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MARIO PARTY SUPERSTARS


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N-Zone - epaper ⋅ Ausgabe 12/2021 vom 17.11.2021

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Bildquelle: N-Zone, Ausgabe 12/2021

Seit NDcube mit Mario Party 9 Hudson Soft als Entwicklerstudio der beliebten Party-Reihe abgelöst hatte, wurden die folgenden Spiele kontrovers aufgenommen. Viele Fans waren unzufrieden mit dem drastischen Gameplay-Wandel: Statt wie in einem Brettspiel einzelne Figuren zu bewegen, saßen nun alle Spieler in einem Fahrzeug undversuchten abwechselnd, dieses zum Ziel zu bringen. Zwar experimentierte NDcube auch mit anderen Gameplay-Varianten auf dem 3DS herum, doch wünschten sich Fans weiterhin einen neuen Teil im Stil der ersten acht Mario-Party-Spiele. Mit Super Mario Party auf der Switch versuchte NDcube dies abzuliefern, wurde den Erwartungen doch auch hier nicht ganz gerecht: Die Würfel zeigten Zahlen von eins bis sechs statt von eins bis zehn, es gab wenige Spielbretter und diese waren recht klein, für einen Stern mussten nur noch zehn Münzen statt 20 bezahlt werden. Diese und andere Probleme ...

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... enttäuschten im Großen und Ganzen, gaben aber Hoffnung für die Zukunft der Reihe. Mario Party Superstars verspricht nun eine komplette Rückkehr zur altbewährten Mario-Party-Formel. Doch schafft NDcube es diesmal, tatsächlich den Fans gerecht zu werden?

Aus Alt mach Neu

Mario Party Superstars kehrt nicht nur in Sachen Gameplay zurück zu den Ursprüngen. Alle Bretter sowie Minispiele wurden aus den Mario-Party-Teilen eins bis zehn entnommen. Sogar das Hauptmenü ist dem des allerersten Spiels der Reihe nachempfunden. Die Idee eines Mario-Party-Best-Of ist dabei nicht neu: 2017 versuchte sich NDcube mit Mario Party: The Top 100 an der Idee, die selbsternannten 100 besten Minispiele der Serie gesammelt neu aufzulegen. Der 3DS-Ableger konzentrierte sich jedoch nur auf die Minispiele. Auch in Mario Party Superstars finden sich nun 100 bekannte Minispiele der Serie wieder, es bietet somit große Variation. Die Wahl der Minispiele unterscheidet sich zudem von der aus The Top 100. Die Bretter jedoch sind lediglich den ersten drei Teilen entnommen – eine verpasste Chance, auch den Levels der klassischen Mario-Party-Teile auf Gamecube und Wii ebenfalls neues Leben einzuhauchen. Dennoch: Sowohl die gewählten Bretter als auch Minispiele wurden liebevoll umgesetzt und überzeugen auch heute noch.

Bereit zum Feiern

Hauptattraktion ist selbstredend der Party-Modus, der sowohl lokal als auch online mit bis zu vier Spielern gespielt werden kann. Mischen weniger als vier Teilnehmer mit, so werden die restlichen Charaktere von der KI übernommen, die sich anpassen lässt. Hier findet ihr tatsächlich das Spielprinzip der klassischen Mario-Party-Titel: Die Spieler würfeln der Reihe nach und bewegen sich über ein Spielbrett. Dabei sammeln sie Münzen durch Ereignisse auf den Feldern sowie durch das Gewinnen von Minispielen, die nach jeder Runde stattfinden. Ziel ist es, den auf dem Spielbrett platzierten Stern zu erhalten, den man für 20 Münzen kaufen kann. Am Ende gewinnt, wer die meisten Sterne besitzt; bei einem Gleichstand an Sternen entscheidet die Zahl der Münzen. Sollten die Anzahl von Sternen und Münzen bei mehreren Spielern gleich sein, wurde zumindest früher um den Sieg gewürfelt, doch dies geschieht äußerst selten.

