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Loft für zwei


Reisemobil International - epaper ⋅ Ausgabe 12/2021 vom 02.11.2021

Frankia Neo BD Black Line

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EXKLUSIV von 5 EXPERTEN geprüft

SIMON RIBNITZKY

Der Frankia Neo ist hochwertig gebaut und punktet mit cleveren Lösungen. Im Detail:

Auf der Teststrecke................ 16

Schnittzeichnung................... 18

Konkurrenten......................... 19

Technische Daten................... 20

Bewertung/Fazit.................... 21

Ein handlicher Teilintegrierter unter sieben Meter Länge soll es sein, mit dem komfortablen Mercedes-Benz Sprinter als Basis und dazu mit ausreichend Zuladereserven auch als 3,5-Tonner? Wer mit nach diesen Kriterien den Markt sondiert, stellt schnell fest: groß ist die Auswahl nicht.

Frankia – bislang in erster Linie bekannt für große und luxuriöse Wohnmobile weit jenseits der 3,5-Tonnen-Grenze – hat hier vor rund zwei Jahren die Baureihe Neo aufgelegt. Zur Saison 2022 stellt der Premiumhersteller aus Marktschorgast bei Bayreuth in Oberfranken dem ...

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... bekannten Einzelbetten-Grundriss eine neue, noch kompaktere Variante mit Querbett im Heck zur Seite. In fahrbereitem Zustand sollen beide unter drei Tonnen wiegen.

Zudem offeriert Frankia den Neo als Sonderedition Black Line – optisch erkennbar am Fahrerhaus in Schwarz- Metallic und schwarzen Leder-Microfaser-Polstern im Innenraum. Inklusive kostspieliger Extras wie Solaranlage, Lithium-Akku und Fahrassistenz-Paket verlangen die Oberfranken für den 6,82 Meter langen Teilintegrierten 88.900 Euro – laut Hersteller ein Preisvorteil von rund 7.000 Euro zu einem vergleichbar ausgestatteten Serienmodell. Grund genug, den Frankia Neo BD Black Line im Profitest ganz genau unter die Lupe zu nehmen.

Karosserie

Frankia nutzt den Mercedes-Benz Sprinter mit Frontantrieb und Al-Ko Tiefrah-menchassis als Basis für den Neo. Auf das Fahrgestell setzt der Hersteller eine 31 Millimeter dicke Sandwichplatte, die an Ober- und Unterseite aus Aluminium besteht – eine eher ungewöhnliche Lösung, die aber beste Haltbarkeit verspricht. Der Fußboden liegt höher und ermöglicht einen 22 Zentimeter hohen Doppelboden, der über Außenklappen und klappbare Sitzflächen innen prima zugänglich ist.

DIE EXPERTEN

Männer vom Fach, die unserer Test-Redaktion hilfreich zur Seite stehen.

Götz Locher, Elektromeister Das Elektro-h andwerk liegt b ei Lochers in der Familie. D er Vater war Obermeister der Elektroinnung Stuttgart, er selbst jahrelang Mitglied der Meister prüfungskommission.

Alfred Kiess, Schreiner- meister Mit seinem Unternehmen hat sich Alfred K iess auf die Fertigung hochwertiger Möbel-und Einzelstücke mit edlen Intarsienarbeiten sowie auf den Innenausbau von Jachten und Luxus-Mobilen spezialisiert.

Rudi Stahl, Karosserieb aumeister D er Experte in Sachen Aufbau und Fertigungsqualität beurteilt mit seiner langjährigen Erfahrung im Karosseriebereich das optische Erscheinungsbild sowie die Kabinenanpassung der Testmobile.

Thomas Klingenstein, Dekra-Sach- verständiger T homas K lingenstein arbeitet seit 2004 bei der Dekra. Sein Spezialgebiet sind Nutz-, Wohn-und Sonder fahrzeuge sowie Allradler vom 4x4 bis hin zum 8x8. Doch damit nicht genug: Klingenstein ist be-gnadeter Camper und scheut sich auch nicht vor Fernreisen im Wohnmobil.

Auch Heck- und Seitenwände bestehen aus Alu-Sandwich, das Dach ist innen mit Alu und außen mit GfK beplankt. Isoliert wird durchgehend mit hochwertigem, wasserabweisendem XPS-Schaum. Pluspunkte sammelt auch der absolut holzfreie Aufbau, den Frankia zur Aufnahme der Möbel mit Alu-Verstrebungen versieht. Um die Ausschnitte von Türen und Fenstern herum kommen Leisten aus hochfestem PU-Schaum zum Einsatz.

