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Megatest


ColorFoto - epaper ⋅ Ausgabe 9/2020 vom 04.08.2020

50 Weitwinkel - Sie suchen ein Weitwinkel? Dann finden Sie hier eine Übersicht der besten in den letzten Jahren getesteten Weitwinkel-Festbrennweiten. Nach dem Teletest im letzten Jahr machen wir nun mit den Weitwinkeln weiter, um so einmal im Jahr über die Bestenliste hinaus eine Markttransparenz herzustellen.


Artikelbild für den Artikel "Megatest" aus der Ausgabe 9/2020 von ColorFoto. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: ColorFoto, Ausgabe 9/2020

Canon EF 2,8/14 mm L II USM

Das rund 1900 Euro teure Superweitwinkel mit Lichtstärke 2,8 liefert an der Canon 5DS R mit ihren 50 Megapixeln bereits bei offener Blende in der Bildmitte ein Topresultat für die Auflösung und den Kontrast. Randabfall und Verzeichnung sind zwar sichtbar - liegen aber ...

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... in dem für diese Brennweite üblichen Rahmen bei Kleinbildkameras. Bei Blende 5,6 sinkt der Randabfall kräftig, was die Empfehlung sichert.

Am Canon APS-C-Modell mit 24 Megapixeln sind Auflösung und Kontrast in der Bildmitte gut. Abblenden hebt beides noch an. Doch bei Blende 2,8 fällt der Kontrast zum Rand hin zu stark ab, und das ist bei Blende 5,6 immer noch sichtbar. So ist bei Blende 2,8 nur die Mitte nutzbar, das Bildfeld erst abgeblendet. Verzeichnung und Vignettierung rechnet Canon offenbar heraus. Für ein 14-mm-Objektiv eine gute Leistung - empfohlen.

Gemessen an Canon SLR, 50 MP, KB

Gemessen an Canon SLR, 24 MP, APS-C

Canon EF 1,4/24 mm L II USM

Gemessen an Canon SLR, 50 MP, KB: Bei Blende 1,4 bleibt dieses 1450 Euro teure 24er in der Bildmitte um fast 400 Linienpaare hinter den besten Messungen zurück. Zweiter Kritikpunkt ist ein kräftiger Randabfall, besonders beim Kontrast.
Ein sehr gutes Ergebnis zeigt die Festbrennweite dagegen in der Bildmitte bei Blende 2,8: Auf 2,8 abgeblendet sinkt zudem der Randabfall messund sichtbar. Doch erst bei Blende 5,6 passt alles mit guter Zeichnung bis in die Ecken. Trotz seiner Schwächen bei Blende 1,4 verdient das Canon EF 1,4/24 mm L II USM eine Empfehlung.

Fujifilm Fujinon XF 2,8/14 mm R

Gemessen an Fujifilm spiegellos, 24 MP, APS-C: Mit 930 Euro ist das lichtstarke Superweitwinkel eine kleine Investition - aber eine gute.
Das Fujifilm Fujinon XF 2,8/14 mm R überzeugt mittig bereits offen mit sehr hoher Bildqualität und zugleich maßvollem Randabfall. Bei Blende 5,6 sinkt er, besonders beim Kontrast, und die Zeichnung reicht bis in die Bildecken. Zugleich bleiben die Werte in der Bildmitte praktisch unverändert - das dürfte der Auflösungsgrenze des Sensors geschuldet sein. Für ein 14er könnte es etwas schneller scharfstellen - empfohlen.

Fujifilm Fujinon XF 1,4/16 mm R WR

Gemessen an Fujifilm spiegellos, 24 MP, APS-C: Mit dem sehr lichtstarken 1,4/16er gelingt Fujifilm ein großer Wurf. Bereits offen überzeugen Auflösung und Kontrast in der Bildmitte.
Die Ränder sind akzeptabel, erreichen aber nicht das Abbildungsniveau der Mitte. Blende 2,8 führt zu einem sichtbaren Plus über das ganze Bildfeld. Und bei Blende 5,6 ist alles bis in die Ecken perfekt durchgezeichnet. Auch Verzeichnung und Vignettierung passen. 1000 Euro inklusive Wetterschutz sind für diese Leistung absolut ok - damit ist das XF 1,4/16 mm R WR empfohlen.

