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Mamma Mia! 1: RÜCKBLICK


blickpunkt musical - epaper ⋅ Ausgabe 4/2018 vom 26.07.2018

MAMMA MIA!

Universal Pictures USA / UK / Deutschland 2008

Kinostart: 17. Juli 2008

Wiederaufführung: 13. Mai 2018

FSK ohne Altersangabe

Länge: 109 Minuten

Regie ................................................................................................................... Phyllida Lloyd
Drehbuch & Musicalbuch .................................................................... Catherine Johnson
Kamera ................................................................................................... Haris Zambarloukos
Filmschnitt ...
Score ...
Music Direction ...
Music ...
Choreographie ...
Setdesign ...

Artikelbild für den Artikel "Mamma Mia! 1: RÜCKBLICK" aus der Ausgabe 4/2018 von blickpunkt musical. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: blickpunkt musical, Ausgabe 4/2018

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Regie ................................................................................................................... Phyllida Lloyd
Drehbuch & Musicalbuch .................................................................... Catherine Johnson
Kamera ................................................................................................... Haris Zambarloukos
Filmschnitt ......................................................................................................... Lesley Walker
Score ............................................................................. Benny Andersson & Björn Ulvaeus
Music Direction ................................................................................................... Martin Lowe
Music Supervision......................................................................................... Becky Bentham
Choreographie ........................................................................................ Anthony Van Laast
Setdesign .................................................................................... Barbara Herman-Skelding
Produktionsdesign ...................................................................................... Maria Djurkovic
Kostüme .................................................................................. Ann Roth & Timothy Everest
Hair & Make-up ............................................................... Christina Baker, Polly Earnshaw, Tina Earnshaw, Eithene Fellen, Marcelle Genovese
Special Effects .................................... Caimin Bourne, Paige Chaytor, Chris Corbould
Sound .................................... Nick Adams, Mark Appeleby, Michael Barry, Ricky Butt
Soundtrack ........................... »ABBA«, Anna Afzelius, Tobias Ahsell, Anki Albertsson
Produzenten .................................... Judy Craymer, Gary Goetzman & Mark Huffman