Neben Materialien und Konstruktion gefällt beim Testfahrzeug die akkurate Verarbeitung. Der Unterboden präsentiert sich makellos, die Schürzen sitzen fest und die Übergänge vom Aufbau zum Fahrerhaus sind sehr gut abgedichtet, sodass hier nichts scheuert und weder Schmutz noch Feuchtigkeit hinter die Verkleidung gelangen können.

„Viele gute Ideen wie die integrierte Kabeltrommel machen Freude. Der Aufbau ist hochwertig.“

Rudi Stahl, Karosseriebaumeister

Einzig der Toilettenschacht muss Kritik einstecken: Der Ausschnitt für die Kassette ist so eng, dass man beim Herausziehen oben die Holzkante und unten die Gummidichtung der Klappe beschädigt. Zudem ist der Schacht unzureichend vor auslaufenden Flüssigkeiten geschützt. Frankia hat angekündigt, das zu prüfen.

Innenausbau

Hell, modern und schnörkellos: der Ausbau des Frankia Neo bildet einen wohltuenden Kontrast zu vielen deutlich konser-vativer gehaltenen Konkurrenten – mehr Loft als klassisches Reisemobil. Viele weiße Flächen harmonieren bestens mit dem dezent eingesetzten hellen Holzfurnier und den schwarzen Leder-Microfaser- Polstern des Black Line. Letztere bleiben freilich Geschmackssache und manchen Kunden dürfte die Serienversion mit helleren Polstern besser gefallen – hier hält Frankia diverse Möglichkeiten bereit.

„Das moderne Design der Möbel ist sehr ansprechend. Die Kanten der Bodendeckel sollte Frankia noch versiegeln.“

Alfred Kiess, Schreinermeister

Außer Frage steht die solide Verarbeitung des Mobiliars. Die mattweißen Schrankklappen mit verstecken Griffen ziehen sich ebenso wie die Schubladen der Küche sanft von selbst ins Schloss. Den Kleiderschrank zwischen Bett und Bad beleuchtet eine LED-Leiste effektiv. Nur den Holzkanten der Bodendeckel sollte der Hersteller noch eine Versiegelung spendieren, damit hier nichts aufquellen kann, sollten Flüssigkeiten auslaufen oder der Boden häufig nass gewischt werden.

Schlafen und Sitzen

Etwas aus der Mode gekommen ist der Querbett-Grundriss des Neo BD. Dabei hat die Aufteilung handfeste Vorteile, wie sich im Innenraum des Frankia zeigt. Im Vergleich zur GDK-Version mit Einzelbet-ten spart der Hersteller ein paar Zentimeter Auf baulänge, zudem bekommt die Sitzgruppe vorn mehr Platz. Im Fall des BD bedeutet das: komfortable L-Bank, freistehender Tisch mit Zentralfuß und ein vollwertig nutzbarer Seitensitz. Die Tischplatte fällt im Verhältnis dazu relativ klein aus (70 x 65 Zentimeter) und ist nicht erweiterbar. Da zeigt sich, dass der Neo auf zwei Urlauber ausgelegt ist.

Die schlafen hinten im Querbett. Konzeptbedingter Nachteil: Will der hinten Liegende raus, muss er über den vorderen Schläfer klettern. Im Fall des Neo behindert zudem die Alu-Einhängeleiter das Öffnen des Kühlschranks.

Die Matratze bietet hohen Liegekomfort, auch wenn sie nicht auf einem Lattenrost, sondern auf einem simpleren, aber leichteren Abstandsgewirke liegt. Das 140 Zentimeter breite Bett reicht für ein Paar, wirklich üppig ist es nicht. Hier würden manche Camper sicher gern ein bisschen Platz im riesigen Bad zugunsten einer breiteren Liegefläche opfern.

Küche und Bad

Die Grundfläche eben dieses Bades misst stolze 110 mal 78 Zentimeter. Banktoilette und Waschbecken verschwinden elegant unter dem Kleiderschrank, wodurch fast schon verschwenderisch viel Platz zum Duschen entsteht. Nachteil der Verschiebelösung: WC und Waschbecken kann der Camper nicht gleichzeitig nutzen – das Waschbecken muss er stets aus- und wieder einfahren. Über eine große, weit öffnende Dachluke lässt sich das Bad gut lüften, was wegen der stoff bespannten Decke auch nötig ist.