Irix 2,4/15 mm Blackstone

Gemessen an Canon SLR, 50 MP, KB: Mit 660 Euro ist das Irix 2,4/15 mm Blackstone für ein 15er relativ bezahlbar, hat aber keinen Autofokus.
In der Bildmitte gefällt die Abbildungsleistung zudem schon bei offener Blende. Abgeblendet steigen die Messwerte fast auf ein „sehr gut“. Das überzeugt, auch wenn die besten Objektive an der Canon 200 Linienpaare mehr liefern. Das Problem sind die Ränder, die offen und abgeblendet zu wenig Zeichnung zeigen und das Irix 2,4/15 mm Blackstone die Empfehlung kosten. Offen kommt eine starke Vignettierung dazu.

Laowa FE 2/15 mm Zero-D

Gemessen an Sony spiegellos, 43 MP, KB: Das lichtstarke Superweitwinkel ohne Autofokus kostet 900 Euro. 15 mm sind an Kleinbildkameras herausfordernd, doch offen fehlt es bereits in der Bildmitte an Auflösung und Kontrast. Bei Blende 4 steigt das Niveau auf gut bis sehr gut, der Randabfall ist moderat. Lediglich die Ecken zeigen wenig Zeichnung, stattdessen aber Säume und eine kräftige Vignettierung. Blende 5,6 liefert ein sehr ähnliches Ergebnis. In Summe sind die Resultate für ein 15 mm sehr gut, und damit ist das Laowa FE 2/15 mm Zero-D empfohlen.

Leica DG Summilux 1,4/12 mm Asph

Gemessen an Panasonic spiegellos, 20 MP, MFT: 12 mm und Blende 1,4 - das ist eine Herausforderung, die Leica für 1350 Euro überzeugend meistert. Die Bildmitte ist schon bei Blende 1,4 sehr gut durchgezeichnet und die Ränder immerhin gut abgebildet. Die Verzeichnung und die Vignettierung sind wohl elektronisch korrigiert, für 12 mm sieht das jedenfalls extrem sauber aus. Bei Blende 5,6 legen die Ränder des Leica DG Summilux 1,4/12 mm Asph noch zu, auch die Ecken sind dann durchgezeichnet - empfohlen.
Gut gefällt auch der sehr schnelle Autofokus.

Leica DG Summilux 1,7/15 mm Asph

Gemessen an Panasonic spiegellos, 20 MP, MFT: Eine Micro-Four-Thirds-Kamera macht aus einem 15-mm-Objektiv ein 30er, wenn man den Bildwinkel mit Kleinbild vergleicht. Offen erzielt das Leica DG Summilux 1,7/15 mm Asph in der Bildmitte ein Top-Ergebnis. An den Rändern fallen Auflösung und Kontrast jedoch sichtbar ab. Das ändert Blende 3,2, und bei 5,6 erscheint auch in den Ecken Zeichnung. Das 1,7/15 mm von Leica kostet nur 500 Euro und ist mit dieser Leistung und dem sehr schnellen Autofokus ein überraschend günstiges Schnäppchen - empfohlen.

Nikon AF-S Nikkor 1,4/24 mm G ED

Gemessen an Nikon SLR, 36 MP, KB: Bei offener Blende fehlen in der Bildmitte 300 Linienpaare auf die besten Messungen, doch für Blende 1,4 ist das ok. Auch der Randabfall bleibt bei dieser Auflösung niedrig und beim Kontrast vergleichsweise moderat. Abblenden bringt in der Bildmitte 200 Linienpaare mehr und am Rand ein Plus beim Kontrast. Offen ist die Vignettierung sichtbar, abgeblendet gering. In Summe ist das Nikon AF-S Nikkor 1,4/24 mm G ED kein Überflieger, liefert aber eine solide Abbildungsqualität und ist empfohlen.

