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Luftschlösser


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Camping, Cars & Caravans - epaper ⋅ Ausgabe 8/2022 vom 12.07.2022

PRAXISVERGLEICH

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Bildquelle: Camping, Cars & Caravans, Ausgabe 8/2022

Mit Seitenwänden wird ein aufblasbarer Pavillon fast zu einem richtigen Zelt, schützt dann nicht nur vor Sonne, sondern auch vor Regen und Wind.

So ein Sommerpavillon hat etwas Leichtes, fast Sinnliches. Er schwebt auf leichten Füßen über dem Gras, spendet Schatten bei Sonne, bietet Schutz bei Regen – zumindest wenn beide senkrecht einfallen. Für viele Caravaner kann ein Pavillon Wohnraumerweiterung, aber auch eine Alternative zu Vorzelt oder Markise sein. Schnell aufgebaut soll so ein Maximum an Flexibilität beim Reisecamping entstehen. Blöd nur, dass sie meist nicht die Türhöhe haben und so immer etwas entfernt vom Caravan stehen müssen, damit die Wohnwagentür aufgeht. Sie sind leicht und gering im Packmaß, wenn sie mit Fiberglas-Stangen und Spannbogentechnik aufwarten. Dies ändert sich bei Pavillons mit Stahl- oder Alugestänge – vor allem wenn er als Schnellaufsteller ausgelegt und damit das Gestänge mit dem Stoff verbunden ist. Dann wird es schnell sperrig.

Wie bei den Vorzelten sorgen aber auch bei den Pavillons die ...

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... Luftgestänge für Furore. Stoff und Gestänge sind ab Werk miteinander verbunden und mit einer Pumpe werden die Schläuche aufgeblasen, sodass das Zelt wie von Geisterhand sich selbst aufstellen soll. Soweit die Theorie. Der Markt wächst rasant und wird von China befeuert. Mit dwt ist 2021 erstmals auch ein deutscher Vorzelthersteller angetreten und brachte mit dem Relax Air einen Pavillon mit Luftgestänge samt Seitenwänden auf den Markt. Anlass für CCC 2021 einen Test zu starten. Da Lieferschwierigkeiten und andere Umstände für eine Verzögerung sorgten, wurde daraus ein Dauertest, denn die vier Probanden mussten den Winter aufgebaut im Freien überstehen. Neben dem Relax Air von dwt waren noch der Dometic Kampa Air Shelter 300, der Fritz Berger Gazebo-L und der Luft-Pavillon Pianosa 350 von Reimo am Start. Sie liegen preislich zwischen 320 und 475 Euro, je nach Ausstattung.

DER ERSTE AUFBAU

Die Garten- und Strandpavillons gelten als flatterhaft und wenig solide, wenn ihnen Wind und Regen zusetzt. Aber wie sieht das bei den Luftsystemen aus? Sind die dicht? Stehen die Pavillons überhaupt, ohne am Caravan befestigt zu sein? Viele Ungereimtheiten, denen die Redaktion auf die Spur kommen wollte, als sie im Herbst 2021 die vier Pavillons mit Luftgestänge aufstellte und dem harten Winter aussetzte. Im April wurden sie eingepackt, um im Juni nochmals auf- und abgebaut zu werden.

Grundsätzlich gestaltet sich bei allen der Aufbau recht einfach, wenngleich die Mär vom Ein-Personen-Aufbau schon sehr gewagt ist. Erst mal aus der Verpackung genommen, erweist sich so ein Pavillon nämlich als ziemlich widerspenstig. Eng gewickelt und gefaltet müssen zuerst Dachfläche und Beine sortiert werden. Das kann recht schwierig werden, wenn man falsch angefangen hat. Der Grund: Alle vier Beine sind mit Gurten verbunden, die den Aufbau vereinfachen sollen.

Sind die Ecken der Beine ausgemacht, werden diese mit Heringen am Boden befestigt, sodass die Gurte auf Spannung sind.