„Toll: die übersichtliche Elektroinstallation. Die Beleuchtung an der Sitzgruppe sollte heller sein.“

Götz Locher, Elektromeister

„Die Verarbeitung des Frankia Neo entspricht außen wie innen der gehobenen Preisklasse des Teilintegrierten.“

Thomas Klingenstein, Dekra-Sachverständiger

Ein Prunkstück des Neo ist zweifelsohne die Küche. Die erhöhte Arbeitsfläche auf dem Kühlschrank zwischen Küchen-block und Bett eignet sich hervorragend, um im Stehen Mahlzeiten vorzubereiten. Auch vor dem Herd bleibt etwas Abstellfläche. Der elektrisch zündende Zweiflamm-Kocher reicht in der Praxis völlig aus. Der Wasserhahn der Spüle ist ausziehbar und so durchs Fenster auch als Außendusche benutzbar. Den guten Eindruck komplettieren zahlreiche sinnvoll unterteilte Schubladen und Oberschränke. Nur die Gasabsperrhähne sind in einer mittleren Schublade etwas tief angebracht. Der Kompressor-Kühlschrank fasst ausreichende 84 Liter. Wem das zu wenig ist, der bekommt ein raumhohes Gerät – das den guten Raumeindruck im Neo aber merklich schmälern dürfte und zudem die Arbeitsfläche reduziert.

Bordtechnik

Hier geht Frankia zum Teil eigene Wege. Hinter einer Außenklappe auf der Fahrerseite findet sich der Grauwasserablass, der mittels eines flexiblen Schlauchs erfolgt – zentimetergenaues Rangieren ist so nicht erforderlich. An gleicher Stelle verbirgt sich die Frischwasserbefüllung über einen fest installierten Schlauch. Alternativ gibt es eine Notbefüllung in der Heckgarage, die auch mittels Gießkanne erfolgen kann.

Fein säuberlich an der Garagenwand hat der Hersteller die Elektrik installiert. Alle Komponenten sind hinter abnehmbaren Lochblechen prima erreichbar. Dank 105-Ah-Lithium-Akku und Solarpanel auf dem Dach dürfte dem Black Line so schnell nicht die Energie ausgehen. Um Landstrom zu nutzen, genügt es, die ausziehbare Kabeltrommel mit CEE-Stecker zu nutzen – eine pfiffige Lösung.

Die Garage punktet neben einer respektablen Ladehöhe von 121 Zentimetern mit einem weiteren Alleinstellungsmerkmal von Frankia: Neben der Tür auf der Beifahrerseite gewährt eine riesige Heckklappe Zugang und erleichtert das Verzurren. Dafür lässt sich an der Heckwand freilich nichts stapeln oder befestigen.

AUF DER TESTSTRECKE

Wie üblich bis an die Lastgrenze von 3,5 Tonnen beladen, tritt der Frankia Neo BD Black Line zum Fahrtest an. Den doppelten Fahrspurwechsel durchfährt der frontgetriebene Mercedes-Benz Sprinter im Mittel mit 60 km/h und damit schneller als der Durchschnitt der bislang getesteten Fahrzeuge. Zum Durchfahren des 18-Meter-Slaloms benötigt der Teilintegrierte rund 15 Sekunden bei einer Einfahrtgeschwindigkeit von nur 45 km/h – das ist unterdurchschnittlich. Grund dafür: Das tiefe Eintauchen der Vorderachs-Federung. Zudem greift das ESP sehr früh ein, was im Straßenverkehr ein sehr sicheres Fahrverhalten zur Folge hat.

Bei schnellen Richtungswechseln neigt der Neo BD zum gutmütigen Übersteuern und bleibt stets gut vom Fahrer zu beherrschen.

Beim Fahrkomfort trumpft der mit einem Al-Ko Tiefrahmenchassis ausgestattete Frankia auf: Stöße beim Überfahren von Querfugen oder Kanaldeckeln werden sowohl über die Vorder- wie auch über die Hinterachse kaum spürbar in den Innenraum eingeleitet. Die Federung ist sehr komfortabel. Auch bleibt das Geräuschniveau im Innenraum bemerkenswert niedrig. Im Testfahrzeug sorgte lediglich der am Holz der Verkleidung reibende Gurtbock der Sitzbank für gelegentliche Misstöne. Gewöhnen muss sich der Fahrer zunächst an das leicht schaukelige Fahrverhalten, das typisch für den Sprinter ist. Auch verfügt der Fronttriebler nur über eine mäßige Traktion.

