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MEGXIT -ABER ZU WELCHEM PREIS?


Grazia - epaper ⋅ Ausgabe 4/2020 vom 16.01.2020

Ganz Großbritannien steht kopf:Was haben sich Meghan und Harry bloß bei ihrer Rückzugsentscheidung gedacht? Beobachter befürchten: Das Drama geht jetzt erst richtig los …


MEGHAN+HARRY

Artikelbild für den Artikel "MEGXIT -ABER ZU WELCHEM PREIS?" aus der Ausgabe 4/2020 von Grazia. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Grazia, Ausgabe 4/2020

Am Tag bevor sie mit ihrem Rücktritts-Post für Wirbel sorgten, besuchten Meghan und Harry das „Canada House“ in London – ihr erster Termin nach der Familienauszeit


Prinz Harry wünscht sich offenbar, dass Söhnchen Archie mit weniger Presserummel aufwächst. Doch ein BBC-Experte warnt: Die Jagd wird schlimmer


DIE DREHBUCHSCHREIBER VON „THE CROWN“ DÜRFTEN VOR FREUDE EIN PAAR FLÄSCHCHEN SCHAMPUS GEKÖPFT HABEN. So viel Dramatik, so ...

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DIE DREHBUCHSCHREIBER VON „THE CROWN“ DÜRFTEN VOR FREUDE EIN PAAR FLÄSCHCHEN SCHAMPUS GEKÖPFT HABEN. So viel Dramatik, so viele Emotionen, so viel Stoff für künftige Serienstaffeln um die englische Königsfamilie. Großartig, cheers! Großbritannien und insbesondere der Hof sind dagegen erschüttert wie zu besten Brexit-Zeiten. Dass die ehemalige „Suits“-Darstellerin (38) und Prinz Harry (35) so holterdiepolter per Instagram ihre Kündigung als hauptamtliche Royals einreichten, hat die 93-jährige Queen hart getroffen. Und die britischen Medien berichten sich – wie zu erwarten – in Rage. Wie haben Meghan und Harry sich ihr Leben als Teilzeit-Royals denn bloß vorgestellt? Sie wollen sich von ihren offiziellen Aufgaben fürs Königshaus zurückziehen, verkündeten sie, künftig zwischen England und Nordamerika pendeln und arbeiten, um finanziell unabhängig von der Krone zu sein. What?

Die Rollen in diesem royalen Drama schienen sofort klar: Meghan, die kapriziöse und unangepasste Amerikanerin, hat jetzt schon keinen Bock mehr auf Lächeln, Winken und Krankenhäuser-Eröffnen. Sowieso hat sie sich das Leben als Hoheit viel lustiger vorgestellt. Und die Presse war auch nicht gerade nett. Also bequatscht sie Harry und entreißt dem britischen Volk und Oma Elizabeth ihren Lieblingsprinzen und schmeißt nicht mal zwei Jahre nach der Hochzeit hin. „Verwöhntes Blag“ und „Egoistin“ sind noch die netteren Bezeichnungen aus 156 000 Kommentaren zum Rücktritts-Post der Sussexes …

Tatsächlich sind die Gründe für den Schritt von Meghan und Harry jedoch viel komplexer – und der Grundstein dafür wurde schon vor langer Zeit gelegt. Der Prinz hatte mit Anfang 20 schon mal den Royal-Blues gefühlt! Damals wurde sein Militäreinsatz in Afghanistan plötzlich beendet, nachdem die Presse seinen Standort spitzgekriegt hatte; aus Sicherheitsgründen musste Harry umgehend nach England zurückkehren – und war extrem verärgert. „Ich hatte das Gefühl, ich wollte raus, aber dann entschied ich mich, dabeizubleiben und eine Rolle für mich selbst auszuarbeiten“, verriet er vor zwei Jahren in einem Interview mit der „Mail on Sunday“. Als die anfängliche Begeisterung für ihn und Meghan in kritisches Dauerfeuer umschlug und seine Frau zunehmend unter den medialen Attacken zu leiden begann, müssen diese Zweifel wieder wach geworden sein. Genau wie das Trauma, das Harry nach wie vor mit sich herumträgt. „Ich habe meine Mutter verloren und sehe nun, wie meine Frau zum Opfer der gleichen mächtigen Kräfte wird.“ Er habe große Angst, „dass sich die Geschichte gerade wiederholt“, gab er Ende letzten Jahres in der Doku über die Südafrika-Reise zu. Hinzu kommt: Meghan, die öfter mit dem Hofprotokoll kollidierte als ein Autoscooter mit der Bande, ist keine, die stillhält. Sie soll Harry klargemacht haben, dass sie es schlichtweg nicht mehr aushält – im Gegensatz zur dienstbeflissenen Herzogin Kate (38), die sich ihrer Rolle bei Hof scheinbar mühelos angepasst hat. „Meghan will raus und setzte Harry damit gehörig unter Druck. Er sah keinen anderen Ausweg, als diesen drastischen Schritt zu tun“, so die Quelle.

