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MEDIZIN: Wie mir Alternativ-Medizin geholfen hat


Donna - epaper ⋅ Ausgabe 4/2019 vom 06.03.2019

Pendeln statt Pillen? Immer mehr Menschen entscheiden sich für ungewöhnliche Heilmethoden – und machen damit gute Erfahrungen


Artikelbild für den Artikel "MEDIZIN: Wie mir Alternativ-Medizin geholfen hat" aus der Ausgabe 4/2019 von Donna. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Donna, Ausgabe 4/2019

Mediale Medizin

Der US-Amerikaner Anthony William sieht sich als weltweit einziges medizinisches Medium, das Krankheiten wahrnimmt und Heilungsempfehlungen empfängt – dabei stützt er sich vor allem auf gesunde Ernährung.

Ich bin offen für alternative Heilmethoden, aber mit dem Ausdruck „mediale Medizin“ konnte ich nichts anfangen. Seit mehreren Jahren hatte ich diffuse Stoffwechsel- und Darmbeschwerden. Blutbild und Darmspiegelung blieben ohne Befund. Trotzdem fühlte ich mich ...

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... permanent schlapp, mein Bauch war gebläht, die Nase morgens verschleimt. Dann erzählte mir meine Buchagentin, sie sei wegen ihrer Gelenkschmerzen auf Anthony William gestoßen, richte sich seit drei Monaten nach seiner Heilkur und die Beschwerden seien mittlerweile weg.

Ich besorgte mir sein Buch: Die Einleitung klingt nicht gerade seriös (er konnte Krankheiten anderer Menschen bei einem Kinobesuch erspüren), aber seine Grundthese überzeugte mich: Durch strikte Ernährung können auch diffuse Krankheitsbilder kuriert werden. Im Grunde ist es ein 28-Tage-Plan: wenig Fett und wenig Salz, viel Grünzeug. Diabetes, Wechseljahresbeschwerden, ADHS, Gürtelrose und Migräne – William stellt für die größten Zivilisationskrankheiten heilende Kräuter und Lebensmittel und natürliche Ergänzungsmittel zusammen. Statt seiner Empfehlung, den Tag mit einem halben Liter Selleriesaft auf nüchternen Magen zu beginnen (das bekomme ich einfach nicht runter), trinke ich Zitronenwasser. Zwischendurch gibt es viel Obst, mittags und abends Rohkost, Salat oder Gemüsesuppe. Alles andere lasse ich möglichst komplett weg. Meine Nase ist inzwischen frei, ich schlafe besser und habe mehr Energie. Mein Mann? Verdreht die Augen und bestellt Pizza.

Ingeborg Trampe, 57, PR-Beraterin

EIN STRIKTER ERNÄHRUNGSPLAN KURIERTE MEINE BESCHWERDEN


Augendiagnostik

Die Irisdiagnose baut auf der Lehre des Hippokrates auf. Anhand von Regenbogenhaut, Wimpernkranz und Lid deutet der Therapeut den Zustand des Körpers, erkennt vererbte und erworbene Störungen.

Ich schätze mich eher als beherrscht und kontrolliert ein. Fehlt mir etwas, gehe ich zum Arzt. Weiß er nicht weiter, suche ich nach anderen Möglichkeiten. Meinen Blutwerten nach zu urteilen, war ich gesund – und trotzdem immer müde und antriebslos. Der Tipp mit der Augendiagnostik kam von meiner Mutter, die uns als Kinder schon zu einer Irisdiagnose mitgenommen hatte. Der Mann in der wohnlichen Praxis war mir auf Anhieb sympathisch. Wir duzten uns, er bat mich zum Behandlungstisch, ich legte, wie beim Augenarzt, mein Kinn auf ein Brettchen. Durch das Diagnosegerät beurteilte er den Augenvordergrund und suchte in beiden Augen nach Pigmenten oder Auffälligkeiten, etwa 15 Minuten lang. Er erkannte, dass zu viel Harnstoff im Blut war, und riet zu einer Blutsalzkur. Nach etwa einer Stunde war ich wieder draußen. Das ist zwei Jahre her. Die Kur habe ich durchgezogen: Dafür musste ich zweimal täglich ein Pulver aus homöopathischen Wirkstoffen, Mineralien und Spurenelementen in Wasser auflösen und trinken – mein Säure-Basen-Haushalt kam wieder ins Gleichgewicht, die Immunabwehr wurde angekurbelt. Ich fühlte mich fitter, war seitdem nicht mehr erkältet und würde den Heilpraktiker weiterempfehlen – einfach weil er etwas sehr Vertrauensvolles hat. Auch das hat mir gutgetan.

