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macOS Catalina: Ab auf die Insel!


Mac Life Wissen - epaper ⋅ Ausgabe 1/2020 vom 28.09.2020

macOS Catalina besitzt viele neue Funktionen, setzt die Annäherung von Mac, iPhone und iPad fort und bringt das Ende von iTunes. Wir starten mit einem Überblick.


Artikelbild für den Artikel "macOS Catalina: Ab auf die Insel!" aus der Ausgabe 1/2020 von Mac Life Wissen. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Mac Life Wissen, Ausgabe 1/2020

Unterstützte Geräte

macOS 10.15 lässt sich auf folgenden Macs installieren: iMac und Mac mini ab 2012, MacBook Air und Pro ab 2012, MacBook ab 2015, iMac Pro ab 2017, Mac Pro ab 2013

Bereits mit der Vorstellung des Vorgängers macOS Mojave machte Apple deutlich, dass man sich wieder intensiver mit dem Mac beschäftigt. Dieser erfreuliche Trend setzt sich nun mit Catalina, so heißt das neue System, fort. Den klangvollen Namen hat es übrigens von der ...

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... Insel Santa Catalina, die malerisch vor der kalifornischen Küste im Pazifik liegt.

Die auffälligste Änderung in macOS 10.15 ist vielleicht das Ende von iTunes, das aber weniger dramatisch ausfällt als es zunächst vielleicht klingt. Natürlich hat Catalina passenden Ersatz im Gepäck. Dazu gibt es viele nützliche neue Funktionen und Apps. Außerdem öffnet sich der Mac stärker für iOS-Entwickler, wodurch es im Softwareangebot in naher Zukunft noch einmal einen deutlichen Schub geben könnte. Das alles macht Catalina zu einem sehr interessanten Update, selbst wenn ihm vielleicht das eine alles überragende Killerfeature fehlt.

Abschied von iTunes

iTunes steht schon lange nicht mehr nur für Musik. Es steht für ein mediales Ökosystem und ist seit Jahren fest mit dem Namen Apple verbunden und ähnlich wie das Unix-basierte macOS oder das iPhone eine der Säulen des Wiederaufstiegs und des heutigen Erfolgs der Firma.

Eine häufige Kritik an iTunes ist, dass die App im Laufe der Zeit zu viele Aufgaben übernommen hat, wie Musik, Podcasts und Videos, die Zugänge zu den Stores oder die Verwaltung von iOS-Geräten. Das blähte das Programm auf, machte es teilweise unübersichtlich und auch schon mal etwas behäbig.

Mit Catalina beschert Apple dem Mac drei neue Apps als Ersatz für iTunes.

Alles für Musik

Das Programm Musik übernimmt für Sie die Verwaltung der eigenen Musiksammlung sowie den Zugriff auf Apple Music und den Musikteil des iTunes Store. Alle drei sind schnell über die Seitenleiste des Fensters erreichbar. Obwohl sich praktisch alle Funktionen wiederfinden, wirkt Musik deutlich aufgeräumter und übersichtlicher als sein Vorgänger. Ein gutes Beispiel dafür liefert ein Blick in die Einstellungen. Während diese bei iTunesnoch acht Bereiche umfassten, kommt Musik jetzt mit fünf aus. Dazu trägt auch bei, dass Apple die Funktionen zur gemeinsamen Nutzung der Mediathek in den Freigabebereich der Systemeinstellungen transferiert hat. Das ist nur konsequent, da sie ja sowohl Musik als auch Filme betreffen.

Für das Abonnieren und Abspielen von Podcasts bietet Catalina eine eigene App, die sehr übersichtlich und gut zu bedienen ist.


Die neue TV-App will die zentrale Anlaufstelle für Filme, TV-Sendungen und Streamingdienste auf dem Mac werden.


Die Musik-App übernimmt nach dem Ende von iTunes die Musikmediathek, den Store und natürlich den Zugriff auf Apple Music.


Miniplayer und Liedertexte sind in Musik nun über eigene Tasten direkt in der Befehlsleiste oben im Fenster erreichbar. Wer gern mitsingt, freut sich sicherlich darüber.