Nikon AF-S Nikkor 1,8/24 mm G ED

Gemessen an Nikon SLR, 36 MP, KB: Nikons 1,8/24er lässt sich oberhalb des Durchschnitts einsortieren, weil die Messwerte bei Blende 3,5 und 5,6 zum Rand nur mäßig abfallen. Zugleich liefert die Bildmitte bei beiden Blenden ein überzeugendes Ergebnis. Bei offenener Blende ist der Randabfall des Kontrasts stärker, und auch in der Bildmitte sind die Werte für Kontrast und Auflösung schwächer. Blende 1,8 zeigt nicht die stärkste Seite des Nikon AF-S Nikkor 1,8/24 mm G ED, doch in Summe passt es, und so erhält das 800 Euro teure Nikkor unsere Empfehlung.

Nikon AF-S Nikkor 1,4/28 mm E ED

Gemessen an Nikon SLR, 36 MP, KB: Das lichtstarke AF-S Nikkor 1,4/28 mm E ED kostet 2000 Euro und zeigt in der Bildmitte bei offener Blende moderate Schwächen bei Auflösung und Kontrast. Abgeblendet auf 2,8 steigt die Auflösung um 150 Linienpaare, der Kontrast legt ebenfalls zu. Bei Blende 5,6 sinken die Werte wieder etwas. Der Randabfall des Kontrasts ist bei Blende 1,4 deutlich sichtbar. Richtig gut stehen die Ränder erst bei Blende 5,6 da, doch auch Blende 2,8 bringt ein Plus. Unterm Strich liefert auch dieses Nikkor eine solide Leistung und ist empfohlen.

Nikon Nikkor Z 1,8/20 mm S

Gemessen an Nikon spiegellos, 46 MP, KB: 1200 Euro kostet das lichtstarke Weitwinkelobjektiv. Schon bei offener Blende liegen Auflösung und Kontrast in der Bildmitte auf sehr hohem Niveau. Am Rand lässt der Kontrast aber deutlich nach, und in den Ecken fehlt die Zeichnung. Hinzu kommt eine kräftige Vignettierung. Bei Blende 3,5 steigen die Messwerte für die Bildmitte noch etwas an, die Auflösung um gut 10 Prozent. Zugleich sinkt der Randabfall des Kontrasts. Doch wenn die Zeichnung bis in die Ecken reichen soll, raten wir zu Blende 5,6 - empfohlen.

Nikon Nikkor Z 1,8/24 mm S

Gemessen an Nikon spiegellos, 46 MP, KB: Das 24er für das Z-System kostet 1100 Euro. Bei offener Blende fehlen in der Bildmitte 200 Linienpaare zu einem sehr guten Ergebnis wie beim 1,8/20 mm. An den Rändern fällt der Kontrast schwach aus, die Ecken zeigen kaum Zeichnung, aber eine starke Vignettierung. Doch schon bei Blende 3,5 ist die Mitte auf sehr gutem Niveau, der Randabfall sichtbar geringer, und auch die Ecken zeigen Zeichnung. Bei Blende 5,6 passt dann alles, der Autofokus arbeitet schnell. Trotz der Schwächen bei offener Blende empfohlen.

Olympus M.Zuiko 2/12 mm

Gemessen an Olympus spiegellos, 16 MP, MFT: Das M. Zuiko 2/12 mm ist - umgerechnet auf Kleinbild - ein 24er für MFT-Kameras, das sich gut aus der Affäre zieht. Dass bei offener Blende die Bildränder gegenüber der Mitte abfallen, ist verzeihlich, aber sichtbar. Zudem dürften die Messwerte für Auflösung und Kontrast auch mittig etwas höher ausfallen. Doch schon bei Blende 4 messen wir in der Mitte sehr gute Werte für Kontrast und Auflösung, der Randabfall sinkt.
Insgesamt liefert das Olympus M. Zuiko 2/12 mm für 650 Euro solide Leistung und ist empfohlen.

