Lesezeit ca. 4 Min.

MEGHAN Markle


Logo von Grazia
Grazia - epaper ⋅ Ausgabe 37/2022 vom 08.09.2022

10 HOT STORIES DIE THEM EN DER WOCHE

Artikelbild für den Artikel "MEGHAN Markle" aus der Ausgabe 37/2022 von Grazia. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Grazia, Ausgabe 37/2022

STELLEN SIE SICH VOR, IHRE SCHWIEGERMUTTER IST EINE IKONE UND LICHTGESTALT. Auch Sie haben sie verehrt, würden gern bisschen so sein wie sie. Natürlich hoffen Sie, dass ein wenig vom Lichtgestaltenschein auf Sie abfällt, oder? So geht es auch Meghan (41). Als Kind war sie Fan von „England’s Rose“ Lady Diana († 36), Mutter ihres Mannes Prinz Harry (37). Schon vor ihrer Hochzeit unterstellte man Meghan, dass sie gern so wäre wie die Di, eine Prinzessin der Herzen, die Style-Ikone am Hof. Doch der Grad zwischen „Tribut zollen“ und „schamlos kopieren und instrumentalisieren“ ist schmal, was nun auch die Duchess von Sussex zu spüren bekommt.

Viele Leute, die bisher noch zu ihr hielten, wenden sich nun von Meghan ab. Was passiert ist? Eine Woche vor Dianas 25. Todestag launchte Meghan ihren lange angekündigten Podcast „Archetypes“, in dem sie mit prominenten Gästen ...

Weiterlesen
epaper-Einzelheft 1,99€
NEWS Jetzt gratis testen
Bereits gekauft?Anmelden & Lesen
Leseprobe: Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Grazia. Alle Rechte vorbehalten.
Lesen Sie jetzt diesen Artikel und viele weitere spannende Reportagen, Interviews, Hintergrundberichte, Kommentare und mehr aus über 1000 Magazinen und Zeitungen. Mit der Zeitschriften-Flatrate NEWS von United Kiosk können Sie nicht nur in den aktuellen Ausgaben, sondern auch in Sonderheften und im umfassenden Archiv der Titel stöbern und nach Ihren Themen und Interessensgebieten suchen. Neben der großen Auswahl und dem einfachen Zugriff auf das aktuelle Wissen der Welt profitieren Sie unter anderem von diesen fünf Vorteilen:

  • Schwerpunkt auf deutschsprachige Magazine
  • Papier sparen & Umwelt schonen
  • Nur bei uns: Leselisten (wie Playlists)
  • Zertifizierte Sicherheit
  • Freundlicher Service
Erfahren Sie hier mehr über United Kiosk NEWS.

Mehr aus dieser Ausgabe

Titelbild der Ausgabe 37/2022 von HURRA, NEUE SAISON!. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
HURRA, NEUE SAISON!
Titelbild der Ausgabe 37/2022 von FASHION CHARTS. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
FASHION CHARTS
Titelbild der Ausgabe 37/2022 von ECHT JETZT?. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
ECHT JETZT?
Mehr Lesetipps
Blättern im Magazin
ECHT JETZT?
Vorheriger Artikel
ECHT JETZT?
WUTAUSBRUCH? DA S WAR MAL!
Nächster Artikel
WUTAUSBRUCH? DA S WAR MAL!
Mehr Lesetipps

... weiblichen Stereotypen auf den Grund gehen will. Im Talk mit ihrer berühmten Freundin Tennis-Star Serena Williams (40) rutschte Meghan dann aber auch die ein oder andere Spitze gegen den Palast heraus: Sie habe sich nie vorstellen können, dass das Wort „ehrgeizig“ negativ besetzt sein könnte – bis sie mit Prinz Harry zusammengekommen sei. Seither habe sie lernen müssen, dass Ehrgeiz „nach Ansicht bestimmter Leute“ eine „schlim- me, schlimme Sache für eine Frau“ sei. Dass diese „bestimmten Leute“ im Buckingham Palast wohnen, ist leicht zu erraten. Zumal sie zuverlässig das ein oder andere Anekdötchen aus Royal-Zeiten einstreut: Bei ihrer Afrikareise mit ihrem damals vier Monate alten Sohn Archie sei in dessen Zimmer ein Feuer ausgebrochen, dem der Mini-Sussex nur entkam, weil seine Nanny ihn zu dem Zeitpunkt bei sich hatte. „Und was müssen wir tun? Rausgehen und einen weiteren Termin wahrnehmen“, schimpft Meghan.

Aber was will sie eigentlich genau damit sagen beziehungsweise erreichen? Dass sie ihr Podcast-Projekt so kurz vor Dianas Todestag startete, kam jedenfalls beim britischen Volk und den Medien gar nicht gut an! Außerdem hagelte es Kritik. James Marriott, Literaturchef der renommierten „Times“, bezeichnete den Podcast als „leere Konversation“ und eine „Parade von Banalitäten, Absurditäten und selbst vergrößernden kalifornischen Plattitüden“.