Podcasts und Videos

Analog zu iOS gibt es nun auch auf dem Mac eigene Apps für Podcasts und Filme. Das Fenster von Podcasts ist wie das von Musik aufgebaut, links die Seitenleiste, rechts die Steuerung und darunter Informationen zu den ausgewählten Medien. Etwas ungewohnt ist, dass der Bereich der Steuerung nicht über die ganze Fensterbreite reicht, sondern an der Seitenleiste endet. So ähnlich kennt man das schon vom App Store. Die Tasten sind vom Medienbereich darunter auch nur durch eine dünne Linie getrennt, was etwas unstrukturiert wirkt. Dass das Eingabefeld der Suchfunktion in die Seitenleiste gewandert ist, finden wir dagegen konsequent, da man dort ja auch durch die Bereiche der Mediathek navigiert.

Auf den Details der Fensteraufteilung reiten wir hier etwas herum, weil Apple das Konzept nicht konsequent durchzieht. Die dritte App im Bunde ist TV. Sie ist für Filme und TV-Sendungen im iTunes Store, abonnierte Apple-TV-Kanäle und die eigene Filmmediathek zuständig. Bei ihr finden Sie die Auswahl des Bereichs nämlich in der oberen Fensterleiste. Erst wenn Sie dort die eigene Mediathek aufrufen, schaltet TV die Seitenleiste zu, obwohl auch die anderen Bereiche der App mit einer Seitenleiste übersichtlicher und Inhalte schneller erreichbar wären.

Spannend wird die TV-App eigentlich erst, wenn Apples „TV+“-Dienst nach Deutschland kommt und auch andere Anbieter wie Netflix, Amazon & Co. unter einem Dach vereint werden. Bei Redaktionsschluss fehlten die Fremdanbieter noch auf dem Mac. Die iOS-Version von TV ist da viel weiter, da sie die Inhalte der jeweiligen Apps der Anbieter integriert und so zum Beispiel auch auf ein Amazon-Konto zugreifen kann. Auf dem Mac erfolgte der Zugriff auf andere Dienste bisher eher über deren Webseite. Hierfür muss eine Lösung her, damit TV für macOS ebenfalls als zentrale Video-App ein geräte- und anbieterübergreifendes Angebot präsentieren kann, was ja eigentlich der Sinn und die besondere Stärke der Anwendung wäre.

Natürlich synchronisieren auch die drei neuen Medien-Apps von Catalina die Inhalte über iCloud auf all Ihren Geräten.


Apple ersetzt das betagte und überladene iTunes durch drei neue Apps für Musik, Podcasts und Filme.


Geräte und Freunde

Eine weitere neue App trägt den Namen „Wo ist?“. Sie führt die Funktionen von iPhone-Suche und Freunde zusammen, die auf dem Mac bisher nur als Web-Apps auf der iCloud-Seite zur Verfügung standen. Die Aufgabe von Wo ist? besteht unter anderem darin, den Standort Ihrer Macs und iOS-Geräte auf einer Karte anzuzeigen. Voraussetzung hierfür ist, dass Sie auf den Geräten in den iCloud-Einstellungen die Funktion „Mein(en) Mac/iPhone/ iPad suchen“ aktivieren. Entsprechend zeigt die App Freunde an, die Ihren Standort mit Ihnen teilen, und erlaubt umgekehrt auch, Ihren Standort zu übermitteln.

Auf iOS-Geräten gibt es für die Standortbestimmung schon länger Apps, die Apple in iOS 13 auch in einer App zusammenfasst.

Wo ist? erlaubt das Suchen von Freunden und eigenen Macs oder iOS-Geräten. Die App ist deutlich praktischer als der Zugriff über die iCloud-Webseite.


Die App Erinnerungen hat eine neue Oberfläche erhalten und bietet mit intelligenten Listen und mehr Farben mehr Übersicht.


Mit der neuen App „Wo ist?“ behalten Sie Freunde und mit Ihrer iCloud-ID verbundene Geräte auch auf dem Mac im Blick.


