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MAGAZIN ERNÄHRUNG: Gesund essen


natürlich gesund und munter - epaper ⋅ Ausgabe 4/2018 vom 21.06.2018

Wassermelone: ganz schön zuckerhaltig

Meistens findet man sie in der Obst-Abteilung, obwohl sie zur Familie der Kürbisgewächse gehört. Die sind gesund – und das gilt für die Wassermelone auch. Zu rund 95 Prozent besteht sie aus Wasser und scheint mit nur 30 Kilokalorien pro 100 Gramm zu den Lebensmitteln zu gehören, die man ohne Reue in sich hineinfuttern kann. Aber Vorsicht:In 100 Gramm reifer Wassermelone stecken sechs Gramm Zucker. Das entspricht immerhin zwei Stück Würfelzucker. Seinen Durst mit einer kiloschweren Wassermelone zu löschen, ist deshalb keine gute Idee – das wären 20 Stück ...

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Meistens findet man sie in der Obst-Abteilung, obwohl sie zur Familie der Kürbisgewächse gehört. Die sind gesund – und das gilt für die Wassermelone auch. Zu rund 95 Prozent besteht sie aus Wasser und scheint mit nur 30 Kilokalorien pro 100 Gramm zu den Lebensmitteln zu gehören, die man ohne Reue in sich hineinfuttern kann. Aber Vorsicht:In 100 Gramm reifer Wassermelone stecken sechs Gramm Zucker. Das entspricht immerhin zwei Stück Würfelzucker. Seinen Durst mit einer kiloschweren Wassermelone zu löschen, ist deshalb keine gute Idee – das wären 20 Stück Würfelzucker bzw. 60 Gramm Zucker. Laut WHO sollte die Gesamtmenge an verzehrtem Zucker 50 Gramm pro Tag nicht übersteigen. Übrigens: Melonen sollten nicht zu lange im Kühlschrank lagern, weil sie sonst an Geschmack verlieren und die Aromen anderer Lebensmittel annehmen – und umgekehrt

Mit Blüten würzen – von süß bis salzig

VIELE ZIERPFLA NZEN, nämlich rund 1500, können mit ihren Blüten zur Verfeinerung von Gerichten beitragen. So bieten etwa Nelken, Phlox, Rosen, Taglilien, Stiefmütterchen, Ringelblumen, Veilchen, Begonien und Astern eine breite Geschmackspalette von süß oder nussig über leicht salzig oder bitter, säuerlichzitronig bis pfeffrig-scharf. So können Sie beispielsweise die äußeren Blütenblätter der Ringelblume als Safran-Ersatz verwenden. Noch verschlossene Blütenknospen von Gänseblümchen oder Löwenzahn gewinnen als milde Kapern-Variante immer mehr Sympathien.
Unbehandelte essbare Blüten findet man auf Biomärkten und in Biogärt-nereien. Wenn Sie zu den Glücklichen zählen, die Balkon oder Garten nutzen können, wählen Sie am besten Samenmischungen zum Selberziehen, beispielsweise mit Kornblumen, Ringelblume, Kapuzinerkresse und Borretsch.
Die Blütenblätter sollten immer erst kurz vor ihrer Verwendung abgezupft werden. Sie welken schnell und verlieren an Aroma. Ein Tipp für heiße Tage: Eiswürfel mit eingefrorenen Blüten schmücken jedes Getränk.
Wunderschön, aber giftig sind hingegen Akelei, Eisenhut, Rittersporn, Oleander, Engelstrompete, Fingerhut, Pfaffenhütchen, Herbstzeitlose, Christrose, Maiglöckchen und Buschwindröschen.

Kleine (See-)Lachskunde: HÄTTEN SIE‘S GEWUSST?

