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LÜFTUNG: Schlaue Lösung


Unser Haus - epaper ⋅ Ausgabe 9/2019 vom 24.07.2019

Schlechte Luft macht dumm: In abgestandener Luft reichert sich Kohlenstoffdioxid an und mindert die Konzentrationsfähigkeit. Ursache sind auch die immer luftdichteren Gebäude. Ein Gegenmittel ist die automatische Raumlüftung.


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Bildquelle: Unser Haus, Ausgabe 9/2019

Wohnraumlüftung wird immer wichtiger, Lüftungsexperten gefragter denn je. Der Raumklimaspezialist Zehnder unterstützt Fachhandwerker in diesem Bereich umfangreich.


Zehnder

Mit der optionalen „versoVAIR“ Lüftung wird aus der Luft/ Wasser-Wärmepumpe eine noch effizientere Abluft–Wärmepumpe. So wird die Wärme der verbrauchten Luft für die Wärmepumpe genutzt.


Vaillant

Neubauten werden immer ...

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... dichter, das spart Energie. Weil die Bewohner aber ständig frische Luft brauchen, muss für einen Austausch gesorgt werden. Reißt man einfach die Fenster auf, wird wieder Energie verschwendet. Doch es geht auch anders.

Lüftung mit Wärmerückgewinnung

Der hocheffiziente Baustandard der Gegenwart wäre nicht denkbar ohne die Entwicklung des Passivhauses. Ein Passivhaus kommt theoretisch ohne Raumheizung durchs Jahr, geheizt wird es von der Sonne, die durch die Fenster scheint, sowie von der Abwärme der Geräte und der Bewohner selber. Dieses Bisschen an Energie reicht sogar im Winter, dank eines überdurchschnittlichen Wärmeschutzes. Und dank der kontrollierten Lüftung mit Wärmerückgewinnung. Sie entsorgt die Abluft aus WC, Bad und Küche und transportiert sie über ein Leitungssystem zum Zentralgerät. Wo sie jedoch vor dem Verlassen des Gebäudes erst noch bis zu 90 Prozent ihrer Energie an die von außen angesaugte, kalte Frischluft abgeben muss. Abluft und Frischluft haben dabei keinen direkten Kontakt miteinander, sind durch die Wandungen des Plattenwärmetauschers getrennt. Die nun wohltemperierte Außenluft wird per zweitem Leitungssystem in die Wohn-, Schlaf- und Arbeitszimmer geführt. Ein Teil von ihr findet automatisch den Weg über Flure und Überströmöffnungen in den Türen in die Ablufträume, da dort ja ein leichter Unterdruck herrscht.

Besser zentral

Solche Lüftungsanlagen sind nicht zwingend vorgeschrieben und so bekommen nach wie vor viele Neubauten keine. Oder der Bauherr wählt vermeintlich günstigere Lösungen, etwa die reine Abluftanlage ohne Wärmerückgewinnung. Beziehungsweise die Kombination aus mehreren dezentralen Geräten. Je nach Schnitt der Wohnung benötigt man allerdings bis zu sechs Stück, was schnell zu hohen Kosten wie bei einer Zentralanlage führt. Die ist ohnehin wirtschaftlicher im Betrieb, finden zumindest die meisten Energieberater.

Richtige Einstellung

Viele werfen der Technik vor, dass sie angeblich für trockene Luft sorgt. An diesem Vorurteil sind die Hersteller nicht ganz unschuldig. Behaupten sie doch, ihre Produkte seien das beste Mittel gegen Schimmelbefall, weil sie die Feuchte aus dem Haus schaffen würden. Aber erstens wächst der Schimmel dort, wo die Wände zu kalt sind, weil mangelhaft gedämmt. Sogar bei geringsten Feuchtegraden, bei Werten von unter 30 Prozent, die gesundheitlich schon bedenklich sind (es hilft also nur ein ordentlicher Wärmeschutz). Und zweitens liegt, sollte die Anlage tatsächlich Lufttrockenheit verursachen, in der Regel ein Planungsfehler vor bzw. eine falsche Einstellung bei Inbetriebnahme: sie wälzt dann zu viel und zu schnell um.

In Summe überzeugend

Werden Größe und Leistungsfähigkeit jedoch genau auf den Bedarf des Hauses und der Bewohner abgestimmt, bringt die Lüftung mit Wärmerückgewinnung ein gesundes Raumklima und hilft, Energie zu sparen. Und nicht vergessen – gehört sie von Anfang an zum Konzept, kann sie das Haus in eine höhere Effizienzklasse befördern, in der wiederum höhere Förderbeträge winken.

Wer lediglich einen einzelnen Raum bei geschlossenen Fenstern kontinuierlich und pollenfrei mit frischer Luft versorgen will, ist mit einer kompakten, dezentralen Wohnraumlüftung bestens versorgt.


Wolf GmbH

Hygienische Luftbefeuchtung für kontrollierte Wohnraumlüftung: Das Prinzip der Diffusions-Luftbefeuchtung im „Condair HumiLife KWL“ basiert auf der natürlichen Feuchtediffusion durch eine atmungsaktive Membran.


Condair

AUF EINEN BLICK

Kosten:
• Einzelgerät zur dezentralen Lüftung mit Wärmerückgewinnung – ca. 800 bis 1.200 Euro
• zentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung – ca. 5.000 bis 8.000 Euro
(Quelle: Verbraucherzentrale NRW)

Förderung:
Zinsgünstige Kredite der KfW bei Bau eines KfW-Effizienzhauses 55, 40 oder 40 Plus (mit guter bis sehr guter CO2 -Bilanz) KfW – www.kfw.de, E-Mail: info@kfw.de, kostenloses Infotelefon: 08 00/5 39 90 02, Mo – Fr: von 8:00 bis 18:00 Uhr, Fax: 0 69/74 31 – 95 00

Planung:
Lüftungskonzept nach DIN 1946-6 zur Feststellung des notwendigen Luftwechsels (im Zuge der Hausplanung zu erstellen); Luftdichtheit der Gebäudehülle: Nachweis über Blower-Door-Test; Auswahl der Anlage nach Effizienzlabel: mindestens Stufe D (Stufen derz. A+ bis G), Lüftungswärmebedarf muss ungef. halbiert werden, Auswahl z. B. aus der Datenbank des Passivhaus Instituts (https://database.passivehouse.com); Platzierung des Zentralgeräts: nahe an der Außenwand

Wartung:
2-mal jährlich Reinigung der Filter, 1-mal jährlich Austausch; 1-mal jährlich Reinigung der Kondensatwanne; Grundreinigung (Zentralgerät u. Kanäle): alle 8 bis 10 Jahre durch einen Fachbetrieb


Illustrationen: getty: Ourlifelooklikeballoon