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MADAME CULTURE CLUB


Madame - epaper ⋅ Ausgabe 9/2021 vom 18.08.2021

Artikelbild für den Artikel "MADAME CULTURE CLUB" aus der Ausgabe 9/2021 von Madame. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.
FOTOGRAFIN DER STUNDE ?Schönheit kommt für mich in allen Facetten vor?, sagt die Fotografin Nadine Ijewere. Die 28-jährige Britin feiert gerade einen Erfolg nach dem anderen. Das C/O Berlin widmet ihr eine Einzelausstellung (noch bis 2. September, Bild hier: ?Fashion Swirl?, 2019), ihre Motive schmücken die Cover internationaler Fashion-Magazine. Auch das aktuelle MADAME-Cover stammt von Ijewere.Als Künstlerin mit nigerianischen und jamaikanischen Wurzeln spielt Vielfalt eine große Rolle in ihrem Werk. ?Ich bin zwischen unglaublichen Frauen aufgewachsen, die alle unterschiedliche Hautfarben, Haartypen und Merkmale hatten, die in der Modebranche als ?Unvollkommenheiten? gesehen wurden?, erzählt sie in einem Interview. Die Schönheit all dieser Frauen zu feiern und sichtbar zu machen ? darum geht es in ihrem Werk.

DIESEN MONAT …

… erzählt Kate Winslet, was sie ihrer Tochter mitgibt

… verrät uns Charlotte Gainsbourg, wie sie sich mit ihrer Mutter

Jane Birkin ausgesöhnt hat

… betrachten wir ein Gemälde von Max Pechstein, das bald versteigert wird

… besprechen wir die neusten Bücher,Filme und Serien (u. a. mit Nicole Kidman und Sandra Oh)

TIPP

BETTINA BILLERBECK, ED ITORIAL CONSULTANT

SERIEN

Die Professorin“ (ab 20. August auf Netflix) kann nur gut werden. Erstens dank Sandra Oh, die bereits in „Grey’s Anatomy“ als Dr. Christina Yang die interessanteste Ärztin darstellte und für ihre Hauptrolle in „Killing Eve“ 2019 mit dem Golden Globe ausgezeichnet wurde. Sandra Oh kann Entsetzen und Gleichgültigkeit zugleich mimen – allein dafür liebe ich sie. Die asiatischstämmige Amerikanerin spielt in der neuen Netflix-Serie Ji-Yoon Kim, die erste weibliche und nicht weiße Chefin der Englischfakultät an einer fiktiven ...

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Die große Trend-Show
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... Eliteuniversität namens Pembroke. Was für ein Setting, und dann trägt sie auch noch Dauerwelle und Pony (Bild oben, mit Nana Mensah und Holland Taylor, v. l. n. r.). Zweiter Grund für den größten anzunehmenden Erfolg: Das Drehbuch schrieb das Ehepaar Amanda Peet und David Benioff, letzterer steht hinter dem TV-Erfolg von „Game of Thrones“ – genau wie Produzent D. B. Weiss, der auch „Die Professorin“ umsetzte. Dass die erste Staffel nur sechs Folgen hat, macht mich bei aller Vorfreude allerdings etwas nervös.

Gefährlicher Luxus

1 Die Miniserie „White Lotus“ (auf Sky) folgt Gästen und Mitarbeitern eines Luxusresorts auf Hawaii. Der Blick hinter die Fassade legt so unterhaltsam wie schmerzlich komplexe Abhängigkeiten offen, und als Zuschauer*in fühlt man sich regelmäßig ertappt 2 Nicole Kidman in Hochform: In „Nine Perfect Strangers“ spielt sie die Leiterin eines Wellness­Retreats, in dem sich neun Fremde (u. a. Melissa McCarthy) ihren radikalen Methoden unterwerfen müssen. Ab 20. 8. auf Amazon Prime

PREISTRÄGER*INNEN

Geschichten unserer Zeit

Drei Romane – drei große Literaturpreise

1 In dem mit dem Prix Goncourt 2020 gekrönten Roman „Die Anomalie“ (Rowohlt) von Hervé Le Tellier geht es spannend und humorvoll um die Passagiere eines Flugzeugs, die es nach besagter Anomalie plötzlich doppelt gibt.