Die Felder haben unterschiedliche Eigenschaften: Wer auf blauem Boden landet, erhält drei Münzen. Auf roten Felder verliert man drei Münzen. Auf Glücksfeldern entscheidet ein Roulette, doch alle Optionen sind für den Spieler positiv. Der Effekt der durch ein Ausrufezeichen markierten Ereignisfelder ist abhängig vom Brett und der Platzierung des Feldes. Auf Item-Feldern wird ein Item-Minispiel gespielt, auf Chance-Feldern wird der jeweilige Spieler aufgefordert, in einem Glückspiel zu entscheiden, welche zwei Spieler entweder Sterne oder Münzen aneinander abtreten müssen. Auf Bowser-Feldern kontrolliert der böse König der Koopas, wie er die Spieler ärgern möchte. VS-Felder lösen ein Kampfminispiel aus, bei welchem alle Spieler eine zufällig entschiedene Anzahl Münzen einzahlen und je nach Platzierung im Minispiel zurückerhalten. Danach verwandelt sich das VS-Feld in ein reguläres blaues Feld. Die Koopa-Bank kehrt zudem zum ersten Mal seit Mario Party 5 zurück. Wer an ihr vorbeiläuft, zahlt drei Münzen ein. Und wer auf dem Bank-Feld landet, erhält alle eingezahlten Münzen. Wird vor einem Spiel der sogenannte Bonus eingeschaltet, können auf blauen Feldern zudem versteckte Blöcke mit Münzen oder Sternen auftauchen und nach der letzten Runde werden Bonussterne für besondere Leistungen verteilt.

Auf der Zielgerade

Es existieren verschiedene Arten von Minispielen: Jeder gegen jeden, zwei gegen zwei und einer gegen drei. Welches gespielt wird, hängt davon ab, ob die Spieler auf blauen oder roten Feldern gelandet sind. Steht jemand auf einem Feld, das weder blau noch rot ist, so entscheidet der Zufall, ob er oder sie dem roten oder blauen Team zugehören. Ansonsten gilt: Der Gewinner des Minispiels erhält zehn Münzen, der Rest nur eine geringe Anzahl Menge, je nach Platzierung. Gelegentlich wird der Gewinn durch Minispiele verdoppelt. Es existieren auch Minispiele, in denen es keine festen Gewinner gibt und bei denen die Anzahl der gewonnenen Münzen davon abhängt, wie viel Gold im Spiel gesammelt wurden.

In den letzten fünf Runden ändern sich die Dinge ein wenig: Auf blauen und roten Felder gewinnt, beziehungsweise verliert man nun sechs Münzen, die Koopa-Bank kassiert fünf statt drei Münzen ein und wenn zwei Spieler auf demselben Feld landen, wird ein Minispielduell ausgelöst. Zudem wird bei diesem Letzte-Fünf-Runden-Event ein Spieler ausgewählt, der einen kleinen Bonus erhält.

Die Anzahl gespielter Runden wird von den Spielern vor Spielbeginn selber festgelegt. Wählbar sind hier in Fünferschritten zehn bis 30 Runden, die Option, wie in den alten Spielen bis 50 Runden zu spielen, gibt es hier leider nicht. Doch zum ersten Mal in der Mario-Party-Reihe lässt sich die Rundenanzahl mitten im Spiel steigern. Dies funktioniert nur einmal und ist nicht in der letzten Runde möglich. Erhöht man die Rundenanzahl nach Eintreten des Letzte-Fünf-Runden-Events, so werden die veränderten Regeln ab der nächsten Runde wieder aufgehoben und das Event geschieht in den letzten fünf Runden erneut.

Ganz schön gemein!

