Weiterlesen mit NEWS. Jetzt testen.
Lesezeit ca. 9 Min.

Mehr als heiße Luft


Landlust Zuhaus - epaper ⋅ Ausgabe 1/2020 vom 15.01.2020

Ungestört die Wärme genießen. Aufguss wann und wie man möchte. Die eigene Sauna bietet viele Vorteile. Ein Plätzchen im Haus lässt sich dafür fast immer finden. Tipps für die Planung.


Gerade in der kalten Jahreszeit ist die Sauna in den eigenen vier Wänden ein besonderer Genuss mit vielen positiven Effekten für die Gesundheit. „Baurechtliche Vorschriften beim Saunakauf für zu Hause sind nicht zu beachten. Aber es sollten ein paar Rahmenbedingungen berücksichtigt werden“, sagt Thorsten Damm, Geschäftsführer des Bundesfachverbandes Saunabau.

Größe

Artikelbild für den Artikel "Mehr als heiße Luft" aus der Ausgabe 1/2020 von Landlust Zuhaus. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Landlust Zuhaus, Ausgabe 1/2020

Sauna aus massiven Fichtenholzbohlen von Deisl aus der ...

Weiterlesen
epaper-Einzelheft 4,99€
NEWS 30 Tage gratis testen
Bereits gekauft?Anmelden & Lesen
Leseprobe: Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Landlust Zuhaus. Alle Rechte vorbehalten.
Lesen Sie jetzt diesen Artikel und viele weitere spannende Reportagen, Interviews, Hintergrundberichte, Kommentare und mehr aus über 1000 Magazinen und Zeitungen. Mit der Zeitschriften-Flatrate NEWS von United Kiosk können Sie nicht nur in den aktuellen Ausgaben, sondern auch in Sonderheften und im umfassenden Archiv der Titel stöbern und nach Ihren Themen und Interessensgebieten suchen. Neben der großen Auswahl und dem einfachen Zugriff auf das aktuelle Wissen der Welt profitieren Sie unter anderem von diesen fünf Vorteilen:

  • Schwerpunkt auf deutschsprachige Magazine
  • Papier sparen & Umwelt schonen
  • Nur bei uns: Leselisten (wie Playlists)
  • Zertifizierte Sicherheit
  • Freundlicher Service
Erfahren Sie hier mehr über United Kiosk NEWS.

Mehr aus dieser Ausgabe

Titelbild der Ausgabe 1/2020 von Liebe Leser!. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Liebe Leser!
Titelbild der Ausgabe 1/2020 von Wohnideen. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Wohnideen
Titelbild der Ausgabe 1/2020 von Alle unter einem Dach. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Alle unter einem Dach
Titelbild der Ausgabe 1/2020 von Das sitzt!. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Das sitzt!
Titelbild der Ausgabe 1/2020 von Ein ordentliches Polster. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Ein ordentliches Polster
Titelbild der Ausgabe 1/2020 von Robuste Natur. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Robuste Natur
Vorheriger Artikel
Ruhe schaffen
aus dieser Ausgabe
Nächster Artikel Solides Fundament fürs Eigenheim
aus dieser Ausgabe

... Steiermark.


Je nach Hersteller werden verschiedene Standardgrößen angeboten. Bei einer vierköpfigen Familie rät Thorsten Damm zu einer Grundfläche von mindestens 2 x 2 Meter. Wer es sich fachlich zutraut, kann seine Sauna auch komplett selbst anfertigen. Alles was man dazu braucht, findet man bei spezialisierten Händlern (z. B. 7). „Die heutige Sauna ist aber technisch und handwerklich so ausgereift, das Zusammenspiel von Steuerung, Ofen und Kabine so komplex, dass ich von einer eigenen Konzeption abrate“, sagt der Geschäftsführer. Wenn nichts schiefgehen soll oder eine Lösung für kniffelige Platzverhältnisse gefragt ist, empfiehlt sich eine passgenaue Maßfertigung durch einen Saunabauer. Er weiß, wie sich in verwinkelten Nischen oder Dachschrägen der optimale Komfort erreichen lässt – fachgerecht und nach allen technischen Standards. Als Zwischenlösung gibt es auch Bausätze, die man wie ein Möbel selbst zusammenbaut oder den Montageservice dazu bestellt.

Platz sparen

Nischensauna des österreichischen Herstellers in Maßarbeit.


