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Mehr Wohnlichkeit mit Mosaikparkett:BODEN-KLASSIKER


Umbauen + Modernisieren - epaper ⋅ Ausgabe 8/2019 vom 26.06.2019

Stadtnahes Wohnen ist begehrt, aber auch teuer. Daher muss jeder Raum genutzt werden, sogar im Keller. Das neue Mosaikparkett sorgt für Wärme und die perfekte Verbindung der beiden Etagen.


Artikelbild für den Artikel "Mehr Wohnlichkeit mit Mosaikparkett:BODEN-KLASSIKER" aus der Ausgabe 8/2019 von Umbauen + Modernisieren. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Umbauen + Modernisieren, Ausgabe 8/2019

Mosaikparkett ist ein Klassiker, der in vielen Holzarten, Sortierungen und Verlegemustern angeboten wird.


Im Erdgeschoss war das Parkett bereits seit 1990 verlegt, nun sollten auch die Räume im Untergeschoss damit ausgestattet werden.


Böden mit Mosaikparkett vergrößern Raumfl ächen durch ihre vielen kleinen Elemente optisch eher, insbesondere bei diagonaler Verlegung.


Das harte und widerstandsfähige Eichenholz bildet ...

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... äußerst stabile Stäbchen, die auch einem Flur absolut standhalten.


Blick durch den Flur Richtung Home-Office. Warmer Holzboden und dezente Wandfarben bilden ein wohnliches Ambiente.


Auch im Schlafzimmer sorgt das Parkett nun für eine angenehme Atmosphäre – hier kommt kein „Kellergefühl“ auf.


Mosaikparkett, auch Lamellen- oder Stäbchenparkett genannt, ist eine beliebte Art von Parkett und das schon seit vielen Jahrzehnten.


Alsterdorf ist eine ruhige und grüne Wohngegend im Norden von Hamburg. Die gepflegte kleine Wohnanlage direkt am Alsterkanal zeigt sich im regionaltypischen Klinker. Hier erwarb im Frühjahr 2019 Familie Seibert eine großzügige rund 130 Quadratmeter große Eigentumswohnung, die sich über zwei Etagen erstreckt. Ebenerdig bildet der lichtdurchflutete Wohn- und Essraum mit vorgelagerter Südwestterrasse das Zentrum des Familienlebens. Hier gelangt man über eine Wendeltreppe in die Räume ein Stockwerk tiefer. Die Bausubstanz der vor 30 Jahren erstellten Anlage erwies sich als solide. Im Erdgeschoss lag bereits ein schöner Parkettboden, der 1990 verlegt und vor drei Jahren abgeschliffen und neu geölt wurde. Um die optische Verbindung der beiden Etagen zu betonen, entschied sich die Familie, das gleiche Mosaikparkett im gleichen Verlegemuster auch für die Räume im Untergeschoss zu wählen. Zudem sollte mittels des warm anmutenden Holzbodens ein wohnliches Ambiente im Untergeschoss geschaffen werden, wo zukünftig Elternschlafzimmer, Kinderzimmer und Home-Office entstehen sollten.

Mit einer Stärke von 8 mm stellt Mosaikparkett die dünnste Parkettart dar. Damit ist es ideal für die Renovierung.


Freundlich und einladend wirkt auch das Zimmer der Tochter.


Ob Tanzschuhe oder Hundekrallen – das robuste Eichenholz ist sehr strapazierfähig und kann bei Bedarf mehrmals abgeschliffen werden.


Mosaikparkett bietet durch verschiedene Holzarten und Verlegemuster eine breite Palette an gestalterischen Möglichkeiten.


Wohnreserven im Untergeschoss

Hamburg zeichnet sich, wie alle attraktiven Städte Deutschlands, durch hohe Immobilienpreise aus. Immer häufiger müssen zwangsweise auch Räume im Untergeschoss zu Wohnzwecken genutzt werden. Damit der Wohlfühlcharakter aber nicht auf der Strecke bleibt, braucht es Tageslicht, was in diesem Fall durch große Fenster und eine Abböschung erreicht wurde. Ebenfalls von Vorteil erwies sich die normale Raumhöhe, eine niedrige Decke würde bedrückend wirken. Von den Vorbesitzern war das Tiefparterre bislang jedoch nur als Abstellraum, Bügelzimmer und Staufläche genutzt worden. Für diese Zwecke genügte der hellgraue Teppichboden, der unverklebt und ohne Bodenleisten auf dem rohen Estrich verlegt worden war.

Mosaikparkett als Vorlage

Im Erdgeschoss ist klassisches Mosaikparkett verlegt. Die acht Millimeter dicken Stäbchen bestehen aus massiver Eiche und sind in Würfelform verlegt, dem traditionellen Klassiker bei den Verlegemustern. Mosaikparkett gilt als pragmatischer Bodenbelag, weil er sehr robust und haltbar und problemlos auch auf Fußbodenheizungen einsetzbar ist. Das Mosaikparkett von Bembé sorgt zudem durch die geschmackvolle Strukturen für ein attraktives Erscheinungsbild. Das Massivholz lässt sich jederzeit abschleifen und garantiert auf diese Weise die Wertbeständigkeit des Parkettbodens. Andererseits ist es eben gerade diese niedrige Aufbauhöhe von nur acht Millimetern, die das Mosaikparkett zum idealen Partner überall dort macht, wo an Einbauhöhe gespart werden muss. Bei der Oberflächenbehandlung haben Renovierer die Wahl zwischen geölt, gewachst oder versiegelt. Das Stäbchenparkett ist im Preis günstiger als große Holzdielen, allerdings in der Verarbeitung aufwendiger und teurer.

