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LUIGI’S MANSION 3


N-Zone - epaper ⋅ Ausgabe 12/2019 vom 20.11.2019
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Bildquelle: N-Zone, Ausgabe 12/2019

Action-Adventure Nachdem er in zwei Spielen bereits mehrere Villen von ihren geisterhaften Bewohnern befreit hat, erwartet Marios Bruder in Luigi’s Mansion 3 sein bisher größter Horrortrip: Es gilt, ein ganzes Hotel von allerlei spektralen Unholden zu befreien!

Zu Beginn herrscht noch eitel Sonnenschein. Welche Schrecken im Hotel wirklich warten, zeigt sich erst, als die Nacht über unsere Helden hereinbricht.


It’s-a me, Mario! Moment, nein, stimmt ja gar nicht! In Luigi’s Mansion 3 ist nicht der berühmteste Klempner der Welt am Start, sondern sein grün gewandeter Bruder tritt wieder einmal ins ...

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... Rampenlicht! Nach unfreiwilligen Horrortrips in eine respektive mehrere Villen in Luigi’s Mansion und Luigi’s Mansion 2 wird diesmal deutlich mehr als zuvor aufgefahren: Ein ganzes Hotel wird von üblen Spukgestalten heimgesucht und es liegt an Luigi, dem Treiben ein Ende zu bereiten und die vom bösen König Buu Huu entführten Mario, Peach und drei Toads zu befreien. Mit diesen wenigen Worten haben wir tatsächlich auch schon die gan- ze Geschichte des Abenteuers zusammengefasst. Nein, wie im Pilzkönigreich bis auf wenige Ausnahmen üblich, wird auch hier in Sachen komplexe Erzählung nicht wirklich auf die Pauke gehauen. Spoiler: Am Ende rettet Luigi alle seine Freunde. Huch! Allerdings, was den Humor inklusive kompetent umgesetzten Slapsticks, die charmante Weltgestaltung und die Atmosphäre angeht, macht dem Spiel wie schon den Vorgängern niemand was vor! Das fängt bei den sehr gut geschriebenen (nicht vertonten) Dialogen voller Wortwitz an, reicht über allerlei schräge Momente und zeigt sich vor allem im Situationshumor. Luigi reagiert extrem ulkig auf die Geschehnisse um sich herum und obwohl oder gerade weil viele Sequenzen gänzlich ohne Dialoge auskommen, mussten wir während des Spiels mehr als einmal laut lachen! Luigi war zudem schon immer der deutlich nuancierter geschriebene der beiden Klempnerbrüder und die Furcht, die er quasi durchgehend während seines Hotelaufenthalts verspürt, zeigt sich wunderbar in seiner extrem ausdrucksstarken Mimik und den brillanten Animationen. Seine Mitstreiter und Widersacher können sich in dieser Hinsicht aber ebenfalls sehen lassen! Doch nicht nur die Animationen sind toll, generell ist Luigi’s Mansion 3 ein echter Augenschmaus. Wir gucken immer aus einer festen Perspektive auf die verschiedenen Räume des Hotels und die Entwickler nutzen diesen Umstand geschickt, um das Hotel wie ein riesiges Diorama voller kleiner Details wirken zu lassen. In jeder Ecke gibt es etwas zu entdecken, aufgewirbelter Staub erfüllt die Luft, wenn wir an ewig nicht mehr angerührten Objekten vorbeilaufen und sehr gute Licht-, Feuer- und Wassereffekte erfüllen die Orte mit Leben. Man nehme den Fakt hinzu, dass der Spaß durchgehend ruckelfrei läuft und fertig ist eines der hübschesten Spiele für die Nintendo Switch!

Wie in den beiden Vorgängern steckt natürlich wieder einmal König Buu Huu hinter den geistreichen Geschehnissen – er ist für Luigi, was Bowser für Super Mario ist!


Im Vergleich zu den Vorgängern müssen wir uns oft deutlich größeren Gegnerscharen stellen als bisher. Da kommen die neuen Kampffähigkeiten ja gerade recht!


Die verschiedenen Bossgeister unterscheiden sich bezüglich des Anspruchs, kommen aber allesamt mit viel Charme daher.