2 Zärtlich und berührend erzählt Douglas Stuart in „Shuggie Bain“ (Hanser Berlin, ab 23. 8.) von einer Kindheit im Glasgow der 80er und bekam dafür 2020 den Booker­Preis.

3 Im emotional packenden Roman „Der Nachtwächter“ (Aufbau) folgt Louise Erdrich den Spuren ihres Großvaters, der gegen die Enteignung der amerikanischen Ureinwohner*innen kämpfte – und überzeugte damit die Jury des Pulitzerpreises 2021.

MEIN LIEBSTES BILD

Kunstprofi

Eva Donnerhack ist seit 2006 bei Sotheby’s Provenienzforscherin und Expertin für Impressionismus & Moderne. In diesem Jahr ist sie als Head of Sales für die Einführung der Auktionen in Deutschland zuständig.Neuer Standort des Auktionshauses ist das Palais Oppenheim in Köln. Die erste deutsche Onlineversteigerung findet vom 10. bis 17. September statt.

Herbstschatten

Provenienzforscherin Eva Donnerhack stellt ihr persönliches Highlight aus der ersten deutschen Sotheby’s-Versteigerung vor: „An diesem Bild gefällt mir die Stimmung, die starken Farben, das Rot. Und: Es ist von Max Pechstein! Er war einer der ganz großen deutschen Expressionisten und Mitglied der berühmten Künstlervereinigung Brücke. Mit 99 × 78,7 Zentimentern ist das Werk keine große Leinwand, aber ein sehr schönes Format, deshalb liegt unser Schätzwert ‚nur‘ bei 120 000 bis 180 000 Euro. ‚Herbstschatten‘ heißt es, das passt zur Jahreszeit unserer Auktion. Seit 15 Jahren reise ich für Sotheby’s um die Welt, bewerte Kunst, berate Sammler und steige auch mal auf staubige Dachböden, um etwas Neues zu entdecken. Die Sorge meiner Eltern, dass ich mit dem Fach Kunstgeschichte brotlos werden könnte, hat sich nicht bewahrheitet. Ich habe einen Traumjob, erlebe ständig, was Kunst bedeuten kann. Einer meiner größten Erfolge war die Versteigerung von Gustav Klimts ‚Kirche in Cassone‘ 2010 in London.

Nicht, weil das Bild mehr als 40 Millionen Dollar erzielte, sondern weil es eine gelungene Restitution war. Der private Besitzer wusste nicht, dass es sich um ein im Krieg dem damaligen Besitzer entzogenes Werk handelte. Und einigte sich nach Bekanntwerden freiwillig mit dem rechtmäßigen Erben. Es war berührend, als der alte Mann das Bild, das in seinem Elternhaus gehangen hatte, in unserer Londoner Zentrale zum ersten Mal wiedersah. Er hatte Tränen in den Augen.“

Lebens-Sound

Manche Alben begleiten uns so intensiv, dass ihre Musik immer mit dieser Lebensphase verbunden ist. So ging es mir Ende 2013 mit Lordes Debütalbum „Pure Heroin“. Ich zog gerade von Berlin zurück nach München, war wehmütig und vorfreudig zugleich, beobachtete, wie der goldene Herbst in den Winter überging. Silvesterdinner mit alten Freunden. Und immer mit dabei: die melancholische, zugleich selbstbewusste Musik der neuseeländischen Sängerin. Umso passender, dass der Titelsong ihres neuen Albums „Solar Power“ mit den Worten beginnt: „I hate the winter, can’t stand the cold.“ Zeit für einen neuen Lebens-Soundtrack, für den Spätsommer 2021.

TIPP

„Und immer mit dabei: die melancholische, zugleich selbstbewusste Musik von Lorde“

MUSIK

1 Gerade mal 23 ist Jade Bird – und macht auf ihrem Album „Different Kinds of Light“ erfrischend Oldschool­Sound mit forscher Gitarre

2 Experimenteller ist die Musik der deutsch­britischen Songwriterin und Poetin Anika auf „Changes“

3 Der moderne Klassikkomponist Craig Armstrong veröffentlicht das sehr persönliche Klavieralbum „Nocturnes – Music For 2 Pianos“ (ab 03. 9.)

Schöne Töne

4 Auf die kanadische Folk­ und Popmusikerin Martha Wainright ist immer Verlass, auch auf ihrem neuen Album „Love Will be Reborn“