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Luxemburg


Kirmes & Park Revue - epaper ⋅ Ausgabe 9/2019 vom 21.08.2019
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Bildquelle: Kirmes & Park Revue, Ausgabe 9/2019

Schueberfouer 2019 (23. August - 11. September): Über 2 Millionen Besucher freuen sich alljährlich auf das europäischste aller Volksfeste, das im Großherzogtum Luxemburg gefeiert wird. Die große traditionelle Luxemburger Kirmes, die Schobermesse, die auf luxemburgisch „Schueberfouer" heißt, wird seit 1893 zentral auf dem Glacisfeld (Champs de Glacis) gefeiert.
Wer vom Kirchberg kommend in Richtung Luxemburl-utadt fährt, der erreicht das Glacisfeld mit seinem wunderschön gestalteten Eingangstor. Dieses mächtige Eingangsportal misst 18 x 18 Meter und wurde unter der künstlerischen Leitung von Rik van ...

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Schueberfouer 2019 (23. August - 11. September): Über 2 Millionen Besucher freuen sich alljährlich auf das europäischste aller Volksfeste, das im Großherzogtum Luxemburg gefeiert wird. Die große traditionelle Luxemburger Kirmes, die Schobermesse, die auf luxemburgisch „Schueberfouer" heißt, wird seit 1893 zentral auf dem Glacisfeld (Champs de Glacis) gefeiert.
Wer vom Kirchberg kommend in Richtung Luxemburl-utadt fährt, der erreicht das Glacisfeld mit seinem wunderschön gestalteten Eingangstor. Dieses mächtige Eingangsportal misst 18 x 18 Meter und wurde unter der künstlerischen Leitung von Rik van Kerchove gestaltet. Es besticht durch seine Farbvielfalt mit den unterschiedlichsten Motiven, einhergehend mit Lichteffekten der Extraklasse. Hier ist die Poesie zum Greifen nah, man muss sich etwas Zeit nehmen, um alle Motive zu erkennen und zu bestaunen. Das Glacisfeld hat eine Größe von 4 Hektar, auf dem sich 200 Kirmesgeschäfte und rund 100 Marktstände und Restaurationen verteilen. Neben der Kirmes mit den neuesten Attraktionen findet man im Marktbereich viele regionale Produkte und Gerichte: eine tolle Mischung, die das Flair der Schobermesse unterstützt. Insbesondere die Restauration nimmt auf der Schobermesse einen großen Raum ein, es ist ein fester Bestandteil der Messe und unverzichtbar. Große Restaurationszelte mit festlich gedeckten Tischen laden zum Genießen und Verweilen ein, das Angebot an Speisen ist vielfältig und in der gehobenen Preisklasse angesiedelt. Hier wird festlich gespeist und nicht nur „schnell gegessen", in Luxemburg genießt man das Leben etwas intensiver. Erst wird gut gespeist, danach widmet man sich den Attraktionen auf der Schobermesse.
Es ist auch ein markanter Besucherwechsel erkennbar: In den frühen Mittagsstunden werden die großen Restaurationszelte durch auffällig viele Geschäftsleute aufgesucht, eine hohe Zahl an „Anzugträgern" besucht die Schobermesse zum Dinieren. Natürlich wird auch bei den zahlreichen Imbissbetrieben der Schobermesse gegessen, alle Restaurationen haben täglich in den Mittagsstunden den ersten starken Zulauf. Nach dem Mittagstisch geht es für die meisten Besucher wieder zurück zum Arbeitsplatz. Nun kommen die Familien, Jugendlichen und die auswärtigen Gäste zur Messe. Das Geschäft für Karussells, Belustigungen,

Geisterbahn und Schienenbahnen nimmt nun deutlich an Fahrt auf. In den Abendstunden ist der Festplatz immer sehr gut besucht, auch die Zelte sind wieder bestens gefüllt.
Luxemburg ist strukturstark und wirtschaftlich sehr gut aufgestellt. Das sieht man alleine an den Bauvorhaben in der Stadt, die immer weiter wächst. Als Beispiel nennen wir die neue Straßenbahn, die nun längs des Glacisfeldes fährt: eine stylisch hochmoderne Bahn, die auf Schienen durch ein Kunstrasenfeld fährt – richtig gut für Kirmesbesucher, außerhalb der Innenstadt im Bereich des Kirchberges parken und mit der Straßenbahn bis zur Schobermesse fahren. Und noch etwas ist auffällig, die Sauberkeit auf und rund um die Schobermesse. Die zahlreichen Papierkörbe werden benutzt, die Disziplin der Besucher ist besonders angenehm.