Samyang 2,8/14 mm AF EF

Gemessen an Canon SLR, 50 MP, KB: Das neue lichtstarke 14-mm-Objektiv stattet Samyang mit Autofokus aus. Zugleich bleibt der Preis mit 640 Euro sehr moderat. Am KB-Sensor ist die Leistung bei offener Blende mittig ok, abgeblendet gut. Auflösung und Kontrast überzeugen bis zu den Bildrändern - doch fehlen auf die besten Optiken an der 5DS R immer noch 250 Linienpaare.
Lediglich in den äußersten Ecken fehlt auch bei Blende 5,6 die Zeichnung. Verzeichnung und Vignettierung sind kräftig. Angesichts besserer Alternativen, entfällt die Empfehlung.

Sigma 1,4/16 mm DC DN (C)

Gemessen an Sony spiegellos, 24 MP, APS-C: Am APS-C-Sensor liefert das lichtstarke Sigma den gleichen Bildwinkel wie ein 24-mm-Kleinbildobjektiv. Offen ist der Randabfall sichtbar, und die Messwerte könnten in der Bildmitte höher sein. Blende 2,8 bringt in der Bildmitte ein sichtbares Plus, die Ränder legen ebenfalls zu, und die Ecken zeigen nun Zeichnung. Blende 5,6 legt da nur noch wenig drauf. So erreicht das Sigma seine volle Leistung schon bei f2,8 und überzeugt dann bis in die Ecken. Das 1,4/16 mm DC DN (C) ist damit für Sonys APS-C-Sensor empfohlen.

Sony SEL 2,8/20 mm

Gemessen an Sony spiegellos, 24 MP, APS-C: Ein extrem kurzes, nur 20 mm tiefes Pancake mit 30 Millimetern KB-äquivalenter Brennweite, das die bei dieser Bauart üblichen Schwächen am Rand zeigt. Im Vergleich fällt offen der Kontrastabfall zu den Ecken negativ auf. Abgeblendet auf 5,6 bessert sich das deutlich, jedoch beträgt die Vignettierung auch dann noch fast eine Blendenstufe. Gering fällt die Verzeichnung des SEL 2,8/20 mm aus. Die Bildmitte kann dagegen bei beiden gemessenen Blenden punkten.
Kompakt, 360 Euro günstig - und empfohlen.

Sigma 1,8/14 mm DG HSM (A)

Ein lichtstarkes 14-mm-Objektiv für gerade mal 1500 Euro: Das klingt nicht nur attraktiv, sondern ist es auch. Denn bereits bei offener Blende liefert diese Optik eine ordentliche Abbildungsleistung bei moderatem Randabfall: Man kann das Sigma 1,8/14 mm DG HSM (A) bei Blende 1,8 bereits gut einsetzen. Lediglich in den Ecken sind deutliche Abstriche zu machen. Abblenden auf Blende 3,5 hebt an allen vier Testkameras die Auflösung und den Kontrast sichtbar an. Gleichzeitig sinkt fast immer der Randabfall - das ist nur bei der Canon 5DS R anders. An diesem KB-Modell steigt die Qualität an den Rändern zwar ebenfalls, jedoch weniger stark als in der Mitte.
Bei Blende 5,6 steigt die Leistung an den Rändern durchgängig, und auch sämtliche Ecken zeigen eine gute Zeichnung. Allerdings sinken an allen vier Kameras zugleich die Werte für Auflösung und Kontrast in der Bildmitte ein wenig ab.

Gemessen an Canon SLR, 50 MP, KB

Gemessen an Canon SLR, 24 MP, APS-C

An den beiden Vollformatsensoren fällt eine kräftige Verzeichnung negativ auf, an der Canon 5DS R kommt bei Blende 1,8 noch eine kräftige Vignettierung hinzu. Insgesamt liefert das Sigma 1,8/14 mm eine absolute Topleistung - besonders für ein Weitwinkelobjektiv mit einer Brennweite von 14 mm. Für das durchgängig gute Ergebnis erhält das Sigma 1,8/14 mm DG HSM (A) vier Empfehlungen.

