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Long Covid ganzheitlich behandeln


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natürlich gesund und munter - epaper ⋅ Ausgabe 3/2022 vom 21.04.2022

AUS DER PRAXIS

Dr. med. Isabel Bloss

Artikelbild für den Artikel "Long Covid ganzheitlich behandeln" aus der Ausgabe 3/2022 von natürlich gesund und munter. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: natürlich gesund und munter, Ausgabe 3/2022

Die Schwerpunkte der Ärztin für Allgemeinmedizin sind neben Naturheilverfahren, Homöopathie und Anthroposophischer Medizin auch die chinesische Medizin und die Akupunktur. Seit 2021 betreibt Dr. Bloss ihre privatärztliche Praxis in einem telemedizinisch orientierten Format.

DIE MÖGLICHEN LANGZEITFOLGEN einer Infektion mit Covid-19 sind gefürchtet. Zu Recht, denn das Phänomen Long Covid ist weit verbreitet. Rund zehn bis zwanzig Prozent aller Patienten leiden nach der Erkrankung noch wochen-, mitunter monatelang unter gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Selbst symptomlos Infizierte oder Patienten mit einem milden Krankheitsverlauf sind oft davon betroffen. Warum das so ist, ist nach wie vor unklar. Forscher nehmen aber an, dass sich das Coronavirus im Gewebe regelrecht versteckt und im Körper chronische Entzündungsreaktionen samt einer Überaktivierung der ...

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... Mastzellen auslöst (siehe Grafik Seite 56). Solange dies den Organismus belastet, kann er sich nicht richtig erholen. Dr. Isabel Bloss stellt drei Fälle aus ihrer Praxis mit unterschiedlichen Long-Covid-Symptomen vor und berichtet, wie sie ihren Patienten helfen konnte. Eines gilt für die meisten Fälle: Die Betroffenen benötigen zur Genesung viel Geduld. Sie dauert mitunter Monate.

FALLBEISPIEL 1:

Fatigue

Eine 43-jährige Lehrerin, die ich schon seit zehn Jahren als Ärztin begleite, kam Anfang 2021 in meine Praxis und klagte über Dauermüdigkeit. Im Dezember war sie wegen einer Coronainfektion mit Atemwegssymptomen und Fieber rund drei Wochen krankgeschrieben gewesen. Die Krankheit war leicht verlaufen. Nun aber, einige Wochen nach der vermeintlichen Genesung, fühlte sich die Mutter zweier kleiner Kinder total erschöpft. Sie könne selbst einfache Dinge des Alltags nicht mehr bewältigen und müsse sich seit etwa vier Wochen nach der leichtesten körperlichen Anstrengung und nach jeder mentalen Belastung für mindestens zwei Stunden hinlegen. Auch habe sie oft Muskelschmerzen und Konzentrationsprobleme.

Mein Verdacht: Die Patientin leidet unter einer sogenannten Fatigue als Folge der Coronainfektion. Auch wenn die Lehrerin eindeutig Covid-19 gehabt hatte, nahm ich dennoch Blut ab, um andere Ursachen für das chronische Erschöpfungssyndrom auszuschließen: Eisen und Ferritin, Schilddrüsen-, Leber-und Nierenwerte, großes Blutbild, sämtliche Vitamine der B-Gruppe, Zink und Selen sowie eine Herpes-Serologie (HHV1 und HHV6) – alles war im Normbereich.

Mein Behandlungsansatz: Auch wenn sich eine Post-Covid-Fatigue verschiedenen Studien zufolge von allein nach mehreren Wochen in winzigen Schritten legt, versuchte ich, die Genesung zu unterstützen. Ich setzte dabei auf naturheilkundliche Arzneien und auf körperliche Aktivität. Um die Müdigkeit zu vertreiben, verordnete ich der Lehrerin zunächst hochdosiertes Vitamin C. Das auch Ascorbinsäure genannte Vitamin ist an 15 000 Stoffwechselvorgängen beteiligt und aktiviert unter anderem die körpereigenen Abwehrkräfte, wodurch sich die Heilung deutlich beschleunigt. Mehrere Studien zeigen, dass diese Stimulation des Immunsystems während und nach einer Coronainfektion am besten gelingt, wenn Vitamin C intravenös verabreicht wird (zum Beispiel Pascorbin von Pascoe). Die Lehrerin lehnte Infusionen jedoch ab, deshalb riet ich ihr zur täglichen Einnahme einer Brausetablette mit 1000 Milligramm Vitamin C (zum Beispiel Cevitt Orange von Hermes). Drei bis vier Wochen lang ist das ohne Nebenwirkung wie Zahnschäden oder Parodontitis gut möglich, sofern die Nieren intakt sind. Sehr geholfen hat ihr zudem die Behandlung mit Rosenwurz, je eine Filmtablette morgens und mittags (zum Beispiel Rhodiologes von Dr. Loges oder Rosenwurz-Kapseln von Sanitas). Hätte die auch Rhodiola rosea genannte Pflanze keine Wirkung gezeitigt, wären auch Präparate mit Taigawurzel oder Ginseng in Frage gekommen. All diese Pflanzen sind Adaptogene. Sie helfen dem Körper, Stressreaktionen besser zu regulieren und lindern so typische Stresssymptome wie Müdigkeit und Erschöpfung.