Laurent Schwaller

Seit diesem Jahr steht die Schobermesse unter der alleinigen Führung von Laurent Schwaller. Er ist der neue Kirmeschef und hat den langjährigen Verantwortlichen Marc Weydert abgelöst. Weydert hatte die Schobermesse über Jahre hinweg erfolgreich gestaltet und immer wieder mit neuen Akzenten bereichert. Nun ist er in den verdienten Ruhestand getreten. Laurent Schwaller ist schon seit Jahren in die Ausrichtung der Schobermesse integriert und nun allein verantwortlich.
Alle Augen sind auf ihn gerichtet: Mit Laurent Schwaller hat die Schobermesse einen Chef bekommen, der Kirmes liebt und lebt. Gerne bereist er die international renommierten Volksfeste, zuletzt die Rheinkirmes in Düsseldorf, sammelt hier Erfahrungen und begutachtet Fahrgeschäfte und Reihengeschäfte. Er tauscht sich mit Veranstaltern und Schaustellern aus, ist extrem szenekundig. So ist der neue Kirmeschef immer über alle Veränderungen im Reisegewerbe informiert und trifft auch eine Vorauswahl über zu verpflichtende Attraktionen für die Schobermesse.

Attraktionen

Mit der Verpflichtung von Bruchs „Alpina-Bahn" hat Laurent Schwaller bei seiner Premiere als Alleinverantwortlicher sofort ein Ausrufezeichen gesetzt. Erstmals in der Geschichte der Schobermesse kommt eine Achterbahn in dieser Größe in das Großherzogtum Luxemburg. Die Luxemburger Presselandschaft hat in aller Ausführlichkeit über diese Sensation für die Schobermesse berichtet, die Resonanzen waren sehr positiv. Die Zusage der Familie Bruch zur Schobermesse führte gleichzeitig zur Absage in München, hier wird nun der „Spinning Racer" als neue Attraktion sein Debüt auf der Wiesn feiern. Und Stuttgart freut sich auf die Alpina-Bahn. Es gibt noch weiteres Positive in Bezug auf die „Alpina-Bahn” zu berichten: Es wurden neue Achterbahnzüge bestellt und auch der Einsatz von VR-Brillen ist in Planung, damit dürften die Verkaufsgerüchte eingestellt werden.
Nach der Premiere „auf Crange" steuert der „Aeronaut"-Riesenkettenflieger von Joep Hoefnagels mit der Schobermesse seinen zweiten Gastspielort an und wird die Besucher auf weit über 70 Meter Höhe bringen – eine fantastische Aussichtsfahrt voller Schwung und Rasanz. Qualität aus deutschen Landen ist in Luxemburg sehr gerne gesehen: Seinen 25. Auftritt zur Schobermesse feiert das „Bellevue-Riesenrad" der Fa. Bruch in diesem Jahr. Wieder dabei sind die beiden außergewöhnlichen Familienrundfahrgeschäfte „Circus Circus" (Gründler / Preuß) und „Happy Sailor" von Manfred Howey. Marc Schmidt wird mit seinem „Transformer" erstmals die Gäste der Schobermesse auf den Kopf stellen und bei den Besuchern angesichts des Fahrablaufs für Staunen sorgen. Andre Facklers „Apres Ski Party" und der „Crazy Clown" von Agnes Hartmann beschicken ebenfalls das Vorzeigevolksfest in Luxemburg. Dagmar Osselmann sorgt mit ihrem „Autoscooter Diamond" für Fahrspaß. Auch in den Bereichen Imbiss, Ausschank und Spiel sind deutsche Schausteller anzutreffen: „Brezelstube" – Wilmering, „Schwenkhütte" – Roos, „Champagnerstand" – Vanderbeeken, „Mais-Man" – Roschmann, „Die Torwand" – Schutz, „Schwarzwaldmühle" – Bruch. Mit ihrem Spielgeschäft „Ballwerfen" debütiert Michaela Schneider auf der Schobermesse.

Für viele Kirmesfans ist alleine durch die Präsenz der „Bayernkurve" von Thomas Bozec der Besuch der Schobermesse ein Muss. Fabrikfrisch präsentiert sich der einstige deutsche Klassiker nun unter der Führung der Familie Bozec aus Frankreich. Der Standort neben der Alpina-Bahn ist trefflich gewählt, die Achterbahn und der bayerische Rundfahrklassiker bilden hier ein passendes Doppel.
Die weiteren Attraktionen in der Länder-Übersicht: Aus Frankreich: „Break Dance" – Marc, „Carrousel galopant" – Kopp, „Shakers" - Hen- rique, „Tagada" – Remilly, „Techno Power" – Audermatte, „Maxi Jump” – Kopp, „Booster Maxxx” – Kopp, „Intoxx” – Lanaret, „Cinema 5 D” – Courteaux, „Kamak” – Camors, „Le Cirque” – Isselmann, „One Man Show” – Kopp. Aus Belgien: „Rotor” – Van Vugt, „Take off” – Schmit, „XXL” – Dotremont-Jannens SCS, „Big Splash” – Bufkens, „Magic World” –Cattin.
Auch die kleinen Besucher der Schobermesse kommen zu ihrem Recht, gleich 16 unterschiedliche Karussells und Belustigungen stehen bereit, die Schobermesse ist eine richtig gute Familienkirmes. Während bei den großen Attraktionen mangels Angebot keine Schausteller dabei sind, sind bei den Kindergeschäften gleich 6 Schaustellerbetriebe aus dem Großherzogtum dabei. Die Branchen „Speisen, Ausschank und Spiel" werden überwiegend durch heimische Betriebe gestellt.

