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LOCKSTOFFE FÜR AALE: EINFACH FÄNGT AM BESTEN!


AngelWoche - epaper ⋅ Ausgabe 120/2019 vom 28.05.2019

Da Aale einen sehr empfindlichen Geschmackssinn haben, können Lockstoffe die Bissausbeute deutlich erhöhen. Wobei die Betonung auf „können“ liegt. Denn es muss der richtige Lockstoff in der korrekten Dosierung sein!


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Aale sind meist im Boden verborgen und schauen nur mit dem Kopf heraus. So können sie perfekt riechen, ob sich etwas fressbares in der Nähe befindet


Foto: Frei

Gekaufte Lockstoffe sind zum Teil sehr hoch dosiert. Beim Besprühen besteht das Risiko, dass der Köder überdosiert wird


Foto: Schlichting

NATÜRLICH FÄNGT AM BESTEN

Als erstes stellt sich die Frage, womit sich Aale am besten anlocken lassen. ...

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... Da sie sehr gerne Würmer und Fische fressen, ist alles, was danach riecht, als Lockstoff bestens geeignet. Das Problem ist nur, dass es keinen frischen Wurm- oder Fischextrakt zu kaufen gibt. Daher empfiehlt es sich, den Lockstoff einfach selbst herzustellen. Und das macht man am besten, indem man einfach ein paar Würmer oder Fische zerhackt. Solch ein Brei sieht zwar nicht gerade lecker aus, hat aber eine absolut sichere Wirkung auf Aale und kann vor allen Dingen auch nicht überdosiert werden! Beim Meeresangeln wird so etwas Rubby-Dubby genannt. Da werden Fische zerhackt und in einem Netzbeutel neben dem Boot ins Wasser gehängt. Der Duft der zerstückelten Fische ist so intensiv, dass die Fische aus großer Entfernung darauf aufmerksam werden und zum Boot kommen. Die gleiche Wirkung hat ein Fisch-Wurm-Brei auf Aale! Wenn das Ganze so zerkleinert wird, dass es schon fast eine flüssige Konsistenz hat, tunkt man den Köder vor dem Auswerfen darin ein. Wenn der Mix aber noch stückig ist, drückt man ihn am besten in einen kleinen Futterkorb oder in ein Netz und positioniert das Ganze dann in unmittelbarer Nähe des Köders. Jeder Aal in der Nähe wird auf diesen Geruch reagieren! Wer die Mühe und den Schweinkram nicht scheut, sollte es auf jeden Fall mal mit einem zerhackten Fisch-Wurm-Mix versuchen!

Auch eine Möglichkeit: Die zerhackten Fischstücke in einer zerlöcherten Flasche wird am Angelplatz positioniert


Foto: Deeg

Beim Meeresangeln werden zerhackte Fischstücke ganz häufig zum Anlocken von Fischen verwendet. Das wird dort Rubby-Dubby genannt


Foto: Rose

Ein kleiner Netzbeutel mit Grundblei, gefüllt mit ein paar Fischstücken. Ideal für Aale


Foto: Jagusch

Hier wird ein Wurm ganz vorsichtig mit einem speziellem Aal-Lockstoff geimpft. Weniger bringt bei solchen hoch dosierten Lockstoffen oft mehr


Foto: Wilde

VORSICHTIG DOSIEREN

Und dann gibt es natürlich auch viele Lockstoffe zu kaufen. Öle und Lockstoffe auf Fisch- oder Schalentier-Basis, die extra als Raubfisch-Lockstoffe angeboten werden, gibt es viele, sogar spezielle Aal-Lockstoffe. Aber bei diesen Extrakten kann man nicht genau sagen, ob die Aale sie tatsächlich mögen. Außerdem sind sie teilweise so hoch dosiert, dass die Aale bei zu hoher Dosierung damit theoretisch sogar verschreckt werden könnten! Oft reichen daher schon wenige Tropfen am Köder vollkommen aus. Um herauszufinden, ob und wie gekaufte Lockstoffe wirken, empfiehlt sich die Hälfte-Hälfte-Taktik: Es wird immer nur einer von beiden Ködern damit getränkt. Wenn es gut beißt, stellt sich relativ schnell heraus, auf welchen Köder es mehr Bisse gibt. Wenn der Wurm mit dem Lockstoff erfolgreicher ist, dann sollten sofort beide Köder damit geimpft werden. Und wie gesagt: Es kann auch durchaus sein, dass der Lockstoff abschreckend wirkt und somit nur der normale Köder Bisse bringt. Dann weiß man, dass der aktuell verwendete Lockstoff nicht für Aale geeignet ist und man ihn theoretisch auch weggießen kann … Das zeigt, wie sensibel das Thema Lockstoffe bei Aalen ist. Wenn man aber einmal einen Lockstoff gefunden hat, der an einem bestimmten Gewässer tatsächlich auf Aale wirkt, hat man für immer einen echten Trumpf im Ärmel!

PUNKTGENAU PLATZIEREN

Ganz wichtig ist natürlich, dass der Köder immer so positioniert wird, dass der Lockstoff eine optimale Wirkung hat. In Flüssen muss er daher immer oberhalb einer guten Stelle platziert werden. Zum Beispiel vor einem ins Wasser hängendem Gebüsch, vor einem Krautfeld oder möglichst dicht an einer Steinpackung. In einem Fluss erzeugt ein guter Lockstoff eine lange Duftfahne, die die Aale auch aus größerer Entfernung an den Angelplatz lockt. In stehenden Gewässern wird keine Duftfahne, sondern eine Duftwolke erzeugt. Dort ist es deshalb nur wichtig, dass der mit Lockstoff geimpfte Köder möglichst dicht an aalverdächtigen Spots positioniert wird. Also an Krautfeldern oder ganz dicht an im Wasser liegenden Ästen. Da sich die Wolke natürlich ausbreitet und die Aale einen extrem sensiblen Geruchssinn haben, werden sie auch aus ein mehreren Metern Entfernung schnell auf den Köder aufmerksam!