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MEERESANGELN PRAXIS: Petermännchen: leckere „Kreuzotter der Meere“!


AngelWoche - epaper ⋅ Ausgabe 150/2019 vom 10.07.2019

Er ist giftig wie eine Otter und bringt den Strandurlaub zu einem abrupten und schmerzerfüllten Ende, der Fisch namens Petermännchen. Andererseits aber ist er eine absolute Delikatesse in der Fischküche


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Bildquelle: AngelWoche, Ausgabe 150/2019

Der Autor freut sich über zwei Petermännchen in richtig guter Größe


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Der Name Petermännchen klingt harmlos. Tagsüber im Sand verborgen, ist der mit Giftstacheln ausgestattete Fisch kaum zu entdecken. Im knöchelhohen Wasser an Nord- und Ostsee (Kattegat) werden jährlich bis 40 Menschen vom Petermännchen gestochen. Der Stich erzeugt vor allem einem stechenden Schmerz, starke Gelenkschmerzen und Schwellungen.

GIFTIGSTER FISCH EUROPAS
Durch die Stärke ihres Giftes gehören die Petermännchen zu den gefährlichsten Gifttieren in Europa. Giftig sind die Stachelstrahlen der ersten Rückenflosse und je ein Dorn auf den Kiemendeckeln. Wer an Stränden angelt, an denen Petermännchen vorkommen, sollte ein Paar derbe Arbeitshandschuhe dabei haben. Mit denen kann man die Fische fassen, ohne sich zu stechen (wer badet, braucht passendes Schuhwerk!)

Nach einem Stich muss als Erste-Hilfe-Maßnahme die Einstichstelle auf mehr als 50° C erhitzt werden, etwa mit einem Fön oder einem elektrischen Anti-Mücken-Stick. Dadurch wird das Gift zerstört. Diese Behandlung tut weh, gewiss, aber glauben Sie es oder nicht: Ohne sind die Schmerzen mörderisch und länger anhaltend! Es ist klar, dass man anschließend sofort zum Arzt muss, der Schlimmeres verhindern kann.

Und dies ist nämlich der Grund für die wenig schmeichelhafte Bezeichnung „Kreuzotter der Meere“: Wie bei der Schlange bringt der Stich einen nicht um, aber die Schmerzen sind höllisch, und die Nebenwirkungen wie Fieber, Brechreiz, Atemprobleme, Kreislaufkollaps oder Herzrhythmusstörungen ähneln dem Schlangenbiss. Sie können geschwächte Menschen tatsächlich töten.

Hier sieht man die mit Giftdrüsen versehene 1. Rückenflosse (Kreis) und den Giftstachel auf dem Kiemendeckel (Pfeil)


Neben Würmern sind auch Makrelen- oder Heringsfetzen Top- Petermännchen-Köder beim Ansitzangeln


Nicht unbedingt ein appetitliches „Outfit“ und dazu auch noch mit Giftdrüsen bewaffnet. Für Feinschmecker sind Petermännchen aber echt eine Wucht!


UND SO EIN „BIEST“ SOLL LECKER SEIN?
Aber ja, denn das Petermännchen gehört zu den Barschartigen, und da gibt es ja bekanntlich ein paar ausgesprochen leckere Arten im Süßwasser (Barsch, Zander) und im Meer (Rotbarsch, Seebrassen).

Beim Schlachten sollte man zunächst auch Arbeitshandschuhe tragen: Die Stachelstrahlen und die Kiemendeckeldornen muss man nämlich mit einer scharfen Schere abschneiden und so „entschärfen“. Der weitere Verlauf ist „business as usual“. Das Fleisch ist ungiftig und kann ganz normal zubereitet werden. Petermännchenfilets sind echt der Hammer, verdammt lecker!


Fotos: Sebastian Rose