Beatrix Neth*, 44, Immobilienmaklerin

Homöopathie mit Pendeln

Der britische Biologe Rupert Sheldrake geht davon aus, dass es ein universelles genetisches Feld gibt. Therapeuten erfühlen dieses Quantenfeld per Pendel und lesen daraus heilende Informationen.

Die Haut juckte und schuppte seit Monaten, besonders an den Händen. Handschuhe waren mein wichtigstes Accessoire. Im Winter machte ich noch die Heizungsluft verantwortlich, aber als es im Sommer nicht besser wurde, ging ich zum Arzt. Der Dermatologe diagnostizierte ein endogenes Ekzem und verschrieb ein neues, teures Präparat mit hoch dosiertem Kortison. Die Tabletten linderten zwar den Juckreiz, aber ich nahm acht Kilo zu, weil ich ständig Hunger hatte und Wasser einlagerte. Meine Haut? Blieb schuppig. Da fiel mir die Heilpraktikerin ein, bei der ich schon als Jugendliche war. Sie hörte sich meine Geschichte an, und ich hatte relativ schnell das Gefühl, mit ihr auf dem richtigen Weg zu sein. Sie nahm ein Pendel, strich mit den Handflächen ein paarmal um ihren Kopf herum und fragte das „morphische Feld“ um Erlaubnis, mir helfen zu dürfen. Dabei war sie nicht etwa in Trance, sondern sprach völlig normal weiter. Innerhalb von Minuten kam sie mithilfe des Pendels auf eine Arznei, die mir helfen könnte: Mercurius C 200, einmal drei Globuli. Damit bekam mein Körper offenbar den richtigen Impuls – nach 14 Tagen war die Haut in Ordnung. Mir gefällt, dass Naturheiler auf das Prinzip der Selbstheilungskräfte setzen und auf nachhaltige, günstige Arzneien. Bei den meisten Schulmedizinern ist es andersherum: Sie bekämpfen das Problem mit teuren Medikamenten. Immerhin gilt für viele Ärzte heute der Grundsatz, dass eine Allergie ganzheitlich behandelt werden muss. Ein Fortschritt.

Caroline Weffling*, 53, Vertriebsleiterin

Dunkelfeldmikroskopie

Unter einem Mikroskop sieht der Diagnostiker feinste Partikel im Blut, die im normalen Blutbild nicht sichtbar sind. Er beurteilt so die Zellqualität, Abweichungen von Größe und Form der Blutkörperchen und das Immunsystem.

Ich habe trotz mehrerer Chemotherapien mittlerweile Metastasen im Kreuzbein und in der Lunge. Von der Dunkelfeldtherapie erhoffte ich mir Schmerzlinderung und wollte meinem Körper zwischen den Giftcocktails etwas Gutes tun. Nach der Methode von Professor Dr. Günther Enderlein wird ein Tropfen Blut aus dem Finger genommen, unterm Mikroskop 1200-fach vergrößert und von der Seite belichtet. Der Behandler kann Mikroorganismen und den aktuellen Zustand der Blutzellen erkennen und mit entsprechenden Heilmethoden reagieren. Obwohl ich dem Heilpraktiker nichts von meiner Erkrankung gesagt hatte, fand er fast alle Baustellen: Meine roten Blutkörperchen waren verklumpt, die Leber konnte nicht richtig arbeiten. Außerdem waren im Plasma Linien zu erkennen, ein Hinweis auf starke Übersäuerung. Die Dunkelfeldmethode ist umstritten, doch meine behandelnde Onkologin steht alternativer Medizin offen gegenüber. Ich musste ihr eine Liste der Arzneien zusammenstellen, mit denen ich behandelt werde, damit alles mit meinen Medikamenten kompatibel ist. Ich nahm ein Basenmittel, bekam regelmäßig Spritzen. Für mich ist diese Behandlung kein Entweder-oder, sondern ein Sowohl- als-auch. Ich kann mich jetzt besser bewegen, habe mehr Energie, das Ganze durchzustehen. Genau das hatte ich mir von der Therapie versprochen.

Mirjam Ellern*, 59, Sozialpädagogin


ICH HABE MEHR KRAFT, DAS GANZE DURCHZUSTEHEN



ILLUSTRATIONEN: MARINA MUUN/THE LOUD CLOUD