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LMP1: Nico Hülkenberg: „IN DER NACHT HAT ES KLICK GEMACHT”


Auto Bild motorsport Porsche - epaper ⋅ Ausgabe 1/2018 vom 26.10.2018

Formel-1-Pilot Nico Hülkenberg holt 2015 für Porsche den ersten Le Mans-Sieg nach dem Comeback 2014. Dabei kommt er zunächst gar nicht auf Tempo. Der Start ist ihm sogar peinlich …


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Das Sieger-Trio: Nico Hülkenberg (r.) fuhr den dritten Porsche, der nur in Spa und Le Mans zum Einsatz kam, mit Nick Tandy (l./GB/ Carrera-Cup-Meister 2011) und Earl Bamber (Mi./NZL/ Supercup-Champ 2014)


Fotos: Hersteller

Herr Hülkenberg, Sie haben für Porsche 2015 den Comeback-Sieg geholt. Wie kam es dazu?

Nico Hülkenberg (31): Als klar war, dass Porsche ein drittes Auto einsetzt, war auch die ...

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Nico Hülkenberg (31): Als klar war, dass Porsche ein drittes Auto einsetzt, war auch die Motivation da, einen deutschen Formel- 1-Fahrer reinzusetzen. Sebastian (Vettel; d. Red.) war nicht verfügbar. Dadurch, dass ich bei einem Privatteam gefahren bin, war ich flexibler. Und ich hatte auch den Hintergedanken, mir das als Alternative aufzubauen.

Haben Sie an den Sieg geglaubt?

Nein, das wäre vermessen gewesen. Das macht die Story jetzt auch so besonders. Wir drei Neulinge sind unbefangen reingegangen und haben es fliegen lassen. Es war eine sehr geile Zeit, aber auch intensiv.

Wie lange haben Sie gebraucht, sich auf den Porsche einzustellen?

Das ganze Auto war anders: Allradantrieb, Traktionskontrolle vorn und hinten, ein viel größeres Hybridsystem und mehr Gewicht als in der Formel 1.

So richtig schnell bin ich erst in der Nacht in Le Mans geworden. In der Formel 1 waren die Reifen damals so fragil, da musste man sehr vorsichtig sein. Im LMP1 musste ich fahren wie ein Henker, um auf eine gute Rundenzeit zu kommen. Sliden, Driften, die Traktionskontrolle hat alles für dich erledigt. Und die Michelin-Reifen haben alles mitgemacht. Ich habe am Anfang die Welt nicht verstanden, war eine halbe Sekunde zu langsam. Am Start sind erst mal alle weggezogen. Das war ungewohnt und peinlich. So hatte ich mir das Drehbuch nicht vorgestellt. Dabei waren Nick und Earl immer mit die Schnellsten. Als es Nacht wurde, hat es dann Klick gemacht. Ich bin einen Vierfach-Stint gefahren und war plötzlich der Schnellste. Das ist wie mit einem Schuh, der zunächst nicht bequem sitzt. Der drückt, bis er eingelaufen ist. Auf einmal war der Knoten gelöst und die Harmonie war da.

17. Gesamtsieg 17 Jahre nach dem letzten Le-Mans-Triumph 1998 holt das unerfahrene Fahrertrio mit der Startnummer 19 den insgesamt 17. Le-Mans-Erfolg für Porsche

In der Nacht platzt bei Hülkenberg der Knoten, und er wird an Markenkollege Mark Webber vorbeigewunken. Unten: der Formel- 1-Fahrer im geschlossenen LMP1-Cockpit


Sie haben ja nicht nur die Audi, sondern auch die anderen beiden Stamm-Porsche besiegt …

Ja, Mark Webber musste zur Seite fahren, weil ich schneller war. Der andere Porsche war auch schon hinter uns, hatte dann aber obendrein einen Unfall.

Und dann?

Morgens bin ich wach geworden und habe gesehen, dass wir immer noch führen. Dann fängt man an nachzudenken. Das ist ein Kribbeln und ein bisschen surreal, ein interessantes Gefühl.

Bei der Zieldurchfahrt waren Sie im Cockpit extrem emotional.

Na ja, von 2009 bis 2015 hatte ich ja nichts gewonnen. Das letzte Mal in der GP2. Und dann erst wieder in Le Mans. Das war ein langer Zeitraum. Im Cockpit hatte ich pure Glücksgefühle, war einfach stolz. Das sind Emotionen, die schwer zu beschreiben sind. In den nächsten drei F1-Rennen bin ich wie über Wasser gegangen. Ich war voller Selbstbewusstsein, alles kam wie aus der Hüfte geschossen.

Und wie hat Porsche reagiert?

Die Stimmung war bombastisch. Mission erfüllt. In der Hospitality war aber alles etwas zwanghaft. Deshalb habe ich mir eine Champagner-Pulle genommen und den Vorstand abgeduscht.

Wie besonders war der Sieg ausgerechnet mit Porsche?

Es ist etwas anderes, als das Rennen mit einem Toyota zu gewinnen. Man merkt schon, wie ikonisch die Marke ist.

Sollte Porsche in die F1 kommen?

Unbedingt.