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MEDIZIN: Meine Gesundheit: Von Schlummer-Routine bis Ruhezone: Die große Schlafsprechstunde


Lea - epaper ⋅ Ausgabe 6/2020 vom 29.01.2020
Artikelbild für den Artikel "MEDIZIN: Meine Gesundheit: Von Schlummer-Routine bis Ruhezone: Die große Schlafsprechstunde" aus der Ausgabe 6/2020 von Lea. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Lea, Ausgabe 6/2020

50% können oft nur schlecht einund nicht durchschlafen

Hast du gut geschlafen? Die Frage ist ja nett gemeint, bringt aber jeden Zweiten ziemlich in Verlegenheit und einer von zehn ringt sich höchstens ein buchstäblich müdes Lächeln ab. „Dabei ist Schlafen so wichtig wie Essen und Trinken“, sagt der Biologe und Schlafforscher Albrecht Vorster von der Universität Tübingen. „Unser Schlaf bestimmt den Tag, und wenn wir eine schlechte Nacht hatten, ist der Tag gelaufen.“ Was aber entscheidet, ob wir gut oder schlecht schlummern? Willkommen zur Schlafsprechstunde!

Ob fünf, sechs oder acht Stunden – jeder hat ...

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... sein eigenes Timing

„Im Schlaf perfektionieren wir unsere Motorik, sortieren unser Gedächtnis und klären unsere Gefühle. Wir bereiten vor, was wir tagsüber tun, denken und fühlen“, weiß Vorster. Ob dafür acht Stunden Nachtruhe erforderlich sind oder auch fünf bis sechs Stunden reichen, ist individuell unterschiedlich. „Wenn wir morgens frisch und erholt aufwachen, stimmt die Schlafdauer.“ Haben wir einmal unser Timing gefunden, sollten wir es möglichst beibehalten. „Unser Körper ist ein Gewohnheitstier“, sagt Vorster und warnt zugleich: „Man muss den Schlaf aber auch nicht mit Samthandschuhen anpacken und in Panik verfallen, wenn’s mal später wird. Eine schöne Feier mit Freunden ist dem Schlaf immer vorzuziehen, das Defizit schläft man am nächsten Tag einfach nach.“ Ja, „Nachschlafen“ funktioniert wirklich – allerdings nur, wenn wir nicht jede Nacht zum Tag machen. Um den erholsamen Tiefschlaf müssen wir uns nicht sorgen. „Er findet in der ersten Nachthälfte statt, egal, ob wir vor oder nach Mitternacht ins Bett gehen.“ Übrigens: „Vorschlafen“ funktioniert nur bedingt. „Der Körper ist wie eine Batterie und lässt sich nur bis 100 Prozent aufladen, mehr geht nicht.“

Smartphone, Tablet, Fernseher und die Sorgen müssen draußen bleiben

Was aber, wenn wir gar nicht erst einschlafen? Dann stimmt wahrscheinlich mit den Schlafroutinen etwas nicht. „Der Körper hat verlernt, das Bett als Raum der Ruhe, Entspannung und des Schlafes anzusehen“, sagt Vorster. Kein Wunder, denn Smartphone, Tablet und TV sind längst im Schlafzimmer eingezogen. „Es ist weniger der Elektrosmog, der den Schlaf raubt. Allein schon die Geräte verhindern, dass wir gedanklich abschalten.“ Also raus mit Handy und Co. Auch die Sorgen des Tages haben im Bett nicht zu suchen. Tipp des Experten: „Sich eine Stunde vorm Schlafengehen an den Schreib- oder Küchentisch setzen und alle Sorgen und Ängste niederschreiben.“ Das Papier bleibt auf dem Tisch! Und wenn sich im Bett dennoch das Gedanken-Karussell dreht: Aufstehen, auf dem Sofa lesen oder ein Sudoku machen und einen neuen Versuch starten, wenn man sich wieder schläfrig genug fühlt.