Gemessen an Nikon SLR, 36 MP, KB

Gemessen an Nikon SLR, 24 MP, APS-C

Sigma 1,4/20 mm DG HSM (A)

Zu den lichtstärksten Kandidaten in diesem WWVergleich gehört das 840 Euro teure 1,4/20er von Sigma. Offen sind an beiden Canon-Kameras die Werte für die Bildmitte etwas niedriger als mit dem 1,8/14er. Allerdings stört besonders an der 5DS R der deutlich stärkere Randabfall. Am Nikon-KBSensor erreicht die Weitwinkeloptik beinah die Werte des 14ers, fällt am Nikon APS-C-Sensor aber bereits in der Bildmitte stark ab. An beiden KBSensoren stören die Verzeichnung und bei offener Blende die Vignettierung.
Abblenden hebt an Canon alle Werte auf ein gutes, aber kein Topniveau. Gerade am KB-Sensor bleibt der Randabfall hoch. Erst Blende 5,6 liefert Zeichnung bis in die Ecken, bei kleinen Verlusten in der Bildmitte. Am Nikon KB-Sensor bringt Blende 2,8 nur wenig, am APS-C-Sensor steigen dagegen mittig Auflösung und Kontrast deutlich.
An den beiden Nikon-Kameras holt das Sigma seine besten Ergebnisse erst bei Blende 5,6. Dann passt alles, auch wenn der Kontrast noch etwas höher sein könnte. Abgeblendet ist es ein Topobjektiv, offen nur am Nikon-KB-Sensor. Wegen der schwachen Leistung bei Blende 1,4 - auch in der Bildmitte - entfällt die Empfehlung am APSC- Sensor von Nikon.
Als eines der ersten Art-Objektive ist das Sigma 1,4/20 mm DG HSM mittlerweile auch für Sony- Kameras verfügbar. Das Weitwinkel liefert in der Mitte schon bei Blende 1,4 sehr gute Werte und ab Blende 2,8 einen Tonkontrast. Zu den Rändern ist der Randabfall deutlich, aber für ein 20-mm- Objektiv ok, und bei Blende 2,8 ist er deutlich moderater als bei Blende 1,4 - empfohlen.

Gemessen an Canon SLR, 50 MP, KB

Gemessen an Canon SLR, 24 MP, APS-C

Gemessen an Nikon SLR, 36 MP, KB

Gemessen an Nikon SLR, 24 MP, APS-C

Gemessen an Sony spiegellos, 43 MP, KB

Sigma 1,4/24 mm DG HSM (A)

Dieses lichtstarke 1,4/24er von Sigma kostet nur 720 Euro. Bei offener Blende sollten Kontrast und Auflösung in der Bildmitte jedoch durchgängig höher sein. Dies gilt besonders für die beiden Canon-Messungen aber auch an der Sony. Dafür ist der Randabfall zwar vergleichsweise moderat, aber durchgängig sichtbar. Das Sigma 1,8/14 mm arbeitet mit offener Blende besser.
Abblenden verbessert sämtliche Werte sowohl in der Bildmitte als auch an den Rändern. So sieht bei Blende 2,8 die Messung am KB-Sensor von Nikon schon richtig gut aus. Dagegen legt beispielsweise die Qualität an den Rändern an der Canon-Kamera mit APS-C-Sensor weniger zu als in der Bildmitte.
Erst bei Blende 5,6 passt dann die Abbildungsleistung an allen fünf Kameras über das gesamte Bildfeld bis in die Ecken. In der Bildmitte ändert sich gegenüber Blende 2,8 meistens nicht mehr viel - außer an Nikons APS-C-Sensor, dessen Leistung auch mittig noch weiter zulegt.
Bei allen fünf Testkandidaten steigen jedoch die Auflösung und der Kontrast in den Bildecken, sodass sich auch in den Ecken genügend Zeichnung zeigt. Gerade an den Canon-Modellen erzielt das Weitwinkelobjektiv von Sigma auch abgeblendet keine absoluten Topwerte. Doch auch hier gilt: Für ein 720 Euro teures Weitwinkelobjektiv mit Lichtstärke 1,4 ist das Ergebnis überzeugend.
Am Ende vergeben wir vier Empfehlungen. Nur für die Messung am Canon APS-C-Sensor reicht es nicht ganz.