Vorige Woche erschien dann völlig überraschend und fast zeitgleich zum 25. Jahrestag von Dianas Tod ein sehr ausführliches Interview mit Meghan im Magazin „The Cut“ – und das hatte es in sich. Das Titelfoto zeigt Meghan frontal in die Kamera blickend, mit schwarzem Rollkragen – die Ähnlichkeit zum Coverfoto des Buchs „Diana: Ihre wahre Geschichte“ kann nicht geleugnet werden und kaum Zufall sein. In dem Artikel sollte es eigentlich um Meghans neues Leben, ihre Archewell-Stiftung und um ihre Familie gehen, doch so verlässlich, wie Big Ben die Zeit anzeigt, teilt die Duchess immer wieder aus: Sie beschwert sich über die britische Presse, der sie auf Verlangen des Hofes Fotos von ihrem Kind überlassen musste, bevor sie selbst sie posten durfte. „Warum sollte ich Menschen Bilder von meinen Kindern zur Verfügung stellen, die sie mit dem N-Wort bezeichnen, bevor ich sie Menschen zeigen kann, die meine Kinder lieben?“, klagt Meghan in dem Interview. Wer genau sie beleidigt hat, lässt sie offen. Dafür drückt sie ihre Erleichterung darüber aus, dass Archie nicht in England zur Schule gehen muss. Ohne in „ein royales Foto-Shooting mit 40 knipsenden Presseleuten“ zu geraten, hätte sie ihn dort nicht abholen können, beteuert sie. Ist das so? Eher nicht! Die Mini-Royals genießen besonderen Schutz und werden lediglich zur Einschulung fotografiert, Kate und William sind problemlos in der Lage, ihren Nachwuchs paparazzifrei zur Schule zu bringen!

Für weltweite Empörung sorgte auch Meghans Schilderung einer Begegnung mit einem südafrikanischen Ensemble-Mitglied bei der London-Premiere von „König der Löwen“ 2019: „Er sah mich an, und er war wie ein Licht. Er sagte: ‚Ich möchte nur, dass du weißt: Als du in diese Familie eingeheiratet hast, haben wir auf der Straße genauso gejubelt wie damals, als Mandela aus dem

Gefängnis befreit wurde.‘“ Ähm, wie bitte? Daraufhin watschte der Enkel des weltberühmten Aktivisten und Politikers Meghan in der „Daily Mail“ ab: Der damalige Jubel zu Ehren seines Großvaters (der 27 Jahre im Gefängnis gesessen hatte, bevor er freigelassen wurde, und maßgeblich dazu beitrug, die Apartheid zu beenden) könne kaum mit der Freude über ihre Hochzeit mit einem weißen Prinzen verglichen werden. Was für ein Schuss vor den Bug! Zumal die Zeitung ebenfalls herausgefunden haben will, dass bei der Musicalpremiere nur ein einziger südafrikanischer Darsteller mitwirkte, der Meghan nie getroffen habe!

Für erhöhten Puls im Palast dürften außerdem folgende Aussagen sorgen: „Ich musste noch nie etwas unterschreiben, was mich daran hindert, über den Hof zu reden“, so Meghan. Ist das etwa eine Drohung gegen das Königshaus? Sie lässt wissen, dass sie ihr altes Tagebuch beim letzten Besuch in ihrem alten Zuhause Frogmore Cottage gefunden und mitgenommen habe. „Ich ging an diesen Ort zurück und sagte mir: Um Himmels willen, das ist also, was ich damals in mein Tagebuch geschrieben habe?“ Dass Meghan nach all ihren Seitenhieben dann auch noch davon spricht, dass sie immer noch „heilen“, also das Vergangene verarbeiten müsse, fragt man sich unwillkürlich: Warum kratzt sie dann durch ihre Aussagen immer wieder alte Wunden auf? Sie glaube, dass „Vergebung wirklich wichtig ist“, aber „es kostet viel Mühe, zu verzeihen. Ich habe mich wirklich aktiv bemüht, vor allem, weil ich weiß, dass ich alles sagen kann.“

Tja, insgesamt muss man leider sagen, dass Meghans Versuch, in Dianas Windschatten ein bisschen positive Eigen-PR zu betreiben, gründlich schiefging und sie viele Sympathien gekostet hat. Der Vergleich mit der Prinzessin der Herzen hinkt trotz einiger Gemeinsamkeiten an entscheidender Stelle: Diana schien die ganze Welt in der Bewunderung für sie zu einen, von Meghan muss man leider das Gegenteil behaupten. Wie es heißt, haben sich nun sogar berühmte Freundinnen wie Amal Clooney (44) und Priyanka Chopra (40) von ihr abgewandt. Sie spaltet und polarisiert, und auch als Lichtgestalt kann man sie nicht wirklich bezeichnen – eher als graue Gewitterwolke. ■