Nun das Sicherheitsventil suchen, Luftpumpe, die bei allen Modellen beiliegt, anstecken und fleißig pumpen. Erst langsam, dann schneller füllen sich die Schläuche in den Pavillonbeinen und der Stoff hebt sich an. Durch das Einkammer-System (außer Dometic) sind alle Schläuche miteinander verbunden und füllen sich recht gleichmäßig, bis ein Knick im Schlauch die weitere Luftverteilung behindert. Dann heißt es gerade ziehen und weiterpumpen. Nicht nur hier sind helfende Hände hilfreich, denn die Pumpe ist an einem der Beine eingesteckt, kippt um, löst sich aus dem Ventil. Da es immer Sicherheitsventile sind, ist dies nicht weiter schlimm, aber es nervt.

DIE STABILITÄT

Wenn die Luftschläuche eine gewisse Füllung haben, soll sich der Pavillon eigentlich fast von allein aufstellen. Bei keinem der vier Probanden hat das problemlos ge klappt – immer musste etwas nachgeholfen werden, damit die Schläuche in die Senkrechte kommen.

Alle vier Pavillons sind technisch nahezu identisch konstruiert. Die Kuppelstatik wird von vier Säulen getragen, die sich in der Mitte am höchsten Punkt treffen. So entstanden schon im alten Rom treffliche Bauten und auch heute ist es sehr stabil.Alle vier Pavillons sind technisch nahezu identisch konstruiert. Die Kuppelstatik wird von vier Säulen getragen, die sich in der Mitte am höchsten Punkt treffen. So entstanden schon im alten Rom treffliche Bauten und auch heute ist es sehr stabil. Das bewiesen die Wintermonate im Freien vorbildlich – alle Pavillons sind nach fast sechs Monaten im Freien noch voll funktionstüchtig. Wind und Regen, Schnee und Eis haben ihnen zwar zugesetzt, das ein oder andere lag auch mal am Boden, aber alles ging immer sehr glimpflich ab.Das bewiesen die Wintermonate im Freien vorbildlich – alle Pavillons sind nach fast sechs Monaten im Freien noch voll funktionstüchtig. Wind und Regen, Schnee und Eis haben ihnen zwar zugesetzt, das ein oder andere lag auch mal am Boden, aber alles ging immer sehr glimpflich ab.

Doch weiter im Aufbau. Wenn die Säulen stehen und schön prall sind (max. 7 psi), wirken alle noch etwas haltlos. An den Säulen sind in Augenhöhe je zwei Gurte oder Seile zum Abspannen befestigt. Ab Werk aufgewickelt, müssen sie erst mal entwirrt und auf die richtige Länge gebracht werden.Doch weiter im Aufbau. Wenn die Säulen stehen und schön prall sind (max. 7 psi), wirken alle noch etwas haltlos. An den Säulen sind in Augenhöhe je zwei Gurte oder Seile zum Abspannen befestigt. Ab Werk aufgewickelt, müssen sie erst mal entwirrt und auf die richtige Länge gebracht werden. Dies geschieht mit Verstellschlitten. Mit der richtigen Abspannung nehmen die Pavillons Form an und Stabilität auf. Jetzt noch die Säulen mit Heringen sichern – fertig.Dies geschieht mit Verstellschlitten. Mit der richtigen Abspannung nehmen die Pavillons Form an und Stabilität auf. Jetzt noch die Säulen mit Heringen sichern – fertig.

Während der Testdauer mussten die Pavillons so einige Stürme überstehen, die nahezu schadlos an ihnen vorbeigingen.Während der Testdauer mussten die Pavillons so einige Stürme überstehen, die nahezu schadlos an ihnen vorbeigingen. Es brachen bei Leinen mit Plastikspannern dieselben. So lockerten sich die Leinen und der Wind konnte die Heringe lösen. Dieser wurde aber oft so stark, dass die Pavillons einknickten. Das liefert zwar ein trauriges Bild, aber es ging nichts weiter dabei kaputt – wieder aufstellen, abspannen, fertig.

