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MEDIZIN Meine Gesundheit: Es trifft meist den Rücken und die Gelenke: Schmerz, lass nach!


Lea - epaper ⋅ Ausgabe 22/2018 vom 23.05.2018

Unsere heutige Lebensführung mit viel zu viel Sitzen und deutlich zu wenig Bewegung ist oft Ursache für die körperlichen Probleme


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Bildquelle: Lea, Ausgabe 22/2018

Wenn es in der Schulter zwickt oder die Knie knirschen, wenn es in den Füßen sticht oder im Rücken zieht – Schmerz kennen wir alle. Und auch, wenn er unangenehm ist, hat er eine wichtige Funktion: Er zeigt uns, dass etwas nicht stimmt. Meistens vergeht der Schmerz wieder, doch 15 Millionen Deutsche leiden akut unter chronischen Beschwerden. Das bedeutet, es tut länger als drei Monate lang weh. Was man wirklich dagegen tun kann und wie man dem Schmerz vorbeugt:

Schulter: ...

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... Beweglichstes Gelenk

Bei Beschwerden nach spätestens zwei Wochen zum Arzt

■ Kein anderes Gelenk ist so beweglich und kein anderes Gelenk ist so störanfällig. 25 Prozent aller Menschen haben irgendwann Probleme mit ihrer Schulter. Sie wird hauptsächlich durch Muskeln geführt. Und das ist auch oft der Grund für Schmerzen – die Muskeln sind verspannt. Gymnastik, Wärme, entzündungshemmende Schmerzmittel helfen. Wenn‘s nicht besser wird, muss meist operiert werden.

Rücken : Schonung ist ganz falsch

Volkskrankheit Nr. 1 ist das Kreuz mit dem Kreuz

■ Das lange Sitzen des heutigen Alltags ist fast immer Schuld. Dabei wird die untere Lendenwirbelsäule stark belastet. Die Rücken- und Bauchmuskeln, welche die Wirbelsäule stützen, sind oft gleichzeitig verspannt und schwach. Meist verschwinden die Schmerzen nach einigen Tagen wieder von selbst. Rückenübungen und regelmäßige Bewegung trainieren die Muskeln und beugen dem Schmerz vor.

Knie : Gehen tut immer gut

Sie sind die Schwachpunkte des menschlichen Skeletts

■ Bei jedem Schritt lastet auf ihnen das Gewicht des ganze Körpers, sie sorgen für Beweglichkeit, und sie sind sehr anfällig. Schmerz-Auslöser können Rheuma, Verschleiß, Entzündungen, Gicht oder Osteoporose sein. Durch Bewegung wird Gelenkschmiere gebildet, sie schützt den Knorpel vor Abnutzung. Deshalb: Jeder Schritt tut gut.

Füße : Komplexes Konstrukt

Hier kommen sehr viele Ursachen infrage

■ Überlastung, Fehlstellungen, Probleme mit Sehnen und Gelenken oder Stoffwechselerkrankungen können die Fußschmerzen verursachen. Aber auch ein Hallux Valgus, ein Fersensporn und ein Knick-Senkfuß können Auslöser sein. Manchmal sind es auch nur die falschen Schuhe. Man sollte nicht zu lange warten, bis man zum Arzt geht – nur selten verschwinden Fußschmerzen wieder von selbst.

3 Super-Übungen

Sie beugen gezielt Problemen vor

Die Planke – für den Bauch

Auf den Bauch legen, die Unterarme anwinkeln, Oberkörper nach oben drücken, die Ellenbogen sind auf Schulterhöhe. Dann Po und die Beine nach oben stemmen. Wenn das zu schwierig ist, macht man die Planke zunächst nur mit dem Oberkörper.60 Sek .

Split Squat – für die Knie

Diese Variante einer Kniebeuge stellt die volle Beweglichkeit des Kniegelenks wieder her. Im Grunde funktioniert sie wie ein Ausfallschritt: Gerade hinstellen, dann mit links einen Schritt nach vorn machen. Das andere Bein bleibt hinten. In dieser Stellung in die Knie gehen.10 x, dann die Seite wechseln.