1975 eroberte der Song ›Mamma Mia‹ der schwedischen Kultband »ABBA« die Charts von Deutschland, Großbritannien, Irland, der Schweiz, Australien und Costa Rica.
In den 80er Jahren arbeitete Produzentin Judy Craymer mit Benny Andersson und Björn Ulvaeus als ausführende Produzenten an dem Projekt »Chess«. Inspiriert von der Darstellungskraft der Songs, plante sie, ein Musical zu kreieren, das bereits bestehende »ABBA«-Songs beinhalten sollte.
1995 stimmten Andersson und Ulvaeus dem Musical zu, unter der Voraussetzung, dass Craymer eine starke Geschichte schreiben ließ, die von den Songs getragen wird. Dramatikerin Catherine Johnson konnte für das Musical »Mamma Mia!« gewonnen werden, das 1999 in London seine Uraufführung feierte und sich zu einem weltweiten Erfolg entwickelte. In insgesamt 16 verschiedenen Sprachen übersetzt, mit 22 »ABBA«-Songs untermalt und in 440 Städten aufgeführt, begeisterte das Musical mehr als 60 Millionen Zuschauer.
Basierend auf dem Musical, das die Geschichte zweier Generationen von Frauen – über junge Liebe und solche, die über Jahre Bestand hat – erzählt, entstand der gleichnamige Musicalfilm, der 2008 in die Kinos kam. Mit der zeitlosen Musik und den Texten von »ABBA« setzte sich die Erfolgsgeschichte von »Mamma Mia!«, unter Regie der Theater- und Opernregisseurin Phyllida Lloyd, auf der Kinoleinwand fort. Die auf der fiktiven griechischen Insel Kalokairi angesiedelte Geschichte spielte weltweit über 600 Millionen Dollar ein und wurde in Großbritannien zum erfolgreichsten Kinofilm aller Zeiten. Die Kinobesucher wurden nicht nur durch die zahlreichen »ABBA«-Songs in die Kinos gelockt, sondern auch durch die hochkarätige Besetzung, die diese selbst sang. Neben Meryl Streep und Amanda Seyfried als Mutter-Tochter-Gespann rundeten Pierce Brosnan, Colin Firth, Stellan Skarsgård sowie Christine Baranski, Dominic Cooper und Julie Walters den Cast ab.
Mit dem Wunsch, ihren leiblichen Vater bei ihrer Hochzeit mit Sky (Dominic Cooper) dabei zu haben, verschickt Sophie (Amanda Seyfried) drei Briefe an die Männer, von denen einer ihr Vater sein könnte. Tatsächlich machen sich Sam (Pierce Brosnan), Bill (Stellan Skarsgård) und Harry (Colin Firth) auf den Weg zur Insel, um die Absenderin persönlich kennenzulernen. Derweil treffen Lisa (Rachel McDowall) und Ali (Ashley Lilley), Sophies beste Freundinnen, auf der Insel ein und begeben sich mit ihr auf eine Reise in die Vergangenheit: ›Honey, Honey‹. Auch Sophies Mutter Donna (Meryl Streep) freut sich auf den Besuch ihrer Freundinnen Tanya (Christine Baranski) und Rosie (Julie Walters). Die Freude über die Hochzeit wird durch das schlecht laufende Hotel überschattet. Donna benötigt ›Money, Money, Money‹. Als Sam, Bill und Harry eintreffen, fühlt sich Sophie mit allen drei verbunden. Donna hingegen bringt das erste Aufeinandertreffen nach all den Jahren durcheinander: ›Mamma Mia!‹. Die Erinnerungen stürzen auf sie ein. Doch Tanya und Rosie bauen die ›Dancing Queen‹ schnell wieder auf. Bei einem Segeltörn versucht Sophie herauszufinden, wer wirklich ihr Vater ist. Überraschenderweise hat jeder etwas über ›Our Last Summer‹ mit Donna zu erzählen. Hinund hergerissen zwischen den drei möglichen Vätern, ist sich Sophie in Bezug auf Sky sicher. Beide schwören: ›Lay All Your Love on Me‹. Am Abend erwartet Sophie eine Überraschung, als ihre Mutter mit ihren Freundinnen auftritt: ›Super Trouper‹ scheint die Lebensgeschichte der Frauen zu erzählen und zugleich ein Rat für die Zukunft zu sein. Durch den Gesang angelockt, erscheinen Harry, Sam und Bill und sorgen erneut für Gefühlschaos. ›Gimme! Gimme! Gimme! (A Man After Midnight)‹ bildet den Hintergrund für die Aussprache zwischen Sophie und den drei »Vätern«. Als die Männer den wahren Grund ihrer Einladung erkennen, kochen die Gefühle am vorletzten Abend vor der Hochzeit zu ›Voulez-Vous‹ hoch. Damit Sophie nicht von drei Vätern zum Altar geführt wird, gilt es, den »Richtigen« zu entlarven. Als es daraufhin zum Streit zwischen Sophie und Donna kommt, heißt es ›SOS‹. Alle fassen mit an, um die Traumhochzeit doch noch zu retten. Während sie die Feier vorbereiten, wirft Sky Sophie vor, dass sie noch nicht bereit sei für die Ehe. Doch Sophie ist sich sicher und so erkennt Donna, dass Sophie nun ihren eigenen Weg gehen muss: ›Slipping Through My Fingers‹. Mit dem Blick auf die Zukunft gerichtet, verabschiedet sich Donna von der Vergangenheit: ›The Winner Takes It All‹.

