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MARVEL ULTIMATE ALLIANCE 3 THE BLACK ORDER


N-Zone - epaper ⋅ Ausgabe 9/2019 vom 21.08.2019

Action-Rollenspiel Thanos greift nach den Infinity-Steinen und nur die größten Helden können ihn stoppen. Das haben wir zwar letztens erst im Kino gesehen, macht aber auch als Spiel viel Spaß!


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Bildquelle: N-Zone, Ausgabe 9/2019

Bei den Team-Angriffen kombiniert ihr eure Attacken mit denen eines Kollegen. Hier arbeiten gerade Iron Man und Donnergott Thor zusammen.


Klammert man die Lego-Spiele mal aus, waren die Marvel-Helden auf der Switch bislang ziemlich inaktiv. Spider-Man schwingt sich durch ein exklusives PS4-Abenteuer und auch das neue Avengers-Spiel von Square Enix ist bislang nicht für Nintendos Hybridkonsole angekündigt. Es wird ...

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... also Zeit für ein eigenes Spiel mit den größten Helden des Marvel-Multiversums! Dafür sicherte sich Big N die Rechte am Ultimate-Alliance- Franchise, welches früher von Activision vertrieben wurde. Am grundsätzlichen Spielprinzip der ersten beiden Teile, die 2006 und 2009 erschienen sind, hat sich nicht viel geändert. The Black Order ist ebenfalls ein Hack&Slay- Action-RPG mit vielen spielbaren Charakteren. Dennoch wurde ein wenig umstrukturiert. Obwohl The Black Order offiziell der dritte Teil der Reihe ist, handelt es sich eigentlich um einen Reboot der Serie, denn die Handlung spielt in einem anderen Universum, in dem die Geschehnisse der ersten beiden Teile nicht stattgefunden haben. Zudem wurde Part 3 nicht mehr von Raven Software respektive Vicarious Visions entwickelt, sondern von den Ninja-Gaiden- Machern Team Ninja unter Koei Tecmo. Fans der ersten beiden Teile brauchen sich jedoch keine Sorgen zu machen, denn Team Ninja setzt das Spielprinzip klasse um und fängt den Charme des Multiversums so hervorragend ein, dass sowohl Kenner der Reihe und der Comics als auch durch die Kinofilme neu gewonnene Marvel-Fans voll auf ihre Kosten kommen.

Kampf um die Steine

Die Geschichte von Ultimate Alliance 3 beginnt mit den Guardians of the Galaxy. Das Team um Peter Quill kommt gerade von einer Mission, die mächtig in die Hose ging, weil Rocket Raccoon seine haarigen Langfinger nicht bei sich lassen konnte. Während sich die Guardians lautstark (und verdammt lustig) streiten, stoßen sie auf ein verlassenes Raumschiff, in dem sich ihnen nicht nur Gamoras Schwester Nebula entgegenstellt, sondern wo sie auch auf Ronan, den Ankläger, treffen, der alle sechs Infinity- Steine gesammelt hat und nun die Weltherrschaft an sich reißen will. Die Guardians können Ronan zwar besiegen, doch die titelgebende Black Order, die loyalsten und fähigsten Krieger von Thanos, taucht auf. Die Black Order möchte natürlich die Infinity- Steine zu ihrem Herren brin- gen und ein Kampf bricht los. In dem Trubel kann Star-Lord zwar den Raumstein ergattern, doch dadurch werden nicht nur die Guardians, sondern auch sämtliche Infinity-Steine auf die Erde teleportiert. Während die Guardians im Raft-Gefängnis landen, werden die Steine über verschiedene Orte verstreut. Somit wird die Erde natürlich zum Ziel von Thanos und seiner Black Order. Nun liegt es an den Helden, unsere Zivilisation zu verteidigen und die Steine zu finden, bevor der violette Fiesling und seine Schergen die Herrschaft über das Multiversum an sich reißen können.