Die Tagesansicht von Fotos überzeugt durch größere Bilder, Animationen und eine intelligente Fotoauswahl.


Katalysator für iOS-Apps

Mit dem neuen System gibt Apple die Catalyst-Bibliotheken zur einfachen Portierung von iOS-Apps frei. Bereits mit Mojave hat Apple die Umgebung an eigenen Apps getestet und zum Beispiel Home oder Aktien vom iPad auf den Mac portiert. Mit Catalina und der aktuellen Version der Entwicklungsumgebung Xcode steht Catalyst nun auch anderen Entwicklern offen, wodurch diese ihre Apps leichter auf den Mac portieren können. Das könnte vor allem dem Spielebereich auf dem Mac und Apples Spiele-Abo Arcade Schwung verleihen. Beispiele für Catalyst-Apps in Catalina sind unter anderem die Neuzugänge Podcasts und Wo ist? Das Catalyst-Projekt ist ein weiterer Baustein bei der Integration von Macs und iOS-Geräten

Weitere Apps

Natürlich hat sich auch in anderen Apps etwas getan. Da ist zum Beispiel Safari. Apples Browser profitiert vor allem von einer besseren Performance. Er bietet aber auch eine erweiterte Startseite und einen verbesserten Umgang mit Tabs. Versuchen Sie schwache Passwörter zu verwenden, erkennt Safari das und warnt Sie.

Mail kann ähnlich, wie es schon lange in Nachrichten möglich ist, E-Mails von bestimmten Kontakten blockieren und direkt in den Papierkorb befördern oder Konversationen stummschalten.

Fotos bietet vor allem eine bessere Präsentation der Bilder. Dazu gehören größere Vorschauen und automatisch ablaufende Live Photos und Videos, die für Dynamik in der Übersicht sorgen. Die intelligente Bildanalyse erkennt störende Motive wie doppelte Bilder, Preisschilder oder Screenshots besser und blendet sie in der Übersicht einfach aus.

Die App Erinnerungen hat nicht nur eine komplett neue Oberfläche, sondern auch viele nützliche Funktionen erhalten. So können Sie zum Beispiel Erinnerungen über eingeblendete Tasten schneller bearbeiten, Sie können Anhänge hinzufügen oder Erinnerungen mit Kontakten in Nachrichten verknüpfen.

Die praktische App Notizen zeigt in der neuen Galerieansicht eine bessere Vorschau, erlaubt das Teilen von Notizen oder ganzen Ordnern, und die erweiterte Suchfunktion findet ähnlich wie die App Fotos Objekte und Situationen in Bildern. Vor allem wenn Sie ein iPhone oder iPad nutzen und die Notizen somit abgleichen können, sollten Sie sich die App unbedingt ansehen, falls Sie sie noch nicht verwenden.

Finder und Einstellungen

In den Systemeinstellungen hat Apple, wie bereits vorher schon in iOS, alles zur Apple-ID gesammelt und prominent oberhalb der Einstellungsmodule platziert. Der Wechsel zwischen hel- lem und dunklem Modus für Menüs und Fenster kann nun auch automatisch nach Tageszeit erfolgen. Genau genommen verwendet Catalina hierfür die Einstellung für Nightshift im Monitorkontrollfeld.

Für das Dashboard ist nun das Ende gekommen. Nachdem Apple es schon nicht mehr standardmäßig aktiviert und die zugehörige Sondertaste auf dem Keyboard längst mit Launchpad belegt hat, fehlt die zugehörige App in Catalina endgültig. Wer auf Widgets nicht verzichten will, sollte prüfen, ob es nicht ein Widget für die Heute-Ansicht gibt. Viele Entwickler haben längst auf diese zeitgemäßere Version umgestellt, da sie sich für Apps, die es zugleich auch für iOS gibt, anbietet.

Die Steuerung von Vollbildmodus und Splitview hat sich etwas vereinfacht. Wenn Sie mit dem Mauszeiger auf den grünen Knopf des Fensters fahren, in dem Sie zwischen Vollbild, linker und rechter Seite wählen können, blendet Catalina nun ein kleines Menü ein. Früher musste man wissen, dass man den Splitview durch Gedrückthalten des grünen Knopfes erreichen konnte.