Der optionale 170-PS-Diesel beschleunigt den Neo BD ausgesprochen zügig, die weich schaltende Neungang-Automatik hält stets den passenden Gang bereit. Allerdings müssen Urlauber auch bei gemäßigter Fahrweise mit einem Verbrauch von rund elf Litern rechnen. Die Rückfahrkamera ist beim Black Line Serie und sehr hilfreich.

DIE KONKURRENTEN

Carthago C-Tourer T 143 LE MB

Rund sieben Meter lange Teilintegrierte auf frontgetriebenem Sprinter sind rar am Markt, vor allem mit Querbett-Grundriss. Vom Konzept her passt der C-Tourer T von Carthago. Kompakteste Sprinter-Version ist der T 143 LE MB mit Einzelbetten im Heck. Wer das Querbett möchte, kann zum T 142 DB auf Fiat Ducato greifen. Beiden gemein: komfortables Al-Ko-Chassis, Doppelboden und hochwertiger, holzfreier Kabinenbau mit wasserabweisender Isolierung. Der typische Carthago-Ausbaustil kommt deutlich klassischer daher als der moderne Frankia Neo.

Basisfahrzeug: Mercedes-Benz Sprinter 414 CDI mit Al-Ko Tiefrahmenchassis; 2,2-Liter-Turbodiesel mit 143 PS (105 kW); Sechsgang-Schaltgetriebe; Frontantrieb; Abgasnorm Euro IV Maße, Massen: zul. Gesamtmasse: 3.500 kg; Masse fahrbereit: 2.995 kg; Maße (L xBx H): 706 x 227 x 295 cm; Innenhöhe: 198 cm; Einzelbetten (L x B): 200 u. 190 x 85 cm Basisausstattung: Heizung: Gas-Luftheizung Truma Combi 6; Kühlschrank: 133 l, Frisch-/Abwasser: 150/140 l, Gas: 2x 11 kg Grundpreis: 83.650 € www.carthago.com

Hymer B-MC T 550

Einen zum Frankia Neo BD vergleichbaren knapp sieben Meter langen Teilintegrierten auf Mercedes-Benz Sprinter mit Frontantrieb, Doppelboden und Querbett-Grundriss hält Hymer bereit. Die B-Klasse ModernComfort T 550 misst mit 6,99 Meter nur ein paar Zentimeter mehr als der Frankia. Der hochwertige PUAL-Aufbau ist holzfrei. Anders als beim Neo, findet sich hier die Küche auf der Fahrer- und das Bad auf der Beifahrerseite. Den B-MC T 550 bietet Hymer auch als üppig ausgestattetes Editionsmodell White Line für 95.890 Euro an.

Basisfahrzeug: Mercedes-Benz Sprinter 314 CDI mit SLC-Al-Ko-Chassis; 2,2-Liter-Turbodiesel mit 143 PS (105 kW); Sechsgang-Schaltgetriebe; Frontantrieb; Abgasnorm Euro IV Maße, Massen: zul. Gesamtmasse: 3.500 kg, Masse fahrbereit: 2.910 kg; Maße (L xBx H): 699 x 229 x 296 cm; Innenhöhe 198 cm; Querbett (L x B): 205 x 142 cm Basisausstattung: Heizung: Gas-Luftheizung Truma Combi 6; Kühlschrank: 142 l, Frisch-/Abwasser: 180/150 l, Gas: 2x 11 kg Grundpreis: 74.890 € www.hymer.com

TECHNISCHE DATEN & LADETIPPS

HERSTELLER Frankia-GP GmbH, Bernecker Straße 12, 95509 Marktschorgast, 09227/738-0 www.frankia.com Basisfahrzeug: Mercedes-Benz Sprinter 414 CDI mit Al-Ko Tiefrahmenchassis; vorn: Einzelradaufhängung mit McPherson-Federbeinen; hinten: Drehstabfederachse an Stoßdämpfern; Frontantrieb; Reifen vorne/hinten: 225/75 R16 CP 

Motor und Getriebe: Vierzylinder- Turbodiesel mit AdBlue; Hubraum: 2.143 cm 3 ; Leistung: 170 PS (125 kW) bei 3.800-4.200/min; max.

