen. Elvellon, Milking The Goatmachine, Nailed To Obscurity. Caliban sowieso. Stimmungskanonen Russkaja. Und einfach immer wieder großartig: The O’Reillys And The Paddyhats! Wunderbar entspannte Besucher und Crew. Und das kleine, aber sehr feine Team METAL HAMMER.Flop: Nebenhöhlen voller Staub. Sound-Probleme auf der Rock Stage. Der rapide Temperaturabfall inklusive Regen am letzten Abend – da half nur Warmtanzen.

Lacrimas Profundere


Children Of Bodom


Fotos: K. Riedl, S. Kessler

Fotos: K. Riedl, S. Kessler

Fotos: K. Riedl, S. Kessler