Vielfältige Long-Covid-Symptome

➼ Anhaltende Müdigkeit und Erschöpfung (Fatigue)

➼ Atemnot schon bei leichten Belastungen

➼ Herzanomalien

➼ Kopf-, Gelenk-und Muskelschmerzen

➼ Konzentrations-und Wortfindungsstörungen, Gedächtnisprobleme

➼ Schlafstörungen

➼ Geruchs-und Geschmacksstörungen

➼Muskelschwäche

➼ psychische Symptome (Depression, Antriebslosigkeit, Ängste)

➼Hormonelle Störungen, Haarausfall

➼ Magen-Darm-Beschwerden

➼ Erhöhtes Risiko für Diabetes, Thrombosen und Herzinfarkt

Als dritte Arznei empfahl ich der Patientin, die aufgrund der ganzen Situation seelisch sehr bedrückt war, eine vierwöchige Kur mit Neurodoron von Weleda. Davon sollte sie dreimal täglich zwei Tabletten im Mund zergehen lassen – das ist höher dosiert als auf der Verpackung angegeben, hat sich aber in einem solchen Akutfall sehr gut bewährt. Übrigens: Eine zeitlich begrenzte Therapie mit Vitamin C, Neurodoron und einem Adaptogen ist zunächst auch in der Selbstmedikation möglich, spätestens nach drei bis vier Wochen sollten sich Betroffene aber bei ihrem Arzt vorstellen.

Eine der wichtigsten Maßnahmen meines ganzheitlichen Behandlungsansatzes: Die Patientin sollte täglich mindestens eine halbe Stunde an die frische Luft. Das fiel ihr naturgemäß anfangs schwer, aber nachdem sie gemerkt hatte, wie gut ihr das Sauerstofftanken im Freien tat, wurden aus zehnminütigen langsamen Runden um den Block rasch längere Spaziergänge. Auch eine pflanzenorientierte, frische vollwertige Kost sowie sanfte Yogaübungen unterstützten die Genesung.

FALLBEISPIEL 2:

Kurzatmigkeit und Atemnot

Eine 65-jährige Rentnerin klagte in der Phase der Rekonvaleszenz nach einer schweren Coronaerkrankung über Kurzatmigkeit, Atemnot und Schmerzen in der Brust mit Herzrhythmusstörungen. Sie war zwei Wochen lang mit einer klassischen Covid-Pneumonie im Krankenhaus behandelt worden und hatte dort auch Sauerstoff bekommen. Ich hatte sie stationär eingewiesen, als sie mit über 40 °C Fieber und massivem Husten in meine Praxis gekommen war. Beim Abhören hatten sich erste Anzeichen einer beginnenden Lungenentzündung gezeigt, zudem hatte die Patientin Vorerkrankungen: ein vor acht Jahren überstandenes Non-Hodgkin-Lymphom sowie einen leichten Bluthochdruck, der medikamentös eingestellt war.

Mein Verdacht: Die schwere Coviderkrankung hat in der Lunge ihre Spuren hinterlassen. Ein hinzugezogener Pneumologe konnte noch Wochen nach der Entlassung aus dem Krankenhaus im Röntgenbild des Brustkorbs Zeichen einer milden Lungenfibrose erkennen: Die massive Entzündung der Lunge hatte dazu geführt, dass sich in einigen Teilen des Gewebes Narben und Verhärtungen gebildet hatten. Und genau das wirkte sich negativ auf die Lungenfunktion aus – im Fall meiner Patientin nicht gravierend, aber doch von ihr deutlich spürbar und mit den beschriebenen Symptomen. Auch die Schmerzen in der Brust und die Herzrhythmusstörungen hingen damit zusammen, kardiologisch war alles in Ordnung.