Nicht nur in den Minispielen können die Spieler sich gegenseitig an den Kragen gehen. Dank den über das Brett verteilten Buu Huus können sich die Spieler gegenseitig Münzen oder Sterne stehlen! Auch mit diversen Items, die durch Minispiele gewonnen oder in den Läden erworben werden, haben Spieler die Möglichkeit, sich selbst Vorteile oder den Mitspielern Nachteile zu verschaffen. Mithilfe von Items kann man beispielsweise mehrere Würfel in einer Runde nutzen, sich zum Stern teleportieren lassen, einen Buu Huu beschwören, Items stehlen und vieles mehr. Die Auswahl der Items gleicht keinem der alten Teile: Im Vergleich zu Mario Party 3 fehlen einige besondere Items wie der Umkehrpilz, mit welchem man sich selber oder einen Gegner dazu bringen konnte, rückwärts zu laufen. Da Items erst mit Mario Party 2 eingeführt wurden, lassen sich hier zum ersten Mal Bretter aus dem ersten Teil mit Items spielen. Insgesamt ist die Item-Auswahl mehr als ausreichend, um den Konkurrenten ordentlich die Suppe zu versalzen!

Nicht nur ein paar besondere Items fehlen bei der Neuauflage alter Bretter, auch bestimmte Felder haben den Sprung auf die Switch nicht geschafft. Beispielsweise die Solo-Minispielfelder aus Mario Party 1 oder die Glücks-Guy-Felder aus Mario Party 3 wurden im neuen Titel ersetzt. Dafür existierten aber die Glücksfelder früher nicht. Insgesamt unterscheiden sich die Bretter somit nicht allzu stark von den Originalen und bieten genauso viel Spaß und Action wie damals.

Nicht jeder feiert mit

Insgesamt fünf Bretter stehen zur Auswahl: Yoshis Tropeninsel und Peachs Geburtstagskuchen aus Mario Party 1, Space Land und Horror-Land aus Mario Party 2 sowie Woodys Wald aus Mario Party 3. Weitere Bretter zum Freischalten existieren nicht. Insbesondere der Mangel an Brettern von Mario Party 4-8 sowie die Abwesenheit eines Bowser-Brettes fallen hier auf. Auch die Charakterauswahl ist für moderne Verhältnisse über- schaubar. Es sind insgesamt zehn Charaktere wählbar: Die originalen Sechs, mit denen alles anfing – Mario, Luigi, Wario, Peach, Donkey Kong und Yoshi. Seit Mario Party 3 immer mit dabei sind Daisy und Waluigi. Und ebenfalls nicht zum ersten Mal mit von der Partie sind Birdo und Rosalina. Brandneue Charaktere gibt es also diesmal nicht und auch keine zum Freischalten. Insbesondere im Vergleich zum direkten Vorgänger, Super Mario Party mit 20 Charakteren, bleiben hier Wünsche offen. Einige der sonstigen Kandidaten wie Toad, Koopa und Buu Huu nehmen auf der Switch zwar ihre alten Rollen auf den Brettern ein, hätten jedoch leicht durch andersfarbige Varianten ersetzt werden können. Ihre Abwesenheit im Charakter-Roster ist somit enttäuschend. Generell bietet das Spiel wenig freischaltbare Inhalte. Nach jedem Spiel erhält man Münzen, die sich in Toads Laden ausgeben lassen und Punkte, die den eigenen Rang erhöhen. Steigt der Rang an, erweitert sich das Sortiment in Toads Geschäft. Dort erhält man jedoch nur Kleinigkeiten: Sticker, die sich als Reaktionen beim Spielen nutzen lassen, aber keinen Einfluss auf das Gameplay haben, Einträge zu alten Mario-Party-Teilen, Charakteren und Brettern für die Ingame-Enzyklopädie, Musikstücke aus dem Spiel, diverse Tipps und Designs für die Spielerkarte. Die Spielerkarte kann mit dem eigenen Lieblingscharakter, dem Lieblingstitel der Mario-Party-Reihe, dem Lieblingsbrett sowie vier Lieblingsminispielen versehen werden. Diese Karte ist dann für andere Spieler online einsehbar. Auch kann man sich auf ihr einen von vielen Titeln verleihen. Diese Titel schaltet man durch das Erreichen verschiedener Leistungen frei.