›› DOMETIC KAMPA AIR SHELTER 300

Der Air Shelter 300 ist mit zwei separaten Luftkammern ausgestattet und kann mit zwei Pumpen sehr schnell aufgebaut werden. Die Bodengurte sind mit Clips versehen, was das Ausbreiten, aber besonders das Verpacken vereinfacht. Hier hilft auch das Zweischlauch-System, denn die Luft kann doppelt entweichen. Der Air Shelter bringt die Seitenwände gleich mit. Sie können nach Bedarf über Ringösen eingehängt werden. Alles ist aus wetterbeständigem, leichtem Material gefertigt, das in Sachen Verarbeitung einen sehr guten Eindruck macht. Etwas unglücklich ist der Stoffschutz über den Ventilen, der sehr eng gefasst ist (3). Perfekt sind die Bodenabspannungen (2) und auch die doppelt gehaltenen Leinenabspannungen (1). Im Inneren wirkt die Schlauchkreuzung etwas unbeholfen, stört aber nicht. Alles wird in einem kompakten Sack mit Pumpe, vier Seitenteilen und leider nur mit englischer Bedienungsanleitung geliefert. Das erste Auslegen ist sehr einfach, die Bänder legen sich leicht in die richtige Bahn: Ecken fixieren, einen Strang aufpumpen und dann sollte der zweite immer wieder angehoben werden, damit sich der Pavillon aufstellt. Acht Heringe aus Stahl und vier aus Kunststoff müssen den Pavillon halten, was bei Herbststürmen nicht immer gelang.

+ gutes Abspannen mit Doppelleine nach unten

+ solide Bodenbefestigung

- Seile in Neon, leicht überdreht, wenn falsch abgewickelt

- enger Ventilschutz

Sie können nach Bedarf über Ringösen eingehängt werden. Alles ist aus wetterbeständigem, leichtem Material gefertigt, das in Sachen Verarbeitung einen sehr guten Eindruck macht. Etwas unglücklich ist der Stoffschutz über den Ventilen, der sehr eng gefasst ist (3). Perfekt sind die Bodenabspannungen (2) und auch die doppelt gehaltenen Leinenabspannungen (1). Im Inneren wirkt die Schlauchkreuzung etwas unbeholfen, stört aber nicht.

Alles wird in einem kompakten Sack mit Pumpe, vier Seitenteilen und leider nur mit englischer Bedienungsanleitung geliefert.

Das erste Auslegen ist sehr einfach, die Bänder legen sich leicht in die richtige Bahn: Ecken fixieren, einen Strang aufpumpen und dann sollte der zweite immer wieder angehoben werden, damit sich der Pavillon aufstellt. Acht Heringe aus Stahl und vier aus Kunststoff müssen den Pavillon halten, was bei Herbststürmen nicht immer gelang.

›› FRITZ BERGER GAZEBO-L

Der Gazebo-L ist der preiswerteste und leichteste Pavillon im Testfeld. Er wird ohne Seitenteile geliefert. Sie kosten 90 Euro extra. Befestigt werden sie über vorhandene Ringösen. Für 40 Euro gibt es auch eine passende Bodenwanne. Der Gazebo-L wird über ein Ventil (3) aufgeblasen, das zwar ungeschützt, aber innen gut erreichbar an einer Säule liegt. Richtig ausgelegt stellt er sich fast von allein auf und mit dem Abspannen der vier Ecken bekommt er die erste Stabilität. Die Doppelhub-Pumpe leistet hier ganze Arbeit. Die bunten Spannschnüre sind vormontiert und anfangs etwas stark verzwirbelt. Die Spannleinen werden über Gleiter (2) gekürzt und gelängt, die aber bei starker Beanspruchung (Sturm) gern brechen. Klettverschlüsse an einer Säule ermöglichen eine Kabelbefestigung bis zum Haken in der Mitte (1), der für eine Lampe gedacht ist. Generell ist die Farbmischung am Gazebo-L gelungen und der Pavillon hinterlässt in seiner kompakten Tasche den Eindruck, gerne mitgenommen zu werden. Abstriche sind bei den Abmessungen zu machen. Eine Biergarnitur passt zwar drunter, aber durch die Schrägstellung der Beine wird bei Regen der Rücken nass. Ein runder oder quadratischer Tisch mit Stühlen in den Ecken des Pavillons ist aber gefahrlos, wie bei allen Testkandidaten.