„Die Saunagänger in den nordischen Ländern sitzen gerne, die Deutschen liegen lieber“, sagt Karin Herzog von der Firma Klaus Schlenker im niedersächsischen Stuhr, die mit dem Saunaprogramm des Herstellers Tylöhelo arbeitet. Will man sich also ausstrecken, sollte der Platz für eine 1,80 Meter lange Liegefläche ausreichen. Falls es eng wird: Der Hersteller Klafs hat eine Sauna entwickelt, die sich auf Knopfdruck schlank macht und im eingefahrenen Zustand mit 60 Zentimeter nicht tiefer als ein Schrank ist. Für den Gebrauch lässt sie sich auf eine Tiefe von 1,60 Meter ausfahren. Die Sauna ist in vier Breiten zwischen 1,42 und 2,32 Meter zu haben (siehe S. 117). Auch der finnische Hersteller Harvia hat mit dem Modell Smartfold eine Sauna zum Einklappen speziell fürs Bad im Programm. Bei Betrieb – eine normale Steckdose genügt für den dazugehörigen Ofen – bietet sie eine Grundfläche von 1,20 x 1,20 Meter. Bei hochgeklappter Sitzfläche eignet sich die Kabine sogar für Rollstuhlfahrer. Die beiden anderen Platzspar-Modelle Sirius und Capella nehmen nicht mehr Fläche als eine Badewanne in Anspruch. Manchmal kommt es eben auf jeden Zentimeter an. In solchen Fällen bietet sich zum Beispiel ein Unterbank-Ofen an, der, wie der Name sagt, etwas versteckt platziert ist. Über eine spezielle Klappe lässt sich problemlos Wasser für den Aufguss einfüllen. Eher ein optischer Trick: Damit man sich in einer kleinen Sauna nicht so eingekapselt fühlt, vermittelt eine Glasfront mit Glastür den Saunierenden ein Gefühl von Weite.

Standort

Die Wände der Harvia Smartfold lassen sich bei Nichtbenutzung platzsparend zur Seite schieben.


Zusätzlicher Stauraum: Oberhalb dieser Sauna von Tylöhelo sind Schränke eingebaut. Auch an Lüftungskanäle wurde dabei gedacht.


Platz gewinnen in der Saunakabine: Aufgussklappe für das Unterbankheizsystem Bonatherm von Klafs.


„Der Raum sollte trocken und der Boden gefliest sein. Eine spezielle Dämmung der Wände ist nicht notwendig“, sagt Thorsten Damm. Ansonsten kommt fast jede ungenutzte Fläche infrage. Zum Beispiel ein bislang kaum genutzter Abstellraum, ein freier Dachboden oder eine alte Waschküche. Kellersaunen sind selten geworden. Mittlerweile wird lieber ein Teil des Badezimmers dafür umfunktioniert. Der Vorteil ist die Nähe zur Dusche. Wenn es auf der Ebene einen Zugang zu frischer Luft im Freien gibt, auf den Balkon, eine Terrasse oder den Garten, umso besser. „Das ermöglicht einen harmonischen Badeablauf aus Schwitzen, Abkühlen und Ausruhen“, so Damm. Es ist wichtig, dass sich die Sauna gut belüften lässt. Idealerweise wird die feuchtwarme Luft aus der Sauna ins Freie abgeleitet, was zum Beispiel von einer Baufirma mit einem Durchbruch zur Außenwand zu erledigen wäre. Den Aufwand kann man sich sparen, wenn der Aufstellraum über ein Fenster verfügt, um nach dem Saunieren zu lüften. Eine Zuluft an der Kabinenwand in Ofennähe und eine hoch gelegene Abluftöffnung schräg gegenüber genügen meistens für eine funktionierende Luftzirkulation.

Bauweise

Die Ruku Saunamanufaktur hat ein Wandsystem entwickelt, das ohne Dämmmaterial isoliert


Für die Sitzbänke werden besonders harz- und astfreie Holzarten verwendet, zum Beispiel Espe.


Traditionelle Bauweise von Deisl mit vier Zentimeter dicken massiven Fichten- Blockbohlen.


