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MEIN BAUCH GEHÖRT, HM, TJA …


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Grazia - epaper ⋅ Ausgabe 38/2021 vom 16.09.2021

10 HOT STORIES

Artikelbild für den Artikel "MEIN BAUCH GEHÖRT, HM, TJA …" aus der Ausgabe 38/2021 von Grazia. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Grazia, Ausgabe 38/2021

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„EVERYTHING IS BIG IN TEXAS“, sagt man in den USA gerne. Alles ist groß in Texas. Das neue „Herzschlaggesetz“, das Ende August dort in Kraft getreten ist, ist vor allem ein großes Ärgernis. Das Gesetz verbietet Abtreibungen, sobald beim Embryo ein Herzschlag nachweisbar ist – also etwa nach den ersten sechs Wochen. Zu diesem Zeitpunkt wissen ...

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... die meisten Frauen nicht einmal, dass sie schwanger sind. Ausnahmen gelten auch dann nicht, wenn das Baby niemals lebensfähig wäre oder die Schwangerschaft Folge von Inzest oder Vergewaltigung ist. Und als würde das nicht reichen, können nach dem Horrorgesetz auch Eltern oder Freunde der Schwangeren belangt werden. Die Regierung hat sogar Meldeplattformen eingerichtet, auf denen man Ärzte, betroffene Frauen und sogar Taxifahrer, die sie in die Klinik fahren, denunzieren kann. Yep, auch denen drohen Strafen.

Willkommen im Reality-TV-Spin-Off von „The Handmaid’s Tale“. Absurderweise haben genau jene erzkonservativen Trumpianer das Gesetz durchgeboxt, deren Lieblingsthema bislang die körperliche Unversehrtheit war – wenn es um Corona-Impfungen oder Schutzmasken ging. Was für eine Ironie! Allerdings wäre es jetzt leicht, sich über die konservativen Idioten auf der anderen Seite des Atlantiks zu echauf fieren wie über Selbstdarsteller im Trash-TV. Denn Abtreibungen sind auch bei uns immer noch rechtswidrig. Die Frauenärztin Kristina Hänel darf auf ihrer Website immer noch keine Informationen zu Schwangerschaftsabbrüchen zur Verfügung stellen.

Frauen, die abtreiben wollen, müssen vorher einen psychologischen Beratungstermin über sich ergehen lassen, als würde etwas mit ihnen nicht stimmen, wenn sie kein Baby wollen. Nach „Mein Bauch gehört mir“ klingt das nicht. Und wieso wurde diese Regelung eigentlich noch nicht bei Impfverweigerern vorgeschlagen? Ach klar, weil Frauen es alleine nicht hinbekommen, vernünftige Entscheidungen über ihre eigenen Körper zu treffen. Ironie off.

Wir leben also weiter mit vorsintflutlichen Gesetzen, mit denen ein Großteil unserer Parteien (CDU/CSU, AfD, weitgehend auch die FDP) absolut d’accord sind, und diskutieren stattdessen über die Freiheit, in der VW-Kantine Currywurst essen oder eine lebensrettende Impfung verweigern zu dürfen? Wo bleibt hier die Empörung? Sie müsste größer sein. Viel größer. Also, Texas-groß! ■