» Weder der Seelachs noch der Alaska-Seelachs gehört zu den Lachsen. Beide sind Mitglieder derFAM ILIE DER DORSCHE und damit nah mit dem Kabeljau verwandt. Während derSeelachs vor allem im Atlantik zu Hause ist, lebt derAlaska-Seelachs im Nordpazifik. Ihr fettarmes, eiweißreiches, festes weißsilbergraues Fleisch eignet sich sowohl zum Dünsten als auch zum Braten. Der milde Geschmack erlaubt zahllose Rezeptvarianten.
» ZurFAM ILIE DER LACHSF ISCHE dürfen sichAtlantische und Pazifische Lachse zählen. Dass ihr fettes Fleisch mit dem einzigartigen, kräftigen Geschmack rosa bis rötlich gefärbt ist, liegt an der Nahrung, die bei wild lebenden Lachsen aus kleinen Krebstieren besteht und die bei Zuchttieren mit Pigmenten angereichert wird. Heute stammen die meisten Lachse aus Aquakulturen vor den Küsten Norwegens, Chiles und Schottlands. Empfehlenswerte Bioprodukte aus Zuchtanlagen gibt es beispielsweise mit Siegeln von Bioland oder Naturland. Beim Fischkauf generell auf Zertifikate für nachhaltige Fischerei wie das MSC-Siegel oder Friends of the Sea zu achten, ist ein Schritt in die richtige Richtung. Doch 100-prozentige Sicherheit, dass die Befischung nachhaltig erfolgte, geben diese Zertifikate nicht.

Was Kapern können

Im Juni beginnt die Blüte der robusten Kapernsträucher und damit die Ernte der Knospen. Je kleiner sie sind, desto kräftiger im Geschmack und höher im Preis sind sie. Nach der Blüte entwickeln sich die Kapernbeeren beziehungsweise -äpfel.

Unreif geerntet werden sie ähnlich wie Kapern verwendet.
Genießbar werden Kapern erst nach dem Trocknen („Welken“) und durch Einlegen in Salzlake, Essig oder Öl. Das schützt die in ihnen enthaltenen Vitamine und Antioxidantien. Die pikante mediterrane Zutat ist zudem reich an gefäßschützendem und entzündungshemmendem Quercetin. Eingelegt sind Kapern im Kühlschrank eine Weile haltbar, solange sie mit Flüssigkeit bedeckt sind. Zu warmen Gerichten sollten sie wegen des Aromas erst zum Ende der Garzeit gegeben werden.

Im Internet kaufen, auf dem Markt abholen

Aus Frankreich stammt das Konzept der „Marktschwärmer“, das nun auch hierzulande mehr und mehr Fuß fasst. Bei dieser kooperativen Form der Direktvermarktung von Lebensmitteln bestellt der Kunde via Internet Lebensmittel von diversen Erzeugerbetrieben aus der Region. Diese werden an eine sogenannte „Schwärmerei“ geliefert und können dort abgeholt werden. Als Schwärmereien dienen Gärtnereien, Schulen, Szenecafés, Kulturzentren oder private Gärten. Sie haben jeweils zwei Stunden pro Woche zu festen Zeiten geöffnet.

Im Sortiment findet man Obst, Gemüse, Fleisch, Wurstwaren, Brot, Honig, Käse, Molkereiprodukte und Feinkostwaren. Alles stammt von bäuerlichen Erzeugern, Lebensmittel-Handwerkern und kleinen Manufakturen aus der Region. Das bedeutet Transportwege von durchschnittlich 30 Kilometern. Nach Auskunft der Initiatoren liegt der Anteil der biozertifizierten Betriebe im Moment bei gut 30 Prozent.

Wer in einer Schwärmerei einkaufen möchte, muss sich registrieren. Aber es gibt keine Mitgliedsgebühren, kein Abo, keine Mindestbestellmengen, keine Bestellpflicht. Weil nur vorbestellte Waren in der Schwärmerei abgeholt werden, wird am Ende eines „Markttages“ nichts weggeworfen.

www.marktschwaermer.de


Fotos: samael334, pilipphoto, alexkava, julief514/alle iStock.com; Nadya_Art, alexmat46/beide Shutterstock.com