Kniebeuge – für den Rücken

Mit der guten alten Kniebeuge – engl. Squat – wird auch der untere Rücken trainiert. Der ist oft verspannt und schlapp durch langes Sitzen. Aufrecht hinstellen, die Beine schulterbreit auseinander. Arme waagerecht vor den Körper halten, mit dem Oberkörper minimal nach vorn, der Rücken ist dabei gerade. Die Knie so weit beugen, bis die Oberschenkel parallel zum Boden sind, die Knie ragen nicht über die Zehen hinaus.10 x

4 Fragen an den Experten

PrivatdozentMichael A. Überall ist Präsident der Deutschen Schmerzliga und Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin


1Wie entsteht der Schmerz?

„Bei Verletzungen werden im Körper Botenstoffe freigesetzt, die bestimmte Nervenfasern reizen. Diese Nervenfasern lösen elektrische Signale aus, die über das Rückenmark und über die Schmerzleitungen ins Gehirn gelangen. Dann erst wird uns der Schmerz bewusst.“

2Wann wird er chronisch?

„Chronisch nennt man den Schmerz, wenn es länger als drei Monate lang wehtut. Oft genug ist die ursprüngliche Ursache für den Schmerz gar nicht mehr da, die schmerzhemmenden Nervenbahnen funktionieren nicht mehr.“

3Sind manche anfälliger?

„Ja, Schmerz ist sehr individuell, genau wie jeder Mensch anders ist. Es fehlt bei uns leider meist an Zeit und Instrumenten, herauszufinden, welchen Patienten eine Chronifizierung droht. Aber es wäre möglich.“

4Was kann derjenige tun?

„Ärzte müssen lernen, den Betroffenen als Experten in eigener Sache auf Augenhöhe zu begegnen und die Vielfältigkeit ihrer Beschwerden ganzheitlich zu erfassen. Inzwischen gibt es bei uns ausgebildete Schmerztherapeuten, die auf die Behandlung von chronischem Schmerz spezialisiert sind.“

Adressen für Patienten

Deutsche Schmerzliga e .V. 60570 Frankfurt am Main Telefon: 0 69/13 82 80 22 E-Mail: Info@schmerzliga.dewww.schmerzliga.de

Deutsche Schmerzgesellschaft e.V. Alt-Moabit 101 B, 10559 Berlin Telefon: 0 30/394 09 68 90 E-Mail: info@dgss.orgwww.dgss.org

Forum Schmerz im Grünen Kreuz e.V. Nikolaistraße 3, 35037 Marburg Telefon: 0 6421/29 30 E-Mail: dgk@dgk.dewww.forum-schmerz.de

SchmerzLOS e.V. Ziegelstraße 25, 23556 Lübeck Telefon: 0451/ 5854 4625 E-Mail: info@schmerzlos-ev.dewww.schmerzlos-ev.de

Unkomplizierte Hilfe, wenn’s wehtut: Die besten Hausmittel

Ein Quarkwickel kühlt, das Kasein bindet Entzündungsstoffe. 30 Minuten wirken lassen


Es muss nicht immer gleich eine Schmerztablette sein – viele Hausmittel helfen auch gut.

SENFWICKEL 60 g Senfmehl mit 4 EL warmem Wasser verrühren, auf ein Tuch geben und das schmerzende Gelenk damit umwickeln, mit einem anderen Tuch fixieren. Zehn Minuten wirken lassen, dann sehr gut abwaschen. Senfmehl reizt die Haut – wenn es brennt, den Wickel sofort abnehmen.

WEIHRAUCH Die lindernden Stoffe sind die Bosweliasäuren – sie helfen bei rheumatischer Arthritis und chronischen Gelenkentzündungen. Es gibt auch Extrakte (z. B. Curcumin-Loges plus Boswelia, Apotheke).

SALZBAD Bei Rückenschmerzen: 4 Kilo Salz ins Badewasser geben, 20 Minuten drin bleiben, dann sofort in einen Bademantel kuscheln und erst nach einer Stunde gründlich abspülen.


Fotos: AdobeStock (4), iStock, privat