Bereits Kunde? Jetzt einloggen.
Lesezeit ca. 5 Min.

MAZDA BT-50 / FORD RANGER: KLEINLASTER


Off Road - epaper ⋅ Ausgabe 6/2019 vom 14.05.2019

Das Angebot an neuen Geländewagen wird immer dünner. Wer hier seinen Traum vom Wunsch- Offroader nicht mehr verwirklichen kann, hat immer noch die Möglichkeit, auf klassische Alternativen auszuweichen – wie den Mazda BT-50 oder sein Schwestermodell Ford Ranger.


Artikelbild für den Artikel "MAZDA BT-50 / FORD RANGER: KLEINLASTER" aus der Ausgabe 6/2019 von Off Road. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Off Road, Ausgabe 6/2019

Der erste Mazda BT-50 feiert im März 2006 auf der Bangkok International Motor Show als Nachfolger des B 2500 Premiere . Zusammen mit dem Konzern- Zwilling Ford Ranger werden die Europaversionen des Mazda BT-50 am gleichen Band im thailändischen Gemeinschaftswerk montiert. Ihre technischen Gene sind also identisch, nur in der Optik unterscheiden ...

Weiterlesen
epaper-Einzelheft 2,99€
NEWS 14 Tage gratis testen
Bereits gekauft?Anmelden & Lesen
Leseprobe: Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Off Road. Alle Rechte vorbehalten.

Mehr aus dieser Ausgabe

Titelbild der Ausgabe 6/2019 von ANLASSER: Liebe Offroader. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
ANLASSER: Liebe Offroader
Titelbild der Ausgabe 6/2019 von RETOURKUTSCHE. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
RETOURKUTSCHE
Titelbild der Ausgabe 6/2019 von NEWS / NEUHEITEN: AUTO: SAFARIGLADIATOR. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
NEWS / NEUHEITEN: AUTO: SAFARIGLADIATOR
Titelbild der Ausgabe 6/2019 von UPDATE: DES MONATS: COPYRIGHT AUF CHINESISCH. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
UPDATE: DES MONATS: COPYRIGHT AUF CHINESISCH
Titelbild der Ausgabe 6/2019 von NEWS / NEUHEITEN: TECHNIK VON MORGEN: MIT DEM ELEKTROAUTO GELD VERDIENEN. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
NEWS / NEUHEITEN: TECHNIK VON MORGEN: MIT DEM ELEKTROAUTO GELD VERDIENEN
Titelbild der Ausgabe 6/2019 von OFF ROAD-AUFTAKT: GURGEL X-15: AUFTAKT: GURGELN IM POTT. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
OFF ROAD-AUFTAKT: GURGEL X-15: AUFTAKT: GURGELN IM POTT
Vorheriger Artikel
ADVENTURE SOUTHSIDE 2019: DER SÜDEN BEBT
aus dieser Ausgabe
Nächster Artikel OFF ROAD-SERIE: JEEP CHEROKEE – PÄRCHEN-BATTLE: LESERA…
aus dieser Ausgabe

Der erste Mazda BT-50 feiert im März 2006 auf der Bangkok International Motor Show als Nachfolger des B 2500 Premiere . Zusammen mit dem Konzern- Zwilling Ford Ranger werden die Europaversionen des Mazda BT-50 am gleichen Band im thailändischen Gemeinschaftswerk montiert. Ihre technischen Gene sind also identisch, nur in der Optik unterscheiden sich die beiden Brüder marginal – sowie bei den in Deutschland lieferbaren Modellversionen: Mazda bietet hierzulande den BT-50 nur als Eineinhalbund Doppelkabiner an, Ford hat auch eine allradgetriebene Einzelkabine im Programm.
Der Mazda BT-50 ist mit gut fünf Metern 60 Millimeter länger als sein Vorgänger. Die 2+2-sitzige „Langkabine“ (L-Cab) verfügt über eine 1753 Millimeter lange Ladefläche und präsentiert eine praktische Einstiegslösung in Form der kleinen, entgegen der Fahrtrichtung öffnenden Hecktüren. Durch sie wird nicht nur der Zugang auf die klappbaren, 29 cm kurzen und 7,5 cm dünnen Rücksitze erleichtert, sie erlauben auch das problemlose Beladen des hinteren Kabinenteils. Während Fahrer und Beifahrer auf bequemen Sitzen für Pick-up-Verhältnisse relativ aufrecht und kommod reisen, sind die beiden Plätze im Fond eher für den Kurzstreckenbetrieb ausgelegt. Beim Doppelkabinen-Layout (XLCab) steht dagegen der Transport von Passagieren im Vordergrund: Während hier bis zu fünf Erwachsene auch auf längeren Strecken gut Platz finden, ist die Ladefläche mit 1530 Millimetern Länge etwas knapper geschnitten.
Der Innenraum des BT-50 verwöhnt seine Passagiere mit Limousinen- Komfort und hochwertig anmutenden Materialien. Ein freundlich gestaltetes Cockpit mit gut ablesbaren Rundinstrumenten und problemloser Bedienung gestaltet den Umgang mit dem Mazda Pick-up ebenso erfreulich wie die leichtgängige Lenkung und das präzise arbeitende Fünfgang-Schaltgetriebe – einziger Wermutstropfen ist der antiquierte Krückstockhebel für die Handbremse.