Bonus-Spaß auf dem Berg

Außer der eigentlichen Party gibt es nur den Minispiele-Berg. Im Modus Freie Wahl lässt sich jedes Minispiel einzeln nach Belieben wählen. Im Münzkampf hingegen treten vier Spieler gegeneinander an und es siegt, wer nach einer gesetzten Anzahl Minispiele die meisten Münzen eingeheimst hat. Das Team-Match verfolgt ein ähnliches Prinzip: Zwei Teams mit jeweils zwei Spielern versuchen, als erster eine gesetzte Anzahl Minispiele zu gewinnen. Am meisten hebt sich hier die Trio-Herausforderung ab. Dort müssen verschiedene 1-vs.- 3-Minispiele gegen fortgehend stärker werdende CPUs absolviert werden. Die Reihenfolge der Minispiele ist hierbei festgelegt und in verschiedene Phasen aufgeteilt. Scheitert man in einer Phase, muss man bei der letzten von vorne anfangen. Auf dem Minispiele-Berg sind auch diverse Sport- und Knobelspiele auffindbar, welche ebenfalls aus älteren Spielen zurückkehren und nicht in der Haupt-Party auftauchen. Diese bieten eine willkommene Abwechslung, sind jedoch eher für zwischendurch gedacht und begeistern deshalb nur für kurze Dauer. Zwei weitere Minispiel- Modi können nur online gespielt werden, das konnten wir im Rahmen dieses Tests nicht ausprobieren, da die Server noch nicht online waren.

Der Fokus liegt auf dem Multiplayer

Mario Party ist zwar ein auf Multiplayer fokussiertes Spiel, doch viele ältere Titel boten eigene Singleplayer-Kampagnen und interessante freischaltbare Inhalte wie Bretter, Charaktere und Zusatzmodi, was zum Weiterspielen animierte. Dies fehlt in Superstars komplett und so hat man schnell alles gesehen, was das Spiel zu bieten hat. Doch was es zu bieten hat, ist ein endlos wiederspielbarer Party-Modus, der im Multiplayer genauso viel Spaß macht wie erhofft. Zudem handelt es sich hier um das wohl schönste Mario Party bisher: Alle Charaktere sind lebhaft animiert und sowohl die Bretter als auch Minispiele wurden wunderschön überarbeitet, bleiben den Vorlagen aber noch immer treu. Jegliche Tricks die früher funktionierten, funktionieren auch heute noch. So sollte sich jeder Veteran schnell zu Hause fühlen. Auch die Musik der einzelnen Bretter und Minispiele erhielt eine moderne Überarbeitung. In den letzten fünf Runden ertönt sogar ein brandneuer energetischer Remix des jeweiligen Brett-Themes, doch wer die Originalmusik bevorzugt, kann nach einmaligem Durchspielen eines Levels dessen ursprünglichen Soundtrack freischalten und verwenden.

■ Niklas Poelen & Katharina Pache

Das perfekte Spiel für jeden Spieleabend! Endlich ist Mario Party zurück!

Als Veteran der Reihe habe ich jeden Teil von Mario Party ausgiebig gespielt. Somit war für mich kaum was Neues dabei, all die Bretter und Minispiele waren mir bereits bestens bekannt. Dennoch bietet die einzigartige Mischung von Brettern und Minispielen der gesamten Reihe ein neuartiges Erlebnis. Zudem lassen sich diese zum ersten Mal online mit Fremden oder Freunden spielen. Zwar bietet das Spiel kaum Singleplayer- Inhalte oder spannende Dinge zum Freischalten, doch es überzeugt mich, wo es am wichtigsten ist: im Multiplayer. Auch hier hätte ich mir zwar ein wenig mehr gewünscht, doch was da ist, ist einfach erste Sahne. Ich kann mit Sicherheit sagen: Dies ist das beste Mario- Party-Erlebnis der letzten Jahre! Und wenn das hier ein Vorgeschmack dafür ist, was wir in Zukunft von der Reihe erwarten können, könnte ich glücklicher nicht sein.