Hotel Luigi

Einziger Wermutstropfen in dieser Hinsicht: Manchmal leidet die Übersicht unter der starren Kameraperspektive. In einigen Momenten durchaus gewollt, wenn etwa ein Durchgang bewusst verborgen ist und durch Umgebungshinweise entdeckt werden muss. An anderen Stellen rennt man aber auch mal etwas ratlos herum, weil Objekte und Umgebung ineinander übergehen und der Weg nicht gut zu erkennen ist. Das ist aber nur ein kleiner Makel und angesichts der sonstigen technischen Qualitäten verschmerzbar. Dankenswerterweise steht die relativ sparsam genutzte, aber die Atmosphäre sehr kompetent unterstreichende Musik nicht hinten an. Vor allem aber sind es die Soundeffekte, welche den humorvollen Horror perfekt ergänzen; seien es nun Luigis je nach Untergrund unterschiedliche Schrittgeräusche, das unterhaltsame Gegacker der Geister, natürlich wieder einmal Luigis inzwischen ikonische „Mario!“-Schreie und einfach das Knarren und Knarzen des Hotels. So doof das bei einem völlig überzeichnet gestalteten Cartoon-Gebäude klingt: Die Spielwelt wirkt wie ein echter Ort! Und ein ganz schön abwechslungsreicher – nur die ersten paar Etagen entsprechen dem, was man sich von einem Hotel erwarten würde. Da laufen wir durch Gästezimmer, einen Gastronomiebereich und die Lobby. Je höher wir im Hotel gelangen – unser Ziel ist wenig überraschend das oberste Stockwerk –, desto kreativer werden die Orte, die wir erkunden. Eine Etage mag uns an einen Strand nebst angehängtem Geisterschiff schicken, eine in eine Diskothek, eine andere in eine Wüste samt thematisch passender Pyramide voller Mumien, und wieder eine an ein völlig durchgeknalltes Filmset. Es ist beeindruckend, wie viel Varianz hier geboten wird! Klar, mit der Hotelthematik haben diese Abschnitte im Grunde nichts zu tun. Aber sie sorgen für jede Menge Spielspaß und das ist ja wohl das Wichtigste. Schön auch, dass wir jederzeit frei zwischen den verschiedenen Stockwerken wechseln können, sobald wir sie freigeschaltet haben. Vorbei sind die Zeiten der nervigen und auf Handheld-Bedürfnisse hin getrimmten missionsbasierten Erkundung aus Luigi’s Mansion 2, die uns regelmäßig aus dem Geschehen riss! Nicht ganz so zusammenhängend wie die Map des ersten Spiels, bei Weitem nicht so zerstückelt wie die Spielerfahrung in der Fortsetzung – der dritte Gruseltrip findet hier zum Glück die richtige Balance.

Zum Aufzugsknopf drängt, am Aufzugsknopf hängt doch alles. Wir müssen die leuchtenden Schönheiten den diversen Bossen entreißen, um im Hotel voranzukommen.


Satte 102 Juwelen warten als primäre Sammelgegenstände darauf, von uns ergattert zu werden. Einige davon sind wirklich gut versteckt und das Suchen macht Laune.


Die Animationen und Mimik von Freund und Feind, allen voran Luigi selbst, sind über jeden Zweifel erhaben. Generell ist Luigi’s Mansion 3 ein grafischer Leckerbissen.


Fluigi kann jederzeit auf Knopfdruck herbeigerufen und optional von einem zweiten Spieler kontrolliert werden. Der Koop bringt wenige Vorteile, macht aber Spaß.


