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MAKRO: TELE für Makros?


CHIP Foto-Video - epaper ⋅ Ausgabe 4/2019 vom 06.03.2019

Makros mit einem Makro-Objektiv machen, kann jeder. Aber haben Sie es mal mit einem Nicht-Makro versucht?


Artikelbild für den Artikel "MAKRO: TELE für Makros?" aus der Ausgabe 4/2019 von CHIP Foto-Video. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: CHIP Foto-Video, Ausgabe 4/2019

Das mag für viele Fotografen zunächst befremdlich klingen: ein sehr langes Teleobjektiv statt eines Makros nutzen. Doch genau das ist eines meiner meistverwendeten Objektive im Nahbereich. Makro-Objektive mit einem Abbildungsmaßstab von 1:1 kommen mit einer maximalen Brennweite von 180 mm. Als Alternative fungieren daher längere Teleobjektive mit 300, 400 ...

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... oder gar 500 mm, die Makros ohne regelrechte Makrofunktion ermöglichen.

Bei so langen Brennweiten geht es mir um den großen Arbeitsabstand zum Motiv, der viele Vorteile mitbringt. Beispielsweise lohnt es sich, einzelne Blumen, die aus einer Wiese herausragen, mit einem Tele zu fotografieren. Denn durch den großen Abstand bekommt man viel vom Vordergrund mit aufs Bild, der dank einer offeneren Blende aber komplett in der Unschärfe versinkt. Das sieht wunderschön aus und das eigentliche Motiv taucht quasi aus der Unschärfe auf.

Das zweite Argument für ein Tele im Nahbereich ist der Winkel, mit dem ich meine Kamera zum Motiv ausrichten kann. Stellen Sie sich vor, Sie müssten aufgrund einer kurzen Brennweite bis auf 40 cm an eine Blüte herangehen. Wenn Sie nun bodennah arbeiten, müssten Sie das Objektiv nach oben kippen, um die gesamte Pflanze im Bild zu haben. Das Ergebnis: Sie richten die Kamera teilweise in den Himmel und es entsteht ein unschöner Hintergrund. Dieses Problem umgehen Sie elegant mit dem Tele, da sie aufgrund des größeren Abstands einen flacheren Winkel zur Blume haben. Der Himmel ist dann nicht mehr zu sehen.

Vo rgehensweise

1 . Suchen Sie sich ein Motiv,das aus seinem Umfeld herausragt.
2 .Legen Sie Ihr Te le direkt auf den Boden oder auf einen Bohnensack. Je bodennäher,umso besser
3 . Arbeiten Sie mit einer offenen Blende und verwenden Sie einen Kabelauslöser.
4 . Fokussieren Sie exakt. Bei DSLRsempfehle ich, den Live View mit Lupenfunktion zu nutzen.
5 .Achten Sie auf den Wind! Dieser weht Ihr Motiv gerne aus der Schärfeebene.

Profi-Tipp: Tief stehendes Licht

Suchen Sie Ihre Locations immer nach dem Licht aus. Optimal sind solche, an denen morgens oder abends die Sonne tief steht. Dann wirken Ihre Motive plastischer und Sie können auch Gegenlichtaufnahmen anfertigen. Positionieren Sie Ihre Blüte dann einfach zwischen Ihrem Aufnahmepunkt und der Sonne. Die Sonnenstrahlen werden dann die zarten Blütenblätter zum Strahlen bringen.

Profi-Tipp: Bohnensack

Sie wollen einen Bohnensack ausprobieren, aber nicht so viel Geld dafür ausgeben? Kein Problem. Basteln Sie sich einfach selbst einen. Nehmen Sie eine alte Jeans und schneiden Sie das Hosenbein am Oberschenkel und am Knie ab, sprich ein Stück, das zwischen 20 und 30 cm lang ist. Nähen Sie diesen „Schlauch“ auf der einen Seite komplett zu und nähen Sie auf der anderen Seite einen Reißverschluss ein. Nun füllen Sie das Stück Hosenbein mit Kunststoffgranulat oder getrockneten Erbsen bzw. Bohnen – fertig ist Ihr Bohnensack. Ich nutze meinen inzwischen seit fast 15 Jahren.