Pflege des Parketts

Familie Seibert erhielt ein Paket mit Pflegeöl und Neutralreiniger. Allerdings sollte auf dem frisch verlegten Parkett zwei Monate lang kein Wasser verwendet werden. Später auch nur minimal feucht gewischt werden. Wenn das Holz trocken wirkt, wird Öl aufgebracht. n

Die Räume im Tiefparterre wirkten zuvor wenig einladend und ziemlich grau. Doch die Raumreserve, die sich hier der Familie bot, war von Anfang an zu erkennen.


Im gesamten Erdgeschoss, bis auf Küche und Bad, war das Eichenparkett bereits verlegt. Im Untergeschoss werden aus den ursprünglichen Abstellräumen nun zwei Schlafzimmer und ein Home-Office. Um mehr Wohnlichkeit und eine optische Verbindung der beiden Etagen zu schaffen, wurde auch hier das gleiche Mosaikparkett verlegt.


■ PARKETT VERLEGEN

Die Verlegung von Parkett erfordert Fachwissen und Erfahrung. Deutschlandweit verlegen die mehr als 300 eigenen Fachhandwerker aus 45 Bembe-Studios jährlich mehr als eine Million Quadratmeter Parkett. Insbesondere für Mosaikparkett braucht es Geschick und Know-how.
Der alte Teppichboden wurde entfernt und fachgerecht entsorgt. Der Parkettleger spachtelte Unebenheiten am Estrich aus. Estrichfugen wurden kraftschlüssig verbunden und mit einem Epoxidharzgemisch vergossen, um eine durchgehende Verlegung ohne Trennung der Räumlichkeiten zu gewährleisten (hier rechts im Bild). Der gesamte Untergrund wurde angeschliffen, gereinigt und grundiert. Die Grundierung dient als Haftbrücke zwischen Untergrund, Klebstoff und Parkett und gewährleistet somit eine optimale Verklebung. Der Parkettleger prüft u. a. vor der Verlegung die Ebenheit, Trockenheit und die Höhenlage der angrenzenden Bodenbeläge, wobei das Parkett höhengleich eingebaut werden sollte, um Stolperfallen zu vermeiden.
Mit einem Zahnspachtel wird der Parkettkleber vollflächig auf den Untergrund aufgebracht, das Mosaikparkett eingelegt und fest angedrückt. Dieses Mosaikparkett wurde in einem Würfelmuster diagonal im Raum verlegt. Die diagonale Verlegung ist zwar aufwendiger und schwieriger, gibt den Räumlichkeiten allerdings mehr Eleganz und Wirkung. Nach der Verlegung wurde das Parkett mehrfach geschliffen und schlussendlich geölt. Geölte Oberflächen wirken wärmer und natürlicher als lackierte und lassen die Holzstruktur wunderbar zum Vorschein kommen. Sockelleisten wurden im Wandbereich zur Abdeckung der Dehnungsfuge passgenau zugeschnitten und montiert. Die Dehnungsfuge muss umlaufend ausgebildet werden, um ein „Arbeiten“ des Holzes zu ermöglichen. Feste Bauteile wie z. B. Schienenanschläge oder Türzargen können mit einem Korkstreifen oder einer dauerelastischen Fuge ausgebildet werden. Das Holz reagiert auf erhöhte Feuchtigkeit und dehnt sich aus, wobei es sich bei einer Untertrocknung durch Wärme oder geringe Luftfeuchtigkeit wie im Winter z. B. zusammenzieht und eine leichte Fugenbildung entsteht.
Parkettleger Martin Legans beginnt mit der Vorbereitung des Untergrundes, der eben, sauber, fest und trocken sein sollte. Das Mosaikparkett besteht aus gleichmäßig langen und breiten Parkettstäbchen, die im jeweiligen Muster auf ein Netz geklebt und in Plattenform ausgeliefert werden. Grundsätzlich wird das Mosaikparkett vollflächig verklebt, im Gegensatz zu großen Dielen, die auch schwimmend verlegt werden können. Mithilfe einer Schlagschnur und Ausrichtung der Diagonale verlegt Herr Legans seine erste Bezugsbahn. Die Platten werden ins Kleberbett gelegt und fest angedrückt. Der Handwerker reiht so Platte für Platte fugenlos aneinander. Dabei muss er immer den rechten Winkel beachten, um ein Verrutschen des Musters zu vermeiden. Ränder, Eckbereiche sowie fest angrenzende Bauteile werden massgenau zugeschnitten und individuell vor Ort angepasst. Zu allen Wänden muss eine Dehnungsfuge eingehalten werden. Das rohe, unbehandelte Mosaikparkett wird nach der Verlegung vor Ort geschliffen und je nach Kundenwunsch oberflächenbehandelt.

Parkett:
Bembe Mosaikparkett, 8 mm, Eiche, geölt, Würfel diagonal
Verlegung:
Bembe Parkett GmbH & Co. KG, Studio Hamburg-Langenhorn, Langenhorner Chaussee 88, 22415 Hamburg, Jörg Hinneburg Hersteller: Bembe Parkett GmbH & Co. KG, Tel.: 0 79 31/96 60, www.bembe.de, info@bembe.de


Fotos: Misha Vetter