Mein Behandlungsansatz: Im Zentrum der Therapie stand die Stärkung der Lunge. Ich verordnete der Rentnerin Atemtherapie, um die verspannte Zwischenrippenmuskulatur zu lösen. Dafür ging sie zweimal die Woche zu einer Krankengymnastin mit einer Zusatzausbildung als Atemtherapeutin. Das hat ihr sehr geholfen. Zudem begann die Patientin wieder damit, jeden Tag zu walken, anfangs zehn Minuten auf flacher Strecke. Als die Atmung immer besser wurde, marschierte sie jeden Morgen eine Stunde lang durch hügeliges Gelände. Sportbegeistert wie sie war, absolvierte die Rentnerin außerdem täglich zu Hause ein leichtes Krafttraining mit Hanteln, und sie ging zweimal in der Woche zum Schwimmen. Bewegung als Medizin ist gerade in einem solchen Fall ausgesprochen wichtig. Denn je mehr man sich bewegt, desto besser sind die Lunge durchblutet, desto größer wird das Lungenvolumen und desto stärker die für die Atmung so wichtige Muskulatur. Auch die Herzrhythmusstörungen wurden unter dem Trainingseffekt besser. Medikamentös unterstützte ich die Genesung durch eine vierwöchige Kur mit Pulmosan von Steierl-Pharma und Pulmo/Vivianit Comp. Ampullen von Wala. Pulmosan ist ein homöopathisches Komplexmittel mit Belladonna (Tollkirsche), Cephaelis ipecacuanha (Brechwurzel), Drosera (Sonnentau) und Cuprum aceticum (Kupferacetat). Dreimal täglich zehn Tropfen davon stärken die Lunge und reduzieren den Hustenreiz. Pulmo/Vivianit Comp. wird zweimal die Woche subkutan (unter die Haut) gespritzt. Es enthält unter anderem Bryonia (Weiße Zaunrübe) und Vivianit (Phosphorsaures Eisen), die ebenfalls die Vitalität der Lunge stärken und sich besonders bei einem postinfektiösen Geschehen bewährt haben. Eine Alternative zu Pulmo/Vivianit Comp. – beispielsweise, wenn das Spritzen problematisch ist – ist Tartarus stibiatus comp. (Brechweinstein) von Weleda. Davon nimmt man dreimal täglich eine Messerspitze.

Glossar

➼ Long Covid: So werden nach einem Vorschlag des britischen „National Institute for Health and Care Excellence“ (NICE) Beschwerden genannt, die wenigstens vier Wochen nach der Infektion bestehen.

➼ Post Covid: Sind die Beschwerden auch noch nach zwölf Wochen vorhanden, wird dies im NICE als Post Covid eingestuft.

f Post/Long Covid: Die deutsche Leitlinie vom Juli 2021 fasst beide Begriffe zusammen und benennt damit sowohl alle Symptome, die nach der akuten Erkrankungsphase fortbestehen, als auch neue Beschwerden, die erst danach auftreten, sowie bestehende Grunderkrankungen, die sich nach der Infektion verschlechtert haben.

➼ PICS (post intensive care syndrome): Patienten, die lange auf einer Intensivstation liegen und dort beatmet werden, weisen danach oft Symptome auf, die einem Post-Covid-Bild ähneln. Fatigue, neurologische Beschwerden und Atemnot werden hier nicht durch die Sars-CoV-2-Infektion verursacht, sie sind vielmehr Folge der intensivmedizinischen Maßnahmen und der damit einhergehenden posttraumatischen Belastungssituation.

FALLBEISPIEL 3:

Neurologische Beschwerden

Ein 54-jähriger Manager hatte während seiner recht schweren Coronaerkrankung mit ausgeprägten Infektzeichen und Fieber ein hochdosiertes Kortisonspray bekommen, Ibuprofen gegen die Schmerzen, einen Schleimlöser sowie ein Antibiotikum, um eine Besiedelung der angegriffenen Lunge mit Bakterien zu verhindern. Damit war er einer drohenden Krankenhauseinweisung entgangen, Fieber und Husten verschwanden im Verlauf der vierwöchigen Erkrankung. Allerdings begann er schon in der Akutphase, Muskelschmerzen in den Armen und Beinen zu entwickeln. Dazu kamen Gefühlsstörungen (Parästhesien) in den Beinen und im Gesicht, er schlief zunehmend schlecht, und auch seine Merkfähigkeit nahm deutlich ab, worauf hin er meinen Rat suchte.