Schreck weg dank Schreckweg

Jedoch, schlussendlich können Atmosphäre und Weltgestaltung ein Spiel nur teilweise tragen. Auch spielerisch muss es überzeugen. Und das tut Luigi’s Mansion 3 – zumindest größtenteils. Mit einer neuen Iteration unseres bewährten Geister-Staubsaugers Schreckweg ausgestattet, machen wir uns auf, das Hotel von allerlei Geisterwesen zu befreien. Wir saugen noch mehr als je zuvor alles ein, was nicht niet- und nagelfest ist und können manche Räume auf diese Weise quasi völlig leerräumen. So finden wir Geld, mit dem wir uns in einem Shop allerlei hilfreiche Items wie Wiederbelebungs- Knochen kaufen können sowie Herzen zum Auffüllen unserer Energie. Vor allem aber geht es mit dem Schreckweg eben den Spukgestalten an den Kragen. Wie bisher müssen wir die Geister dafür mit der Taschenlampe anstrahlen und sie dann in unseren Staubsaugerbeutel befördern. Die Gefechte gehen deutlich schneller vonstatten als bisher – das liegt an einer neuen Funktion, die es uns erlaubt, Geister zu packen und durch die Gegend und sogar auf andere Feinde zu schleudern. Cool: Durch dieses Feature treten wir nun auch gegen deutlich größere Gegnergruppen an als in den Spielen zuvor. Vor allem aber sorgen die Bosskämpfe für helle Freude. Jedes Stockwerk des Hotels wird von mindestens einem besonders mächtigen Geist beherrscht, welcher am Ende des Abschnitts um einen der Aufzugknöpfe erleichtert werden muss. Beim 3DS-Vorgänger beschwerten wir uns, dass die sogenannten Portraitgeister aus dem Erstling nicht mehr mit an Bord waren und abseits sehr seltener Endgegner lediglich die immer gleichen Gespenster bezwungen werden mussten. Die Etagen-Bosse sind ein würdiger Ersatz für die Portraitgeister, erfordern, dass wir mit mehr Strategie als „draufleuchten und einsaugen“ aufwarten und sind vor allem wunderbar gestaltet. Besonders die Endgegner-Spukmonster auf der Läden- und der Filmstudio-Etage haben es uns durch ihr humorvolles Design und die tollen Kämpfe angetan!

Die verschiedenen Räume des Hotels wirken wie hübsche Dioramen und glänzen zudem mit teilweise wunderschönen Effekten.


Gameplay, das flu(igi)tscht

Unser Staubsauger ist aber nicht nur in Auseinandersetzungen, sondern auch beim Erkunden des Hotels unser Helferlein Nummer eins. Wir können saugen und blasen, seine Düsen nutzen, um einen kleinen Sprung auszuführen, und einen Pümpel samt angehängtem Seil aus ihm abfeuern, der an bestimmten Objekten kleben bleibt und dann in Kombination mit dem Schreckweg zum Herumschleudern diverser Gegenstände genutzt werden kann. Diese Funktion ist auch oft in Kämpfen vonnöten, um etwa Geistern ihre Schilde zu entreißen. An manchen Stellen können wir unseren Sauger sogar an Steckdosen anschließen und dann mit einer Extraportion Power ganze Räume auf einmal wegsaugen! Weiterhin können wir mit unserer Leuchte einen hellen Lichtschein abgeben, der etwa bestimmte Schalter aktiviert und mit einer weiteren, speziellen Taschenlampe unsichtbare Gegenstände sichtbar machen. All unsere Fähigkeiten in Kombination werden für kreative Rätsel genutzt, manchmal solche, die zum Vorankommen notwendig sind, manchmal im Rahmen optionaler Aufgaben. Da gilt es dann, über 100 Juwelen, Verstecke mit besonders viel Geld und ab einem bestimmten Zeitpunkt Buu Huus ausfindig zu machen. Stets mit offenen Augen durch die Gegend zu gehen, ist unabdingbar, vor allem, da sehr oft alleine durch die Umgebung schon Hinweise auf das richtige Vorgehen gegeben werden. Oft genug ist für die Lösung die vielleicht größte spielerische Innovation des Abenteuers vonnöten: Fluigi! Der kam bereits im Remake des ersten Luigi’s Mansion für den 3DS zum Einsatz, war dort aber nicht mehr als ein Anhängsel, um den Koop-Modus zu ermöglichen. Im neuen Horrortrip kommt Luigis aus grünem Glibber bestehender Kopie deutlich mehr Bedeutung zu. Weiterhin ermöglicht sie es, das komplette Spiel zu zweit zu erleben. Das macht Laune, auf jeden Fall mehr als die kompetitiven Multiplayermodi (siehe Extrakasten). Einen großen Vorteil bringt der Koop aber nicht mit sich – Luigi’s Mansion 3 ist so oder so eine ziemlich einfache Angelegenheit. Aber auch alleine können wir Fluigi jederzeit an unsere Seite rufen. Er kann durch Gitter hindurchgehen, durch Röhren rutschen und mehr. Es ist sogar möglich, Luigi und Fluigi gleichzeitig an verschiedenen Stellen zu positionieren, um etwa zwei Schalter auf einmal zu betätigen. Fluigis Fähigkeiten werden wirklich ständig genutzt, ohne dass sich das Feature nervig oder aufgesetzt anfühlen würde. Schön!