Mac und iPad

Ein bei der Ankündigung auf der WWDC viel beachtetes Feature des neuen Systems ist Sidecar. Es erlaubt die Nutzung eines iPad als zusätzlichen Bildschirm am Mac, wahlweise per USB-Kabel oder drahtlos. Doch damit nicht genug, lässt sich das iPad auch als Eingabegerät für den Mac nutzen, einschließlich Stifteingabe auf dem iPad-Bildschirm und einer virtuellen Touch Bar. Die Voraussetzung dafür ist ein einigermaßen neuer Mac ab ungefähr Vorstellungsjahr 2015 oder 2016 und ein iPad mit dem ebenfalls neuen iPadOS. Für die Eingabe über den iPad-Bildschirm muss die App entsprechend angepasst sein. Zugehörige Ankündigungen gibt es bereits von verschiedenen Herstellern aus dem grafischen Bereich. Die Nutzung der Sidecar-Touchbar erfordert ebenfalls geeignete Apps. Es ist jedoch nicht nötig, dass der Mac selbst bereits eine Touch Bar besitzt.

iPhone-Sync im Finder

Mit der Aufteilung von iTunes in drei Apps hat Apple auch die Trennung von iOS-Geräten und iTunes beziehungsweise dessen Nachfolgern weitergeführt. Nachdem Download und Aktualisierung von Apps schon in den letzten iTunes-Versionen fehlten, hat Apple nun auch die Verwaltung der Geräte, deren Backups und Aktualisierung herausgelöst. Diese Aufgabe erledigt in Zukunft der Finder. Ein mit dem Mac verbundenes iPhone erscheint als externes Gerät in der Seitenleiste des Finders. Wählen Sie es aus, sehen Sie den Inhalt im Fenster. Dort haben Sie Zugriff auf die Daten, können das Gerät wie von iTunes gewohnt synchronisieren, wiederherstellen oder ein Backup erstellen. Das funktioniert prima, trotzdem ist das iPhone in der Seitenleiste des Finders irgendwie ein Fremdkörper. Die Hauptaufgabe des Finder ist nun mal die Volume- und Dateiverwaltung. Wir hätten es logischer gefunden, iOS-Geräte über eine separate App zu verwalten, doch letztlich überlassen die meisten Anwender Synchronisierung und Back-up wohl ohnehin iCloud.

Bildschirmzeit auf dem Mac

Mit Catalina bringt Apple die Funktion Bildschirmzeit auf den Mac. Sie erfasst die Nutzungszeiten von Mac und Apps und erstellt daraus einen wöchentlichen Bericht. Sie können auch Zeitlimits für Apps setzen, einzeln oder in Gruppen. Die Funktion hat Apple bereits vor einem Jahr mit iOS 12 auf iPhone und iPad eingeführt, wobei Sie die Zeiten von allen Geräten, die mit Ihrer iCloud-ID verknüpft sind, zusammenfassen können. Außerdem können Sie mit Bildschirmzeit auch die Rechner und andere Geräte von Kindern im Rahmen der Familienfreigabe kontrollieren und dort ebenfalls Vorgaben für Nutzungszeiten machen. Die Konfiguration von Bildschirmzeit und der Zugriff auf die erfassten Daten erfolgt über die Systemeinstellungen.

In den allgemeinen Systemeinstellungen können Sie für das Erscheinungsbild nun den automatischen Wechsel zwischen hell und dunkel wählen.


Terminal

Wer mit der Terminal-App arbeitet, bekommt von Catalina zsh statt bash als neue Standardshell präsentiert. Das gilt allerdings nur für neu angelegte Benutzer. Wer einen vorhandenen Account umstellen möchte, kann das mit dem Kommando „chsh -s /bin/zsh“ machen. Die neue Shell ist weitestgehend kompatibel zur alten.

Ein angeschlossenes iOS-Gerät erscheint jetzt in der Seitenleiste des Finders und lässt sich dort zum Beispiel für Back-up und Aktualisierung auswählen.


