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Medizin Meine Gesundheit: Was ich ab 40 Jahren wissen muss: Frauenkrankheit Osteoporose


Lea - epaper ⋅ Ausgabe 50/2018 vom 05.12.2018
Artikelbild für den Artikel "Medizin Meine Gesundheit: Was ich ab 40 Jahren wissen muss: Frauenkrankheit Osteoporose" aus der Ausgabe 50/2018 von Lea. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Lea, Ausgabe 50/2018

Medizin- Experte

Dr. Reinhard Schneiderhan, Orthopäde
MVZ Praxisklinik Dr. Schneiderhan & Kollegen, Taufkirchen
www.orthopaede.com

Allein in Deutschland leiden 6,3 Millionen Menschen an vorzeitigem Knochenschwund. Besonders tückisch ist, dass die Erkrankung bis zum ersten Knochenbruch meist völlig symptom- und schmerzfrei verläuft. Dr. Reinhard Schneiderhan erklärt, was Sie über Osteoporose wissen müssen und wie Sie vorbeugen.

Was ist Knochenschwund denn überhaupt genau?
Vereinfacht gesagt: Der Knochenaufbau funktioniert nicht mehr richtig. Unsere Knochen befinden sich in einem ständigen Umbauprozess. ...

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Was ist Knochenschwund denn überhaupt genau?
Vereinfacht gesagt: Der Knochenaufbau funktioniert nicht mehr richtig. Unsere Knochen befinden sich in einem ständigen Umbauprozess. Sie bleiben gesund und kräftig, wenn die Osteoklasten, also abgebaute Knochenzellen, durch frische Zellen, die Osteoblasten, ersetzt werden. Bei der Osteoporose werden immer weniger Osteoklasten durch Osteoblasten ersetzt. Die Folge: Knochendichte und -qualität nehmen ab. Sie werden zunehmend porös und verlieren ihre Festigkeit, sodass die Knochen bei normaler Belastung oder leichten Stürzen brechen können.

Stellt für Betroffene jede Belastung eine Gefahr dar?
Natürlich müssen Erkrankte mit fortgeschrittener Osteoporose darauf achten, Stürze zu vermeiden. Aber wer deshalb auf Bewegung verzichtet, schlägt den falschen Weg ein. Denn auch die Knochen brauchen regelmäßige Reize durch Bewegung, genauso wie unsere Muskeln. Diese Reize regen die Osteoblasten zum Aufbau von neuen Zellen an und sorgen für eine gute Nährstoffversorgung. Sportarten mit Stoßbelastungen, etwa Joggen oder Ballsportarten, zeigen dabei sogar die beste Wirkung.

Warum trifft es häufiger Frauen als Männer?
Frauen gehören tatsächlich zur Hauptrisikogruppe. Durch die hormonelle Umstellung in den Wechseljahren sinkt der Östrogenspiegel kontinuierlich und das wirkt sich dann negativ auf den Knochenstoffwechsel aus. Diese hormonell bedingte Form der Erkrankung nennt man auch primäre Osteoporose. Sie ist bei Frauen nach der Menopause für 80 bis 90 Prozent der Erkrankungen verantwortlich.

Ab wann sollten Frauen zur Früherkennung?
Bis etwa 35 Jahre baut der Körper mehr Knochenmasse auf als ab. Dann überwiegt allmählich der Knochenabbau. So verlieren ältere, gesunde Menschen pro Jahr etwa 0,5 bis 1 Prozent ihrer Knochenmasse. Bei Frauen kann sich der Abbau nach der Menopause noch beschleunigen. Sie sollten daher ab etwa 40 Jahren über eine Knochendichtemessung nachdenken. Damit lässt sich der Kalziumgehalt des Knochens schmerzfrei und exakt bestimmen. Denn noch immer werden weniger als ein Viertel aller Fälle früh genug diagnostiziert, um vom Arzt erfolgreich behandelt werden zu können.

Unsere Knochen brauchen Kalzium

Viel Milch, wenig Kakao

Milch


Currywurst


→ Das tut den Knochen gut: Kalzium ist in Milch und Milchprodukten enthalten – reine Knochennahrung. Auch gut: Mineralwasser, Sardinen, Grünkohl, Walnüsse, Salat, Äpfel. In Spinat, Endiviensalat, Gurken und Tomaten steckt wichtige Folsäure.

→ Das sollte man besser lassen: Burger, Curry- und Bratwurst, Pommes, Butter /Margarine, Softdrinks und Cola sind Kalziumräuber. Auch phosphat- und oxalathaltige Lebensmittel sind Gift für die Knochen: Cola, Schmelzkäse, Kakao und Konserven.

gesunder, dichter und stabiler Knochen. Neue Knochenzellen sorgen dafür. Unten: Wenn weniger Knochenzellen gebildet werden, wird er porös


Was kann ich tun, wenn ich erkrankt bin?
Je nach Ausprägung der Osteoporose empfehle ich eine Stufentherapie: gezielte Gymnastik, Ernährungsumstellung und eventuell knochenaufbauende Medikamente. Osteoporose ist bisher leider nicht heilbar. Um so wichtiger sind eine frühe Diagnose und Behandlung., Ab zum Arzt‘ gilt auch bei länger anhaltenden Rückenbeschwerden: Wirbelkörperbrüche durch Osteoporose werden häufig lediglich als Rückenschmerzen wahrgenommen. So ein Bruch kann aber die gesamte Wirbelsäule destabilisieren. Dann nutzen wir beispielsweise die minimalinvasive Ballon-Kyphoplastie: Mithilfe eines kleinen Ballons richten wir den Wirbelkörper wieder auf und stabilisieren ihn durch das Einspritzen von Knochenzement. Dadurch wird die Ursache für die Rückenschmerzen behoben.

Wie kann ich einer Osteoporose vorbeugen?
Knochen benötigen hauptsächlich Kalzium und Vitamin D, um stabil zu bleiben. Bewegung ist eine weitere tragende Säule: Erst durch eine starke Rumpfmuskulatur bleibt die Wirbelsäule aufrecht. Deshalb ist tägliche Bewegung im Tageslicht essenziell bei der Vorbeugung. Und denken Sie daran: Je früher Sie damit anfangen, desto besser. Bereits ab Mitte Dreißig setzt allmählich der Abbau von Knochenmasse ein.

Jede 3.

Frau in Deutschland ist nach der Menopause von Knochenschwund betroffen

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Testergebnis:

Wenn Sie bei den ersten fünf Fragen 4 oder mehr Punkte oder bei allen zehn Fragen 8 oder mehr Punkte erreicht haben, empfiehlt sich eine Osteoporose- Diagnostik. Frauen und untergewichtige Menschen weisen im Allgemeinen ein höheres Osteoporose-Risiko auf – bei höherem Alter kommt ein natürlicher Knochenabbau hinzu.
Wichtig: Diese Fragen ersetzen keinen Arztbesuch! Bei starken und anhaltenden Rückenschmerzen oder unklaren Beschwerden gilt es, einen Arzt aufzusuchen, um die Ursache abzuklären und gegebenenfalls eine Behandlung einzuleiten.


Fotos: Fotolia, iStock (2), Picture Press, MVZ Praxisklinik Dr. Schneiderhan & Kollegen