Das Programm zur Schobermesse

So vielfältig das Angebot an Kirmesgeschäften ist, so abwechslungsreich sind die Programmpunkte zur Schobermesse. Los geht es am 23. August um 17:00 Uhr mit der offiziellen Eröffnung. Dort gilt es für die Besucher gleich ein Stück Kultur zu erleben, der „Hämmelsmarsch" ist der Rundgang mit Schafen über das Festgelände. Eines der Schafe war in der Vorzeit das Vorbild für das Maskottchen der Schobermesse, der „Lämmy" eroberte die Herzen der Menschen im Sturm. Seinerzeit erschaffen wurde „Lämmy" durch den Comiczeichner Emile Schlesser. „Lämmy” gibt es am Souvenirstand zu kaufen, auch weitere Merchandisingprodukte mit „Lämmy” werden hier zu fairen Preisen angeboten.
Nach dem Rundgang werden den geladenen Gästen landestypische Speisen gereicht. Auf dem Speiseplan steht der Luxemburger Schinken mit Rosinenkuchen, dazu gibt es typische Weine. Eine weitere kulinarische Spezialität der Schobermesse ist im Übrigen der „Fouerfisch", ein in Bierhefe gebratener Wittling. Man reicht ihn mit Pommes, Bier oder einem trockenen Moselwein.
Weitere Auszüge aus dem Programm 2019: Es werden die Pressevertreter zu einem Rundgang eingeladen, es gibt am 27. August den „Tag der Bürgermeister". Hier servieren die Bürgermeister der Luxemburger Städte in den Restaurationen, der Erlös ihrer Arbeit und der Spenden kommt wohltätigen Zwecken zu Gute. Am 28. August ist der erste Familientag mit ermäßigten Preisen. Am 11. September, dem Schlusstag der Schobermesse, gibt es den zweiten Familientag mit halben Fahrpreisen und zum Abschluss das brillante Feuerwerk, es wird vom „Comite International des Festives de la Schueberfouer" bezahlt.

Lange Zeit stand die „Alpina-Bahn” auf dem Münchner Oktoberfest. Nun ist sie erstmals in Luxemburg zu Gast


Abseits der Messe gibt es am 1. September den „Fouersonndeg" und am 2. September die „Braderie". Der traditionelle „Ausverkauf" des stationären Handels wurde 1929 durch die Schobermesse ins Leben gerufen. Hier lohnt wahrlich der kurze Weg ins Zentrum der wunderschönen Stadt, die Preisnachlässe sind gewaltig. Das bei den Einkäufen gesparte Geld kann dann auch getrost auf der Schobermesse ausgegeben werden.
Öffnungszeiten: täglich ab 14:00 Uhr, Samstag, Sonntag, am Familientag und am Schlusstag ab 12:00 Uhr. Schausteller-Info: Bewerbung 2020: mittels Formblatt bis zum 15.09.2019 unter:www.vdl.lu/de/arbeiten/maerkten-und-veranstaltungen-teilnehmen (nach unten scrollen)

Historie

Die Gründung der Schobermesse geht auf das Jahr 1340 zurück, als Johann von Luxemburg eine achttägige Marktwoche anlässlich des Bartholomäustags ins Leben rief. Damals war der Markt von großer wirtschaftlicher Bedeutung. Mit dieser Entscheidung wollte der Monarch die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit Luxemburgs mit seiner idealen Lage an der neuen Straße, die Italien und Flandern verband, deutlich verbessern.
Ab Ende des 16. Jahrhunderts wurde das Sortiment der Händler durch das Angebot von Rindern, Schweinen, Schafen, Ziegen und Pferden erweitert. Die wirtschaftliche Bedeutung des Marktes nahm deutlich zu. Der Name Schueberfouer geht auf die „Schuedbuerg", die Festung auf dem heutigen Heilig-Geist-Plateau, zurück, wo der Markt zunächst stattfand. Er wurde später zur „Schadebergmesse" und „Schobermesse", dem aktuellen deutschen Namen. Danach erfolgte die luxemburgische Bezeichnung „Schueberfouer". Andere historische Quellen erklären, dass der Ursprung des Namens an ein großes Feuer erinnert, das bei Händlern einen großen „Schaden" anrichtete.
Dank der industriellen Revolution wurden 1844 erstmals auch Unterhaltungselemente fester Bestandteil der Schobermesse. Seit 1893 findet die Schobermesse auf dem Glacis-Feld statt. Während des Zweiten Weltkriegs kam es zu einer zeitweiligen Aussetzung der Schobermesse. Später wurden wieder ausländische Händler und Schausteller zugelassen und die Veranstaltung erhielt ihre internationale Bedeutung zurück. Riesenrad und Achterbahn kamen erst im 20. Jahrhundert zur Schobermesse. Das Riesenrad steht seit 1973 immer an der gleichen Stelle, zwischen Strooss 2 und Strooss 3.
(Quelle Historie: visitluxembourg.com).


Photo: Norman Vogt