Die Düsterlampe aus dem zweiten Teil ist zurück und erlaubt es uns, unsichtbare Gegenstände sichtbar zu machen. Nur, wer sich gut umschaut, findet alle Geheimnisse!


In Sachen Wortwitz und generell Humor ist Luigi’s Mansion wieder einmal hervorragend gelungen. Mehr als einmal mussten wir während des Spielens laut lachen.


Wer sich gut umsieht, verfügt am Ende der Geschichte über Massen an Reichtümern in Form von Gold, Münzen und Geldscheinen.


Hochqualitative Horrorshow

Allerdings, so viel Spaß all das auch macht und so kreativ manche Aufgabenstellungen sind, stellt sich manchmal doch ein Déjà- vu-Gefühl ein. Das erste Luigi’s Mansion war spielerisch im Grunde sehr dünn, was angesichts der sehr kurzen Spielzeit aber nicht ins Gewicht fiel. Luigi’s Mansion 3 hat bezüglich des Gameplays viel mehr zu bieten, schlussendlich läuft aber alles auf herumlaufen und Zeug einsaugen hinaus. Dadurch ergibt sich irgendwann wohl oder übel eine gewisse Routine, gerade angesichts der sehr langen Spielzeit von etwa 15 bis 20 Stunden – je nachdem, wie gründlich man beim Erforschen ist. Es hilft auch nicht, dass diese beeindruckende Spielzeit an einigen Punkten durch nur mäßig spaßige Sammelquests erreicht wird, die uns in bereits besuchte Gebiete zurückführen, ohne dass sich dort abseits einiger neu platzierter Kämpfe und kleiner Anpassungen viel verändert hätte. Und zu guter Letzt haben wir so unsere Probleme mit der Steuerung. Prinzipiell lässt Luigi sich präzise kontrollieren, allerdings ist die Belegung relativ überladen und der Einsatz der Düsterlampe etwa, mit der wir unsichtbare Objekte sichtbar machen, erfordert das umständliche Drücken zweier Schultertasten. Ebenso nervt es, dass wir für die Übersichtskarte jedes Mal ins Menü gehen und sie dort auswählen müssen, während der dafür prädestinierte Minus-Button völlig ungenutzt bleibt. Und Leute, die mit invertierter Kamera spielen, haben Pech – Schreckweg und Taschenlampe lassen sich nur mit normaler Kamerasteuerung bewegen, ohne Möglichkeit zur Anpassung. Die optionale Gyro-Kontrolle ist da nur ein schwacher Trost. Schlussendlich sind das aber alles verschmerzbare Fehler, die durch das meist sehr abwechslungsreiche Gameplay, die gelungene Atmosphäre, den tollen Humor und prinzipiell den gewaltigen Spielspaß mehr als nur ausgeglichen werden. Luigi’s Mansion 3 ist der bisher beste Teil der Serie und ein absolutes Switch-Highlight im an Highlights nicht armen Jahr 2019.

Professor I. Gidd findet sich auch im Hotel wieder. Ihm verdanken wir die Geisterjäger-Helferlein wie den Schreckweg.