+ sehr leicht und einfach aufzubauen

+ Haken und Kabelführung für Lampe

- nur ein Ventil zum Luftablassen

Teilweise werden die Pavillons mit Seitenwänden geliefert oder sie können zugekauft werden. Mit Seitenwänden wird so ein Pavillon fast zu einem Zelt. Zumindest können so Wind und Regen von der ein oder anderen Seite abgehalten werden. Drei der Probanden haben Schlaufen für die Befestigung der Seitenwände, die dann wahlweise eingeknöpft werden können. Das dwt-Modell bietet Reißverschlüsse, wie beim Vorzelt, hat dann auch Fenster mit Gaze oder Türelementen. Natürlich sind diese Versionen bei Wind besonders anfällig. Im Dezember haben wir sie entfernt und verpackt, damit einheitliche Bedingungen herrschten.

DER ABBAU

So schnell wie sie aufgebaut sind, wollen sie auch wieder verpackt sein. Alle werden in Tragetaschen geliefert, die einen großzügigen Eindruck machen. Also ran ans Schraubventil und Luftablassen. Es empfiehlt sich, zuvor alle Heringe rauszuziehen

›› DWT RELAX AIR

Hersteller dwt zeigt, was ein richtiger Zeltschneider kann, und gibt dem Relax Air viele Attribute aus dem Vorzeltbau mit. Das teuerste und schwerste Modell im Test hat alle vier Wandteile an Bord, die über solide Reißverschlüsse (2) herausnehmbar und untereinander austauschbar sind. Zwei Wandteile beinhalten zusätzlich ein Moskitogazefenster mit innenliegender Folienabdeckung. Auch die Folienabdeckung ist über einen Reißverschluss zu öffnen. Das Platzangebot von über 12 Quadratmetern bei einem noch akzeptablen Packmaß ist perfekt. Der gute Eindruck beim schnellen Aufbau durch das Einkammer-Air-In-System (1) mit Spezialventil wird aber durch den Abbau etwas relativiert, denn es ist doch recht schwierig, die Luft aus drei Säulen auszupressen. Das Spezialventil mit Drucksicherung (3) ist gut geschützt hinter einer Stoffklappe mit Reißverschlüssen. Lobenswert ist die gute Bedienungsanleitung und dass der Pavillon gut zusammengelegt angeliefert wird. Da die Innenwände vormontiert sind, hilft das beim Erstaufbau. Beim Aufpumpen muss immer wieder unterstützt werden, damit die Säulen einigermaßen gerade stehen und sich füllen können. Bei 7 psi steht der Pavillon stabil, mit den Abspannleinen wird er dann gerade.

+ tolles Material, nicht nur bei den Reißverschlüssen

+ mit Seitenwänden fast ein Vorzelt

+ Taschen in den Stoffblenden der Säulen

- Ventil gewöhnungsbedürftig

- hohes Gewicht

›› REIMO PIANOSA 350

Das Pianosa hat ein Einkammer-Luftschlauchsystem (3), aber mit zwei Ventilen. So ist es zwar nicht schneller aufgebaut, aber recht schnell abgebaut. Die Luft kann dann aus zwei Schläuchen gleichzeitig gut herausgepresst werden. Es hat als einziger serienmäßig einen Boden und doppelte Sturmabspannungen (1). Alle Gurte, auch die Bodengurte, die die Säulen verbinden, sind mit Clips ausgestattet, was den Abbau ebenfalls vereinfacht. Am Trauf sind je Säule zwei Gurte anklipsbar. Außerdem sind noch Abspannseile verfügbar. Das Ventil hat einen Schutz (2), der per Reißverschluss verschließbar ist. Pianosa bietet eine Stehhöhe von 2,25 Meter und eine Türhöhe von 1,85 Meter, die im Test war aber deutlich niedriger. Vier Seitenwände, davon zwei mit Moskitonetzen, sind im Lieferumfang enthalten. In die Luftschläuche des Pavillons lassen sich Lampenkabel verlegen. Eine Seitenwand ist als Tür zu öffnen. Das Pianosa hat im Verlauf des Testzeitraums ein Knickbein bekommen, will heißen, es ist an einer Säule immer etwas schief gestanden. Ob dies beim Sturm oder beim Abspannen passiert ist, kann nicht nachvollzogen werden. Der Stabilität hat dies aber keinen Abbruch getan. Mit allen Features ist es der stabilste und flexibelste Pavillon im Testfeld.