Doch diese Aufgabe müssen die Guardians nicht alleine erledigen. Über 30 spielbare Marvel- Helden und Antihelden werden im Spielverlauf freigeschaltet und dürfen gegen Thanos ins Feld ziehen. Schon ziemlich zu Anfang trefft ihr beispielsweise auf Spider-Man, Iron Man, den Hulk, Captain America und Thor. Später gesellen sich auch noch so illustre Gesellen wie Deadpool, Ghost Rider oder Venom hinzu. Die Chancen stehen verdammt gut, dass fast jeder mit seinem Lieblingscharakter spielen kann. Sollte dieser doch nicht zur Wahl stehen, ist es sehr wahrscheinlich, dass diese Figur zumindest als NPC einen kurzen Auftritt hat. Überhaupt steht Fanservice in Ultimate Alliance 3 an erster Stelle. Helden und Schurken (nicht nur Thanos will sich die Infinity- Steine unter den Nagel reißen) werden gleichermaßen cool inszeniert, dürfen Sprüche klopfen und verhalten sich so, wie man es von ihnen erwartet. Obwohl The Black Order ab 12 Jahren freigegeben ist, kommen selbst Charaktere, die für volljähriges Publikum konzipiert wurden, gut zur Geltung. Wolverine veranstaltet kein Blutbad, ist aber trotzdem ein wilder Zeitgenosse. Deadpool hackt zwar keine Gliedmaßen ab und erzählt keine Genital-Witze, doch er ist herrlich albern und die Pointen seiner Sprüche sind dennoch härter als beispielsweise die von Saubermann Captain America. Die Charaktere werden allgemein ziemlich gut eingefangen, obwohl einige Figuren im Verlaufe der Story mehr im Fokus stehen als andere. Doch nicht nur die Darstellung der Charaktere, sondern auch die Orte, an die man im Verlauf des Spiels gelangt, dürften Fans der Comics und Filme verzücken. Unter anderem verschlägt es euch in den Avengers Tower, die dunkle Dimension oder das japanische Anwesen des Kingpin. Die Umgebungsgrafik ist zwar recht karg, doch die Levels sind dennoch schön sowie passend gestaltet und werden oftmals toll in Szene gesetzt. Wenn man beispielsweise mit der Heldengruppe über die Regenbogenbrücke läuft und sich vor einem die Prachtbauten Asgards erstrecken, geht einem als Fan das Herz auf.

Vier Helden müsst ihr sein

Das Spielprinzip von Ultimate Alliance 3 ist recht simpel. Aus den zur Verfügung stehenden Helden stellt ihr euch einen Vierertrupp zusammen und zieht in die Schlacht. Der Titel kann dabei sowohl lokal als auch online im Koop-Modus oder auch solo gespielt werden. Sind nicht sämtliche Helden an Mitspieler verteilt, dürft ihr per Digi-Kreuz die einzelnen Helden anwählen und sie dann kontrollieren. Jede Spielfigur hat dabei natürlich individuelle Vor- und Nachteile. Spider-Man ist beispielsweise überaus agil, kann dafür aber nicht besonders viele Treffer einstecken, bevor er zu Boden geht und von einem Team-Mitglied wiederbelebt werden muss. Daher empfiehlt es sich, mit der freundlichen Spinne aus der Nachbarschaft stets in Bewegung zu bleiben, über die Gegner zu schwingen und sie mit Netzen zu beschießen. Der Hulk hingegen teilt mächtig aus und kann auch ordentlich einstecken, ist aber relativ unbeweglich und muss für seine Attacken in den Nahkampf gehen. Dadurch steht er natürlich auch oft mitten in der Schusslinie der Spezialattacken der Fieslinge. Das Feld der Helden-Allianz ist gut durchgemischt aus Nahkämpfern und Fernkämpfern, die sich alle in der Spielweise ein wenig unterscheiden, sodass man sein Team genau so auswählen kann, wie man am besten zurechtkommt. Zudem gibt es auch einzelne Boni für die Teams. Kämpft ihr mit den Avengers, bekommt ihr sowohl einen Avengers-Bonus als auch einen Schlaue-Köpfe-Bonus, da Tony Stark und Bruce Banner im Team sind. Dadurch werden Stärke und Können der Kämpfer etwas gesteigert. Entscheidet ihr euch hingegen für ein Spinnen-Team bestehend aus dem klassischen Spider-Man, Miles Morales, Spider-Gwen und Venom, gibt es dafür auch einen extra Bonus. Doch auch wenn ihr euch nicht auf bestehende Teams aus dem Marvel-Universum festlegt und die Team-Mitglieder wild durchmischt, bekommt ihr verschiedene Boosts. Die Boni sind auch nicht so stark ausgeprägt, ihr könnt das Spiel mit jeder Zusammenstellung durchspielen.