Gemessen an Canon SLR, 50 MP, KB

Gemessen an Canon SLR, 24 MP, APS-C

Gemessen an Nikon SLR, 36 MP, KB

Gemessen an Nikon SLR, 24 MP, APS-C

Gemessen an Sony spiegellos, 43 MP, KB

Sigma 1,4/28 mm DG HSM (A)

An der Canon 5DS R liefert die lichtstarke Weitwinkeloptik für 1200 Euro bereits bei Blende 2,8 ein Topergebnis bei Auflösung und Kontrast. Der Randabfall ist moderat. Blende 5,6 reduziert die Messwerte in der Bildmitte, aber auch den Randabfall. Aufgeblendet auf 1,4 sinken die Werte in der Mitte ebenfalls, der Randabfall steigt, und es zeigt sich eine Vignettierung von 2,6 Blenden.
Die Mitte bleibt jedoch gut nutzbar - empfohlen. An der Nikon-Kleinbildkamera liefert das Sigma 1,4/28 mm DG HSM (A) bei offener Blende in der Bildmitte ordentliche Werte bei einem geringen Randabfall. Abgeblendet auf 2,8 legt das Objektiv mittig 200 Linienpaare zu, der Kontrast steigt, und der Randabfall bleibt niedrig. Blende 5,6 ändert an diesem Ergebnis nur wenig. Störend ist die deutliche Vignettierung bei Blende 1,4. Insgesamt liefert es eine überzeugende Leistung und ist empfohlen.
Auch an der Kleinbildkamera von Sony kann das das Sigma 1,4/28 mm DG HSM (A) überzeugen. Bei offener Blende messen wir gute Werte und einen moderaten Randabfall. Bei Blende 2,8 erreicht es ein Topergebnis mit seinen sehr guten Messergebnissen in der Bildmitte und einem geringen Randabfall. Wie bei Nikon steigt die Auflösung bei Blende 2,8 um 200 Linienpaare. Der Randabfall sinkt bei Blende 5,6 weiter, allerdings gilt das auch für die Werte in der Bildmitte - empfohlen.

Sony FE 1,8/20 mm G

Gemessen an Sony spiegellos, 43 MP, KB: Für ein lichtstarkes Superweitwinkel ist ein Preis von 1100 Euro ok - wenn die Leistung stimmt.
Und die stimmt beim 1,8/20er, das in der Bildmitte mit Topwerten für Auflösung und Kontrast bei Blende 1,8 beeindruckt. Der Randabfall ist deutlich, aber dank der hohen Leistung in der Mitte ok. Bei Blende 3,5 sehen wir einen der höchsten je an Sony von uns gemessenen Auflösungswerte, der Randabfall sinkt. Blende 5,6 drückt die Abbildungsleistung mittig auf ein „sehr gut“ und lässt den Randabfall fast verschwinden - empfohlen.

Sony FE 1,4/24 mm GM

Gemessen an Sony spiegellos, 43 MP, KB: 1600 Euro verlangt Sony für das 1,4/24 mm GM und verspricht dafür Topleistung. Bei Blende 2,8 messen wir in der Bildmitte auch tatsächlich sehr gute Werte bei sehr maßvollem Randabfall. Die Zeichnung reicht bis in die Ecken. Blende 5,6 senkt die Werte in der Bildmitte etwas, doch zugleich sinkt der Randabfall weiter. Bei offener Blende fallen alle Werte niedriger aus, der Randabfall des Kontrasts steigt - aber gut nutzbar ist auch diese Blende. Damit hält Sony sein Versprechen, und das 1,4/24er erhält eine Empfehlung.