+ perfekt zu befestigen

+ sehr stabil

+ alle Boden- und Abspanngurte mit Clips

- keine Doppelhubpumpe

- etwas weich in der Säule, trotz 7 psi

– muss aber nicht sein. Die Abspannleinen müssen in jedem Fall weg. Nach dem großen Zisch liegen die Pavillons ziemlich hilflos rum. Einfach aufrollen ist nun aber nicht, denn in den Schläuchen ist noch Luft. Da zwei der vier Probanden ein Ein-Ventil-System haben, muss über dieses eine Ventil die gesamte Luft raus. Abpumpen lautet jetzt die Devise – warum sollten die mitgelieferten Luftpumpen diese Funktion auch sonst haben? In keinem unserer Fälle gelang dies problemlos. Beim anschließenden Aufrollen blieb immer Luft zurück, die sich immer in einem Schlauch ohne Ventil sammelt – logisch. Also heißt es Bein für Bein aufrollen, Luft Richtung Ventil schieben und dann auspressen. Wenn die Luft raus ist, kann so ein Pavillon über die Spitze zusammengelegt und gerollt werden. Leinen und Gurte bleiben montiert.

Alle vier passen dann sogar recht gut wieder in ihre Taschen – bei dwt sogar mit montierten Seitenwänden, aber dann muss die Pumpe separat transportiert werden. Das sorgfältige Verpacken lohnt sich beim nächsten Aufbau, denn dieser hängt extrem vom Auslegen der Beine und der Dachfläche ab. In einem Fall hatten wir beim wiederholten Aufbau einen Dreher zwischen Beinen und den Gurten, der uns beinahe zur Verzweiflung getrieben hätte.

UNSER FAZIT

Was bleibt: Pavillons mit Luftgestänge sind kein Mythos. Sie sind nicht so leicht aufzubauen, wie von den Herstellern suggeriert wird – und schon gar nicht wieder abgebaut. Mit einem Fiberglasgestänge kann das durchaus einfacher, handlicher und schneller gehen. Hier wäre mal ein Wettbewerb zwischen den Systemen einen Bericht wert. Dafür hinterlassen die Luftpavillons aber einen grundsoliden Eindruck und wir können ihnen allesamt eine hohe Stabilität und Robustheit nach dem Dauertest bei Wind und

Wetter attestieren. Wind bläst die Zelte zwar um – vielleicht sogar weg, wenn die Heringe nicht sorgfältig gesetzt wurden –, aber sie gehen nicht kaputt. Sie sind dann schnell wieder aufgerichtet und Schmutz lässt sich leicht abwaschen.

Der Teuerste ist auch der Beste, was die Funktionalität und den Aufbau betrifft. Der Relax Air von dwt wird fast zum Zelt, fehlt nur der Boden. Wäre da nur nicht der Abbau, der hat im Frühling und im Sommer etwas die Freude geschmälert. Wer mit dem Gewicht hadert, ist mit dem Air Shelter von Dometic und dem Gazebo-L von Berger gut bedient. Wer sich immer starkem Wind ausgesetzt fühlt, greift zum Pianosa von Reimo, der wirklich sturmsicher verankert werden kann. Größe und Gewicht, Preis und Ausstattung sind hier ausschlaggebend.

WEITERE NEUHEITEN BEI DEN

1 Für die Sauberkeit: Die Seahaven Komfortstation von Outwell bringt die eigene Dusche und Toilette auf den Campingplatz. Das Zelt bietet zwei Räume, jeder hat Zugang von außen und Verbindungstür. Preis: 203 Euro.

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2 Für alle Zwecke: Der Dometic HUB2 ist ein aufblasbarer Pavillon, der mit einem Anbau, Netzelementen, Wandelementen und Anschlussschleusen für Kombis, SUVs und Minivans sehr flexibel ist. Preis: 725 Euro.

3 Für den Hund: Die aufblasbare Hundehütte K9 80 AIR von Dometic ist aus leichtem, strapazierfähigem Gewebe, was Komfort und Sicherheit bringen soll. Sie soll leicht zu reinigen sein und ist kompakt zusammenpackbar. Ein Tragegriff macht den Transport einfach. Der Preis ist stolz: 340 Euro.