Die Story ist zwar nett präsentiert und bietet viel Fanservice, aber letztendlich dient sie eben auch nur dazu, euch in den Kampf zu schicken. Dementsprechend prügelt ihr euch eigentlich die ganze Zeit durch Handlanger-Horden oder tretet in einem der vielen und teils richtig cool inszenierten Bosskämpfe an. Hierfür besitzt jeder Charakter eine schnelle und eine starke Attacke. Die Angriffe können natürlich kombiniert werden und sind somit durchschlagskräftiger. Zudem könnt ihr mit der linken Schultertaste blocken und ausweichen, was vor allem in Bosskämpfen extrem wichtig ist, da euch die Fieslinge dort mit allerlei Bomben bewerfen, euch mit Strahlen beschießen oder in giftigen Nebel einhüllen wollen. Haltet ihr hingegen ZR gedrückt, öffnet sich ein kleines Menü für Team-Attacken. Zum Auslösen dieser Manöver muss die EP-Leiste von zumindest zwei Charakteren, die sich in den entsprechenden Elementen ergänzen, dementsprechend gefüllt sein. Löst ihr eine solche Attacke aus, könnt ihr damit natürlich leichter die Betäubungs- und Gesundheitsleiste der Gegner runterkloppen. So schleudert Thor beispielsweise einen gezielten Blitzstrahl auf den Fiesling, während Iron Man neben ihm rundum Strahlen verschießt. Die EP-Leiste füllt sich langsam selbst auf, dieser Vorgang kann aber auch beschleunigt werden, indem ihr blaue Orbs einsammelt. Rote Orbs hingegen füllen die Gesundheit der Kämpfer wieder auf. Diese wird aber ohnehin an den Shield-Checkpoints wiederhergestellt, wo auch automatisch abgespeichert wird, ihr die Team-Zusammenstellung ändern oder auch die Skills der Helden verbessern könnt.

Grafisch ist der Titel nicht überwältigend, bietet mit toll inszenierten Momenten wie diesem Bosskampf jedoch immer wieder auch was fürs Auge.


Ultimate Alliance 3 bietet viel Fan-Service. Über die Regenbogenbrücke nach Asgard zu schreiten ist schon verdammt cool.


Die zahlreichen Bosskämpfe machen am meisten Spaß. Die Fights sind oftmals auch richtig cool inszeniert.


Ab und zu müssen die Helden auch ein paar kleinere Rätsel meistern. Diese sind allerdings so simpel, dass man sie eigentlich nicht im Spiel gebraucht hätte.