MEINUNG
Lukas Schmid

„Luigis Switch-Abenteuer sprüht nur so vor tollen Ideen, Charme und purem Spielspaß!“

Luigi’s Mansion 3 liefert genau das ab, was ich mir erwartet habe – im positivsten Sinne! Es ist ein ungemein kreatives, ganz schön umfangreiches und vor Charme und Witz nur so strotzendes Abenteuer, welches die besten Elemente aus den beiden Vorgängern vereint. So kehrt die Struktur aus dem Erstling zurück, das heißt, die Missionen aus dem zweiten Teil sind Geschichte. Dadurch wird man nicht mehr alle paar Minuten aus dem Geschehen und somit aus der Atmosphäre gerissen. Trotzdem gibt’s dank einer wesentlich größeren Map als im ersten Spiel viel mehr zu tun und die völlig unterschiedlichen Stockwerke des Gruselhotels unterscheiden sich thematisch gehörig. Ganz anders als im ersten Abenteuer, in dem wir halt durch eine hübsche, aber relativ eintönige Villa spazierten, aber nahe dran an den sehr verschiedenartigen Villen aus dem zweiten Teil! Besonders freue ich mich, dass in Sachen Geistern wesentlich mehr Diversität geboten wird als im direkten Vorgänger – hier hat man sehr brav auf die Kritik der Fans gehört, die sich einzigartigere Feinde wünschten. Die Bossgespenster auf den unterschiedlichen Stockwerken unterscheiden sich markant vom spektralen Kanonenfutter der normalen Gefechte und sie erfordern auch jeweils sehr unterschiedliche Strategien, um sie zu bezwingen. Spielerisch stellt sich zwar irgendwann eine gewisse Routine ein – man rennt halt rum und saugt –, allerdings sorgen regelmäßige kreative Highlights, der brillante Humor und das pure Herzblut, welches aus jeder Pore des Abenteuers fließt, dafür, dass trotzdem niemals Langeweile aufkommt. Bravo Nintendo – ihr habt wieder einmal ganz schön abgeliefert!

GRUPPENHORROR ABSEITS DES HOTELS – DER MEHRSPIELERMODUS

In Luigi’s Mansion 3 darf nicht nur allein und im Koop gegruselt werden, neben der Kampagne stehen auch diverse separate Mehrspielermodi zur Verfügung. Wir stellen sie vor.

Kooperativ darf man in Luigi’s Mansion 3 sowieso jederzeit ran, wenn auch nur lokal – Fluigi macht’s möglich. Aber auch abseits der Kampagne wartet der Gruseltrip mit Mehrspieleroptionen auf. Ebenfalls nur lokal verfügbar, also mit anderen Teilnehmern im selben Raum, ist der sogenannte Polterpark. Hinter diesem Namen verstecken sich drei kompetitive Minispiele für bis zu acht Teilnehmer. In denen gilt es, Geister für Punkte einzusaugen, mit Kanonenkugeln auf Zielscheiben zu feuern und mithilfe eines Schwimmreifens in einem Pool Münzen einzusammeln und Minen auszuweichen. Nett, aber belanglos – mehr als ein paar Runden lang wird der Polterpark wohl nur die wenigsten Spieler beschäftigen. Deutlich mehr Fleisch steckt im Wirrwarrturm, ebenfalls für acht Teilnehmer und auch online spielbar. Hier treffen wir in verschiedenen Stockwerken des titelgebenden Turms aufeinander und müssen diverse Aufgaben lösen. Wir müssen etwa Geister fangen oder Toads retten. Eine nette Idee, vor allem, da man einerseits zusammenarbeitet, andererseits aber auch jeder der beste Ghostbuster sein will. Trotzdem ist der Wirrwarrturm nichts, mit dem man sich allzu lange beschäftigen dürfte, dafür ist das Gameplay zu belanglos. Wegen der Mehrspielermodi sollte sich also niemand Luigi’s Mansion 3 zulegen. Als netter Bonus taugen sie aber trotzdem allemal.

Der Modus „Wirrwarrturm“ bietet eine Art Hordenmodus. Es gilt, auf verschiedenen Turmetagen Aufgaben wie Geister fangen oder Toads retten zu absolvieren.


Im Minispiel „Kanonade“ müssen wir eine Kanone laden und anschließend Zielscheiben treffen. Geister, welche die Kugeln stehlen, sorgen dabei für Chaos.


Das Minispiel „Geisterjagd“ kommt dem Gameplay des Hauptspiels recht nahe. Geister einsaugen, Punkte sammeln und hoffentlich besser als die Konkurrenz sein!


Die „Pool-Münzjagd“ ist von einem der Bosskämpfe aus der Kampagne inspiriert. Hier müssen wir an „Bord“eines Schwimmreifens Münzen sammeln.