In der traditionellen Bauweise bestehen Saunawände aus Massivholz, etwa 40 bis 70 Millimeter stark, manchmal auch mehr. Dafür kommen zum Beispiel naturbelassene Fichten- oder Tannenholzbohlen infrage, die waagerecht in Blockbauweise verbunden sind. Die Holzbalken nehmen Wärme und Feuchtigkeit nach dem Aufguss gut auf. Dadurch erhitzt sich die Oberfläche nicht zu stark und es entsteht ein angenehmes Raumklima. „Die mildere Wärme kommt aber auch daher, dass die Wände von Massivkabinen weniger gut isolieren“, sagt Thorsten Damm. Deshalb muss ein größerer Abstand zu den Raumwänden eingehalten werden als bei sogenannten Elementsaunen in Sandwich-Bauweise: Zwischen zwei Schichten Profilholz mit Nut und Feder steckt eine Dämmung mit Dampfsperre. Für die Verkleidung zur Innenseite bieten die Hersteller eine Vielzahl von Holzarten und Formaten an, inzwischen gibt es sogar Paneele mit Heuauflage, die vereinzelt an der Saunainnenseite platziert werden und den Duft von Wiesenkräutern verströmen sollen. „Bei Saunen in Elementbauweise sollte man beachten, dass die Rahmenkonstruktion Dämmmaterial der Baustoffklasse A enthält, also nicht entflammbar ist“, rät Thorsten Damm. Am häufigsten wird Steinwolle verwendet. Das Material darf nicht feucht werden, sonst geht die dämmende Wirkung verloren. Daher ist eine absolut dichte Bauweise maßgeblich. „Durch die Aluminium-Dampfsperre wird sichergestellt, dass keine Feuchtigkeit aus dem Innenbereich der Sauna an die Dämmwolle gelangt.

Große Glasfronten und Nussbaumholz prägen diese von Corso maßgefertigte Sauna.


Steinwolle ist nicht brennbar, der Schmelzpunkt liegt bei über 1000 Grad, die Saunawärme ist insofern unproblematisch“, sagt Benedictus Lingens von der Corso Saunamanufaktur in Bramsche. Es gibt auch isolierende Wände ohne Dämmstoffe. Die Ruku Saunamanufaktur in Illertissen fertigt beispielsweise serienmäßig Saunawände aus sogenanntem Isoholz. Dabei handelt es sich um eine Kombination aus drei Lagen Profilholz, mit isolierenden Luftkammern und Aluminiumreflexionsfolie. Eine Sauna muss aber nicht unbedingt aus Holz sein: Lehm hat als vielseitiger und umweltfreundlicher Baustoff inzwischen den Weg in die heiße Kammer gefunden (siehe Beispiel links auf dieser Seite). Das Naturmaterial ist ein guter Wärmespeicher, absorbiert überschüssige Feuchtigkeit und gibt sie nach und nach wieder ab. Das sorgt für heiße und trockene Luft. „Lehm braucht keine besondere Pflege. Man lässt die naturbelassene braune Oberfläche, wie sie ist oder gestaltet sie mit Lehmfarben“, sagt Markus Damwerth, ein Tischlermeister aus Münster, der auch Lehmsaunen baut. Ob sich ein bestehendes Gebäudefenster in die Sauna integrieren lässt, hängt von dessen Beschaffenheit ab. Kunststofffenster eignen sich nicht, weil sie sich verziehen können. „Am besten ist ein gut isoliertes Fenster aus unbehandeltem Holz an der Innenseite oder einem Anstrich aus reiner Leinölfarbe und innen Einscheibensicherheitsglas (ESG), damit das Fenster die Hitze übersteht“, sagt Gotthard Balles von der Ruku Saunamanufaktur.

Saunaofen

Ist die Heizleistung des Ofens zu gering, besteht die Gefahr, dass er die 95 Grad für ein klassisches finnisches Saunabad nicht oder nur schleppend erreicht. „Pro Kubikmeter umbautem Raum benötigt man ein Kilowatt Ofenleistung“, sagt der Geschäftsführer des Bundesfachverbandes Saunabau. Bei einer Sauna mit verglasten Flächen muss der Ofen noch etwas mehr Leistung bringen. Der Grund: Glas speichert die Wärme nicht so gut wie Holz. Auch wenn die Wände aus unisoliertem Stein oder ähnlichen Materialien bestehen, ist ein stärkerer Ofen notwendig. Gerade Heimwerker, die ihre Sauna selbst bauen, sollten sich ausführlich beraten lassen. Mittlerweile gibt es Öfen, die neben starker Hitze auch Dampfbaden oder Saunieren bei milderen Temperaturen ermöglichen. Mit einer entsprechenden Steuerung lassen sich Saunaöfen auch aus der Ferne über das Mobiltelefon ein- und ausschalten, sodass man diese zum Beispiel nach dem Sport direkt nutzen kann, ohne die Aufheizzeit abzuwarten.