Rosie (Julie Walters, l.) und Tanya (Christine Baranski, r.) bauen Donna (Meryl Streep, Mitte) wieder auf: ›Chiquitita‹


Donna (Meryl Streep) und Sam (Pierce Brosnan): ›SOS‹


Bill (Stellan Skarsgård), Sam (Pierce Brosnan), Harry (Colin Firth) und Sophie (Amanda Seyfried) schließen einen Pakt


Bereits zu Beginn des Projekts war Produzent Gary Goetzman darum bemüht, den Geist und die Energie des Musicals auf die Kinoleinwand zu übertragen und dabei den gleichen Spaß und die Freude wie das Bühnenstück auszudrücken: »Im Film kann man sich intensiver mit den Charakteren befassen, und es besteht die Möglichkeit, die Zuschauer mehr auf das zu lenken, was man ihnen zeigen will. Man kann die brillanten Elemente des Stückes hervorheben, die die Zuschauer seit vielen Jahren lieben.« Kameramann Haris Zambarloukos fing die Szenen des Films in den Pinewood Studios in London am großen »007«-Set und an Originalschauplätzen in Griechenland ein: Nach neun Wochen Dreharbeiten in den Pinewood-Studios zog die Unit nach Griechenland, wo sie fünf Tage auf der Insel Skiathos drehte. Danach ging es für zwei Wochen nach Skopelos und schließlich fünf Tage nach Damouchari, um die passende Location zu finden. Die Crew fand in einem Ressort ein passendes Gebäude, das Produktionsdesignerin Maria Djurkovic mit Hilfe von Designern, Zimmerleuten, Verputzern und Malern in Donnas Villa verwandelte. Skys und Sophies Hochzeitskapelle, welche in Pinewood entworfen wurde, setzte man auf eine 100 Meter hohe Felsformation mit Blick aufs Meer. Für den unverwechselbaren Look der Figuren sorgten Kostümdesignerin Ann Roth sowie Make-up-Designerin Tina Earnshaw.

Leuchtende Farben und schmissige »ABBA«-Songs, die nicht verändert wurden, sorgen für ausgelassenes Sommerfeeling, gute Laune und das Gefühl von Ferienstimmung. Leichte Melancholie bezüglich der Vergangenheit und der sich durch die bevorstehende Heirat verändernden Mutter-Tochter-Beziehung verschmelzen mit den Szenen am Meer, die die beste Kulisse für die Romanze bilden.
Oscar-Gewinnerin Meryl Streep, die ihr musikalisches Talent bereits in »Grüße aus Hollywood« und »Last Radio Show« unter Beweis stellte, brilliert in der Rolle der Donna, die während der Songs in Ziegenställen oder über Treppengeländer balanciert. Als ihre Tochter wurde im Laufe des Castingprozesses Amanda Seyfried besetzt, die ebenfalls Erfahrungen im Singen und Tanzen vorweisen konnte. Weil Benny Andersson und Björn Ulvaeus von ihrer jugendlichen Art verzaubert waren, ließen beide sie während des Vorsprechens zusätzliche Songs singen. Die Chemie zwischen Seyfried und dem britischen Schauspieler Dominic Cooper stimmte ebenfalls bereits beim Vorsprechen, sodass er als Sophies Verlobter Sky besetzt wurde. Mit Pierce Brosnan, Colin Firth und Stellan Skarsgård als (un)willkommene Väter besetzte Lloyd drei Männer mit Warmherzigkeit und Humor, die für heitere Momente sorgen. Vor der Herausforderung stehend, in dem Film gleichzeitig zu singen und zu tanzen, sind die Darsteller über sich selbst hinausgewachsen und stehen ihren Schauspielkolleginnen Julie Walters sowie der mit dem Tony ausgezeichneten Darstellerin Christine Baranski in nichts nach. Music Director Martin Lowe, der bereits bei den Vorsprechen anwesend war, arbeitete intensiv mit den Darstellern, bevor er mit ihnen ins Studio ging, um die Songs, die sie im Film singen, aufzunehmen. Produzent Mark Huffman gab den Darstellern die Chance, während der Dreharbeiten live zu singen, anstatt, wie es bisher Tradition in Musikfilmen war, die Lieder vorher aufzunehmen und dann beim Dreh nur zu mimen. Durch den Mix aus Playback und Livegesang kommt die komplexe »ABBA«-Musik mit ihren melodisch großartigen Harmonien bestens zum Ausdruck.

Sophie (Amanda Seyfried, 2.v.l.) mit ihren Gästen auf dem Weg zur Kapelle