Lebenswichtiges Vitamin B12

Das Zellvitamin ist nicht nur an der Herstellung des genetischen Zellmaterials und damit an allen Wachstumsprozessen beteiligt, es ist auch unentbehrlich für die Umwandlung von Nahrung in Energie und den Aufbau der schützenden Myelinscheiden, die die Nervenbahnen umgeben. Ein Teil des Vitamin-B12-Bedarfs wird vermutlich im Darm aus der dortigen Darmflora synthetisiert, der Rest muss aus der Nahrung aufgenommen werden. Bei ausgewogener Mischkost ist das normalerweise kein Problem. Da Vitamin B12 aber nur in Fleisch, Fisch und Mikroorganismen sowie in Milch und Eiern vorkommt, sind viele Vegetarier und Veganer suboptimal versorgt. Sie sollten ihren Vitamin-B12-Spiegel regelmäßig vom Arzt überprüfen lassen und bei einem Mangel gezielt Nahrungsergänzungsmittel mit Vitamin B12 einnehmen.

Mein Verdacht: Der Patient leidet an einer vorübergehenden neurologischen Folgestörung seiner Coronaerkrankung. Ein Neurologe, den ich vor allem wegen der Gefühlsstörungen im Gesicht hinzuzog, bestätigte dies, nachdem er unter anderem ein EEG (Elektroenzephalogramm), ein EMG (Elektromyographie) und ein MRT des Schädels gemacht hatte.

Mein Behandlungsansatz: Zur Linderung der Gefühlsstörungen (Parästhesien) und Muskelschmerzen verordnete ich dem Patienten Einreibungen mit Aconit Schmerzöl und Solum Öl (beides von Wala) im Wechsel. Seine Frau massierte damit mehrfach täglich die schmerzenden und gefühlsgestörten Stellen an Armen, Beinen und im Gesicht. Zudem ging er zur Wassergymnastik ins nahe gelegene Thermalbad, und auch diese Bewegung im warmen Wasser tat dem Manager ausgesprochen gut.

Gegen das Kribbeln in Händen und Füßen verriet ich ihm einen alten Trick aus der Ergotherapie: Vogelsandbäder. Dafür wird Vogelsand aus dem Baumarkt in einer kleinen Plastikwanne im Backofen oder in der Mikrowelle erwärmt und die Hände oder Füße in dem sehr feinen Quarzsand ein-bis

zweimal pro Tag für zehn bis fünfzehn Minuten sanft bewegt. Zudem sollte der Patient die beeinträchtigten Stellen mit einem kleinen Igelball bearbeiten. Das verbessert die Durchblutung, sorgt für kleine Nervenreize und somit für eine bessere Wahrnehmung.

Als Medikamente verordnete ich dem Manager eine Arznei mit den Nervennährstoffen Uridinmonophosphat und Vitamin B12, täglich eine Kapsel. Diese Kombination findet sich beispielsweise in Neuro Orthim von Orthim und Keltican von Trommsdorff, zwei Mitteln, die auch bei Polyneuropathien zum Einsatz kommen. Zudem riet ich ihm zu einer drei bis vierwö-chigen Kur mit einem hochdosierten Vitamin-B-Komplex, drei Kapseln pro Woche (entsprechende Mittel gibt es von verschiedenen Herstellern in der Apotheke). Die B-Vitamine triggern und steuern die Impulsweiterleitung in den Nerven. Das Vitamin B12 sollte aber nicht unkontrolliert über Monate hinweg oder gar dauerhaft eingenommen werden. Es kann bei ständig überhöhten Werten tumorfördernd wirken. Bei einer zeitlich begrenzten Kur in einer Phase erhöhten Bedarfs – wie bei dem Manager mit Long Covid – ist eine hochdosierte Vitamin-B-Einnahme aber kein Problem.

/Aufgezeichnet von Georgia van Uffelen

Post-Covid-Rehabilitation

Rehakliniken: Immer mehr Rehaeinrichtungen bieten Therapien an, die speziell auf die Bedürfnisse von Patienten nach einer Covid-19-Erkrankung zugeschnitten sind. Bei den multimodal-interdisziplinären und individuell abgestimmten Komplextherapien arbeiten Physio-/Sporttherapeuten, Ergotherapeuten, Logopäden, Psychologen und Neuropsychologen, Berufstherapeuten und Sozialarbeiter eng zusammen. Rehakliniken, die sich auf Corona-Folgeerkrankungen spezialisiert haben, finden Sie beispielsweise unter www.rehakliniken.de oder www.qualitaetskliniken.de

Tageskliniken: In immer mehr Krankenhäusern gibt es inzwischen eine spezielle Post-Covid-Betreuung und -Beratung. Am besten, Sie erkundigen sich direkt vor Ort.