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MEDIZIN: Welche Methoden es gibt und was sie bringen: Kleine Eingriffe bei Rückenschmerzen


Lea - epaper ⋅ Ausgabe 47/2019 vom 13.11.2019

Ständig dieses Ziehen und Reißen und kein Ende in Sicht? Wenn Massagen, Tabletten & Co. versagen, kann eine Mini-OP helfen – unser Experte klärt auf


Artikelbild für den Artikel "MEDIZIN: Welche Methoden es gibt und was sie bringen: Kleine Eingriffe bei Rückenschmerzen" aus der Ausgabe 47/2019 von Lea. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Lea, Ausgabe 47/2019

Medizin- Experte

@@Dr. Reinhard Schneiderhan, Orthopäde


MVZ Praxisklinik Dr. Schneiderhan & Kollegen, Münchenwww.orthopaede.com

Klar: „Unters Messer“ legt sich niemand gerne und das Misstrauen gegenüber Rücken-OPs um jeden Preis ist berechtigt. „Wenn aber Physiotherapien und Medikamente nichts bringen, Lähmungserscheinungen auftreten oder der Schmerz chronisch zu werden droht, führt kein Weg daran vorbei“, sagt der LEA-Experte Dr. Reinhard ...

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... Schneiderhan. Große OPs sind zum Glück nur selten erforderlich und meist reichen minimalinvasive Eingriffe, die mit winzigen Schnitten auskommen. Diese Verfahren erfordern höchste Präzision und daher wird jeder Schritt über Monitore kontrolliert. „Die Eingriffe dauern 45 bis 60 Minuten, Patienten erhalten eine Schlafnarkose und können meist schon am Folgetag nach Hause“, so Dr. Schneiderhan. Kleine Schnitte durch die Haut bedeuten weniger Schmerzen, schnellere Genesung und weniger Narben.

Mit Spritze oder Hitze Beschwerden stoppen

► Hartnäckige Schmerzen bei bestimmten Bewegungen sind oft Folge eines Wirbelsäulenverschleißes. Gelenke geraten unter Druck, werden gereizt oder entzünden sich. Solche Probleme lassen sich mit Injektionen und der Hitzesonde regelrecht an der Wurzel packen. „In einem ersten Schritt setzen wir Injektionen mit Schmerzmitteln in die betroffenen Gelenke. Manchmal reichen schon einige Spritzen. Kehrt der Schmerz aber wieder, können wir mit einer Hitzesonde die Nervenfasern, von denen die Schmerzsignale ausgehen, ausschalten.“, sagt Dr. Schneiderhan. Zunächst werden die betroffenen Wirbelsäulenabschnitte betäubt. „Dann führen wir die Sonde an die speziellen Nervenknoten, erhitzen die Sonde und veröden die Nervenfasern“, so Experte.

Zielgenau: Injektionen mit Schmerzmitteln werden direkt in die betroffenen Nervenknoten (rot markiert) gesetzt und können oft schon nach wenigen Anwendungen die Schmerzfasern beruhigen (grün markiert)


Laser und Katheter lösen Bandscheibenprobleme

► Bandscheibenschäden oder störende Narben früherer OPs sind ein Fall für Mikrolaser oder Katheter. „Mikrolaser setzen wir bei lokal begrenzten Schmerzen ein, wenn sich z. B. die Bandscheibe vorwölbt oder verschleißbedingt verändert ist“, erklärt unser Experte. „Auch bei Schmerzen, die nachts beim Liegen und Drehen im Bett auftreten, ist der Mikrolaser sinnvoll. „Zuerst erfolgt ein Kontrastmittel-Check, der zeigt, wo die Ursache des Problems in der Bandscheibe liegt. Genau dahin wird dann eine dünne Laserfaser geschoben, die Schmerzfasern durchtrennt oder die Vorwölbung schrumpft und bedrängte Nerven befreit.“ Der Katheter hingegen eignet sich, wenn ein Bandscheibenvorfall oder Narben die Schmerzen, die meist auch in Arme und Beine ausstrahlen, verursachen. Die klassische Technik wurde von Dr. Schneiderhan weiterentwickelt: „Wir führen zuerst einen haarfeinen, optischen Katheter ein.

Am Monitor sehen wir die Patientenbilder aus der Wirbelsäule, die die Problemstellen optimal darstellen.“ Dahin werden Medikamente geleitet, die den Vorfall oder Narbengewebe schrumpfen.

Schmerz-weg-Schrittmacher


Für heikle Fälle: Implantat oder Schrittmacher

► Selbst bei Wirbelkanalverengungen, bei denen man früher die Wirbel operativ versteifte, kann jetzt eine Mini-OP helfen. „Über winzige Schnitte wird ein flexibles Implantat zwischen zwei Wirbelbögen eingesetzt und dient als Abstandhalter“, so der Experte. Wenn dieses neue Intraspine-Verfahren und auch die anderen nicht helfen, bleibt immer noch der Schmerzschrittmacher. Auch er wird minimal- invasiv implantiert und sendet Stromsignale ins Rückenmark, die den Schmerz überdecken.


Fotos: AdobeStock, iStock (2), Ina Zabel, Techniker Krankenkasse, Medtronic GmbH, Kaia Health Software GmbH, pur AG