Drehmoment: 400 Nm bei 1.800- 2.400/min; Neungang-Wandlerautomatik 9G-Tronic Abgasnorm: Euro VI-D

MASSE UND MASSEN

Zul. Gesamtmasse: 3.500 kg; Masse in fahrber. Zustand: 2.976 kg; Außenmaße (L xB mit/ohne Außenspiegel x H): 682 x 268/224 x 290 cm; Radstand: 380 cm; Anhängelast gebremst/ungebremst: 2.000 kg/750 kg Karosserie: Dach: GfK-Sandwich 31 mm; Wände: Alu-Sandwich 31 mm; Boden: Alu-Sandwich 31 mm; Durchladbarer, 22 cm hoher Doppelboden; Isolierung: XPS; Aufbau holzfrei mit Alu-/PU-Streben; Aufbautür dreifach verriegelnd, mit Fenster, elektrischer Trittstufe und Insektenschutzplissee; Aufbau mit Rahmenfenstern; Fahrerhausverglasung original Mercedes-Benz; Panorama-Dachfenster über Sitzgruppe; Dachhauben über Bett, Küche und Bad Wohnraum: Innenmaße (L (B-Säule bis Heckwand) xBx H): 425 x 212 x 200 cm; Fußboden von Fahrerhaussitzen bis Heckbett stufenfrei; Möbel: Sperrholz/Multiplex mit Dekorfolie; solide Metallaufsteller; Möbelklappen mit Soft-Close

INSTALLATION

Gas-Luftheizung Truma Combi 6 CP Plus unter Sitzbank im Doppelboden installiert; Frostschutzventil Truma Frost Control unter Deckel im Bilgenfach; 125-l-Frischwassertank und 100-l-Abwassertank frostsicher im Doppelboden eingebaut, Befüllung/ Entleerung via Service-Fach

LADETIPPS

Der bereits in Serie mit zahlreichen gewichtigen Extras bestückte Neo BD Black Line rollt mit zusätzlich rund 76 Kilogramm an Extras auf die Waage. Mit 100 Prozent Frischwasser-, Gas- und Dieselvorrat sowie 68 Kilogramm Inventar an Bord bleiben mit zwei Campern und deren Gepäck noch 57 Kilogramm Restzuladung – ein respektabler Wert für ein Mobil auf Sprinter. Für den unwahrscheinlichen Fall, dass im auf zwei Reisende zugeschnittenen Neo BD vier Erwachsene auf Tour gehen, wäre der 3,5-Tonner um 113 Kilogramm überladen. Wer auf Nummer sicher gehen möchte: das 4,5-Tonnen-Chassis gibt es ohne Aufpreis.

ELEKTRIK

Der Frankia Neo BD Black Line ist mit einer 230-V-Anlage (Wechselspannung AC) und einer 12-V-Anlage (Gleichspannung DC) ausgestattet. Die Einspeisung erfolgt über einen als ausziehbare Kabeltrommel ausgeführten CEE-Stecker in der linken Außenwand. Der Sicherungsautomat mit FI-Schutzschalter findet sich in der Heckgarage. Dort installiert Frankia auch die Schnittstelle zum 12-V-Bordnetz – das Ladegerät CBE CB522-LT mit 22 A Ladestrom – sowie einen Ladebooster von Schaudt. Die beim Black Line serienmäßige LiFePO4-Bordbatterie mit 105 Ah Kapazität findet sich ebenfalls im Bereich der Garage. 230-V-Steckdosen: 3x Sitzgruppe, 2x Küche, 2x Bett, 1x Heckgarage, 1x Bodenstaufach; 12-V-Steckdosen: 1x Garage, je 1x Sitzgruppe/Bett für TV; USB-Steckdosen: 1x Küche; Fahrerhaus: 1x 12-V, 2x USB-C; Stimmungsvolle indirekte Beleuchtung, wenig direktes Licht.

TESTFAZIT

Modern, leicht und viele durchdachte Details: Dieses Versprechen löst Frankia mit dem Neo ein. Der hochwertige Kabinenbau mit Doppelboden weiß ebenso zu gefallen wie das angenehm reduzierte Innenraumambiente und das handliche und komfortable Fahrverhalten des Sprinter-Teilintegrierten. Der Querbett-Grundriss lässt mehr Platz für die Sitzgruppe, auch Bad und Küche fallen großzügig aus. Die Liegefläche ist aber nicht all zu breit. Wer sich daran stört, dürfte mit dem Einzelbetten-Modell Neo GDK glücklicher werden. In jedem Fall ein gutes Angebot ist die Sonderedition Black Line, die Technik-Extras mitbringt, die man sonst teuer bezahlen muss. Weil es das Automatikgetriebe nur im Chassis-Upgrade mit stärkerem Motor gibt, wird der Preis trotzdem schnell sechsstellig. Simon Ribnitzky