Tamron 2,8/24 mm Di III OSD

Gemessen an Sony spiegellos, 43 MP, KB: Das Tamron 2,8/24 mm Di III OSD arbeitet mit dem maximalen Abbildungsmaßstab 1:2, hat also Makroeigenschaften. In der Bildmitte messen wir absolute Topwerte bei Blende 2,8. Der Randabfall ist jedoch sichtbar. Abblenden reduziert die Auflösung um gut 100 Linienpaare, verbessert aber den Kontrast und die Auflösung an den Rändern.
So ist bei Blende 5,6 das Bildfeld sichtbar besser nutzbar. Ein echter Pluspunkt ist der schnelle Autofokus. Damit erhält das für 380 Euro richtig günstige 24er unsere Empfehlung.

Tokina Firin FE 2/20 mm AF

Gemessen an Sony spiegellos, 43 MP, KB: Tokina hat mittlerweile ebenfalls Objektive für Sonys A7-System. In der Bildmitte sind Auflösung und Kontrast mit dem Firin FE 2/20 mm AF offen auf einem guten, abgeblendet auf einem sehr guten Niveau. Problematisch ist der Randabfall, vor allem beim Kontrast, der erst bei Blende 5,6 passt. Dazu kommt als Kritikpunkt der langsame Autofokus. Das Firin ist mit den deutlichen Schwächen am Rand bei offener Blende kein Topobjektiv, aber 900 Euro sind für eine lichtstarke 2/20-mm- Optik ein fairer Preis - knapp empfohlen.

Voigtländer 1,4/21 mm Nokton E Asph

Gemessen an Sony spiegellos, 43 MP, KB: Für ein so lichtstarkes Superweitwinkel ist der Preis von 1400 Euro auch ohne Autofokus attraktiv. In der Mitte erreichen Kontrast und Auflösung schon bei Blende 1,4 ein hohes Niveau. Abblenden bringt bei Blende 2,8 noch 80 Linienpaare mehr, aber Blende 5,6 senkt die Auflösung in der Bildmitte wieder etwas. Bei Blende 1,4 ist der Randabfall des Kontrasts sehr kräftig, die Vignettierung hoch. Doch bei Blende 2,8 sind auch die Ränder ok, die Auflösung steigt gegenüber Blende 1,4 moderat, der Kontrast sehr deutlich - empfohlen.

Zeiss Loxia 2,8/21 mm

Gemessen an Sony spiegellos, 43 MP, KB: 1450 Euro kostet dieses 2,8/21er ohne AF. Offen überzeugt nur die Mitte: Die Werte für Auflösung und Kontrast sind zwar ok, die besten Objektive liefern allerdings 200 Linienpaare mehr. Zudem fällt die Abbildungsqualität an den Bildrändern sichtbar ab. Blende 5,6 verändert die Abbildungsqualität in der Bildmitte kaum, hebt aber besonders den Kontrast an den Rändern an, und dann erscheint auch in den Ecken Zeichnung. In Summe ist die Leistung ok, was zu einer Empfehlung führt - aber für diesen Preis erwarten wir mehr.

Zeiss Touit 2,8/12 mm

Einen Bildwinkel von fast 100 Grad kann das 12er der Touit-Reihe auf dem Sensor der Sony-APS-CKameras abbilden. In der Bildmitte ist die Leistung schon bei Blende 2,8 hoch. Blende 5,6 macht alles noch etwas besser. Doch bei offener Blende sacken die Kontrastwerte der Ränder deutlich und sichtbar ab. Bei Blende 5,6 passt die Abbildungsqualität auch in den Ecken. Die Schwächen bei Blende 2,8 entsprechen zwar nicht den Erwartungen, aber für eine Empfehlung reicht es. An der Fujifilm- Kamera liefert die 780 Euro teure 12-mm-Optik bei Blende 2,8 in der Mitte erneut hohe Auflösung und sehr gute Kontrastwerte. Die Ränder sind ordentlich gezeichnet, doch die Ecken fallen sichtbar ab. Bei Blende 5,6 sinkt der Kontrast mittig moderat, die Ränder legen zu, die Ecken zeigen eine überzeugende Zeichnung - damit ist das Zeiss Touit 2,8/12 mm auch für Fujifilm empfohlen.