Fahrerplatz : Freundlich gestaltetes Cockpit mit gut ablesbaren Rundinstrumenten und problemloser Bedienung.


Kräftig: Der 2,5-Liter-Common-Rail-Turbodiesel.


Zweiter Hebel: Für Zuschalt-Allrad und Untersetzung.


LEISTUNGSSPRITZE

Die technisch betrachtet größte Änderung gegenüber dem B 2500 fand unter der Motorhaube statt. Der neue Common-Rail-Turbodiesel aus der Mazda-Motorenserie MZR-CD hat außer dem Hubraum von 2,5 Litern nichts mehr gemein mit dem gleich großen Vorgänger- Aggregat aus der B-Serie. Dank Common-Rail-Direkteinspritzung und Vierventil-Zylinderkopf leistet der Vierzylinder nun 105 kW (143 PS) und damit 34 Pferdestärken mehr als bislang. Darüber hinaus stellt der Doppelnockenwellen- Motor sein maximales Drehmoment von 330 Newtonmetern bereits bei niedrigen 1800 Touren zur Verfügung.
Der neue Motor tut dem BT-50 gut: Schon ab knapp über 1500 Kurbelwellenumdrehungen steht richtig Power zur Verfügung, sodass sich der kleine Mazda-Lastwagen zügig in Bewegung setzt und bereits nach gut 13 Sekunden die 100-km/h-Schallmauer durcheilt. Auch danach legt der BT-50 noch tüchtig zu und beschleunigt weiter bis auf echte 170 Stundenkilometer. Mit der Einführung des stärkeren Motors haben die Entwickler auch die Übersetzung des BT-50 länger ausgelegt – und so dreht er nun bei Höchstgeschwindigkeit mit nur knapp 4000 Touren. Diese praxisgerecht lange Gesamtübersetzung schont nicht nur den Motor auf schnellen Autobahnetappen, sondern auch den Geldbeutel an der Tanke: Weniger als elf Liter Diesel reichen dem Laster auf hundert Kilometer im Testdurchschnitt.

Langer Radstand: Trotzdem kommt der BT-50 mit Untersetzung und 215 mm Bodenfreiheit im Gelände recht weit.


Alternative: Das Schwestermodell von Ford heißt Ranger und hat eine bulligere Frontpartie.


Mehr Auswahl: Den Ranger gibt es optional …


… auch mit Automatik und Dreiliter-Diesel.


Böschungswinkel: Vorne bringt es der Mazda auf 34°.


Ausgeglichen: Hinten beträgt der Böschungswinkel 33°.


ANTRIEB UND FAHRWERK

Beim Allrad und der Fahrwerkskonstruktion baut der BT-50 auf altbewährte Technik: Normalerweise werden nur die Hinterräder angetrieben, über einen klassischen zweiten Schalthebel wird bei Bedarf der Vorderradantrieb starr zugeschaltet und die Geländeuntersetzung aktiviert. Eine interessante Lösung verbirgt sich jedoch hinter einem unscheinbaren Schalter am Armaturenbrett: Mit ihm lassen sich die automatischen Freilaufnaben an den Vorderrädern auch manuell lösen.

Im Gelände erhöht die längere Achsübersetzung des neuen Ranger die Kriechgeschwindigkeit, Bodenfreiheit und Böschungs- sowie Rampenwinkel sind für einen Pick-up mit seinem langen Radstand und Hecküberhang jedoch respektabel. Die Kombination aus wenig nachgiebiger Hinterachsfederung und drehstabgefederter Einzelradaufhängung vorn lässt den BT-50 bei gröberen Bodenverwerfungen im Gelände schnell einmal ein Rad in die Luft strecken. Einen Rest an Traktion kann dann nur noch die serienmäßige Differenzialbremse an der Hinterachse aufbauen.
Beim rüden Beschleunigen auf Asphalt und beim frühen Zurückschalten kommt die blattgefederte hintere Starrachse schnell einmal an ihre Grenzen, solange sich keine gewichtige Ladung auf der Pritsche befindet: Durchdrehende Reifen und trampelnde Räder sind die Folge allzu forscher Fahrweise – Traktionskontrolle oder gar ESP sind für den BT-50 ebenso Fremdwörter wie sonstige elektronische Fahrhilfen, allein ein ABS ist an Bord.