Hallo-Wach-Drink: Ingwer-Wasser mit Zitrone. Schmeckt heiß und kalt


Nachts immer wieder aufgewacht? Meist alles halb so schlimm

Guter Schlaf heißt nicht: am Stück durchschlummern. Im Schnitt wacht man zehn- bis 20-mal auf – Frauen häufiger als Männer, ältere Menschen öfter als jüngere. Das ist in der Regel kein Problem und wir schlafen wieder ein. Anders verhält es sich, wenn unruhige Beine, lautes Schnarchen oder Albträume uns immer wieder aus dem Schlaf reißen. Unruhige Beine, Restless Legs, werden vor allem bei Frauen meist durch Eisenmangel verstärkt oder gar erst hervorgerufen. Er lässt sich mittels Bluttest (Ferritin-Wert) erkennen und durch Eisentabletten mit Vitamin C ausgleichen. Extremes Schnarchen ist ein Fall für den HNO-Arzt und fürs Schlaflabor. Hier wird geklärt, ob es dabei zu riskanten Atemaussetzern, Apnoen, kommt. Und Albträume sind kein Schicksal, sondern behandelbar. „Den Traum möglichst genau aufschreiben und das Ende umschreiben, ohne Flucht. Das neue Traum-Drehbuch liest man sich zwei Wochen lang vorm Zubettgehen durch. So verankert sich der neue Traumverlauf im Gehirn. Klappt es nicht mit dem eigenen Drehbuch, kann ein Psychologe dabei helfen.“
Eigentlich haben Sie gut geschlafen und dennoch Anlaufschwierigkeiten am Morgen? Jetzt im Winter kann es am Lichtmangel liegen. Er verhindert, dass sich das Glücks- und Wachhormon Serotonin ausreichend bildet. Also sollten wir morgens nicht an Licht sparen, das Fenster öffnen und frische Luft tanken, ein paar Dehnübungen machen und statt dem üblichen Morgenkaffee mal einen Ingwer-Drink probieren. Seine Scharfstoffe machen gesund und schnell munter, garantiert!

Gut ausgeruht!


UNSER BUCH-TIPP:
Albrecht Vorster: „Warum wir schlafen“. Weshalb unsere Beine manchmal keinen Schlaf finden, auch Schnecken sich schlau schlummern und andere faszinierende Erkenntnisse.
18 Euro. Heyne

5 Fragen an den besten Schlaf meines Lebens

1 Guten Morgen, wie war die letzte Nacht für dich?
Einfach super, herrlich ungestört und so erholsam! Toll, dass du vorm Zubettgehen kurz durchgelüftet und die Heizung runtergedreht hast. Ich mag es bei etwa 18 Grad und frischer Luft nun mal am liebsten.

2 Hat dich vielleicht mein Handy-Wecker gestört?
Na ja, optimal ist er nicht. Aber da das Handy nicht ständig geblinkt und gesummt hat, war’s ok. Mein Tipp: Versuch es doch mal mit einem Lichtwecker, der vertreibt mich morgens ganz sanft.

3 Hat dir das Abendprogramm gestern gefallen?
Ja, prima – das Abendessen war leicht, gut verdaulich und gegen 19 Uhr. So hat mich die Verdauungsarbeit nicht gestört. Und dass du im Bett darüber nachgedacht hast, wofür du dankbar bist, hat mich gefreut.

4 Was kann ich denn für dich tun, wenn‘s mal stressig wird?
Mach’ dir keine Sorgen! In besonders angespannten Phasen hilft der beruhigende Duft von Lavendel. Das heilsame Pflanzenöl gibt’s auch in Form von Kapseln, es wirkt dann besonders effektiv (z. B. Lasea, Apotheke), macht aber nicht abhängig.

5 Bist du eigentlich mit dem Bett zufrieden?
Absolut, die Matratze ist super bequem, nicht zu hart und nicht zu weich. Die Idee, ein Seitenschläferkissen anzuschaffen, war wunderbar!


Fotos: Getty Images, iStock (2), picture alliance, Random House/Heyne