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M4 LIGHT


Auto Bild sportscars - epaper ⋅ Ausgabe 10/2021 vom 09.09.2021

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Bildquelle: Auto Bild sportscars, Ausgabe 10/2021

Frontsplitter, Tieferlegung und große Räder, optisch steht der Schnitzer einem M4 in nichts nach

KANN DER TUNER DIE LÜCKE ZWISCHEN M440 UND M4 FÜLLEN? Wir reden natürlich nicht vom aktuellen M4 Competition, das neue Modell ist in Sachen Performance und Power einfach zu weit weg. Die Frage ist eher, reicht das Tuningpaket, um den neuen M440i xDrive auf das Niveau des nicht gerade langsamen Vorgänger-M4 zu heben? Die Aachener geben sich gewohnt siegessicher, wollen es sogar auf der Rennstrecke mit dem 431 PS starken BMW M4 (F82, Supertest 2014) aufnehmen. Doch eins nach dem anderen. Über irgendwelche Nierentransplantationen brauchen wir hier und heute nicht zu philosophieren. AC Schnitzer hat an den neuen Nasenlöchern nichts geändert, der neue M4 soll eventuell eine geänderte Begitterung bekommen. Das Auto demnächst hier im Heft. Zurück zum 4er mit dem halben M. Mit 374 PS und Allrad ist die Basis schon gut bestückt. Der Motor mit der Kennung „B58B30TÜ1“ ...

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... ist ein alter Bekannter. Der Dreiliter-Sechszylinder-Turbo sorgte schon im M140i (F20), M240i xDrive, Z4 M40i und im Toyota GR Supra 3.0 für viel Freude. Nur hier beim 4er Coupé hat das Aggregat deutlich mehr zu tun, bezogen auf das Gewicht. Denn so spannend, windschnittig und sportlich das Coupé ausschaut, das Ding wiegt mit seinen gemessenen 1803 Kilo fast so viel wie manch gestandene Limousine. Sei es drum, der Tuner wird schon wissen, was er tut. Und das wäre?

„1,8 Tonnen, 420 PS, und trotzdem geht das Ding in sage und schreibe 4,1 auf hundert!“ Guido Naumann, Redakteur

Okay, schneller als der 431 PS starke M4. Aber was ist die Zeit noch wert? Der deutlich leichtere Z4 M40i ist nur wenige Zehntel schneller, ein M2 Competition sogar zwei Zehntel langsamer. Schlüssel zum Erfolg? Das wirklich perfekt abgestimmte Fahrwerk, gut dosierbare Leistung und die Michelin-Bereifung.

Testbedingungen Streckenlänge: 3671 Meter Wetter: 18 °Celsius, sonnig Asphalt: trocken

Ein Bodykit, bestehend aus Frontsplitter, Schweller, Heckdiffusor sowie Dachkanten- und Heckklappenspoiler, spannt optisch die Muskeln an. Hauseigene AC1-Räder in 20 Zoll zielen in Verbindung mit einem speziell auf den M440i abgerichteten Sportfahrwerk auf höhere Querbeschleunigung ab, während per Zusatzsteuergerät 420 PS und 600 Newtonmeter in den mechanischen Tiefen des Reihensechsers erwachen und per Sportauspuffanlage klangvoll ins Freie jubeln – inklusive einer länderabhängigen Garantie von bis zu fünf Jahren ab dem Tag der Erstzulassung, mit bis zu 120 000 km Laufleistung auf Motor, Getriebe und Antriebsstrang. Mit den zusätzlichen Pferden schwingt sich der AC-Schnitzer-M440i zwei Zehntel schneller über die 100er- und 0,9 Sekunden früher über die 200er-Marke. Klingt nicht sensationell, dennoch muss man dazu sagen, dass der Aachener im Vergleich zur getesteten Serie auf breiteren und größeren Rädern stand und zum anderen 4,1 Sekunden von 0 auf 100 auch schon sehr ordentlich sind. Ein 431 PS starker M4 (F82) schaffte den Sprint auch nur in vier Sekunden. Auffällig: In der achten Fahrstufe fällt der Durchzug mauer aus (11,9 zu 12,8 s). Warum? Das maximale Drehmoment liegt deutlich später an als beim Werksauto (1900 zu 3000/min). Bemerkenswert, im Positiven, sind die Bremswege des Schnitzer. Aus Tempo 100 steht der blaue 4er drei Meter früher als die Serie (19 Zoll).

Wie sieht der Alltag mit dem bespoilerten, tiefergelegten Boliden aus? Das Fahrwerk dämpft im Rahmen seiner strafferen Federraten aufmerksam, die Automatik schaltet nicht nur schnell, sondern auch unmerklich, der Reihensechser döst friedlich im Drehzahltal, knausert sich dabei spielend unter zehn Liter. Die kurvige Landstraße ist sein Revier, mit Allrad und dem Fahrwerks-Setup schiebt man sich narrensicher durch jede Biegung, die 420 PS hängen gut am Gas, die Auspuffanlage spielt deutlich sportlichere, sonorere Musik als in der Serie. Autobahn? Eigentlich auch ein gutes Pflaster, wäre da nicht die V max -Grenze bei 250 km/h. Schnitzer arbeitet an einer Lösung für 270 oder 280.

Abschließend noch eine Runde über den Sachsenring. Wie anfangs erwähnt, der erste, 431 PS starke M4 sollte zu knacken sein, meinten die Aachener. Und das Handling macht schon in den ersten Kurven keinen Hehl daraus, dass das klappen kann. Sein Übergewicht spürt man quasi nie, das Coupé schwingt fast schon leichtfüßig durch die Kurven. Wankbewegungen halten sich in Grenzen, Curbs werden weggeschluckt. So geht schnell. Die Michelin Pilot Sport 4S fühlen sich trotz ihrer flachen Flanken fast schon wie Semislicks an. Der Vorbau folgt Lenkimpulsen ohne Verzug, biegt haftstark in den Winkel, während die Hinterachse das Drehmoment griffig umsetzt, ohne sich dabei jedoch gänzlich ruhigstellen zu lassen. Im Gegenteil, der xDrive-Allrad lässt hilfreiches Übersteuern unter Last zu, so macht die Runde richtig Spaß. Klar, die Stahlbremsen werden nach drei Runden weich, das Pedal lang, dennoch überquert der Schnitzer-4er die Start-Ziel-Linie drei Zehntel eher als der M4!

Fazit

Guido Naumann

M4 Light? Das passt! Das schwere 440er-Coupé fühlt sich nach der Schnitzer-Kur deutlich agiler und sportlicher an, Motor und Sound legen spürbar zu, Rennstrecke kann er, ohne dabei an Komfort zu verlieren.