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MACHOS WAREN NIE EIN PROBLEM FÜR MICH“


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Grazia - epaper ⋅ Ausgabe 17/2022 vom 21.04.2022

INTERVIEW

Artikelbild für den Artikel "MACHOS WAREN NIE EIN PROBLEM FÜR MICH“" aus der Ausgabe 17/2022 von Grazia. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

MICHELLE HUNZIKER OHNE IHR STRAHLENDES LÄCHELN? Unvorstellbar! Doch für die dritte Staffel der Comedy-Show „LOL: Last One Laughing“ musste die Moderatorin ihr Markenzeichen mal eben in der Maske lassen. Denn hier ist Lachen (oder auch nur Lächeln) strengstens verboten! Keine einfache Aufgabe für die 45-Jährige. Selbst ihre Trennung von Noch-Ehemann Tomaso Trussardi (39) hat sie in den letzten Wochen souverän weggelächelt. Auch als wir sie zum Interview auf den Malediven trafen (leider nur via Video-Chat), war sie in bester Plauderlaune. Dabei wurde es durchaus auch mal ernster…

Haben Sie heute schon gelacht?

Natürlich! Lachen ist meine Lieblingsbeschäftigung. ...

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... Als meine Managerin mir erzählte, dass ich für „LOL“ angefragt wurde, war tatsächlich das Erste, was ich sie fragte: Haben die sich verwählt? (lacht)

Waren Sie schon immer so eine Strahlefrau?

Ja, schon als Kind habe ich oft Ärger bekommen, weil ich in unpassenden und ernsten Momenten angefangen habe zu kichern. Wenn man mir sagt, ich soll nicht lachen, dann muss ich es erst recht!

Ist Lachen die beste Medizin?

Für mich schon. Meine Lebensphilosophie ist, auch in schweren Zeiten zu lachen und positiv eingestellt zu sein. Ich liebe das Leben, egal wie hart es auch ist und wie viele Steine es mir in den Weg legt.

Wie ist man lustig in Zeiten, in denen es kaum etwas zu lachen gibt?

Während der Pandemie und des Krieges in der Ukraine ist es umso wichtiger, ein bisschen Leichtigkeit in den Alltag zu bringen. Das ist mit „LOL“ unsere Mission. Man darf das alles natürlich nicht ignorieren. Aber man tut eben, was man kann. Und das ist in unserem Fall, den Leuten ein bisschen Hoffnung zu schenken und ihnen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Lachen tut gut.

Wie emotional anstrengend ist es dann, eben dieses gute Gefühl unterdrücken zu müssen – umzingelt von Comedy-Legenden, die einem ein Grinsen entlocken wollen?

Es hat total Spaß gemacht – und ich würde auch sofort wieder mitmachen! Aber ich muss auch sagen: Am Ende des Tages ist man wirklich kaputt. Ich habe mich nach der Aufzeichnung mit einer Freundin zum Abendessen getroffen – und war fix und fertig.

„ICH LIEBE DAS LEBEN, EGAL WIE VIELE STEINE ES MIR IN DEN WEG LEGT“

Wie haben Sie sich auf die Sendung vorbereitet?

Man kann sich nicht vorbereiten – das haben mir schon Kollegen, die bei der italienischen Version von „LOL“ mitgemacht haben, gesagt. Ich habe einfach die verrücktesten Dinge gemacht, die mir in den Sinn kamen, und versucht, meine Kollegen und Kolleginnen damit zum Lachen zu bringen.

Ist Ihnen das Herumalbern vor Comedyprofis schwergefallen?

Überhaupt nicht! In Deutschland kennt man mich zwar hauptsächlich als Moderatorin, aber ich habe in Italien meine ganze Karriere lang schon in Comedy-Formaten mitgewirkt und mit Comedians zu tun gehabt.

Hatten Sie das Gefühl, dass einige Ihrer Kollegen und Kolleginnen Sie unterschätzt haben?

Ja, das kann schon sein. Dadurch hatte ich vielleicht einen kleinen Vorteil.

Unterschätzt zu werden ist aber nicht immer ein Vorteil, oder?

Das stimmt. Besonders am Anfang meiner Karriere musste ich dafür kämpfen, ernst genommen zu werden, da ich oft auf mein Äußeres reduziert wurde. Die TV-Produzenten haben in mir das Klischee gesehen: blond und blöd. Nach dem Motto: Die muss ja nicht sprechen.

Wie haben Sie sich durchgesetzt?

Es kommt drauf an, wie viel man bereit ist zu opfern. Ich habe meinen Job immer sehr geliebt. Deswegen habe ich nie aufgegeben und immer weiter versucht, meine Ideen einzubringen. Machos waren kein Problem für mich, denen habe ich einfach meine selbstironische Seite gezeigt. Trotzdem war das schon sehr hart damals. Ich habe 25 Jahre gebraucht, um meine eigene Show in Italien zu bekommen, die ich allein moderiere, „Michelle Impossible“. Und die Show war ein voller Erfolg.

In der zweiten und dritten Staffel von „LOL“ waren genauso viele Frauen wie Männer dabei. Macht Ihnen das Hoffnung?

Im italienischen Fernsehen gibt es mittlerweile mehr Moderatorinnen als Moderatoren! Das sieht in anderen Jobs allerdings meist anders aus. Die Menschen tun immer so, als ob die Emanzipation schon so weit fortgeschritten wäre. Dabei ist es noch ein langer Weg bis zur Gleichberechtigung von Frauen und Männern!

Interview: Selina Jüngling