Gemessen an Sony spiegellos, 24 MP, APS-C

Gemessen an Fujifilm spiegellos, 24 MP, APS-C

Zeiss Milvus 2,8/18 mm

Wer beim Bildwinkel mit 100 Grad zufrieden ist, findet im Milvus 2,8/18 mm eine um 400 Euro günstigere Alternative zum 2,8/15 mm. „Günstiger“ ist jedoch relativ, denn das Zeiss Milvus 2,8/18 mm ohne Autofokus kostet 2300 Euro.
In beiden Tests an Kleinbildmodellen von Canon und Nikon sind die Werte in der Bildmitte für Kontrast und Auflösung sehr hoch. Dies gilt für beide gemessenen Blenden. Auch die Abbildungsleistung an den Rändern kann an Nikon offen bereits gefallen - das ist noch nicht perfekt, aber gut nutzbar. Am Canon-Kleinbildsensor sind die Ränder bei offener Blende schwächer, aber ebenfalls nutzbar. Abblenden bringt an der Canon-Kamera ein deutliches Plus und Zeichnung bis in die Ecken. Die Verzeichnung und die Vignettierung fallen bei Blende 2,8 erneut an beiden KB-Sensoren kräftig aus.
An Nikons APS-C-Sensor sind die Ergebnisse tendenziell ähnlich, aber die Ränder zeigen offen ein schwächeres Ergebnis als am KB-Sensor von Nikon.
Insgesamt ist das Zeiss Milvus 2,8/18 mm ein überzeugendes Weitwinkelobjektiv, das auch an Kleinbildsensoren bereits offen sehr gut einsetzbar ist - und damit dreimal empfohlen.

Zeiss Batis 2/25 mm

Gemessen an Sony spiegellos, 43 MP, KB: Bereits offen liefert das Zeiss Batis 2/25 mm eine erstaunlich gleichmäßige Leistung bis in die Ecken. Abblenden hebt Kontrast und Auflösung schrittweise über das ganze Bildfeld noch etwas an. Das Batis erreicht so zwar keine absoluten Topleistungen, aber die Abbildungsqualität ist bei den drei gemessenen Blenden durchgehend über das gesamte Bildfeld sehr gleichmäßig. Diese Optik arbeitet zudem nahezu verzeichnungsfrei. Sie ist mit 1300 Euro nicht billig, aber mit Autofokus ausgestattet und empfohlen.

Zeiss Distagon T* 2/25 mm ZE

Zeiss Otus 1,4/28 mm

4500 Euro kostet das lichtstarke 28-mm-Objektiv mit Blende 1,4. Das weckt hohe Erwartungen, und denen hält das Otus auch Stand. An beiden Kleinbildkameras zeigt es offen in der Bildmitte brauchbare bis gute Auflösungs- und Kontrastwerte, die beim Abblenden auf ein sehr hohes Niveau klettern. Zugleich steigt mit dem Abblenden an der Canon die Abbildungsleistung an den Rändern noch stärker als in der Bildmitte, während an der Nikon die Mitte zulegt, sich aber an den Bildrändern weniger ändert. Offen stört die Vignettierung.
Insgesamt ist das Zeiss Otus 1,4/28 mm ein Topobjektiv, das man offen bis an die Ränder nutzen kann, auch wenn es erst abgeblendet seine volle Leistung erreicht - zweimal empfohlen.

Gemessen an Canon SLR, 50 MP, KB

Gemessen an Nikon SLR, 36 MP, KB


Fotos: Hersteller, Image Engineering