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Mehr Milch fürs Baby


Leben & erziehen - epaper ⋅ Ausgabe 11/2019 vom 09.10.2019

Egal ob ihre Stillzeit noch bevorsteht oder ob sie schon mittendrin sind, ein Thema beschäftigt fast alle Mütter: die Milchmenge. Hebamme Franziska Luck, selbst zweifache Mutter mit Stillerfahrung, kennt Tricks und Tipps, wie sich die Milchbildung anregen lässt


Artikelbild für den Artikel "Mehr Milch fürs Baby" aus der Ausgabe 11/2019 von Leben & erziehen. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Leben & erziehen, Ausgabe 11/2019

D ie wichtigste Botschaft zuerst: bloß nicht verrückt machen lassen. Egal wie lange und wie viel Sie stillen können: Sie sind eine gute Mutter. Und eine gute Mutter misst man nicht an der Menge ihrer Milch.

Zweite Botschaft: Weil das Wichtigste beim Stillen ein guter Start ist, lassen Sie sich helfen. Von der Hebamme, der Stillberaterin und auch ...

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... direkt nach der Geburt im Krankenhaus. Zur Not bei jedem Anlegen klingeln, damit Sie sicher sein können, dass Sie mit Ihrem Baby auf dem richtigen Weg sind. Die ersten 14 Tage sind ausschlaggebend für die Milchbildung und somit entscheidend für den Verlauf der Stillzeit. Um die Muttermilchmenge zu steigern, kann man allerdings immer einiges tun.

Häufig stillen

Beim Stillen geht es immer um Angebot und Nachfrage. Auf häufiges Anlegen und der damit einhergehenden gesteigerten Abnahme reagiert der Körper, indem er die Milchproduktion ankurbelt. Irgendwann wird das Kind auch anfangen, sich häufiger zu melden, wenn sein Bedarf an Muttermilch steigt.

Milch abpumpen

Regelmäßiges Stillen ist wichtig für die Milchbildung, aber nicht immer möglich. Einige Kinder sind nach der Geburt nicht fit genug und melden sich zu wenig. Auch wenn ein Baby auf einer Kinderstation liegt, kann es notwendig sein zu pumpen. Dies macht man in der Regel mit einer elektrischen Pumpe, denn die ist effektiv und in der Anwendung unkompliziert. Bei medizinischer Indikation (also wenn es medizinische Gründe gibt) muss man so eine elektrische Milchpumpe nicht selbst zahlen, sondern bekommt sie auf Rezept vom Gynäkologen oder Kinderarzt.

Wer sein Kind gar nicht anlegen kann, sollte alle drei Stunden pumpen. Wer die Milchmenge steigern will, pumpt zusätzlich nach dem Stillen – zunächst nur einmal am Tag. Wenn das wirklich noch nicht reicht, auch öfter. Vorsicht: Mütter, die es übertreiben, haben womöglich bald zu viel Milch und können in einen unangenehmen Milchstau geraten. Wichtig: Beim Anregen der Milchmenge sollte das Baby immer Vorrang vor der Pumpe haben. Keine Milchpumpe der Welt kann so gut und effektiv die Muttermilchmenge steigern wie ein Baby. Wer auf das Pumpen angewiesen ist, dem hilft es deutlich, Bilder von seinem Baby dabei anzuschauen. Es ist bewiesen, dass so die Milch besser fließt und auch die Menge größer ist. Ein toller Tipp: Babysocken über die Flasche ziehen, in die gepumpt wird. So kontrollieren Mütter die Menge nicht dauernd und stressen sich weniger. Stress ist für die Milchbildung gaaaanz schlecht!

UNSERE EXPERTIN

Franziska Luck


Sie lebt und arbeitet in Hamburg. Die ausgebildete Hebamme ist selbst Mutter von zwei Kindern. Sie arbeitet nebenbei als Texterin und bloggt in ihrer Freizeit.

Milchbildungstee trinken

In Drogeriemärkten werden verschiedene Stilltees angeboten. Die günstigen Varianten sind häufig Fenchel- Anis-Kümmel-Tees. Leider helfen diese aber nicht wirklich dabei, die Milchmenge zu steigern. Die teuren Stilltees sind hier deutlich besser, insbesondere aufgrund der effektiv milchbildenden Inhaltsstoffe wie zum Beispiel Bockshornklee. Ich persönlich schwöre auf den Stilltee von Weleda, da er diese wichtigen Inhaltsstoffe enthält und die Milchmenge tatsächlich steigern kann. Wichtig ist allerdings, darauf zu achten, ihn in Maßen zu trinken. Denn zu viel guter Tee kann schnell auch für zu viel Muttermilch sorgen.

Sich (alkoholfreies!) Bier oder Malzbier gönnen

Vielleicht haben Sie schon von der milchbildenden Wirkung von Bier gehört und sich womöglich darüber gewundert. Aber es stimmt: Bier kann helfen, die Milchmenge zu steigern. Extrem wichtig: Das Bier muss unter allen Umständen alkoholfrei sein. Deshalb greifen viele Mütter gern zu Malzbier, da dieses ebenfalls effektiv helfen kann. Der Nachteil bei Malzbier: Es enthält sehr viel Zucker und somit viele Kalorien. Der Nährstoffbedarf von stillenden Müttern ist zwar deutlich erhöht, sollte jedoch lieber durch gesunde Ernährung als mit kalorienreichem Malzbier gedeckt werden.

Bockshornklee-Kapseln

Es gibt tatsächlich ein kleines Wundermittel für Mütter, die über zu wenig Milch klagen: Bockshornklee (wie links beim Tee schon erwähnt). Dieser kann nachweislich die Menge um 20 Milliliter Muttermilch am Tag steigern. Für den winzig kleinen Magen eines Babys ist das ganz schön viel. Bockshornklee- Kapseln bekommt man in der Apotheke. Bitte streng an die Packungsbeilage halten oder die Dosierung mit der Hebamme besprechen. Unbedingt auch die Packungsbeilage für weitere Hinweise lesen!


ILLUSTRATIONEN: GETTY IMAGES, PRIVAT