MEHR OPTIONEN BEIM RANGER

Wer einen Einzelkabiner mit geräumiger Ladefläche sucht, muss zum Ford Ranger mit 2,28 Meter langer Pritsche greifen. Mazda hat diese Karosserieversion zwar auch im Programm, aber nicht in Deutschland – sie bleibt anderen Märkten wie beispielsweise Österreich vorbehalten. Auch bei der Motorleistung setzt sich der Ranger vom BT-50 ab – nur der Kölner Thailänder ist als Doppelkabiner optional mit einem drei Liter großen und 115 kW (156 PS) starken Vierzylinder-Turbodiesel erhältlich. Er beschleunigt den Ranger in Verbindung mit der optionalen 5-Stufen- Automatik in exakt zwölf Sekunden auf Tempo hundert und bis zu einer Maximalgeschwindigkeit von 173 km/h. Wer das Sortieren der Gänge einer Automatik überlassen möchte, findet diese Option ebenfalls nur beim Ranger – der BT-50 ist stets mit einem 5-Gang-Schaltgetriebe ausgestattet.

Komfortabel: Keine B-Säule und gegenläufig öffnende hintere Tür erleichtern den Zugang.


Unkomfortabel: Die beiden hinteren Notsitze sind flach, dünn und schmal.


mfortabel: Die Einzelradaufhängung sorgtn f jedem Untergrund für Fahrkomfort.


Für 24500 Euro steht der Mazda BT-50 anno 2007 als Eineinhalbkabiner in der Basisausstattung Midlands bei den Händlern. Die vergleichbare Einstiegsversion Ranger XL kostet 26120 Euro – beide inklusive ABS, elektrischer Fensterheber, Zentralverriegelung sowie Fahrer- und Beifahrerairbags. Wer jedoch heute selbstverständliche Extras wie eine Klima anlage oder Alufelgen möchte, greift beim Ranger zum XLT-Ausstattungspaket für rund 2700 Euro oder wählt bei Mazda den BT-50 Toplands für einen Aufpreis von 2900 Euro.

UNSER FAVORIT

Da es den BT-50 nur in einer Motorisierung und ausschließlich als Schalter gibt, beschränkt sich die Wahlmöglichkeit auf die Karosserieversion – und die hängt allein vom Platzbedarf ab. Also bleibt nur, in fremden Revieren zu wildern: Ford hat vom Ranger die Sonderedition Wildtrak aufgelegt – auf Basis des Doppelkabiners mit dem Dreiliter- Diesel. Und das Sondermodell macht auch optisch was her – mit seiner speziellen Lackierung und der aufgewerteten Innenausstattung inklusive Teppiche und aufgestickter Wildtrak-Schriftzüge. Damit es beim Geländefahren nicht langweilig wird, zeigt sein „Offroad-Infopaket“ – oben mittig auf dem Armaturenbrett platziert – unter anderem auch den Neigungswinkel an. Das ist zwar „Humbug“ beim Fahren, bereichert aber jedes Benzingespräch unter Geländefreaks. Der Preis für den Ranger 3.0 TDCI Wildtrak anno 2008: ab 36000 Euro.

Der MAZDA BT-50 in Deutschland

BAUZEIT Erstvorstellung im März 2006, Mini-Facelift im Herbst 2008. Ende 2011 erscheint die zweite Generation des Mazda BT-50, die jedoch nicht nach Europa kommt.

DER MAZDA BT-50 IN OFF ROAD

OR 01/2007: Fahrbericht Mazda BT-50
OR 04/2007: Vergleichstest Mazda BT-50 L-Cab,
Isuzu D-Max Space Cab
OR 12/2008: Fahrbericht Mazda BT-50 Facelift
OR 02/2009: Einzeltest Mazda BT-50 L-Cab
OR 11/2010: Vergleichstest Mazda BT-50, Ford Ranger, Isuzu D-Max, Mitsubishi L200, Nissan Navara, Toyota Hilux, VW Amarok