Mit viel Holz und umgeben von textilen Oberflächen wirkt die Sauna von Ruku warm und wohnlich.


Sauna aus Hemlocktanne sowie Eichenholzfurnier an Decke und Rückwand, gefertigt von der Corso Saunamanufaktur.


Stromanschluss

„Wir halten bei einem gängigen Ofen mit 4,5 Kilowatt eine Saunagröße von bis zu sieben Quadratmeter für angemessen. So ein Ofen benötigt Starkstrom. Kleinere Leistungen können auch mit 230 Volt betrieben werden“, sagt Thorsten Damm. Die Installation der Elektrik muss immer von einem Fachmann ausgeführt werden.

MEHR INFOS

Bundesfachverband Saunabau, Infrarot- und Dampfbad e.V. Bierstadter Straße 39 65189 Wiesbaden

Tel.: 0611/94 91 56 70

www.saunaverband.de

Beispiel 1: Lehmsauna statt Räucherkammer

Lehmsaunen lassen sich besonders gut an kleine, verwinkelte Räume anpassen.


In der kleinen Kammer im zweiten Stock eines Fachwerkhofes aus dem 16. Jahrhundert wurden einst Würste geräuchert. Jetzt heizen Irena und Daniel Klein hier regelmäßig ihre Lehmsauna ein. Sie haben das Anwesen im nordhessischen Grebenstein vor einigen Jahren gekauft und instandgesetzt. Ihr Lehmbauer von der Firma Siebert Stuck in Volkmarsen war es, der die Idee für die neue Nutzung hatte und die Sauna in dem vier Quadratmeter großen fensterlosen Raum realisierte.

Lehm gilt als guter Wärmespeicher und bindet Feuchtigkeit aus der Luft. „Wir haben nur 17 Prozent Luftfeuchtigkeit in der Sauna bei Temperaturen bis 85 Grad“, sagt Daniel Klein. Eine der Wände ist eine Außenwand, die anderen drei sind innenliegend. Alle sind in Fachwerkbauweise errichtet, die Gefache mit Ziegelsteinen ausgemauert. Für die Innenseiten der Sauna wurden acht Zentimeter dick Schilfrohrmatten und in zwei Lagen drei Zentimeter starker Lehmputz aufgebracht. „Bei Häusern mit diffusionsoffenen Ziegel- oder Fachwerkwänden ohne absperrende Schichten kann die Innendämmung samt Lehm direkt auf die Wand aufgebracht werden“, sagt Lehmbauer Jochen Siebert.

Die Sauna ist über den Flur erreichbar und nur ein paar Schritte vom Bad entfernt. In die bestehende Türöffnung wurde ein Rahmen für eine dicht schließende neue Glastür eingebaut. Die alte Tür davor ist immer geöffnet. Dadurch verdeckt sie an der Wand eine Zuleitung zur Sauna sowie eine Öffnung für die Zuluft und hält Haken für die Handtücher bereit.

Der sechs Kilowatt starke Saunaofen wird von der Flurseite aus über eine Steuerung bedient, um die Temperatur einzustellen und die Beleuchtung einzuschalten. Für eine natürliche Luftzirkulation wurde 15 Zentimeter über dem Boden hinter der alten Tür eine Öffnung für die Zuluft angelegt. Über der neuen Tür gibt es eine zweite Öffnung, damit warme Luft entweichen kann. Die Saunabänke ließ die Familie von Teka Sauna in Hann. Münden nach Maß fertigen.

Beispiel 2: Eigenbau im Bad

Die Front und die Tür aus Sicherheitsglas ließ der Hausherr von einem Fachbetrieb anfertigen. Wolfgang Spiegl verarbeitete astarmes Erlenholz, das nicht splittert.


Wegen der 50 Zentimeter dicken Außenwände seines Niedrigenergiehauses und der relativ seltenen Nutzung der Sauna, verzichtete Wolfgang Spiegl im Bad auf eine zusätzliche Isolierung der Saunawände.

Wolfgang Spiegl verarbeitete astarmes Erlenholz, das nicht splittert.