Bessere Helden

So wild die Kloppereien auch zunächst aussehen, es steckt durchaus ein wenig Taktik dahinter und man sollte darauf achten, das Team sinnvoll zu verbessern. In den Kämpfen verdienen die Helden nämlich Erfahrungspunkte und steigen im Level auf. Dadurch werden nicht nur verschiedene Attribute erhöht, sondern eben auch weitere Team-Attacken freigeschaltet, die sich aufwerten lassen. Später dürft ihr zudem sogenannte Iso-Kristalle einsetzen, die Stärke, Vitalität, Zähigkeit oder Können verbessern. Auch dafür schaltet ihr beim Aufsteigen neue Slots frei. Zudem können die einzelnen Kristalle auch aufgewertet und kombiniert werden. Neben Erfahrungspunkten erhaltet ihr außerdem Credits und Stärkungspunkte, die ihr unter dem Menüpunkt „Allianz stärken“ einsetzt. In dem Raster sind einzelne Attributspunkte für Vitalität, Stärke etc. gesetzt, die ihr mit Credits und SP kauft. Zudem gibt es auch noch gesonderte Raster dafür. Kauft ihr beispielsweise viele Vitalitätspunkte, schaltet ihr ein eigenes Vitalitätsraster mit neuen entsprechenden Feldern frei. Sowohl das Stärken der Allianz als auch der Einsatz der Iso-Kristalle werden im Spiel allerdings recht schlecht erklärt, sodass ihr vermutlich ein wenig ausprobieren müsst, bevor ihr den Dreh raus habt. Glücklicherweise ist Ultimate Alliance 3 so gnädig, dass ihr euch eigentlich nicht verskillen könnt.

Level-Aufstiege und sinnvolle Verbesserungen sind in The Black Order durchaus wichtig, da das Spiel auch auf dem normalen von anfangs zwei Schwierigkeitsgraden („Schwer“ wird nach dem Durchspielen erst freigeschaltet) später ordentlich anzieht. Die teils haushohen Bosse beschießen euch mit allem, was sie haben, und lassen zudem meistens noch normale Gegner erscheinen. Das ist zwar teilweise durchaus anstrengend, macht aber verdammt viel Spaß, wenn man sich ein passendes Team zusammengestellt hat, mit dem man eine Dynamik entwickelt. Dies ist auch nötig, denn es leveln immer nur die Charaktere, die auch gespielt werden. Habt ihr beispielsweise seit dem Tutorial nicht mehr mit den Guardians gespielt, dümpeln diese so auf Level 8 herum und sind somit im letzten Drittel sicherlich keine Alternative mehr für euren Level-38- Black-Panther. Ständiges Figurenwechseln ist also nicht besonders sinnvoll. Man sollte sich nach dem Ausprobieren eines Charakters recht zügig festlegen, ob man auch wirklich mit diesem weiterspielen möchte. Allerdings ist das Spiel so fair, dass Figuren, die zur Allianz neu dazustoßen, etwa den gleichen Level (eher darüber) haben wie das bestehende Vierer- Team, sodass sie nicht erst aufgelevelt werden müssen, sondern direkt eine schlagkräftige Unterstützung sind.

Man kann es natürlich doof finden, dass nicht alle Figuren ständig mitleveln, aber es macht eben auch den Reiz aus, die etwa 12 bis 15 Stunden dauernde Kampagne noch mal mit einem anderen Team durchzuspielen. Statt Loot-Spirale setzt Ultimate Alliance 3 voll auf süchtig machenden Fanservice. Es werden einem so viele Teams und Charaktere an die Hand gegeben, dass man als Marvel-Nerd mit verschiedenen Zusammensetzungen das Spiel mehrmals durchspielt. Wer einfach nur ein bisschen Superhelden-Action will, wird nach dem Beenden der Kampagne sicherlich nicht sofort einen erneuten Durchgang starten, doch wenn man sich im Marvel-Kosmos daheim fühlt, funktioniert das Konzept des Spiels tatsächlich gut. Nachdem wir The Black Order mit unserem Team bestehend aus Wolverine, Deadpool, Spider-Man und Storm für den Test durchgespielt hatten, starteten wir quasi sofort erneut, um diesmal mit den klassischen Avengers Thanos zu bezwingen, nur um bei diesem zweiten Durchgang Lust darauf zu kriegen, das Spiel auch noch mal als reines Spinnen-Team, mit den Defenders und den X-Men durchzuzocken.