DAS NETZ LASTERT

Der „Sussexit“ sorgt für jede Menge witzige Reaktionen: Meghan als Yoko Ono, mit Harry im Trailerpark, Ikea gibt Umzugstipps

FOTOS: GETTY IMAGES, INSTAGRAM@SUSSEXROYAL, @FLYGUYRICH, @IKEAITALIA, @B3VO_PATROL, @VANBIRD

An der krassen Entscheidung der Sussexes soll allerdings auch der Palast nicht ganz unschuldig sein: Prinz Charles (71), der King in spe, spricht sich seit Jahren für ein „schlankes“ Königshaus aus, das sich auf die engste Familie als Hauptrepräsentanten der Krone konzentriert, sprich: vor allem die Thronfolger. Scheint, als habe man ohnehin vorgehabt, Harry und Meghan einen weniger prominenten Platz in der „Firma“ Windsor zuzuweisen. Dazu passt, was Reporter Tom Bradby (54) im britischen TV enthüllte: „Sie sehen es so, dass sie rausgedrängt werden.“ Laut „Daily Mail“ ist sogar von „Mobbing“ seitens William (37) die Rede. Der soll – so berichtet es ein Palast-Insider – übrigens gerade kundgetan haben, dass er und Harry nun „keine Einheit“ mehr seien. Hatten sich die Brüder nicht schon längst entzweit, als Meghan und Harry aus der gemeinsamen Stiftung ausstiegen? Als sie ihren eigenen Insta-Account gründeten? Als sie ihr Ding machten? Hinter den Palastmauern soll es derzeit brodeln, denn die Art, wie die Meldung über den Abgang der Sussexes an die Öffentlichkeit gelangte, ist ein PR-Desaster, das die Risse im Königshaus allzu deutlich ans Tageslicht bringt. Ein Palast-Insider: „Die Queen ist niedergeschmettert. Ihr wären Verhandlungen hinter verschlossenen Türen lieber gewesen.“ Und nun? Elizabeth II. rief Royals und Politiker zum Krisengipfel nach Sandringham. Ohne Meghan, die nach sechswöchiger Auszeit nur drei Tage in England blieb und wieder nach Kanada zu Baby Archie düste. Wie die Abnabelung der Sussexes vom Königshaus sich in der Realität gestalten wird? Ungewiss. Was jedoch klar ist: Einfacher wird es für sie nicht. Durch den Rücktritt bricht Harry mit seiner Familie. Was das ohnehin angeknackste Verhältnis nicht einfacher machen und die Ehe von Meghan und Harry extrem belasten dürfte. „Denn trotz aller Schikanen und der Sorge um seine Frau: Harry liebt sein Land, die Queen und seine Aufgabe beim Militär. All das hinter sich zu lassen wird ihm das Herz brechen“, so die Quelle weiter. Hält seine Ehe das aus? Wie wird es sein, wenn sich die Zukunft der beiden nicht so entwickelt, wie sie es sich in der Theorie ausmalen? Wenn Harry möglicherweise irgendwann den Schritt bereut? Wird es dann gegenseitige Schuldzuweisungen geben? Durch den drastischen Schritt muss die Beziehung nun neu ausbalanciert werden – anders als bei Hof ist Meghan in Sachen PR, Showbiz und Aufbau einer eigenen Marke als ehemalige Schauspielerin und Bloggerin der Profi. Ihren Lebensunterhalt (wenn Charles den Geldhahn zudreht) könnten sie nämlich künftig als „Edel-Influencer“ verdienen: durch Auftritte bei Veranstaltungen, Vorträge oder als Markenbotschafter würden laut US-Medien zig Millionen Dollar pro Jahr für sie rausspringen. Zusätzlich haben die beiden „Sussex Royal“ beim Patentamt als Marke eintragen lassen – das könnte der Startschuss für ein eigenes Lifestyle-Imperium sein. Ist all das nun purer Egoismus oder bewundernswerte Selbstbestimmung? Man mag Meghan nicht wirklich widersprechen, wenn sie sagt: „Es geht im Leben nicht darum, etwas zu überleben, man muss auch gedeihen, glücklich sein.“ Das wollen sie und Harry auf ihre Weise. Die Frage ist nur: Wie?