Wolfgang Spiegl hat im Bad seines Niedrigenergiehauses im oberbayerischen Schliersee eine Sauna eingebaut. Geholfen haben ihm dabei sein Sohn und ein guter Freund. Das Bad hat eine Grundfläche von 12,78 Quadratmeter. An einem Ende des Raums wurden 1,80 x 1,80 Meter für die Sauna abgezwackt. Die umlaufende Hauswand (Passivhausstandard aus Holz mit Wärmedämmung) ist samt der Lärchenholzschalung 50 Zentimeter dick. „Dadurch ist der Wärmeverlust so gering, dass wir auf der Innenseite der Außenwand nur eine Aluminiumfolie als Dampfsperre aufgebracht haben. Darauf haben wir direkt die Saunaverkleidung aus Erlenholz befestigt“, sagt der Ingenieur für Haustechnik. Weil die Sauna nur zwei Tage die Woche für ein bis drei Stunden genutzt wird, hat er auf die übliche Hinterlüftung der Saunawände verzichtet. Auch für die selbst gebauten Bänke verwendete er Erlenholz. Diese Holzart ist für diesen Zweck ideal, da sie nicht harzt, astarm ist und nicht splittert.

Die Trennwand samt Tür aus Sicherheitsglas ließ Wolfgang Spiegl von einem Glasfachbetrieb erstellen. Dabei wurde an eine untere Zuluftöffnung in Ofennähe und an eine Abluftöffnung auf halber Saunahöhe gedacht. Einen passenden elektrischen Saunaofen und eine Steuerung bestellte er bei einem Hersteller über das Internet. Die Kabine benötigt etwa 30 Minuten, um sich aufzuheizen. So ist die Sauna startklar, wenn er vom Rennradfahren oder Berglaufen nach Hause kommt. Die Kosten für Glaswand, Ofen und Erlenholz schätzt Wolfgang Spiegl auf 3500 Euro.

Beispiel 3: Montage im Baudenkmal

Nischen-Sauna: Im Werk nach Maß gefertigt und vor Ort von Klafs eingebaut.


Gabi und Thomas Hörner hatten früher eine Kellersauna von Klafs. Nach dem Umzug in ein mittelalterliches Fachwerkhaus in der Altstadt von Schwäbisch Gmünd ließen sie sich von dem Hersteller im zweiten Stock eine neue Sauna in eine Nische mit Schräge bauen. Typisch für ein Gebäude aus dem Mittelalter: schiefe Wände und Böden. Doch ein anpassungsfähiger Bodenrahmen gleicht das Gefälle aus. Anschließend wurden die im Werk vorgefertigten Wandelemente in den Bodenrahmen eingesetzt. Das sparte Zeit beim Aufbau. Auf die mit Sperrholz verkleidete Front montierten Handwerker Rigips-Platten, die einen weißen Putz erhielten. Die Sauna wurde so konzipiert, dass hinter der linken Tür noch ein Stauraum zur Verfügung steht, in dem auch die Saunasteuerung untergebracht ist.

Beispiel 4: Platz dank Zoom-Sauna

Ausgefahren verdeckt die Sauna ein klein wenig das Fenster, was aber nicht stört. Sobald die Kabine wieder auf Schranktiefe schrumpft, gibt es freie Sicht nach draußen.

Das platzsparende Modell S 1 von Klafs verwandelt sich per Knopfdruck in eine vollwertige Sauna.


Als Ulrike und Manfred Greiner von ihrem Haus in eine Eigentumswohnung in ihrer Lieblingslage von Schwäbisch Hall umzogen, schien die Sache nur einen Haken zu haben: Sie dachten, sie müssten im neuen Zuhause aus Platzgründen auf ihre ausgiebigen Saunaabende in der eigenen Kabine verzichten. Doch dann entdeckten sie ein Modell, das sich per Knopfdruck in 20 Sekunden auf eine übliche Schranktiefe von 60 Zentimeter schrumpfen lässt. Und so fand sich plötzlich doch noch Platz in einem 3,15 x 2,6 Meter kleinen Multifunktionsraum. Wird die Zoom-Sauna S 1 von Klafs gerade nicht gebraucht, bleibt das zweiflügelige Fenster im Raum unverdeckt und der Platz kann für andere Dinge genutzt werden. An Komfort lasse die flexible Sauna im Vergleich zu ihrer früheren Einbaukabine nichts missen, so die Greiners. Bei einer Breite von 2,02 Meter sind die Grundmaße fast identisch und das Raumgefühl wegen der durchgehenden Glasfront großzügiger. Der Saunaofen bietet ebenso wie ihr früheres Gerät fünf Einstellungen mit verschiedenen Temperatur- Feuchte-Verhältnissen: von der heißen und trockenen finnischen Sauna über milderes Dampfbaden bis hin zu aromatisiertem Dampf. Ein Abluftmodul in der Sauna sorgt dafür, dass Feuchtigkeit und Gerüche nicht in den Aufstellraum gelangen.