Technik-Probleme

So viel Spaß die launige Superhelden- Schlägerei aber auch macht, Ultimate Alliance 3 hat ein paar Macken, die selbst Matt Murdock ohne Superkräfte nicht übersehen könnte. So sind die Wege zu den Arenen oftmals ein wenig langweilig, die Umgebungen nicht sonderlich detailliert und nur nur bei manchen Bossen ist wirklich ein bisschen taktisches Vorgehen nötig. In sehr vielen Fällen muss man einfach nur den Angriffen ausweichen und so lange draufkloppen, bis der Fiesling in den Staub fällt. Hier wäre definitiv mehr drin gewesen, was das Spiel an anderen Stellen auch unter Beweis stellt. So müsst ihr den Sandman beispielsweise erst vereisen, bevor ihr ihn angreifen könnt. An anderer Stelle kämpfen im Hintergrund der riesige Ant- Man und Ultimo gegeneinander, während ihr quasi in Ameisengröße Ultrons Handlanger erledigt. Letzteres ist spielerisch auch nicht super anspruchsvoll, aber die Inszenierung ist einfach cool.

Zudem wird der Titel teilweise von kleineren Rucklern geplagt. Gerade in den späteren Bosskämpfen, wo etliche Gegner herumwuseln, Projektile herumfliegen und Spezialattacken eingesetzt werden, geht die Framerate in die Knie. Setzt ihr dann noch die super starken EX-Angriffe eurer Helden ein, welche auch miteinander verbunden werden können, startet ein echtes Effektgewitter mit auffälligen Rucklern. Apropos Effektgewitter: Teilweise fällt es schwer, die Übersicht zu behalten, da die Kamera entweder von hinten oder schräg oben herauszoomt. Gerade zu Anfang verloren wir unsere Spielfigur deshalb oft aus den Augen. Überhaupt ist die Kamera manchmal ziemlich nervig. Gerade im lokalen Koop-Modus war sie oftmals mit der Aufgabe überfordert, auf wen sie sich konzentrieren soll. Der Day-One-Patch hat hier glücklicherweise einige der Mängel behoben. Vor den gelegentlichen Rucklern und Kamera- Spinnern sollte man allerdings auch nicht zu große Angst haben. Die Stellen, an denen diese Probleme auftreten, sind zwar nervig, aber auch ohne Patch konnten wir Marvel Ultimate Alliance 3: The Black Order problemlos durchspielen und hatten dabei jede Menge Spaß. Wer Bock auf ein wenig Superhelden-Action hat, bekommt mit dem Titel ein schön präsentiertes und kurzweiliges Prügelspiel mit RPG-Elementen. Wer sich selbst als Marvel-Fan bezeichnet, wird trotz der technischen Problemchen im siebten Himmel schweben. Präsentation, Humor und Fan-Service allgemein sind einfach klasse.
Christian Dörre

Die verschiedenen Helden spielen sich teilweise sehr unterschiedlich. Als Spider- Man sollte man beispielsweise besser nicht in den Nahkampf gehen.


Gerade im Koop-Modus geht durchaus schon mal die Übersicht flöten, wenn viele Effekte auf dem Bildschirm sind.


MEINUNG Christian Dörre

„The Black Order ist nicht fehlerfrei, aber trotzdem ein super Helden-Spaß!“

Kamera und Ruckler haben mich an manchen Stellen genervt und ein paar Abschnitte haben sich meiner Meinung nach auch zu lang hingezogen, dennoch hat mich Ultimate Alliance 3 begeistert. Ich mag die Comics und die Filme und war dementsprechend sofort in der Suchtspirale gefangen. So viele verschiedene Charaktere, so viele bekannte Orte, so viele Bosskämpfe gegen die größten Fieslinge, die es gibt – hach, da kommt man ins Schwärmen! Die Story mag nur Mittel zum Zweck sein, doch die Inszenierung ist wirklich klasse und es wird so viel Fanservice geboten wie in wenigen anderen Spielen. Zudem machen die andauernden Kämpfe ebenfalls Spaß, wenn man herausgefunden hat, wie man seine ausgewählten Figuren richtig einsetzt und sinnvoll verbessert. Ich befinde mich bereits am Ende meines zweiten Durchgangs und werde den Titel sicherlich – trotz seiner Makel – noch öfter auf meiner Switch mit anderen Teams durchspielen.