Sidecar erlaubt die Nutzung eines iPad als Zweitmonitor am Mac oder als Eingabegerät für kompatible Programme.


Datenschutz verbessert

Ein wichtiges Thema, dass Apple auch bei Catalina wieder groß schreibt, ist die Sicherheit und der Schutz der Privatsphäre. Dafür hat Apple unter anderem die Datenschutzeinstellungen erweitert. Zukünftig müssen alle Apps, die Zugriff auf Ordner und Dateien haben wollen, beim ersten Mal danach fragen. Das nervt in der Anfangszeit etwas, gibt sich dann aber, wenn Sie die meisten Ihrer Apps einmal benutzt haben. Kleiner Tipp, Sie können Ihre wichtigsten Apps auch selbst in einem Rutsch in den Sicherheitseinstellungen unter Datenschutz > Dateien und Ordner hinzufügen. Weitere Systemfunktionen, für die Apps um Erlaubnis fragen müssen, sind Bildschirmaufnahme, und Spracherkennung.

Die Apple Watch kann jetzt nicht mehr nur zur Anmeldung am Mac verwendet werden, sondern überall, wo eine Passworteingabe erforderlich ist. Drücken Sie einfach zweimal die Seitentaste zur Bestätigung. Wer die Funktion nutzen will, sollte natürlich gut auf seine Uhr aufpassen und nicht gerade den einfachen vierstelligen Code zum Entsperren verwenden.

Bedienungshilfen erweitert

Ein anderer Bereich, der Apple von jeher am Herzen liegt, ist die Unterstützung von Anwendern mit Einschränkungen beim Sehen, Hören und in der Motorik.

Hierfür bietet macOS umfangreiche Bedienungshilfen, die Sie im gleichnamigen Bereich der Systemeinstellungen aktivieren können. In Catalina hat Apple vor allem die Spracheingabe deutlich erweitert und eine vollständige Sprachsteuerung des Mac ergänzt, deren Eingabe der Mac übrigens lokal verarbeitet. Die intelligente Sprachanalyse kann Inhalte und Befehle bei der Eingabe erkennen und lässt sich durch eigene Begriffe erweitern.

Um das Lesen zu erleichtern kann macOS Catalina nicht nur den Text unter dem Zeiger vergrößert in einem schwebenden Fenster einblenden, sondern auch die auf einem zweiten Bildschirm gespiegelte Ansicht unabhängig vom ersten zoomen. Außerdem gibt es neue Farbfilter und Farbanpassungen, um die Darstellung zu optimieren.

Bevor es losgeht

Es sind wieder viele spannende neue Apps und Funktionen hinzugekommen, die wir hier längst noch nicht alle erwähnt haben. macOS Catalina ist wie üblich kostenlos im App Store erhältlich. Aus der Liste der kompatiblen Rechner fällt lediglich der alte Mac Pro im Alukleid heraus. Alle anderen Mojave-tauglichen Geräte bekommen mit Catalina ein durchaus gelungenes und empfehlenswertes Update.

Im Anschluss gehen wir noch ausführlicher auf die einzelnen Programme ein und zeigen, wie Sie macOS Catalina Ihren Bedürfnissen entsprechend konfigurieren. Viel Spaß beim Stöbern!

Mehr Sicherheit für macOS

Um das laufende System vor Manipulationen zu schützen, startet Apple es von einem schreibgeschützten Volume aus. Davon merken Sie als Benutzer im Normalfall nichts, Sie sehen aber im Festplattendienstprogramm zwei Volumes. Das eine heißt wie Ihr Startvolume, das andere hat den Zusatz „Daten“ und enthält unter anderem die Benutzerverzeichnisse. Als weitere Maßnahme stellt Apple mit DriverKit einen neuen Mechanismus für Systemerweiterungen vor und ersetzt damit die bisher genutzten Kernel Extensions, über die sich zum Beispiel Hardware-Treiber eingeklinkt haben. Die neuen Erweiterungen laufen wie Programme außerhalb des Systems, was ebenfalls zu dessen Schutz und Stabilität beiträgt.